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10 September 2021

Frühstück auf Wolke 7

 Die (Ex-)Kolleginnen hatten meiner gedacht und mich zum heutigen Betriebsausflug mitgenommen. COVID-bedingt in kleinem Rahmen, viele Kleingruppen waren zu unterschiedlichen Zielen unterwegs.
Wie bereits im letzten Jahr, als es uns in die Eifel verschlagen hatte, wurde es auch in diesem Jahr ein schönes, gemütliches Beisammensein.

Café Wolke 7 in Neuwied war angesagt, Frühstück ab 9 Uhr. Das bedeutete zwar, dass ich ausnahmsweise mitten in der Nacht aufstehen musste, aber das nahm ich sehr gerne in Kauf, Um sieben Uhr rappelte der Wecker, auch mit zweimal Nachdrücken blieb genügend Zeit für die Rentner-Morgen-Yoga und die Morgentoilette. Die Re-Mo-Yo feierte gestern bereits das erste Halbjahres-Jubiläum, und noch immer ist sie mir ein guter Begleiter zum Tagesauftakt.

Nachdem ich die gute Caroli unterwegs eingesammelt hatte, kamen wir so früh in Neuwied an, dass wir noch Zeit für einen kleinen Spaziergang zum Rhein hatten. Pünktlich um neun am Café mussten wir dann feststellen, dass wir die Letzten waren,

So sieht die Wolke 7 von außen aus

die anderen Kolleginnen warteten bereits auf ihren ersten Kaffee.
Da ich kürzlich erst die Wolke 7 in Leutesdorf erstmals aufgesucht hatte und es mir im dortigen Biergarten sehr gut gefallen hatte, war ich gespannt auf  das Stammgeschäft in Neuwied. Und ich wurde nicht enttäuscht. Sehr nett gemacht, lockere freundliche Bedienungen und eine Karte mit interessanten Sachen wie z.B. einem "Frühstück Romantik". Und genau dieses Frühstück hatte es mir angetan, ebenso wie Isabell. Simone erklärte sich netterweise bereit, das Glas Sekt zu übernehmen, dass zu diesem Frühstück gehörte, denn dafür war es mir doch noch ein bisschen zu früh.
Das Frühstück war lecker und reichhaltig, der Cappuccino aromatisch, und der Gesprächsstoff ging uns nicht aus. Sabine hatte das hier gut arrangiert, und so wurde es Mittagszeit, ohne dass es langweilig wurde. Ich erfuhr einiges Neues, nichts davon hatte mit dem Job zu tun. So kennt beispielsweise auch Ingrid die Spazierwege auf dem Kettiger Berg, die ich im letzten Jahr öfters erkundet hatte. Isabell bloggt, so wie ich auch.

Am Ende eines leckeren Frühstücks

Die nette Bedienung machte noch einen Schnappschuss, auf dem wir alle zu sehen sind und eine Stunde später standen wir gut gesättigt vor dem Café in der Mittelstraße und begannen einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die Fußgängerzone. Ein Teil von uns - ok, überwiegend der weibliche Teil - entdeckte in jeder Seitenstraße Ständer mit wirklich tollen Klamotten (das MUSS ich jetzt schreiben), der andere Teil machte anschließend Halt an einer großen Buchhandlung und stöberte die preisreduzierten Mängelexemplare durch. Und die Buchhandlung, auch das muss ich jetzt einräumen, war nicht meine, sondern Carolis Idee. Das ist mittlerweile für uns eine langjährige Tradition bei Betriebsausflügen geworden, die wir auch gerne noch länger fortsetzen möchten. Mit Büchern gut bepackt verließen wir zusammen diese Stätte des preiswerten Lesestoffs, verabschiedeten uns von einander  und machten uns auf den Heimweg.

Selbstredend holte ich die fehlenden zwei Stunden Schlaf zu Hause umgehend nach, um nun mit frischer Kraft diesen Bericht schreiben zu können. Schön war's.

