04 Mai 2026

Auf der Schleimspur nach Kommern

Für den diesjährigen Ausflug am 1.Mai hatte Cornelia Gulisa eine fantastische Idee: Eine Tour nach Kommern ins Freilichtmuseum.  Ich selbst war noch nie dort gewesen, hatte aber schon viel davon gehört. Auch Hilda Acida Aronia war von der Idee sofort angetan. 

So begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück bei mir zu Hause.

Jawohl, FRÜHstück! Um 9 Uhr (!!!) trafen die beiden Lieblichkeiten bei mir ein und es war trotz der nächtlichen Uhrzeit ein gelungener Auftakt in den Tag.

Für die Zubereitung spendete man mir Lob und Anerkennung und offensichtlich schmeckte es auch allen gut.

Vom Andernacher Bahnhof aus starteten wir mit überraschend kleiner Verspätung, fanden im RE5 Sitzplätze und freuten uns darüber, was man mit dem Deutschland-Ticket alles machen kann.
Für den Umstieg hatte Cornelia bewusst das beschauliche Köln-Süd gewählt, um dem Rummel im Hauptbahnhof zu entgehen, wo kaum ein Zug auf seinem angekündigten Gleis abfährt. Wenn er denn fährt.

Ok, in der Regionalbahn wurde es dann ein klein wenig ziemlich sehr eng, aber immerhin klappte der Umstieg perfekt, da unsere Regionalbahn ein wenig Verspätung hatte, sonst hätten wir sie mit unserer bisherigen Verspätung nicht mehr erreicht. Normalerweise ist das der Anschlusszug die einzige Bahn am Tag, die dir pünktlich vor der Nase wegfährt.

Gemütlich eng

Nach 3 Haltestellen wurde es dann etwas luftiger und wir konnten bis zum Zielbahnhof Mechernich sitzen. So konnte unsere Reiseleiterin schon im Zug das Anruftaxi ordern, dass uns (auch mit Deutschlandticket!) von Mechernich nach Kommern befördern sollte. Leider stellte sich heraus, dass man das Anruftaxis nicht mehr einfach so anrufen kann, sondern dies online bewerkstelligen muss, was sich als mehrstufiges Registrier- und Bestätigungsspiel mit Hürden offenbarte, für deren Bewältigung man vorher eigentlich ein Halbtagesseminar buchen müsste. Das gelang dann schließlich, reichte jedoch nicht mehr für den 12:15-Transport, da man mindestens 30 Minuten vorher ordern muss.
Aber auch diese Klippe meisterten wir souverän, indem wir bei jedem der zahlreichen dort parkenden Anruftaxis freundlich nachfragten, leider erfolglos.
Wir nutzten die Pause zu einem Coffee-To-Go im Bahnhofskiosk, bis uns irgendwann einer der Fahrer herbeiwinkte und uns freundlich nach Kommern kutschierte. Nicht nur freundlich, sondern auch lustig. Als ich mich beim Einstieg im Smalltalk sehr wohlwollend über meine Damenbegleitung äußerte, wies er mich vorsorglich darauf hin, dass ich später aufpassen müsse, beim Ausstieg nicht auszurutschen. AUF DER SCHLEIMSPUR! 🙈

Am Museumseingang empfing uns ein tolles Ambiente. Bewaldetes hügeliges Gelände bei Sommertemperaturen und blauem Himmel. Zudem waren zwar zahlreiche Besucher dort, aber es war nicht überfüllt, da das ganze große Gelände sehr weitläufig ist. Einige kleine Eindrücke habe ich im Bild festgehalten.

Ein schöner Start in alte Zeiten

Viele der Gebäude, die man hier sieht, sind woanders abgebaut und hier wieder originalgetreu aufgebaut und restauriert worden. So denn auch ein Tante Emma-Laden, in dem wir uns mit Taschentuch, Magnetclip und Müsliriegel eindeckten.

