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30 August 2025

So geht Wochenende!

Ein paar kleine Grundsätze vorab:
1. Arbeit wird völlig überbewertet.
2. Das Wochenende kann nicht früh genug beginnen.
3.  Menschen, die einem gut tun sind Futter für die Seele.

Wenn man also das Wochenende bereits am Freitagmorgen beginnt, weil ein guter Freund und Ex-Kollege zum Kaffee vorbei kommt, dann darf man sogar gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen und bereits um halb zehn aus den Federn krabbeln. Ich rechne es Luca Thomi hoch an, dass er als Ex-Bayern-Spieler und aktuell vielbeschäftiger Gastronom immer noch Zeit findet, die alten Kontakte zu pflegen.

Als ich ihn gegen zwei am Bahnhof absetzte, nahm ich dort sofort meine weitgereiste Verwandtschaft in die Arme, um ihnen bei schönem Wetter ein wenig von der Schönheit der Andernacher Umgebung zu zeigen. Bei ihrem letzten Besuch hatte ich den Red Hot Smithy Sisters die Innenstadt gezeigt, heute ging's mal raus in die Höhe.

Eine schöne bildliche Veranschauung des Begriffs <Großcousin>

Die beiden Mädels sind echt klasse, so wünscht man sich Verwandtschaft. Auf unserer kleinen Runde genossen wir einige schöne Aussichten.



Die Ortskundigen werden sofort erkannt haben, von wo die Bilder aufgenommen wurden. Für Kaffee und Kuchen war es danach noch etwas zu früh, daher entführte ich Vroni und Marieluise anschließend noch an den Ort unserer letzten Sommerlesung. Da dort Permanent Kulturiert wird, brachte ich den Ladies auch ein kleines Ständchen in Form der beiden Kurzgeschichten, die ich bei unserer letzten Sommerlesung dort vorgetragen hatte. 

"Gefreiter Planlos meldet sich ab" und "Bully"

Den beiden gefielen der Ort und die Geschichten ebenso wie die neue bequeme Liegesitzmöglichkeit, von der sich Marieluise gar nicht mehr trennen wollte. Aber es nutzte ja nichts, auf dem Marktplatz wartete das Café Rosa mit Leckereien und Cappuccino auf uns. Nach einer herzlichen Verabschiedung begaben sich die beiden wieder zum Zug und wir alle hoffen, dass wir solche Begegnungen zukünftig öfter haben werden.

Für mich ging es nach kurzer Pause daheim mit einer unerwarteten Niederlage im Rummykub weiter, wo mir das liebe Ännchen wieder mal meine Grenzen aufzeigte. Dafür durfte ich den anschließenden Skatabend mit lieben Freunden in vollen Zügen genießen. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr weiß, wer am Ende die Runde verloren hat.

Am heutigen Morgen hatte ich wegen des unabdingbaren Besuchs bei Wally auf dem Wochenmarkt ebenfalls die Ausnahmegenehmigung bzgl. der RAGs erhalten und hatte bereits um halb elf mein Frühstücksporridge genossen. Bei den harten Preisverhandlungen behielt Wally wieder einmal die Oberhand, das Feilschen muss ich wohl noch ein wenig üben.
Nach einer kleinen Einkaufsrunde saß ich pünktlich um eins vor der Glotze, um meine blau-weißen Jungs aus dem tiefen Westen anzufeuern. Danach stand für mich fest, dass ich an diesem Wochenende nicht über Fußball reden werde. Punkt


Umso schöner die Spontanrunde mit Kumpel Mike T-Bone an der Rheinpromenade meines Heimatorts.

Wie wichtig dieser Ort ist, kann man bspw. daran erkennen, dass sich sogar Banksy hier immer mal wieder verewigt.

Wer weiß, vielleicht wird der Ort ja mal zu einer Heimstätte der Künstler und Literaten.

Auch die Aussicht über den Rhein in Richtung Autobahnbrücke lohnte sich. Diese tollen Wolkenformationen vor dem blauen Himmel finde ich immer wieder faszinierend.


