15 März 2026

Alte Kumpels und schöne Zufälle

Auch die vergangene Woche brachte mir einige wohltuende Begegnungen mit Menschen, die mir gut tun. Und mal wieder schöne Zufälle. Die Treffen mit alten Kumpels, die Mittwochs- und Samstags-Rituale, Rummikub mit Freundinnen, Das post-therapeutische Monatsritual mit Freunden beim Thai, der Besuch von Frau Janz Wichtig mit privater Mike-Neuhaus-Lesung, einfach wunderbar, so war das graukalte Wetter schnell vergessen.

Den Vogel schoss der gestrige Samstag ab. Morgens kam beim besagten Spätstücksritual mit meinem Kleinen Lieblings-Bruder unser Gespräch auf eine frühere Nachbarsfamilie ein paar Häuser weiter, die 3 Kinder in unserem Alter hatte. Sie sind schon vor etwa 60 Jahren weggezogen, so dass sich auch unser Kontakt mit den Kindern damals schnell abriss. Der älteste Bruder war in meiner Volksschulklasse und verstarb bereits vor einigen Jahren. Mit der jüngsten Schwester, Nenni, hab ich mich damals an seiner Beisetzungsstelle getroffen und anschließend die Eltern besucht. Bea hab ich seit damals nicht mehr gesehen. Beide Schwestern leben weit entfernt von hier. Im gestrigen Brudergespräch kamen einige Erinnerungen bei uns beiden hoch.

Zwei Stunden später, mein Brüderlein war bereits wieder zu Hause, erreichte mich die Nachricht von Nenni, dass sie gerade mit Schwester und Mutter in unserem Heimatort ist. Ich natürlich sofort ins Auto und nix wie hin. Dort hatte sich die Familie bereits vor ihrem früheren Haus in unserer Straße eingefunden und begrüßte mich freudig. Ein schönes Wiedersehen mit den alten Nachbarn. 60 Jahre. HACH!

Nenni mit Hund, Bea, der Nachbar und ihre Mutter

Beim gemeinsamen Gang durch die Straße kamen bei allen Beteiligten Erinnerungen wieder hoch, auch wenn sich dort in den vergangenen Jahrzehnten sehr vieles verändert hat. Aber was für ein Zufall, dass ich morgens mit meinem Bruder darüber spreche und dann die Nachricht von Nenni kommt.

Mir fällt der Kaffeeklön mit meiner Cousine Resi ein, eine Woche vorher, bei dem wir gerade über unsere Nichte Elke sprachen, woraufhin Elke Minuten später "zufällig "zur Tür des Cafés reinkam.
Oder an die vorletzte Woche, als ich bei einem anderen schönen Kaffeeklön "zufällig" die beste Schulfreundin meiner Cousine Renate kennenlernte.
Oder an an den Besuch eine Stunde nach dem obigen Foto bei meiner früheren Nachbarin Rosi, die mich daran erinnerte, dass sie ebenfalls eine Schulfreundin meiner Cousine Resi ist.

Ist echt so ne Sache mit diesen Zufällen.

Heute durfte ich mich wieder vorbildlich an das Rentner-Ausschlaf-Gesetz halten, um die Verstöße dieser Woche zu kompensieren. Und heute Abend hat mich Nichte Elke angeschrieben, mit der ich mich morgen treffe. Das wird wieder ne schöne Woche.

08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtezeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.

24 Februar 2026

Von Führerscheinen und RAG zu Crocussa in Gulisa

Gestern musste ich die neue Woche mit einer weiteren Ausnahmeregelung vom RAG beginnen. Mein Führerschein war zwar nicht abgegriffen, aber abgelaufen. Die nette Kollegin vom Bürgerbüro hatte mir einen Termin zum Beantragen des neuen Lappens gegeben: 

Montag! 08:35 Uhr!! MEZ!!!

Wider Erwarten schaffte ich es tatsächlich, mitten in der Nacht aufzustehen. Vor der Haustür begrüßten mich dann die ersten Kroküsser so farbenfroh, dass der Tag nur gut werden konnte.

Crocussa Pillonia

Überpünktlich und gut gelaunt nahm ich in der Wartezone des Bürgerbüros Platz. Die eigentliche Beantragung ging dann trotz Störungen in der Leitung nach Mainz ratz-fatz, Karin sei Dank.

Flott war ich zum Porridge-Frühstück wieder zu Hause und konnte mir danach ein superschönes Nickerchen gönnen, um die versäumten Stunden Schlaf wieder zu kompensieren. So schreibt es das Rentner-Ausschlaf-Gesetz nun einmal vor.

Der abendliche Schreibkurs an der VHS rundete den schönen Tag ab. Mein Mitschreiber aus Herne-West hatte neben seiner heiteren königsblauen Kurzgeschichte auch ein Vermächtnis für mich mitgebracht. Aus dem Nachlass  vom Vater eines Freundes hatte er mir einige Memorabilia mitgebracht, die direkt von der Elf aus dem Tiefen Westen kamen. Ich habe mir das Auspacken und Bestaunen der Stücke für einen besonderen Moment aufgehoben. Danke!