11 September 2020

Mon royal petit déjeuner


Und das schon um halb acht - mitten in der Nacht! Jeder kann sich vorstellen, wie verknautscht ich um viertel nach acht bei meiner lieben (Ex-)Kollegin vor der Tür stand. Besagte Frau Wichtig hatte mich überredet, am heutigen dezentralen Betriebsausflug nicht nur in der gemischten Gruppe zu starten (7 Frauen und ich als Hahn im Korb), sondern auch noch den Chauffeur zu spielen.
Pünktlich um halb neun fuhren wir am Treffpunkt an der Tanke vor, wo wir bereits vom Rest erwartet wurden. Es war nicht ganz der Rest, die erste Kollegin war uns hier schon verlustig gegangen, sie sollte später zu uns stoßen. Ok, 2 Mädels waren schnell eingeladen und ab ging die wilde Fahrt ins Maifeld.

Frau Wichtig hatte uns für neun Uhr zum Frühstück in der Bauernschmause in Polch angemeldet. Den zweiten Wagen steuerte die Kollegin aus der Augst, die sich hier sozusagen auf ausländischem Territorium bewegte, und so bildeten wir eine Kleinkolonne, ich voran und sie hinterher.
Pünktlich und ohne Zwischenfälle standen wir in Polch an der Bauernschmause, wo wir feststellten, dass zwei weitere Kleingruppen auf die gleiche Idee gekommen waren, so wurde es ein freudiges "Hallo!" Der große gedeckte Tisch, an dem wir Platz nahmen, entschädigte bereits für Vieles. Und als ich nach dem ersten Schluck Kaffee begann, das gemütliche Ambiente mit offenen Augen zu betrachten, dachte ich "Wie schön!".

Frühstück in der Bauernschmause

Wir hatten reichlich Auswahl und ebenso viel Platz, und das genossen wir sehr ausgiebig. Mit sechs Damen am Tisch kann man sich auch vorstellen, dass es keinen Mangel an interessanten Gesprächen hab. Als wir gegen halb zwölf zur nächsten Etappe antraten, waren wir alle gesättigt bis zum Anschlag.

Im bewährten Kolonnenmodus erreichten wir stressfrei das beschauliche Monreal, wo uns Carola 15 Jahre nach ihrem letzten Besuch fehlerfrei den Weg zum Parkplatz am Friedhof zeigte. Nach ein paar Minuten Fußweg erwartete Herr Geisbüsch uns zusammen mit der vermissten Kollegin in der Ortsmitte zur Führung durch das idyllische Örtchen, und die war allererste Sahne. Z.B. die Herleitung des Ortsnamens aus aus dem französischen "Mon royale" hatte ich überhaupt nicht erwartet.

Sehr viel Interessantes zur bewegten Geschichte des Ortes und einiger Gebäude und Brücken machten uns schnell klar, dass das Leben hier über Jahrhunderte hinweg alles anderes als beschaulich war.

Blick auf die Philippsburg
Blick auf die Löwenburg

Die Herrschaft derer von Virneburg, welche beide Burgen errichteten, die pausenlose Abwechslung von plündernden Soldaten und kleineren Naturkatastrophen waren die Ursache dafür, dass das Örtchen mehrfach zerstört war und stets wieder aufgebaut wurde. 
Über Jahrhunderte prägten die Woll- und Leinenweber das Bild des wohlhabenden Ortes, heute ist nur noch ein einziger Webstuhl aus diesen glorreichen Zeiten erhalten. Mehrfache Strukturwandel haben nur noch die Optik der Häuser überleben lassen, die zum großen Teil aus dem 18./19. Jahrhundert stammen. Ein ganz altes Haus hat überlebt, das noch aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Ein Brückchen über die Eltz

Sieben auf einen Streich


Nach dieser Exkursion beendeten wir den schönen Ausflug mit einem leckeren Getränk im Biergarten des alten Pfarrhauses. Liebe Frau Wichtig, liebe Kolleginnen, Ihr habt mir einen sehr schönen Tag beschert, DANKE!