Beim Rückweg durch den Ort treffe ich unterwegs immer wieder Freunde und Bekannte und konnte auch meinem Kumpel, der auch unter dem Namen "Chief Blind Eagle" bekannt ist, einiges über die Geschichte der verschiedenen Häuser und Bewohner nahebringen. Hier werden viele Erinnerungen aus meiner eigenen Lebensgeschichte wach, immer wieder.

Nun sitze ich daheim vor dem PC und schreibe diese Zeilen nieder. Während ich das alles (und noch viel mehr) Revue passieren lasse, erkenne ich zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir gut tun. Das ist Futter für meine Seele.

18 Juli 2024

Merlin, Moana und die Paddler

Da unser heute geplanter Skatabend leider widrigen Umständen wie Krankheit und Terminen zum Opfer fiel, nutzte ich den Vorabend für einen beschaulichen Gang durch die Rheinanlagen. An den schönen großen Platanen waren die bequemen Sitzbänke abmontiert worden, um den Wagen für die morgen beginnende 2.Andernacher Bierbörse Platz zu machen. Mir persönlich haben die Bänke besser gefallen. Aus eigener langjähriger Erfahrung weiß ich zudem, dass bei einer solchen Saufveranstaltung ääähmm Bierbörse und 30° im Schatten stabile Sitzgelegenheiten sehr von Nutzen sein können. Zwar hat man den Weg daneben am Rheinufer entlang mit reichlich Biertischgarnituren ausgestattet, aber die haben keine Rückenlehne, was ab einem bestimmten Promillegehalt schon unangenehme Folgen haben kann.

Aber sei's drum, für mich ist die Veranstaltung eh nicht interessant und daher spazierte ich weiter, traf unterwegs eine nette Ex-Kollegin zum Smalltalk und legte auf einer Bank hinter dem Pegelhäuschen die erste Pause ein. Einfach nur da sitzen und schauen, das ist schon was Feines. Die Paddler auf der anderen Rheinseite mühten sich ab, nicht von der großen Strömung erfasst zu werden.

Die Paddler

und die Moana ließ sich gemächlich stromabwärts treiben.

Moana

Auf dem Rückweg erwischte ich zwischen Biergarten und Bollwerk noch eine freie Bank und nutzte die zweite Pause, um mich der Geschichte des Aachener Hofs zu widmen, Klaus hatte mir freundlicherweise ein Skript zugeschickt, dessen Ausdruck ich im Rucksack hatte. Sehr interessant. Und dann nahte das Duo Fantastico, die beiden hatte ich länger nicht mehr gesehen. Als sie auf mir auf dem Uferweg näherten, schaute Uli schon in meine Richtung, während Merlin sich zwischen die Bäume am Wegrand drückte. Anscheinend wollte er dem Erinnerungsfoto entgehen. Glücklicherweise ließ er sich dann doch von mir fotografieren, nachdem ich mehrfach "Bitte bitte!!" gesagt hatte,

Merlin

Uli


Als die beiden weitergegangen waren, las ich meine Lektüre fertig und machte mich am Ende eines schönen Tages zufrieden auf den Heimweg.

04 Juli 2024

Eine schöne (Uhr-)Zeit daheim

Nach den vielen Fußwegen und schönen Begegnungen rund um die Wupper genehmigte ich mir ein paar Tage Wellness mit wenig Bewegung. Fußpflege und Physio waren am Dienstag schon ein wunderbarer Anfang, der gestrige Spontanbesuch meiner lieben Großcousine Gisela setzte das nahtlos fort.
Ergänzt wurde das Ganze durch zwei genauso spontane "Naab"-Lesungen, die mich langsam wieder in Übung für unsere nächste öffentliche Lesung bringen, die am 31.Juli im Glashaus der Permakultur stattfindet.
Frankie the Taxman klärte gestern Nachmittag zudem alle lästigen Steuerfragen mit dem KLB und mir, was auch wieder ein Stück Erleichterung bedeutete. Und mit dem heutigen Skatabend mit Kartoffelsuppe beim Geburtstagskind in der Marienburg setzte sich die schöne Woche nahtlos fort.

