21 Januar 2023

KLB-Frühstück, Markt, Sonne + blau-weiße Träume

Zugegeben, es ist für alle Beteiligten nicht einfach, den Hintern so früh aus dem Bett zu schwingen, dass wir um zehn Uhr  ein wunderbares Frühstück zusammen einnehmen können, der KLB und ich. Aber es lohnt sich immer. Sowohl das Zusammensein mit dem Brüderlein als auch der sonnige Marktgang zur lieben Walli. Die hatte es mit ihrem Gemüsebus trotz widriger Straßenverhältnisse (in der Siedlung Althaus bei Zell hoch über der Mosel) geschafft, mit ihrem Gemüsebus zum Andernacher Wochenmarkt zu kommen und hatte schon leckeren Räucherschinken zurückgelegt. Auch ein saftiges Rindersteak durfte ich einpacken und nach harten Preisverhandlungen auch akzeptabel bezahlen.

Gute Walli und guter KLB - gute Wurst und gutes Fleisch am Gemüsebus

Als dann der Kleine seinen Einkauf tätigte, nutzte ich die Gelegenheit, um fotografisch zu dokumentieren, wie freundlich die Walli ihre Kunden bedient. Auf diesen Einkauf freue ich mich jede Woche. Auf dem Rückweg zum Parkplatz spazierten wir zwischen der Stadtmauer und dem zugefrorenen Teich entlang, den ich natürlich auch im Bild festhalten musste.

Eine der vielen schönen Ecken Andernachs

Heute Nachmittag um halb vier hatte die Mannschaft meines Herzens ihren Rückrundenauftakt, daher machte ich vorher noch schnell meine kleine Erledigungsrunde drehen, bei der guten Fatma meine Bügelhemden abholen und im REWE Nico noch einmal dran erinnern, dass er das BIO-Masala für Porridge von Hartkorn endlich in sein Sortiment aufnehmen. Dass ich dort meine frühere Kollegin und Freundin Andrea traf, passte gut ins Bild dieses schönen Tages. Unser Kaffeetrinken mussten wir aufgrund des heutigen Spiels anne Castroper auf das nächste Wochenende verschieben.

Und dann, ja, anne Castroper. Da zeigten meine blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen genau das, was ich mir von ihnen erhofft hatte. Ein tolles Kampfspiel mit großem Engagement, keinen Ball verloren gegeben, immer draufgehalten und auch wenn natürlich nicht alles klappte, schickten sie die alte Dame Hertha mit einem verdienten 3:1 nach Hause und verließen in der Tabelle die Abstiegsplätze.

Alleine die Szene, als Janko nach einem Ballverlust am gegnerischen Strafraum seinem Gegenspieler bis vor den eigenen Strafraum hinterhersprintet und ihn dort sauber abgrätscht, war das Eintrittsgeld wert. Vielleicht hatte es damit zu tun, dass heute Ricarda und Fabian am Stadion waren, das müssten sie dann zukünftig bei jedem Heimspiel machen 😎.

Während des Spiels hatte ich den Ton am Fernseher erstmals wieder angestellt und konnte zu meiner Überraschung tatsächlich einige Wörter verstehen. Ungefähr 20 Wörter in knapp 2 Stunden sind nicht viel, machen aber Hoffnung. Zur Feier des Tages habe ich anschließend den Audiolink aktiviert, der mir die Töne schnurlos auf den Adapter spielt, und das ist nochmal ein klein wenig besser. Also genau wie beim VFL, dem besten Verein der Welt:

Die Hoffnung stirbt zuletzt!

20 Januar 2023

Snowflakes keep fallin' on my head ....

Ein anstrengender Tag neigt sich dem Ende zu. Das frühe Aufstehen, damit ich pünktlich um 11 Uhr meine CI-Kontrollen im BwZk machen kann, kostet immer noch Überwindung. Hörtest, ärztliche Kontrolle, CI-Fitting, Hörtherapie. Der heutige Termin war gut, ich hab einiges gelernt und werde in den nächsten Tagen mein Implantat an PC und Fernseher anschließen, auch ans Telefon. Ich bin gespannt, wie sich das anhört. Fazit: Ich brauche weiterhin Geduld. Und viel Übung.

Als ich 2,5 Stunden später wieder zu Hause ankam, belohnte ich mich mit einem Rucola-Salat und einem Bratling aus den Resten des Morgen-Porridges. Den Reste-Bratling hatte mir die Heilpraktikerin einmal nahegelegt und heute hab ich's ausprobiert. Schmeckt gut.

Bis alles zubereitet und verzehrt war, wurde es drei Uhr und die ersten dünnen Flöckchen rieselten vom Himmel. Sofort ab zum Bollwerk, wenigstens eine Rheinrunde musste heute drin sein. Schon als ich ausstieg, war der Fall der Flocken dichter geworden. Immerhin hatte Siegfried nun keine nassen Füße mehr, dafür wurde er zugeschneit.

Sigi mit Schnee statt Wasser

Auch der arm- und angellose Geselle beobachtete mit Argwohn, wie  die andere Rheinseite langsam seinen Blicken entschwand.

Der Angler im Schnee

Vom Kleinen Deutschen Eck aus war von dem tollen Blick rheinabwärts schon nicht mehr viel zu sehen.

Namedy und Leutesdorf sind verschwunden

Als ich den Weg durch die Platanen einschlug, wurde der Schneefall nochmal dichter und bedeckte den Boden zunehmend mehr. Bald würde man hier skilaufen können..