23 August 2019

Einmal Kölle und zurück

Bei wunderbarstem Wetter machten wir uns heute morgen auf den Weg nach Köln. Auf den heutigen Betriebsausflug hatte ich mich schon seit Tagen gefreut. Im klimatisierten Reisebus machten wir uns pünktlich um halb neun auf den Weg, die Stimmung rundum war bestens.

Entspannung auf dem Rhein

In Kölle angekommen, stand ein schönes Schiff für uns bereit, wir drehten eine Runde auf dem Rhenus Fluvius, die wir auf dem Sonnendeck verbrachten.

Da uns trotz guter Laune heute der Kopf nicht nach Massenauflauf und Tourigewimmel stand, machten wir uns unter Leitung unserer blonden Kollegin Colonia zu dritt auf eine Spazierrunde durch uns bisher unbekannte Kölner Ecken. Colonia führte uns durch einige Sakralbauten, die der heiligen Ursula und anderen Berühmtheiten gewidmet waren.

Eijelsteintor

Über die wundersame Vermehrung von Ursulas Freundinnen klärte uns Colonia auf, von den vielen Vorhäuten Jesu, die als Reliquien weltweit gehortet werden, konnte ich berichten. So hatten wir stets spannende Themen.

Melone und Gedöhns beim Klaaf

Im Inneren von Mariä Himmelfahrt spendete die Kollegin Antunnaca einen Kerzen-Obulus direktemang in den Schirmständer anstatt in die vorgesehene Spendenbox. Maria seufzte laut, ich hab's deutlich gehört, daher betteten wir die Spende lieber korrekt um. Anschließend dackelten wir zum Eigelsteintor und dann ins gleichnamige Veedel.

Bei Klaaf konnten wir tiefenentspannt draußen sitzen und leckere Salate und Flammkuchen schnabulieren. Ein interessantes Viertel mit verschiedenen Lädchen und Geschäften - und mit viel Multikulti, genau meins. Jetzt konnte ich mir besser vorstellen, was der unglaubliche Gerd Köster mit seiner Band The Piano Has Been Drinking in dem Lied Weihnachtskaat vun em Flittche vum Eijelstein besang:

He Jächt, en Joddesname
Willste wisse wie et wirklich es
Ich hannn keine Mann
Un dä spillt och kein Trompet
Ich broch dringend Jeld
Für dä Anwalt, kumm Jächt, maach
Ich waade op en Meldung
Am Valentinsdaach


Alte Mauern und neuer Turm

Im weiteren Verlauf unserer Tour führte uns Colonia  durch den Media-Park und den Stadtgarten bis ins belgische Viertel, wo wir bei Miss Päpki ein längeres Trinkpäuschen einlegten. Ein Puppenladen, ganz nach dem Geschmack der beiden Ladies. Gegen halb vier merkten wir dann auch, dass wir genug für heute hatten und Ricarda verabschiedete uns zum Westbahnhof, denn das Abenteuer "Deutsche Bahn" stand uns ja noch bevor, da uns die Heimfahrt mit dem Bus nach sieben Uhr zu spät war. Immerhin bin ich ja lt. meiner anderen lieben Kollegin (28) bereits ein "alter Sack" und darf daher frühere Ruhezyklen für mich geltend machen.

Stadtgarten
Bei Miss Päpki

Ja, die Bahn. Am Bahnhof Köln-West bekamen wir eine fast pünktliche Regionalbahn, erreichten bei der Sitzplatzsuche nach längerem Marsch durch einige Wagen die nichtklimatisierten Abteilungen, machten kehrt ergatterten dank der Intuition meiner Kollegin tatsächlich 2 nebeneinanderliegende Sitzplätze im gekühlten Wagen. Gerettet! Zumindest vorerst. Als wir zehn Minuten unterwegs waren, bleib der Zug kurz hinter Köln-Hürth stehen und eine Lautsprecherdurchsage verkündete, dass der Zugführer irgendwelche Probleme habe. Kurz darauf bewegten sich 2 Männer in Warnweste bzw. Bahnuniform gemächlich durch unseren Wagen in Richtung Zugspitze. Was war los? Was hatten DIE sich wieder ausgedacht? Meine Kollegin begann laut zu lachen.