Heute morgen war ich zum Spätstück bei Cornelia Fabulosa in Gulisa eingeladen. Wegen zweier Folgetermine musste ich noch zweimal vom Auto ins Haus zurück, um Sachen mit einzupacken, die ich vergessen hatte. Es wurde nun zwar etwas knapper mit der Zeit, blieb aber noch stressfrei. Ich fuhr los und dann geschah etwas, was ich schon öfter in solchen Situationen erlebt habe. Von Beginn an bis zur Ankunft waren ausnahmslos alle Ampeln rot, einige schalteten sogar kurz vor mir um, als wenn sie mich ärgern wollten. Sag mir keiner, das wäre Zufall!

In Gulisa City erwartete mich eine gut gelaunte Cornelia mit einem lecker gedeckten Spätstückstisch, was ich auch ausgiebig genoss. Als wir im Anschluss das Konzept zur geplanten Stolpersteinverlegung gemeinsam noch einmal durchgearbeitet hatten, war es Nachmittag geworden. Der Kopf wurde müde, also war es Zeit für eine ausgiebiege Frischluftrunde
Dort musste ich feststellen, dass nicht nur vor meiner Haustür der Frühling begonnen hat. Auch hier blühte es bereits überall!

Vor den Rebstöcken

Der Kroküsser












Als mein Schrittzähler mir am Ende der Runde etwa 8.500 Schritte auswies, spürten wir beide, wie gut uns diese Runde getan hatte. Kurzerhand verschob ich meinen nächsten für heute geplanten Besuchstermin beim alten Kumpel und machte mich stressfrei auf den Heimweg.

Eine Stunde später verwöhnte mich Natalie auf der Physio-Liege mit ihren heilenden Händen, zu Hause bereitete ich mir einen bunten Salat zum Abendessen zu, und der Tag war gerettet. Und ist es jetzt noch. So kann es weitergehen.

😇

21 Februar 2026

Zweitopas gegen rechts

Die gute Lucie hatte mich kürzlich daran erinnert, dass wir heute Präsenz zeigen wollen. Zum Glück stimmte mein KLB der Verlegung unseres Spätstückrituals auf Sonntag zu, so dass es nur noch ein Problem zu lösen galt: Um heute Morgen frühstücken zu können, anschließend bei Wally, Achim und Lili auf dem Wochenmarkt einzukaufen UND um halb elf wieder daheim von Lucie abgeholt werden zu können, musste ich wieder einmal gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen. Glücklicherweise fand ich nach kurzer Recherche den Absatz 6 im RAG, wo unter Ziffer 1 die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung beschrieben ist. "Im Falle eines Einsatzes zum Erhalt der Demokratie kann ein frühes Aufstehen durch ein späteres Mittagsschläfchen kompensiert werden." HACH!

So konnte ich den Tag zwar nur scheinwach, jedoch mit einem leckeren Porridge aufgepeppt beginnen. Ein wenig seltsam war es schon, als mich auf dem Markt alle drei Standinhaber*Innen mit Bemerkungen wie "Was machst DU denn schon hier?" begrüßten. Aber trotz frühem Erscheinen bedienten mich alle drei und so konnte ich bewaffnet mit Rindersteak, trübem Mariendistelöl und Steckrübe rechtzeitig wieder zu Hause sein.

Passend zu den heutigen Vorhaben hatte bereits früh ein Dauernieselregen eingesetzt, der mich natürlich nicht vom Marktgang und uns nicht vom Besuch des Infostands abhalten konnte, den die Altenkirchener Omas gegen Rechts auf dem Neuwieder Luisenplatz aufbauten.

Lucie holte mich pünktlich ab - und los ging der Kampf.

Als wir am Luisenplatz eintrafen, waren die Omas noch mit dem Standaufbau beschäftigt. Trotz weiter anhaltendem Regen schafften sie es letztendlich mit "Oma-Power" und "Opa-Hilfe", den überdachten Stand fertigzustellen, wo ich als erste Amtshandlung einen "Opas-gegen-rechts" Button erwerben konnte. Lucie und ich wollten als Vertretung der Andernacher Omas (und Opas) die Westerwälder Gruppe unterstützen.

Neben uns war die SPD ebenfalls präsent.

Ein paar Meter weiter auf der anderen Seite des Luisenplatzes hatte sich die Vereinigung, wegen deren Parteiverbot wir heute hier waren, aufgestellt. 

Unser Dino sorgte jedoch für mehr Aufsehen. Zu Beginn waren wegen des Regens nicht viele Menschen in der Fußgängerzone unterwegs. Das änderte sich jedoch nach etwa einer Stunde, als wir einige Besucher mehr am Stand hatten, die sich für unsere Anliegen interessierten und uns größtenteils bekräftigten.

Neben dem Dino hatten wir auch ein wunderschönes Einhorn dabei, das besonders bei Familien mit Kindern Anklang fand.

Dieses Schild am Omas-Stand hatte es mir besonders angetan:

So wurden es regnerische Mittagsstunden mit netten Kontakten und interessanten Gesprächen. Nach diesem Gruppenbild verabschiedeten wir uns in Richtung Heimat.

Gruppenbild mit Damen ohne Opas

Nächsten Samstag ab 14 Uhr geht es auf dem Andernacher Marktplatz weiter. Ich finde4 es wichtig, gerade vor den Wahlen Präsenz zu zeigen für unsere demokratischen Grundwerte und gegen jegliche anderen Bestrebungen.