Eine weitere Geschichte klärte sich vorgestern auf wundersame Weise. Aber von Anfang an: Vor etwa drei Wochen löste sich ein Teil des Schnappverschlusses vom Glieder-Armband meiner Titan-Uhr. Und das schon nach 25 Jahren täglichem Tragen! Aber alles ist vergänglich - und das meiste lässt sich reparieren. So ging ich also am nächsten Tag frohen Mutes zum Uhrengeschäft meines Vertrauens, wo mir schon so mancher kleine Schaden behoben wurde. Ich stand natürlich vor heruntergelassenen Rollläden und dem Hinweis: "Wir machen Urlaub". Wie sollte es auch anders sein. Aber am nächsten Montag öffnete man wieder, und ich machte mal wieder meine kleine Zeitreise. Denn als eine solche erscheint es mir stets, wenn ich das Geschäft betrete. Seit 125 Jahren existiert das kleine Familienunternehmen Thiesen schon - und die Inneneinrichtung erinnert sehr an frühere Zeiten. Ein schöner, angenehmer Anachronismus, auch heute noch in einem solchen Ambiente den Kunden zu empfangen.

2024

1959






Die Inhaberin nahm sich sehr sorgfältig meiner Uhr an, nahm die Maße der Armbandglieder, der Uhr und des defekten Verschlusses und schaute erstmal in den Schubladen der Verkaufstheke nach, ob sich für dieses Altertümchen noch etwas Passendes finden würde. Leider vergeblich. Am Ende eines guten, langen und freundlichen Beratungsgesprächs verblieben wir so, dass ich ihr die Uhr einfach vertrauensvoll überlasse und sie sich nach einer Möglichkeit umschaut, die Bestellung eines neuen, passenden Titan-Armbands für 55 Euronen evtl. vermeiden zu können. Ansonsten wäre es mir die Uhr auch wert, nahe am damaligen Neupreis von 129 DM ein neues Armband zu bestellen. Als kleines Dankeschön für die nette Beratung vermachte ich ihr ein Exemplar unserer letzten Kurzgeschichtensammlung und machte mich wieder auf den Weg.

Ich verbrachte eine weitere Woche ohne die gewohnte Armbanduhr, diesmal in Wuppertal, und erhielt nach meiner Rückkehr eine Nachricht auf dem AB. Das Geschäft in der Bahnhofstraße hatte sich gemeldet. Siehe da, man hatte einen passenden Verschluss aus Titan gefunden und bereits montiert. Für insgesamt 20 € bekam ich meine reparierte Uhr zurück und nicht nur das. Wahrscheinlich hatte die Inhaberin ebenfalls eine Zeitreise unternommen und mein Handgelenk nochmal genau vermessen. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass das Gliederarmband, das vorher ein wenig zu weit gewesen war, nun exakt passte. Irgendwie magic. Sowas kriegt man sonst nirgendwo.
Als ich sie darauf ansprach, lächelte sie und sagte, das wär doch auch Stoff für eine Kurzgeschichte. Eine ganze Geschichte hab ich zwar (noch) nicht hinbekommen, aber zumindest halte ich es hier im blog fest.

Heute Abend entdeckte ich eine weitere seltsame Sache. In der Post lagen einige neue payback-Coupons, darunter ein ganz besonderer. Wer erinnert sich nicht an Delmenhorst, das schöne Lied von Element of Crime. Im Refrain hieß es 

Hinter Huchting ist ein Graben 
Der in die Ochtum sich ergießt 
Und dann kommt gleich Getränke Hoffmann 
Sag Bescheid, wenn du mich liebst

Seitdem ist dieser fiktive Getränke Hoffmann legendär. Und nun hab ich einen Coupon dieses Geschäfts vor mir liegen! Das gibt's wirklich!!