"Wenn ich mit DIR Bahn fahre, unglaublich!" Wenigstens glaubte sie mir jetzt, dass ich mir das nicht einbilde. DIE machen immer irgendwas, wenn ich Bahn fahre. Als der Zug kurz darauf wieder anfuhr, atmete ich auf. Wenigstens hatten sie niemanden vor den Zug geworfen, um mich an der Weiterfahrt zu hindern, denn das hätte einen längeren Aufenthalt bewirkt.

Leider fuhr dieser Zug nur bis Bonn-Mehlem, so dass wir am Bonner Hauptbahnhof den Umstieg wagten. Auf Gleis 3 A-C sollten wir ankommen, auf Gleis 3 A-C sollte zwanzig Minuten später die Regionalbahn nach Andernach abfahren.

Ok, nur gut zehn Minuten später, denn wir hatten Verspätung.Ok, doch zwanzig Minuten, denn die hatte auch Verspätung.

Um den Umstieg zu erschweren, hatte man auf Gleis 3 (und NUR auf Gleis 3) von A bis C eine Baustelle eingerichtet, so dass alle Zug- und Gleisanzeigen in dem Bereich von Schalungen verdeckt waren.Dank unserer detektivischen Kombinationen (Da ist Gleis 2 und dort Gleis 4, das hier MUSS Gleis 3 sein) positionierten wir uns richtig. Auch einzeln eingestreute unverständliche Durchsagen (man verstand nur irgendwas von "Gleis 2" oder "Gleis 3") brachten uns nicht mehr aus dem Konzept. Man darf sich nicht irritieren lassen, das kenne ich bereits von früheren Abenteuern.
Und dann fuhr er ein, unser Zug. Und auch hier konnte uns meine Kollegin durch entschlossenes Handeln zwei Sitzplätze sichern. Gerettet!

Wenn da nicht Remagen wäre. Berühmt berüchtigt für die allerunwahrscheinlichsten Bahnmanöver.
Die junge Frau, die seit Bonn neben uns gesessen hatte, machte sich zum Aussteigen bereit. Dann kam die Stimme: "Liebe Fahrgäste! Wir machen sie darauf aufmerksam, dass nur die vorderen Wagen weiter bis nach Mainz fahren. Die hinteren Wagen werden abgekoppelt!" Unsere angstvollen Blicke irrten umher. Gehören wir zu den vorderen Wagen? Oder werden wir abgekoppelt? Unsere Mitfahrerin beruhigte uns.

"Das hier ist vorne. Bleiben sie drin. Alles ok!"
Pooh, Glück gehabt! Wir verabschiedeten die junge Frau freundlich. Und warteten. Und warteten. Und warteten. Dann kam die Durchsage aller Durchsagen:
"Alle Fahrgäste bitte sofort aussteigen! Dieser Zug endet hier."
Die meisten Fahrgäste sprangen hektisch aus dem Zug. Was ist denn jetzt los? Drei Wagen vor uns lehnte der Lokführer aus dem Fenster und signalisierte uns mit Handzeichen, dass wir endlich alle raus sollen. Manch einer traute dem Frieden nicht und sprang schnell wieder rein in den Wagen. Dann rief er uns zu, wir sollen alle weg von den Türen, er müsse ein Stück vorfahren. Mir war sofort klar, dass das nur ein Täuschungsmanöver sein kann. Der würde mit dem ganzen Zug abhauen und nie mehr wieder kommen. Die Strecke würde gesperrt werden, der Bahnhof auch, wir würden für den Rest unseres erbärmlichen Lebens im Bahnhof Remagen festsitzen. Die Nahrungsmittel würden uns ausgehen, das Wasser auch. Kannibalismus ..... Dann ruckte es kurz, der Lokführer hatte wohl beim Vorfahren die letzten Wagen abgekoppelt. Die Türen öffneten sich. Die Pforten zum Himmel. Wir würden fahren. NACH HAUSE .....
Und so schafften wir es tatsächlich beide, unser Ziel zu erreichen, der weitere Verlauf der Fahrt war völlig störungsfrei. DIE hatten wohl endlich gemerkt, dass sie es mit UNS nicht machen können.
Nun sitze ich hier und freue mich über einen schönen und aufregenden Tag mit lieben Menschen.


