Die gute Lucie hatte mich kürzlich daran erinnert, dass wir heute Präsenz zeigen wollen. Zum Glück stimmte mein KLB der Verlegung unseres Spätstückrituals auf Sonntag zu, so dass es nur noch ein Problem zu lösen galt: Um heute Morgen frühstücken zu können, anschließend bei Wally, Achim und Lili auf dem Wochenmarkt einzukaufen UND um halb elf wieder daheim von Lucie abgeholt werden zu können, musste ich wieder einmal gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen. Glücklicherweise fand ich nach kurzer Recherche den Absatz 6 im RAG, wo unter Ziffer 1 die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung beschrieben ist. "Im Falle eines Einsatzes zum Erhalt der Demokratie kann ein frühes Aufstehen durch ein späteres Mittagsschläfchen kompensiert werden." HACH!
So konnte ich den Tag zwar nur scheinwach, jedoch mit einem leckeren Porridge aufgepeppt beginnen. Ein wenig seltsam war es schon, als mich auf dem Markt alle drei Standinhaber*Innen mit Bemerkungen wie "Was machst DU denn schon hier?" begrüßten. Aber trotz frühem Erscheinen bedienten mich alle drei und so konnte ich bewaffnet mit Rindersteak, trübem Mariendistelöl und Steckrübe rechtzeitig wieder zu Hause sein.
Passend zu den heutigen Vorhaben hatte bereits früh ein Dauernieselregen eingesetzt, der mich natürlich nicht vom Marktgang und uns nicht vom Besuch des Infostands abhalten konnte, den die Altenkirchener Omas gegen Rechts auf dem Neuwieder Luisenplatz aufbauten.
Lucie holte mich pünktlich ab - und los ging der Kampf.
Als wir am Luisenplatz eintrafen, waren die Omas noch mit dem Standaufbau beschäftigt. Trotz weiter anhaltendem Regen schafften sie es letztendlich mit "Oma-Power" und "Opa-Hilfe", den überdachten Stand fertigzustellen, wo ich als erste Amtshandlung einen "Opas-gegen-rechts" Button erwerben konnte. Lucie und ich wollten als Vertretung der Andernacher Omas (und Opas) die Westerwälder Gruppe unterstützen.
Neben uns war die SPD ebenfalls präsent.
Ein paar Meter weiter auf der anderen Seite des Luisenplatzes hatte sich die Vereinigung, wegen deren Parteiverbot wir heute hier waren, aufgestellt.
Unser Dino sorgte jedoch für mehr Aufsehen. Zu Beginn waren wegen des Regens nicht viele Menschen in der Fußgängerzone unterwegs. Das änderte sich jedoch nach etwa einer Stunde, als wir einige Besucher mehr am Stand hatten, die sich für unsere Anliegen interessierten und uns größtenteils bekräftigten.
Neben dem Dino hatten wir auch ein wunderschönes Einhorn dabei, das besonders bei Familien mit Kindern Anklang fand.
Dieses Schild am Omas-Stand hatte es mir besonders angetan:
So wurden es regnerische Mittagsstunden mit netten Kontakten und interessanten Gesprächen. Nach diesem Gruppenbild verabschiedeten wir uns in Richtung Heimat.
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| Gruppenbild |
Nächsten Samstag ab 14 Uhr geht es auf dem Andernacher Marktplatz weiter. Ich finde4 es wichtig, gerade vor den Wahlen Präsenz zu zeigen für unsere demokratischen Grundwerte und gegen jegliche anderen Bestrebungen.






















