21 Februar 2026

Zweitopas gegen rechts

Die gute Lucie hatte mich kürzlich daran erinnert, dass wir heute Präsenz zeigen wollen. Zum Glück stimmte mein KLB der Verlegung unseres Spätstückrituals auf Sonntag zu, so dass es nur noch ein Problem zu lösen galt: Um heute Morgen frühstücken zu können, anschließend bei Wally, Achim und Lili auf dem Wochenmarkt einzukaufen UND um halb elf wieder daheim von Lucie abgeholt werden zu können, musste ich wieder einmal gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen. Glücklicherweise fand ich nach kurzer Recherche den Absatz 6 im RAG, wo unter Ziffer 1 die Möglichkeit einer Ausnahmeregelung beschrieben ist. "Im Falle eines Einsatzes zum Erhalt der Demokratie kann ein frühes Aufstehen durch ein späteres Mittagsschläfchen kompensiert werden." HACH!

So konnte ich den Tag zwar nur scheinwach, jedoch mit einem leckeren Porridge aufgepeppt beginnen. Ein wenig seltsam war es schon, als mich auf dem Markt alle drei Standinhaber*Innen mit Bemerkungen wie "Was machst DU denn schon hier?" begrüßten. Aber trotz frühem Erscheinen bedienten mich alle drei und so konnte ich bewaffnet mit Rindersteak, trübem Mariendistelöl und Steckrübe rechtzeitig wieder zu Hause sein.

Passend zu den heutigen Vorhaben hatte bereits früh ein Dauernieselregen eingesetzt, der mich natürlich nicht vom Marktgang und uns nicht vom Besuch des Infostands abhalten konnte, den die Altenkirchener Omas gegen Rechts auf dem Neuwieder Luisenplatz aufbauten.

Lucie holte mich pünktlich ab - und los ging der Kampf.

Als wir am Luisenplatz eintrafen, waren die Omas noch mit dem Standaufbau beschäftigt. Trotz weiter anhaltendem Regen schafften sie es letztendlich mit "Oma-Power" und "Opa-Hilfe", den überdachten Stand fertigzustellen, wo ich als erste Amtshandlung einen "Opas-gegen-rechts" Button erwerben konnte. Lucie und ich wollten als Vertretung der Andernacher Omas (und Opas) die Westerwälder Gruppe unterstützen.

Neben uns war die SPD ebenfalls präsent.

Ein paar Meter weiter auf der anderen Seite des Luisenplatzes hatte sich die Vereinigung, wegen deren Parteiverbot wir heute hier waren, aufgestellt. 

Unser Dino sorgte jedoch für mehr Aufsehen. Zu Beginn waren wegen des Regens nicht viele Menschen in der Fußgängerzone unterwegs. Das änderte sich jedoch nach etwa einer Stunde, als wir einige Besucher mehr am Stand hatten, die sich für unsere Anliegen interessierten und uns größtenteils bekräftigten.

Neben dem Dino hatten wir auch ein wunderschönes Einhorn dabei, das besonders bei Familien mit Kindern Anklang fand.

Dieses Schild am Omas-Stand hatte es mir besonders angetan:

So wurden es regnerische Mittagsstunden mit netten Kontakten und interessanten Gesprächen. Nach diesem Gruppenbild verabschiedeten wir uns in Richtung Heimat.

Gruppenbild mit Damen ohne Opas

Nächsten Samstag ab 14 Uhr geht es auf dem Andernacher Marktplatz weiter. Ich finde4 es wichtig, gerade vor den Wahlen Präsenz zu zeigen für unsere demokratischen Grundwerte und gegen jegliche anderen Bestrebungen.

01 Februar 2026

Katharina Kasper - eine kleine Nachlese

Der heutige Nachmittag war ein ganz Besonderer. Das Katharina-Kasper-Seniorenzentrum in Andernach hatte Interesse an einer Lesung mit uns gezeigt. Zum ersten Mal präsentierten wir unsere Werke in dieser Umgebung, die von Frau Fendt bestens vorbereitet wurde. Als wir zum Aufbau eintrafen, standen bereits alle Stühle und Tische, auch die Mikrofonanlage war bereits aufgebaut.

Auch ein Büchertisch war bereits vorbereitet, auf dem wir unsere bisherigen Buch-Veröffentlichungen präsentieren durften. Nach und nach füllte sich der Raum. Erfreulich viele Bewohnerinnen und Bewohner wollten uns hören, aber auch andere Besuche füllten die Reihen der frei zugänglichen Veranstaltung.