08 September 2017

Betriebsausflug 2017: Rainy Day in Roermond

Zu nachtschlafender Zeit begann heute am Stadtgraben der diesjährige Betriebsausflug. 3 moderne Reisebusse und 115 gut gelaunte KollegInnen machten sich auf den Weg zum Designer-Outlet-Center in das schöne Städtchen Roermond. Ricarda und ich erkämpften uns den VIP-Platz in der ersten Reihe, als Altersteilzeitler hat man schon gewisse Privilegien. Zudem hat uns die liebe Caroli mit leckeren Muffins versorgt, was soll an einem solchen Tag noch schiefgehen?


In der VIP-Lounge

Die zwei Stunden bis Roermond vergingen wie im Flug, dank einer Lunchtüte und einem feixenden Kollegen im Nacken. Dort wurden wir direkt vor dem legendären Outlet-Center abgesetzt. Wir stürmten alle hinein - und Ricarda, Caroli, Claudia, Ernestov und ich am anderen Ende wieder hinaus ins Städtchen. Vom Rathausplatz aus machten wir einen Abstecher in die ECI Cultuurfabriek am Rande der Innenstadt. Auf dem Weg dorthin waren unzählige Geschäfte, Lokale, Restaurants und historische Häuser und Denkmäler zu sehen.
In der Cultuurfabriek gab es heute leider keine Führungen, alles bereitete sich auf das Wochenende vor, an dem europaweit ein Tag des Denkmals stattfindet, oder wie es hier in den Niederlanden heißt, der Open Monumentendag 2017. In einem Raum im Erdgeschoss wurde gerade eine Bilderaustellung aufgebaut. Daher setzten wir uns erstmal in das Fabriek-Bistro und ich probierte den ersten koffee verkeerd meines Lebens. Eine tolle Location, im morbiden Industrie-Ambiente fühlten wir uns sehr wohl.

Bistro in der Cultuurfabriek

Dann ging es zurück in die Innenstadt, es wartete eine Stadtführung auf uns. Zwei Gruppen mit je 15 Leuten wurden gebildet und wir hatten echt Glück mit unserem Führer. André Schnitzler machte das sehr lebendig und wusste mit vielen Anekdoten spannend zu informieren. Eine Geschichte, die bis zurück in die Römerzeit reicht, die große Zeit begann aber erst gegen 1200. Unterwegs sahen wir auch Marienkäfer-Pflastersteine, versenkbare Poller  und andere interessante Sachen, die wir auch gerne als Anregungen mit nach Hause nehmen. Als wir uns nach der Besichtigung der Münsterkirche schließlich von unserem Führer verabschiedeten, gelüstete uns sehr nach einem warmen Plätzchen und warmem Essen. Die Führung war immer wieder von Regen begleitet, und auffrischende Böen machten das Ganze dann zunehmend ungemütlich.

Unser Quintett brauchte dann eine Weile, bis wir "de Pastorie" wieder gefunden hatten, die uns schon vorher durch das Angebot an Pannenkoeken aufgefallen war. Und wir wurden belohnt, in angenehmer Atmosphäre genoss ich den ersten Pannenkoeken meines Lebens, mit Ham, Kaas, Pesto und Walnoot. Köstlich! Auch unsere Kolleginnen hatten den Weg in de Pastorie gefunden.


