19 September 2022

Olympia am Rhein

Nach einem langen Schlaf und einem gemütlichen Spätstück warteten heute bereits die ersten Aufgaben auf mich. Kurz nach eins zum COVID-Test, anschließend Einkauf im HIT, zurück zum Brotbacken und Salat anmachen, zwischendrin um halb drei der angekündigte Schornsteinfeger. Als ich dann die Falafel und den Salat verspeist hatte, war der Tag schon halb rum. Soll nochmal jemand sagen, die Rentner haben keinen Stress - HA!

Aber natürlich wollte ich den Tag nicht ohne Frischluftrunde vergehen lassen. Die Sonne war heute so oft durchgekommen, dass es bestimmt eine schöne Runde am Rhein würde mit viel blauem Himmel. Schlau wie ich nun mal bin hatte ich natürlich trotzdem den Zauberschirm im Auto, man kann ja nie wissen. Am Bollwerk angekommen wusste ich warum. Der bis eben blau-weiß-bunt gefleckte Himmel hatte seine Farbe verändert.

Hinter dem einzigen blauen Fleck zieht es sich zusammen.

Mit dem Schirm unterm Arm spazierte ich los. Am Biergarten angekommen sah ich sehr viele Räder am Kai aufgestellt, ein paar Leute mit der Aufschrift "Crew" auf der Jacke, aber keine Radfahrer. Seltsam.

Räder, Räder und Räder. Wozu?

Kurz darauf sah ich, dass das Geysirschiff dabei war, am Namedyer Werth anzulegen. Auch die ließen sich also von den dunklen Regenwolken nicht abschrecken.

Das Geysirschiff am Anlieger

Bis zum Alten Krahnen pfiff der Wind heute mächtig, so dass ich froh war, wetterfest warm eingepackt zu sein. Als es dann auf dem Pfädchen Richtung Namedy weiterging, wurde es gemütlicher. Hier zwischen den Bäumen ist man gut geschützt gegen die steife Brise.

Das Pfädchen

Irgendwann wurde der Weg dann aber so matschig und schlammig, dass ich Mühe hatte, mit meinem lädierten Gleichgewicht nicht irgendwo die Grätsche zu machen. Ich kehrte um und ließ mir auf dem Rückweg Zeit. Nur nichts überhasten und dann im Schlamm liegen. Dabei entdeckte ich auch unterwegs einen einsamen Angler, der es wohl mit dem Fahrrad bis ans Ufer geschafft hatte und sich auch von den Regenwolken nicht vertreiben ließ. Petri Heil!

Hier wurde es zu nass

Der einsame Angler






Als ich dann wieder in den befestigten Rheinanlagen ankam, hatte ich den Zauberschirm kein einziges Mal aufspannen müssen. Es funktioniert also wieder mit dem Regenzauber. Im Gegenteil, als ich mich umdrehte, sah der Himmel schon wieder ganz anders aus als zu Beginn meines Spaziergangs.

Es ist wieder mehr Blau am Himmel

Am Schiffsanlieger erkannte ich dann auch, was mir auf dem Hinweg entgangen war. Die Räder stehen nicht zufällig vor dem Schiff. Hier macht wohl die Schweizer Olympiamannschaft der Radrennfahrer Station!

Helvetia Olympia in Andernach - das ist ja ein Ding

Das Schiff lag im Sonnenschein, ebenso war die Neuwieder Rheinseite im Hintergrund bereits sonnenbeschienen.

Auch die falsche Rheinseite kriegt etwas Sonne ab

Ich spielte schon mit dem Gedanken, mich auf einer der bequemen Bänke niederzulassen und eine schöne Leserunde in der Abendsonne zu genießen. Mit diesem Gedanken hab ich es wohl übertrieben, denn als ich mich in Richtung Namedy umdrehte, hatte sich der acht Minuten vorher blaugefleckte Himmel bereits sehr verändert.

Dunkel zieht es herauf

Ok, man kann nicht alles haben. Ich machte mich auf den Weg zum Auto, kam trocken dort an, und als ich die Autotür schloss, fielen die ersten zarten Tropfen auf meine Scheibe.

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