Über der Tür steht es: Die HANDLUNG

Rundeherum auf allen Wegen grünte und blühte es um die Wette, und das vor diesem Himmel.

Alle Häuser und Scheunen waren offen und jede Küche, die ich betrat, war eine Zeitreise in die Küche meiner Oma. Vor dem alten Schulgebäude mussten wir uns natürlich für den ersten Schultag ablichten lassen. Das Mobiliar in dem Klassenraum kam uns allen noch sehr bekannt vor.

Auch eine alte evangelische Kirche steht hier. Bei jedem Objekt ist sehr gut beschrieben, woher und aus welcher Zeit es kommt.

Und natürlich gönnten wir uns auch ein Päuschen im Grünen.

Ich wurde gut versorgt von den beiden

Ein altes Bahnhofsgebäude, das irgendwo aus dem Ahrtal stammt, wird gerade als neues Highlight hergerichtet.

Die ersten beiden Stunden hatte unser Weg fast nur aufwärts geführt. So hatten wir irgendwann auch einen schonen Weitblick über die Eifel.

Ein paar Meter weiter war auch eine Original Milchbar so aufgebaut, wie sie vorher an ihrem Originalstandort geglänzt hatte.

Es gab hier soviel Interessantes zu sehen und zu lesen, dass wir uns nicht mal die Hälfte angeschaut hatten, als es Zeit für die Rückkehr wurde. Wir werden auf jeden Fall nochmal dorthin fahren und uns den Rest der Geschichte anschauen, das war einfach toll.

Zum Schluss kauften wir noch ein klein wenig im Museumsshop ein, an den Leckereien aus der Kompotterie konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Das bestellt Anruftaxi kam pünktlich und auch die Bahnverbindung nach Hause funktionierte fast reibungslos. Auch das habe ich lange nicht mehr erlebt. Lag wahrscheinlich an meinen Begleitungen, dass sich mein Bahn-Murphy diesmal zurückgehalten hat.

Meine blau-weißen Jungs und Anna Cora Mosella krönten am Samstag dieses schöne Wochenende. So kann es weitergehen.

29 März 2026

Familienwochenende mit Nichte

Mein KLB und ich hatten uns auf diesen Wochenendbesuch genauso gefreut wie unsere Gästin, die Nichte außem Pott. Als sie am Samstagnachmittag sogar eine Stunde früher als geplant bei mir eintraf, war es nach einer herzlichen Begrüßung sofort wieder so, als wäre sie nur 2 Tage weggewesen und nicht ein halbes Jahr. Nach der zweiten genauso herzlichen Begrüßung mit dem KLB hatten wir uns viel zu erzählen.

Um halb acht servierte ich das bunte Ofengemüse und erntete dafür Szenenapplaus. Genau der richtige Abendschmaus für ein Familientreffen.

Ein gelungener Schnappschuss vom KLB

Nach dem Festmahl (und zwei Espressi nebst einem Bleifrei-Laktosefrei-Spezial-Cappuccino) startete der lange Familienforschungsabend - und ehe wir uns versahen, war der neue Tag angebrochen, ohne dass wir die Uhr schon vorgestellt hätten. Mein KLB verabschiedete sich und Astrid machte es sich im Gästezimmer bequem. Auch für mich war die Schlafenszeit gekommen, stand doch am nächsten Morgen bereits gegen zehn unser Spätstück an, in dessen Verlauf ich die sonst eher vegan lebende Nichte mit Wallis leckerer Rinderfenchel-Salami verführen konnte.

Wir genossen die gemeinsamen Kaffeeklönstunden und entschlossen uns nachmittags spontan (wie wir nun mal sind) zu einer Frischluftrunde im Ort unserer gemeinsamen Wurzeln. Dort sagten wir unterwegs meiner Cousine Resi kurz Hallo  und genossen fortan die schönen Aussichten, den blauen Himmel (extra für uns) und die himmlische Ruhe.