Ich werde wohl bis zum 28.07.2024 eine Reise nach Delmenhorst unternehmen müssen. Wenn schon, denn schon.

08 Juni 2024

Hoch die Hände - Wochenende!

Nach der dienstäglichen Waldrunde gönnte ich mir mittwochs einen Ruhetag und konnte nachmittags  dem Ännchen mit einem bunten Ofengemüse eine Freude bereiten. Die Einführung dieses Mittwoch-Rituals war und ist eine sehr schöne Sache.

Riecht schon mal gut, oder?

Der Donnerstag wurde dann zum großen Besuchstag. Morgens freute ich mich auf Uschi aus dem Westerwald, mit der ich auch seit längerem einem regelmäßigen ausgiebigen Kaffeeklön fröne. Als passionierte Familienforscher haben wir uns auch immer einiges zu erzählen. Mittags kam dann mein lieber Freund und Ex-Kollege Luca Thomi als Überraschungsgast dazu und genoss auf Balkonia sichtlich den leckeren Kaffee.

"Mir san Dritter" steht auf dem Bayern-Shirt, oder?

Ein angenehmer Kaffeeklön entspann sich, in dessen Verlauf wir auch den Anfang seines Familien-Stammbaums skizzierten. Spannend!

Und da ich vom guten Ännchen ja nicht genug bekommen kann, besuchte sie mich schon eine Stunde vor dem geplanten Skatabend und wir gönnten uns noch eine Frischluftrunde rund um den Block. An diesem sonnigen Vorabend erfreuten wir uns an bunten Blumen und außergewöhnlichen Schieferhexen.

Gerade die Schieferhexe in unserer Straße war mir vorher nie wirklich aufgefallen, so unachtsam, wie ich nun mal bin. Nun hoffe ich, dass die Kollegin, die dieses Haus bewohnt, in diesen blog-Eintrag schaut und liest, wie schön wir das finden.


HEX HEX!

Nach diesem schönen Spaziergang erwarteten uns die Freunde aus dem Vorderhaus bereits zum überdachten Freiluft-Skat. Hier lief anfangs alles ganz schön, bis ich bei einem Herz-Solo ohne Sechs bei 18 sitzen gelassen und klassisch ausgemauertkontert wurde. Nachdem ich mir diese 14 Miese im Block notiert hatte, wurden plötzlich Fotos vom Spielstand geschossen.

Ich fand das schon sehr befremdlich.

Diese Fotografiererei hielt bis zum vorletzten Spiel an. Dokumentieren nannten sie das. Daraus folgerte ich, dass sie tatsächlich in Erwägung zogen, ich könnte am Ende eine Runde verlieren. Tzzz Tzzz!

Natürlich zeigte ich ihnen dann, wie man mit Studenten spielt und am Ende hatte Freund Uri, der immer am lautesten tönt, die Runde natürlich wieder an der Backe. Vom Abschluss-Spielstand wurde dann mit fadenscheinigen Begründungen kein Foto gemacht. Naja!

Meine Enttäuschung über soviel mangelndes Spielverständnis der Freunde konnte ich jedoch am Freitag mit einem weiteren Relax-Tag und dem Besuch des first friday gut verarbeiten. Mein Ex-Kollege Ludwig gab mir wichtige Tipps während meines Schuhkaufs bei Scheunemann, die gute Doro ließ mich erst mit der Zusage wieder gehen, dass ich sie an ihrem neuen Arbeitsplatz besuchen komme. Die ANJU-Mädels waren an ihrem Stand mit dem tollen handgemachten Schmuck so von Frauen belagert, dass man kaum herankam. Gusti und Pete standen bei Ahsemnachers Schlange für einen Imbiss, Sabine beglückte mich im Weltladen mit einer Portion Nudeln mit Parmesan, und mit Christian im Tourist-Info hatte ich ein längeres schönes Gespräch, die nette Mitarbeiterin reichte mir ein gutes Lung-Eis dazu. Zwei Bällchen, Schoko und Erdbeer, hmmmmhh ...
Obwohl ich am Ende nur eine Stunde unterwegs gewesen war, hatte ich viele schöne Begegnungen und am Ende gute neue Schuhe. Passt! Der Sieg unserer Fußballer am Abend rundete den schönen Tag ab.

