02 August 2026

Trödeltage müssen sein

Die Tage nach unserer Lesung waren eine willkommene Gelegenheit, um möglichst wenig zu planen und um dem RAG vorbildlich Folge zu leisten. Meistens jedenfalls. Ok, Am Freitag war ich bei meiner Freundin Hilde in meiner alten Heimat zum 10-Uhr-Brunch eingeladen, da musste ich natürlich sehr früh aus den Federn, um mir das nicht entgehen zu lassen. Trotz der Hitze legten wir danach einen kleine Spaziergang ein und erfreuten uns bei der Rückkehr in das kühlende Mauerwerk der Scheune über wohltemperierte Räume. Und es hat sich gelohnt. Wenn man nach gefühlt zwei Stunden auf die Uhr schaut und feststellt, dass bereits fünfeinhalb Stunden vergangen sind, sagt das sehr vieles aus.

Am Samstag lungerte ich bis zum Spätnachmittag zu Hause rum, entschloss mich dann aber noch zu einem Spontanbesuch im Brohltal. Aus dem alten verfallenen Jägerheim ist eine schmucke Schmökermühle geworden, wo mich die Inhaber Bernadette und und Klaus ebenso spontan und freundlich empfingen.

Die Schmökermühle

Die beiden haben ein rechtes Schmuckkästchen daraus gemacht und haben neben dem bereits existierenden B&B-Betrieb mit der Autorenbuchhandlung und dem Antiquariat sehr interessante Pläne, die schon in großen Teilen realisiert sind. Man spürt deutlich, wieviel Herzblut in diesem Projekt steckt.

Wieder daheim besuchte mich meine liebe Cousine Brigitte. In unseren Beratungen zum gemeinsamen Stammbaum konnten wir einiges klären und genauso viele neue Fragen aufwerfen. Ein schöner Familienklön endete erst, als es draußen dunkel war und die tausend Lichter des Andernacher Festes am Himmel erloschen waren.

Der heutige Sonntag begann erst richtig, als ich mich am Vorabend zu einer Frischluftrunde am Rhein aufrappelte. Dort war heute sehr prominenter Besuch anwesend. Eine Prinzessin aus der Monarchie hatte angelegt, neben ihrem Freund Otello hatte sie auch einen großen Amethyst im Schlepptau.

Monarchie Prinzessin mit Otello und Amethyst

Und genau in diesem schönen Sommerabend-Ambiente.kam mir eine sehr begabte Theaterregisseurin entgegen. Ich konnte Karin dazu bewegen, mich ein Stück des Weges zu begleiten, bis wir dann auf einer schönen Bank unter schattigen Bäumen und von einem lauen Lüftchen beweht eine lange Pause zum Quatschen nutzen konnten.

Ein sommerlicher Sonntagabend am Rhein ist einfach ein Genuss. Ganz besonders dann, wenn man montags ausschlafen kann. Aber auch, wenn montags um 11 Uhr der nächste schöne Besuch ansteht, mit Wellness, Kaffee und Rummikub.

HACH!

30 Juli 2026

Buchvorstellung in der Permakultur

Für unsere diesjährige Sommerlesung in der Permakultur Eich hatten wir einen besonderen Anlass: Unser erstes Buch ist im Rhein-Mosel-Verlag erschienen! Und das wollten wir natürlich stolz präsentieren.

Schon am Vortag hatte ich dort die Getränke kühlgestellt und die Mikrofonanlage aufgebaut und getestet. Bei einer solchen Gelegenheit wollte ich nichts dem Zufall überlassen. Und schon am Vortag war es im Glashaus warm, sehr warm. Und für Mittwoch, den Veranstaltungstag, war eine noch größere Hitze angekündigt. So verwunderte es nicht, dass uns im Vorfeld bereits einige Absagen von Menschen ereilten, die sich die Sauna im Glashaus lieber ersparen wollten. Verständlich.

Als wir um 17 Uhr, eine Stunde vor Beginn, das Glashaus betraten und alle sofort Türen aufrissen, ahnten wir schon, dass es trotz Dachbeschattung eine sehr heiße Veranstaltung werden würde. Schnell waren alle Stühle und Tische aufgebaut, auch die Sängerin Patrizia Puerta Alvarez brachte ihrer Mikrofonanlage in Stellung.

Es wurde trotz offener Türen immer wärmer und so beschlossen wir, spontan wie wir sind, die Veranstaltung nach draußen unters mittlerweile überschattete Vordach zu verlegen, wo auch ein angenehmer Luftzug herrschte. Die mittlerweile eingetroffenen ersten Besucher*Innen (die *Innen übrigens deutlich in der Überzahl) halfen fleißig mit, die Stühle vor die Tür zu tragen, während ich die Soundanlage und den Sprechertisch nach draußen schaffte. Alle Stühle waren besetzt, etwa 50 Menschen hatten den Weg nach Eich gefunden. Es konnte losgehen.

Patrizia at it's best

Patrizia eröffnete die Veranstaltung musikalisch und zauberte damit ein Lächeln in die Gesichter einiger Zuhörer.