Blick zurück über den Ort

Bei diesem Kaiserwetter waren einige gut gelaunte Menschen auf Schusters Rappen unterwegs, beim Blick über das Tal zur Burg musste ich einfach ein Foto mit unserer lieben Nichte machen.

Ausblick auf die Burg im Tal

Ehe wir uns versahen, waren die Stunden wieder wie im Flug vergangen und wir beschlossen danach, bis zum nächsten Treffen weniger Zeit vergehen zu lassen. So ließ ich sie denn scheren Herzens fahren und freue mich schon auf das nächste Mal. Einfach eine tolle Nichte.


15 März 2026

Alte Kumpels und schöne Zufälle

Auch die vergangene Woche brachte mir einige wohltuende Begegnungen mit Menschen, die mir gut tun. Und mal wieder schöne Zufälle. Die Treffen mit alten Kumpels, die Mittwochs- und Samstags-Rituale, Rummikub mit Freundinnen, Das post-therapeutische Monatsritual mit Freunden beim Thai, der Besuch von Frau Janz Wichtig mit privater Mike-Neuhaus-Lesung, einfach wunderbar, so war das graukalte Wetter schnell vergessen.

Den Vogel schoss der gestrige Samstag ab. Morgens kam beim besagten Spätstücksritual mit meinem Kleinen Lieblings-Bruder unser Gespräch auf eine frühere Nachbarsfamilie ein paar Häuser weiter, die 3 Kinder in unserem Alter hatte. Sie sind schon vor etwa 60 Jahren weggezogen, so dass sich auch unser Kontakt mit den Kindern damals schnell abriss. Der älteste Bruder war in meiner Volksschulklasse und verstarb bereits vor einigen Jahren. Mit der jüngsten Schwester, Nenni, hab ich mich damals an seiner Beisetzungsstelle getroffen und anschließend die Eltern besucht. Bea hab ich seit damals nicht mehr gesehen. Beide Schwestern leben weit entfernt von hier. Im gestrigen Brudergespräch kamen einige Erinnerungen bei uns beiden hoch.

Zwei Stunden später, mein Brüderlein war bereits wieder zu Hause, erreichte mich die Nachricht von Nenni, dass sie gerade mit Schwester und Mutter in unserem Heimatort ist. Ich natürlich sofort ins Auto und nix wie hin. Dort hatte sich die Familie bereits vor ihrem früheren Haus in unserer Straße eingefunden und begrüßte mich freudig. Ein schönes Wiedersehen mit den alten Nachbarn. 60 Jahre. HACH!

Nenni mit Hund, Bea, der Nachbar und ihre Mutter

Beim gemeinsamen Gang durch die Straße kamen bei allen Beteiligten Erinnerungen wieder hoch, auch wenn sich dort in den vergangenen Jahrzehnten sehr vieles verändert hat. Aber was für ein Zufall, dass ich morgens mit meinem Bruder darüber spreche und dann die Nachricht von Nenni kommt.

Mir fällt der Kaffeeklön mit meiner Cousine Resi ein, eine Woche vorher, bei dem wir gerade über unsere Nichte Elke sprachen, woraufhin Elke Minuten später "zufällig "zur Tür des Cafés reinkam.
Oder an die vorletzte Woche, als ich bei einem anderen schönen Kaffeeklön "zufällig" die beste Schulfreundin meiner Cousine Renate kennenlernte.
Oder an an den Besuch eine Stunde nach dem obigen Foto bei meiner früheren Nachbarin Rosi, die mich daran erinnerte, dass sie ebenfalls eine Schulfreundin meiner Cousine Resi ist.

Ist echt so ne Sache mit diesen Zufällen.

Heute durfte ich mich wieder vorbildlich an das Rentner-Ausschlaf-Gesetz halten, um die Verstöße dieser Woche zu kompensieren. Und heute Abend hat mich Nichte Elke angeschrieben, mit der ich mich morgen treffe. Das wird wieder ne schöne Woche.

08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtzeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.