Tanja mit Team

Danach trennten wir uns, Caroli, Claudia und unser Schwarzmeerkönig kauften noch in der Innenstadt ein, Ricarda und ich zog es dann doch ins Outlet-Center. Aber wir schafften es, uns einiges anzuschauen, jedoch nichts zu kaufen. Koffer für 280, Handtaschen für 230, einfache Geldbörsen für 95 Oere als günstiges Sonderangebot zu betrachten, gelingt mir einfach nicht.

So verbrachten wir die letzte halbe Stunde in einem kleinen Café, wo uns ein Kollege mit detektivischer Akribie aufspürte und heimlich ablichtete. Wenn man genau hinsieht, kann man sein Spiegelbild in der Scheibe sehen. Hinweise auf die Identität des Stalkers können als Kommentar unter diesem Beitrag eingereicht werden.


Frei nach Dennis Hopper

Die Zeit verging wie im Flug, plötzlich war schon kurz vor sechs. Ab zurück zum Bus, unseren VIP-Platz hatten die KollegInnen netterweise freigehalten. Die Rückfahrt verlief völlig reibungslos, so dass wir kurz vor acht bereits wieder in Andernach waren.

Fazit? Ein schöner Tag mit lieben KollegInnen, kurzweilig und interessant. Und Roermond ist ein nettes Städtchen, wo es noch viel mehr zu sehen gibt. Hier könnte sich ein langes Wochenende lohnen.

09 September 2016

Flussgeschichten von Andernach bis Bonn

Ein herrlicher Sommertag machte uns heute morgen Hoffnung auf einen schönen Betriebsausflug. Und diese Hoffnung erfüllte sich für uns komplett.
Wir legten pünktlich wollten um 9 Uhr pünktlich mit unserem Rheinschiff ablegen, aber ein einzelner Kollege kam erst um kurz nach 9, stellte aber am Ufer seine Sprintqualitäten unter Beweis. Kurz nach 11 in Bonn angekommen, verteilte sich die Belegschaft rasch in der ganzen Stadt. Pützchensmarkt, Bierkeller, Museumsmeile, Shoppingstraßen waren die bevorzugten Ziele. Wir, das waren Caroli, Ernestov und ich, spazierten gemütlich in den Botanischen Garten, wo es viele Gewächse aus aller Welt zu bestaunen und viele Bäume zu umarmen gab.
Eine Zeder zum Umarmen
Wir kamen mit einer Mitarbeiterin ins Gespräch, die uns erzählte, dass sie am Mittwoch mit ihrem Betriebsausflug in Andernach war und die essbare Stadt und den Geysir bestaunt hat. Zufälle gibt's...
Anschließend fanden wir das Bio-Bistro Villa Campus mit schöner Hofbestuhlung, ein echter Geheimtipp.
Bio-Bistro Villa Campus
Pizza und Pasta waren köstlich und bezahlbar, ebenso die Rhabarberschorle.
Nach dem Essen verbrachten wir die restliche Zeit mit dem Plündern von Buchhandlungen und Eis-Cafés.
Nun sitzen wir zufrieden wieder auf dem Schiff, gesättigt und mit Getränken versorgt, und fahren in den Sonnenuntergang. Ein herrlicher stressfreier Tag neigt sich dem Ende zu.

11 September 2015

Besuch im Garten des Landes Rheinland-Pfalz

Wir sind wieder daheim nach einem schönen Tag in Landau.
Unser heutiger Betriebsausflug führte uns in die schöne Pfalz. Die Landesgartenschau in Landau hatte einiges zu bieten.

Der Fallobst-Einsammler

Virtueller Pflanzenfriedhof für die
bereits ausgestorbenen Arten

Die Landhaus-konditorei Ulrike Schmitz hatte uns wieder mit Lunchtüten versorgt. Um 8 saßen alle im Bus und kurz vor 11 starteten die ersten Führungen durch die LGS. Man hat sich hier in Landau was einfallen lassen.
Viele interessante Pflanzen in großen und kleinen Themenkomplexen, aber auch Bereiche zum sportlichen Betätigen und zum Relaxen, ein Geothermiekraftwerk, auch genügend gastronomische Bereiche - eine sehr vielfältige Sache.
Mittags verspeiste ich den ersten Saumagen meines Lebens und konnte verstehen, warum dies das Leibgericht unseres ehemaligen Bundes-Bimbes ist. Der Pfälzer Teller mundete köstlich.