Danach war ich auch flott in der Horizontalen, stand doch am Samstagmorgen wieder der traditionelle Frühstücksbesuch meines KLBs an, der nach einem gefühlten halben Jahr Urlaub am Meer endlich wieder da war.

Wie man auf dem Foto sieht, war der Tisch gut gedeckt und der Kleine strahlte. Jetzt, wo man das Frühstück in Pillonia wieder auf Balkonia einnehmen kann, ist es grad doppelt so schön.

So wurde unser Frühstücksklön heute etwas länger, aber Walli und Achim hatten uns auf dem Wochenmarkt auch um zwölf Uhr noch etwas zurückgelegt. Außerdem schrieb mir Nicole morgens, dass meine Buchbestellung auch schon eingetroffen ist, da bot sich auf dem Rückweg eine kleine Runde zur Buchhandlung meines Vertrauens an. Bewaffnet mit leckeren Rindersteaks und exzellentem naturtrüben Goldleinöl setzte mich der Kleine anschließend wieder zu Hause ab. 

Hier entschied ich mich, den kurzen Einkauf beim REWE und den Bügelwäschetausch bei der guten Fatma vorzuziehen und erst anschließend eine kleine Pause im Sessel einzulegen. Eine weise Entscheidung, wie sich herausstellte.

In Miss Maxwells kuriosem Zeitarchiv kam ich etwa eine halbe Seite weiter, bevor die Augenpflege andere Prioritäten setzte. Trotz allem schon auf den ersten 76 Seiten ein tolles Buch, das mir eine gute Freundin empfohlen hatte.

Das Lesen konnte ich danach bei einem schönen Abendspaziergang am Rhein nachholen. Hier wachte der zeitlose Siegfried über das Hochwasser und über die Abendsonne, in deren warmem Licht das Lesen auf einer gemütlichen Bank erst richtig Spaß macht.

Auch das Korrekturlesen eines Textes für den nächsten Schreibkursabend bei der VHS am Montag geht einem in dieser schönen Stimmung sehr leicht von der Hand. Dabei beobachtete ich zum ersten Mal, dass eine IRIS am Steiger anlegte.

Als ich wenig später zu sehen glaubte, wie die Marienburg in Leutesdorf von einem großen gelben Schiff abtransportiert wurde, machte ich mich lieber auf den Heimweg.

Morgen ist mal wieder Entspannungstag angesagt. Jedenfalls bis wir ab 18 Uhr zusammen den Wahlausgang verfolgen.

24 März 2024

Leckere und schöne Tage

Nachdem ich den Freitag diesmal wörtlich genommen hatte, um das herbeigesehnte Wochenende würdig begrüßen zu können, standen gestern und heute einige schöne Sachen auf dem Programmzettel. Das Wochenendritual mit dem KLB bildete den perfekten Auftakt. Lecker Frühstück, dem Kleinen schmeckt es immer noch bei mir, und dann der Besuch bei der unvergleichlichen Walli auf dem Wochenmarkt. Walli hatte auch diesmal wieder Anja zur Unterstützung dabei, sonst ist der enorme Andrang an ihrem BIO-Wagen kaum zu bewältigen. Qualität spricht sich rund. Wenn wir um kurz vor zwölf angetrudelt kommen, sieht es meist schon sehr übersichtlich aus hinter der Wursttheke. Auch gestern hatte sie mir netterweise ein wunderbares Stück Rindfleisch zurückgelegt.

Fleisch und Wurst vom Allerfeinsten

Anschließend konnte ich mich nach meiner Einkaufsrunde noch kurz ausruhen. Die Nächte vor dem Vollmond bringen mir oft einen sehr unruhigen Schlaf, so auch gestern.