Der Weg durch die Schneeplatanen

In diesem Schneetreiben machte ich mich lieber auf den Rückweg, bevor die Sicht noch schlechter wurde. Dabei sah ich, dass Simones Engel weiter in Richtung Himmel flehte. Ob er es schafft, den Schneefall zu beenden?

Oh Ihr Himmel, es ist genug jetzt!

Zum Schluss noch einmal die beiden einsamen Gestalten vereint auf einem Bild. Wenigstens bleibt ihnen der Anblick der falschen Rheinseite erspart.

Der Engel und der Angler

Aber sie tun mir leid. Ich setz mich gleich in den Wagen und fahre in meine beheiztes Heim zurück - und die beiden müssen hier in Schnee und Kälte ausharren. Richtig ist das nicht!

18 Januar 2023

Wiedersehen bei Sonnenschein

Nach einem leckeren Frühstücksporridge lockte mich wieder die Sonne nach draußen. Ich hatte Peggy versprochen, ihr unsere Kurzgeschichtensammlung "Von Scherben und Glück" in den Briefkasten zu werfen, was sich wunderbar mit einer Stadtrunde verbinden ließ. Auf dem weiteren Weg stand ich dann plötzlich vor meiner früheren Kollegin Anja, die ich ewig nicht mehr gesehen hatte. Wir freuten uns beide über das unverhoffte Wiedersehen und so wurde es dann kein Small-, sondern eher ein Mediumtalk.  Wir vereinbarten, demnächst mal wieder zusammen einen Kaffee trinken zu gehen. Auch Anja freute sich über ein Exemplar unserer Kurzgeschichtensammlung, dass ich noch im Rucksack hatte.

Leider war die Kunstgalerie von Carmen bereits geschlossen, so dass ich meinen Besuch bei ihr auf morgen verschob und mich wieder auf den Heimweg machte, denn im Backofen wartete das Wunderbrød mit Nüssen darauf, rausgeholt zu werden. Eine sehr schmackhafte Brotbackmischung vom Bauckhof in BIO-Qualität und glutenfrei. Nachdem diese zum Auskühlen auf dem Backrost lag, war der Himmel draußen richtig blau geworden und die Sonne strahlte mit immer größerer Kraft. Daher musste nochmal eine kleine Runde am Rhein herhalten, bevor die großen Schatten alles verdunkeln.

Der Rhein war nach dem gestrigen Anstieg wieder auf die Höhe von vorgestern zurückgegangen. Alles unter Sigis strenger Beobachtung.

Das Bollwerk ist die alte Rheinzollstation

Trotz des immer noch hohen Pegelstands kämpfte sich ein Schubschiff mit 2x2 Schubleichtern gegen die Strömung meterweise vorwärts. Die Container scheinen aber leer zu sein, so hoch, wie die aus dem Wasser ragen.

Große, aber leichte Ladung

Am Charles-Bukowski-Ufer angekommen wurde es dann richtig sonnig. Auch für Simones Engel schien das eine Wohltat zu sein, die er genoss.

Englisches Sonnenbad

Kurz vor dem alten Krahnen ging ich ein Stück auf der Kölner Straße zurück und sah zum wiederholten Mal diese alte Villa, direkt gegenüber der Tankstelle. Ein paar Meter weiter wird die Villa Michels immer noch restauriert, aber welche Geschichte verbirgt sich hinter dieser Fassade?

Wer kennt die Geschichte dieses Hauses?

Auf dem weiteren Rückweg durch die Rheinanlagen schauten dann noch der Runde Turm und die Türme des Mariendoms über der Mittelrheinhalle hervor.

Ganz links Parkhotel, ganz rechts Villa Michels

Ich war wieder zu Hause, bevor es dunkel wurde und wärmte mir den zweiten Teil des Ofengemüses im Backofen auf. Wenn das alles eine Nacht durchgezogen ist, vor allem der Knobi, schmeckt es nochmal so gut. Auch ohne Räuchertofu, Dieter 😋

17 Januar 2023

Kleiner Spaziergang bei Kaiserwetter

Auch heute wieder mehr Bilder als Text. Ganz einfach, weil man zu diesen Bildern nicht viel sagen muss. Sonne, blauer Himmel, Wolken, kalt, tolle Ausblicke.

Über dem Rhein flussabwärts

Über Leutesdorf

Panorama rheinabwärts

Das ganze Panorama

Und diesmal vom Plateau aus

Am Ende der Runde durfte ich noch einem Bauern zusehen, der mit dem Traktor Stroh auf seine Felder ausfuhr. Wird es wirklich so kalt?

Im Jänner der Bauer sein Traktor anspannt ... oder so ähnlich

Danach schmeckte das leckere rheinische bunte Gemüseblech noch viel besser. Diesmal mit Kartoffeln, Pastinaken, Möhren, Broccoli (mit Strunk), Paprika rot und gelb, Lauch, Fenchel (alles in gutem Olivenöl getränkt), Ziegen-FETA, Knobi,  Salz, Pfeffer, Tandoori Masala (!) und das Ganze mit Rote Beete-Scheiben belegt. Als Würze zwei Löffel Thai-Kokos-Curry dazu, ich kann Euch sagen, das war eine Wucht! Hab zwar anderthalb Stunden für Zubereitung und Futtern gebraucht, aber die haben sich gelohnt. Von dem gut belegten Blech lebe ich noch die nächsten beiden Tage.

Wo ich gewesen bin, wisst Ihr anhand der Fotos wahrscheinlich sowieso....