Herr Münzer von der Perspektive gGmbH als Hausherr, Herr Houben als Verleger und Gabriele Keiser, die Leiterin unserer Autorengruppe, sprachen einleitende Worte, bevor unsere Mitschreiberin und Autorin Tanja Haas die Moderation der Veranstaltung übernahm.

Ellen Graf eröffnete als erste Autorin und fand mit ihrem Auszug aus "Das, was bleibt" den Beifall des Publikums, ebenso wie nach ihr Dagmar Pascher, Michael Harbeke und Antje Höblich mit ihren Vorträgen. Patrizia geleitete uns anschließend in eine kleine Erfrischungspause, die bereitgestellten gekühlten Mineralwasserflaschen waren sehr gefragt. Auch wurde die Pause zum Smalltalk mit den ein oder anderen Bekannten, Verwandten und Freunden genutzt. Ich freute mich, dass meine Cousine Resi gekommen war und sich einen Logenplatz in der ersten Reihe ergattert hatte, wo sie mit Elke eine nette Sitznachbarin hatte. Auch Bernadette Engelhardt, die Inhaberin des Gästehauses Schmökermühle im Brohltal, hatte den Weg zu uns gefunden.

Nachdem Patrizia den zweiten Teil der Lesung eingeläutet hatte, erfreuten uns Michael Eisenkopf, Carmen Rakemann und Petra Schmidbauer mit ihren Geschichten.

Eine schönes Ambiente in der Permakultur

Als uns zum Abschluss Patrizia mit dem Abba-Klassiker "Thank you for the Music" verabschiedete, sah ich in einige fröhlich mitsingende und -schwingende Gesichter. Es schien Spaß gemacht zu haben.
Gabriele Keiser, die sich mit dem Lektorat unserer Geschichten sehr viel Arbeit gemacht hatte, bedachten wir nach ihren Schlussworten noch mit einem Präsent als kleines Dankeschön, ebenso wie die tolle Sängerin Patrizia, die uns hoffentlich noch öfter begleiten wird.

In zwei Wochen, am Mittwoch, dem 12.08.2026, werden wir in der nächsten Lesung die anderen Texte aus dem Buch präsentieren. Die Lesung findet um 15 Uhr im Altenzentrum St.Stephan in Andernach statt, der Eintritt ist frei,

Zum Schluss möchte ich nochmals auf das Buch hinweisen, die wir gestern vorgestellt haben, unsere Anthologie zum 10-jährigen Bestehen unserer Schreibgruppe.
Zu erwerben für 12,- € unter der ISBN-Nummer 978-3-89801-497-7 im guten Buchhandel, beim Verlag oder direkt bei uns.
Ebenso als eBook erhältlich für 5,99 € mit der ISBN-Nummer 978-3-89801-969-9.

27 Juli 2026

Schöner Start in eine gute Woche? Mit Nichten!

Die letzte Woche hatte einige schöne und viele seltsame Momente. Die schönen Begegnungen waren das Eine, die seltsamen Norm-Abweichungen waren das Andere, Und die Schreckmomente das Schlimme. Aber sei's drum, Schwamm drüber, heute lag ein deutlich besseres Karma in der Luft.

Ich durfte brav das Rentner-Ausschlaf-Gesetz befolgen, lecker spätstücken, eine gemütliche Erledigungsrunde drehen, meinen Hut mit blauem Stoffstreifen abholen - und alles klappte reibungslos!

Die Krönung folgte dann am späten Nachmittag: Das Treffen mit meinen beiden lieben Nichten am Eiscafé.  Die Eine hatte ich schon voriges Jahr kennen gelernt, und nun war auch ihre Cousine dabei, der ich in Andernach schon unzählige Male begegnet war, ohne zu wissen, wer sie ist. Claudia entpuppte sich als genauso nette Person wie Elke und wir hatten nicht nur familiären Informationsaustausch, sondern auch viel Spass miteinander.

Onkel Manni inmitten seiner Nichten

Beide waren damit einverstanden, mich aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und unseres Verwandtschaftsgrades fortan "Onkel Manni" zu nennen und wir nahmen uns fest vor, bald zusammen eine Begehung des Heimatortes unserer gemeinsamen Vorfahren zu machen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Morgen Mittag geht es mit der Vorbereitung unserer Mittwochs-Lesung in der Permakultur Eich weiter, später warten in der Physio Natalies heilende Hände auf mich. Was soll da noch schiefgehen? HACH!

30 Juni 2026

Finale am Rhein

Am Ende eines ereignisreichen Tages nutzte ich die kühle Abendluft, um mir nach dem Abendessen noch ein wenig die Beine zu vertreten und dabei auch eine Lesepause einzulegen. Wie sich herausstellte, hatte die gute Marlies eine ähnliche Vorstellung und überraschte mich auf meiner Lesebank

Eine schöne Begegnung, in deren Verlauf ich sowohl für mein rotes Hemd gelobt wurde als auch für meine "imposante Erscheinung" ein Kompliment einheimste. Tschacka!

Und da nun die Temperaturen wieder angenehmer werden, holen wir nächste Woche auch unseren Restaurantbesuch nach, zu dem ich von Marlies eingeladen wurde.

Klasse!