Nachmittags war ein gemeinschaftliches Kochen, Essen und Skatkloppen bei einer lieben Freundin im Nebengebäude einer Burg angesagt, auf das ich mich schon gefreut hatte. Zu sechst hatten wir im Vorfeld bereits unkomplizierte Lösungen gefunden bzgl der Aufgabenverteilung. Wer bringt was mit? Wer richtet was an? Und wer dann wem beim Schnippeln hilft, ergibt sich von selbst, wenn wir mal dran sind. Und genau so war es. Wir arbeiteten alle unserer Gastgeberin beim Döbbekooche mit Appelkompott zu. Als der im Ofen war, gab es eine zünftige Skatrunde, an deren Ende ich den Salat als Vorspeise anrichtete. Ich möchte ausdrücklich anerkennen, dass während der drei Spiele, die ich  dafür aussetzte, gerade die Frauen in der Runde mich sehr würdig vertraten und ich am Ende der Runde mit nur 3 Miesen hervorragend abschloss. Zwischendrin kümmerten sich die einen um den Getränkenachschub, während die anderen das Dessert zubereiteten. Es war am Ende alles so köstlich, dass wir allesamt ins Schwelgen gerieten. HACH!

Eigentlich wollte ich aufgrund meiner Müdigkeit nicht sehr lange bleiben, am Ende wurden fünfeinhalb Stunden daraus, bis ich mich auf den Heimweh machte. Pappsatt, glücklich und zufrieden.

Leider wurde mir ohne Worte, aber mit strengen Blicken strengstens untersagt, die Bilder von dieser tollen Runde hier zu veröffentlichen.

Daher beschränke ich mich optisch auf den sympathischen kleinen Hirtenjungen, der auf der Terrasse darüber zu sinnieren scheint, warum die schönen, abgefallenen Magnolienblätter so schnell welken.

Zu Hause durfte ich noch die zweite Halbzeit unserer wiedererstarkten Fußballer bewundern, das war das kleine i-Tüpfelchen auf diesem Tag.

Für heute hatte sich netter Besuch aus Herzogenrath angesagt, auf den ich mich ebenfalls sehr freute. Wenn sich aus einem Deal in der Internet-Buchtauschbörse www.tauschticket.de ein anderthalbjähriger eMail-Dialog entwickelt, dann hat man sich offensichtlich einiges zu sagen. Am Wochenende war sie zu Besuch bei Freunden an der Ahr und so vereinbarten wir spontan ein Treffen, um uns auch mal live gegenüber zu stehen.

Daraus wurde ein kleiner Spaziergang in unseren schönen Rheinanlagen mit einem Rückweg durch die Stadt, wo ich ihr den Skulpturenpfad zeigen und den Römergarten konnte.

Ein paar weitere schöne Bilder von dort haben wir im Bild festgehalten.

Ein blauer Touch zwischen bunten Figuren

Alles so schön bunt hier ...

Ein Selfie musste natürlich sein

Das Doppelnashorn mit den tollen Farben

Krieger mit Schürze

Im Städtchen gönnten wir uns eine halbe Stunde Pause vor der Eisdiele bei Kaffee und Cappuccino, wobei uns der Gesprächsstoff nie ausging. Zurück auf dem Parkplatz am Bollwerk machte Heidrun noch ein Abschiedsselfie, nachdem mein Zauberschirm uns die ganze Zeit vor dem Regen geschützt hatte.

Heidrun mit Sturmfrisur - Vor dem Wind gab es heute keinen Schutz

Sie ist wieder gut zu Hause angekommen und ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu. Da ich mirgen schon ganz früh um zehn Uhr eine Frühstückseinladung bei lieben Freunden wahrnehmen werde, wird es für mich heute Abend auch nicht so spät werden. Zur Zeit meint es das Leben gut mit mir.