Die coole Korona

Anschließend fanden sich die Grüppchen zum Bummeln, Relaxen und Shoppen. Ich schloss mich einer netten Korona an, die den Merchandising-Stand plünderte. Peeling-Seifen aus Schafwollfett, Gartenwerkzeuge, Blumensamen, für jeden war was dabei. Und Kollegin Fatima ergatterte einen  tollen Sommerhut, der ihr sensationell gut steht.

Nach einer Runde in der Bimmel-bahn durchs ganze LGS-Gelände machten wir uns auf den Weg ins Städtchen. Die Innenstadt von Landau hat wirklich ein sehr nettes Flair. Pausen beim Italiener und am Ende nochmal bei Teehaus Akzent rundeten den Nachmittag bei schönem Wetter ab.

Das Kaffeehaus Akzent fand ich besonders interessant. Das komplette Sortiment an Speisen und Getränken - alles BIO und FAIR. Also, es geht doch! Sowas würde ich mir in Andernach wünschen.

Vor dem Akzent mit Ernestov und Luca Thomé

Auch auf der anschließenden Heimfahrt verging die Zeit im Bus wie im Flug. Mein persönliches Fazit: Einfach ein schöner Tag zum Genießen.

27 August 2011

Heidewitzka Herr Kapitän ....

..... so hätten wir singen können, als wir gestern morgen in Andernach ablegten, um unserer ehemaligen Bundeshauptstadt einen Besuch abzustatten. Der Frühstückshunger war jedoch bei den meisten größer, so dass wir erst mal nur Augen für das Buffet hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück drohte das bis dahin schöne Wetter zu kippen. Nur den Bemühungen zweier voodoo-erfahrener Kollegen war es zu verdanken, dass wir die Regenfront noch eine weitere Stunde in sicherem Abstand halten konnten. Dann überfiel uns eine Schauer und vertrieb die Weicheier vom Oberdeck.

In Bonn angekommen, erschien prompt wieder die Sonne und gab uns 2 Stunden "Trockenzeit", um durch die Innenstadt zu flanieren, die Buchhandlung leer zu kaufen und einen leckeren Eiskaffee zu schlürfen. Einige Kollegen (die gefühlte Hälfte) hatten bereits ein Lokal in der Nähe des Schiffsanlegers ausfindig gemacht, wo sie sich zur Abwechslung das ein oder andere Bierchen gönnten.

Unser kleines Grüppchen machte sich derweil auf den Weg in die Museumsmeile, um im Haus der Geschichte die aktuelle Jugendausstellung zu besuchen.

Dort gönnten wir uns noch Kaffee und Kuchen, um uns gegen halb sechs zu Fuß auf den Weg zum Schiff zu machen. Da der Rheinuferweg gleichzeitig auch als Planeten-lehrpfad ausgerüstet ist, konnten wir unterwegs die beiden Gasriesen begrüßen (Nein, nicht die großen Kollegen aus der Kneipe, sondern Jupiter und Saturn) und erreichten das Schiff pünktlich. Außerdem erklärte uns unser Vater jeden Sonntag unsere 9 Planeten ;-)

Die Rückfahrt wurde für unsere Gruppe dann etwas lang, weil sich das musikalische Niveau sehr zur Freude der meisten Kollegen immer tiefer unter das Heidewitzka-Niveau senkte und irgendwo zwischen Blankenese und Wuppertal stehen blieb.

Zwischendurch immer wieder Handyklingeln aus der Heimat mit Meldungen über zerstörte Vordächer und verbeulte Autos. Am Ende erreichten wir dann den Heimathafen einigermaßen pünktlich. Schäden an meinem Auto sind mir zum Glück erspart geblieben, und daheim gibt's ein paar Löcher in einem Rollladen, damit kann ich gut leben.