07 März 2024

Gute Gewürze führen zu gutem Skat

Gestern machte ich spontan einen kompletten Überraschungsbesuch bei einer anderen Familienforscherin, die ich seit Jahren virtuell kenne. Trotz unserer räumlichen Nähe (16 km) hatten wir bisher nur via Internet  Kontakt und ich dachte, das soll so nicht bleiben. Nach einem erstaunten Blick an der Tür gegen halb drei und einem geplanten "kurz mal Hallo sagen" verabschiedete ich mich gegen halb sieben, nachdem sich auch ihr Mann nach der Arbeit  dazugesellt hatte. Ein richtig schöner Nachmittag bei sehr netten Menschen. Ich bedankte mich zum Abschied mit einer kleinen Esszimmerlesung von zwei Kurzgeschichten für die freundliche Aufnahme und für Speis und Trank.

Der heutige sonnige Tag verleitete mich nach dem Frühstück zu einer kleinen Pause mit Ausblick auf den Morgenhimmel, der schon seine blassblaue Farbe entfaltete.

Füße hoch, einfach nur rausschauen und die Gedanken frei kreisen lassen, das liebe ich besonders an solchen Tagen.

Nach dieser kurzen inneren Einkehr fühlte ich mich fit für den Tag und machte mich auf zu einer kleinen Einkaufsrunde.

Heute schaffte ich es endlich, den schon länger geplanten Besuch im Werksverkauf des lokalen Gewürzfabrikanten HARTKORN zu machen und mir dort in aller Ruhe die große Vielfalt an BIO-Produkten anzuschauen, die dieses Unternehmen mittlerweile entwickelt hat.

Von den beiden dort angestellten Frauen bekam ich reichlich Unterstützung bei allen Fragen und es ergab sich ein sehr interessantes Gespräch mit der einen Mitarbeiterin. Die meisten Geschäfte, welche Hartkorn im Sortiment haben, verkaufen nur eine kleine Auswahl aus der BIO-Schiene. Hier gab es alles zu sehen. Für jeden, der sich für nachhaltigen Genuss interessiert, kann ich einen Besuch dort nur empfehlen.

Alles BIO

Auch alles BIO

Zur Verfeinerung meines wöchentlichen Ofengemüses habe ich bereits verschiedene orientalische und asiatische Gewürzmischungen aus dieser Reihe ausprobiert und für gut befunden, heute fand ich hier sogar eine rheinische Gewürzmischung speziell für Ofengemüse. Diese testete ich zu Hause sofort, denn ich bekam um fünf Uhr lieben Besuch zum Gemüseessen und bereitete ein großes Blech zu. Mit diesem konnte ich mein Gemüsefach im Kühlschrank  weitestgehend leeren, um Platz zu machen für die donnerstägliche Lieferung der Gemüsekiste vom Gertrudenhof. Wir konnten im Test beide bestätigen: Sehr leckere Mischung. 

Nachdem wir satt und zufrieden das Mahl mit Espresso und einem Holunderblüten-Kräuter-Digestif gekrönt hatten, machten wir noch einen Verdauungsspaziergang um den Block, denn kurz darauf begann schon unsere geliebte Skatrunde bei den Freunden im Vorderhaus.
Als ich dort von den Gastgebern mit einer Tüte voll Leckereien nachträglich zum Geburtstag gratuliert wurde, war der Tag perfekt. Heute Morgen hatte ich mein Porridge mit den letzten Tropfen von Achims naturtrüben Goldlein-Öl verfeinert. Und was fand ich in der Tüte: Eine neue Sorte Müsli-Öl, die ich noch nicht kannte. Das morgige Frühstück ist gerettet! Meine Freunde verfügen also offenbar über telepathische Fähigkeiten und können in meinen Kopf oder in meinen Kühlschrank sehen.

Es wurde eine schöne Skatrunde, die ich erfolgreich beenden konnte, ohne allzu viele gute Ratschläge zu erteilen. Denn für diese werde ich so oft als "Besserwisser!" getadelt, da halte ich mich seither ein wenig zurück 😎.
Nun freue ich mich auf den morgigen Besuch von Luca Thomi und versinke gleich in ein seliges Schlummern.