Dann war es soweit. Frau Fendt begrüßte alle Anwesenden und unsere Dozentin, die Schriftstellerin Gabriele Keiser, brachte uns das Leben der Namensgeberin Katharina Kasper näher, die wir bisher nur durch den Namen der Einrichtung kannten, Auch über unseren VHS-Kurs, der im April bereits 10 Jahre besteht, informierte sie das Publikum. Ich finde es immer wieder interessant, dass ausgerechnet unser "Küken" Tanja und ich als Gesichtsältester die letzten beiden Teilnehmer sind, die zur "Originalbesetzung" gehören.

Den Anfang der Lesung machte dann Tanja, die mit einer Fantasy-Geschichte erklärte, wieso Magie keine Hexerei ist. Sie moderierte im Anschluss die weitere Veranstaltung und kündigte als Nächste Gerda an, die authentisch aus ihrem Leben vortrug, wie sie den Abschied aus dem Berufsleben als einen neuen Anfang betrachtete.

Gerds Stark

Tanja Haas





Dann schlug meine Stunde. Ich hatte mir für heute ebenfalls eine authentische Geschichte aus dem Leben meines Urgroßonkels ausgesucht. Dagmar schilderte dann sehr abwechslungsreich, wie sie gelernt hat, sich mit ihrer Katze mittels Miauen zu verständigen.

Meine Wenigkeit
Dagmar Pascher

Zum guten Schluss erzählte Karin eine Geschichte mitten aus dem Leben über die unterschiedlichen Auffassungen von "Sparen", die es manchmal zwischen den Geschlechtern gibt. Dabei unterstützten Gabi und ich sie, indem wir die Dialoge zwischen Mann und Frau vortrugen.

Karin Hillesheim mit mir und Gabi

Alle Vortragenden wussten zu gefallen und wurden vom Publikum mit Applaus bedacht. Als Frau Fendt die Schlussworte sprach und sich auf weitere Auftritte in ihrem Haus freute, zauberte mir das Resümee ein Lächeln ins Gesicht. Das war richtig schön.

Zufriedenheit in den Gesichtern

Anschließend schickte mein kleiner Lieblingsbruder mir ein Foto, das er gemacht haben muss, als ich versuchte, den Fluch in meiner Geschichte möglichst laut und authentisch auszusprechen.

"VERFLUCHT SEIST DU FÜR IMMER UND ALLE ZEITEN!"

Nun geht der Blick nach vorne auf unsere nächste Lesung, die am Donnerstag, dem 05. Februar im Neuwieder food Hotel stattfinden wird. Dann werden andere Kursteilnehmer andere Geschichten vorlesen, damit es nie langweilig wird. Die positiven Rückmeldungen nach der Veranstaltung und die zufriedenen Gesichter lassen mich hoffen, dass wir noch viele solcher Veranstaltungen machen werden.

Gruppenbild mit Kerl

18 Januar 2026

Am Ende einer vollen Woche

Nun bin ich am Ende einer bunten Woche angelangt. Was mit einer Beerdigung, einem schönen Kaffeeklön, einer Wellness-Physio unter Natalies heilenden Händen und einem schönen Abend mit Freunden beim Thai begann, setzte sich ebenso gemischt fort.

Einerseits wunderschöne Begegnungen mit lieben Menschen, die mir gut tun, andererseits die nächste Beerdigung und 2 Stunden Festsitzen in der matschigen Wiese, aus der meine Lady Alhambra aus eigenen Kräften nicht mehr herauskam. Aber dank einiger fleißiger Helfer (von denen sich einer ebenfalls festfuhr) und einem netten hilfsbereiten Traktorfahrer, den Sabine um Hilfe gebeten hatte, wurden alle Autos letztendlich wieder befreit. Bei Steffi und Theo konnte ich mich anschließend mit einem heißen Tee wieder aufwärmen.

Dazwischen das schöne wöchentliche Rummikub mit Ofengemüse mit Anja und ein Computer-Socken-Bücher-Kaffee-Besuch bei Jamie und seinem Frauchen.

Der gestrige Samstag begann mit dem KLB-Spätstück und dem Marktgang zur Walli ebenfalls sehr schön. Das musste ich mit dem überfälligen Friseurbesuch krönen. Eine nette Friseurin verwöhnte mich mit witzigen kleinen Zöpfchen auf dem Kopf.

Ach guck - ein neuer Look!

Ok, auf Ihren Rat hin kämmten wir diese Antennen am Ende wieder raus, bevor mich die Aliens als einen der Ihren erkennen. In neuem Glanz besuchte ich danach old buddy Ernest International in seiner Residenz. Auf dem Weg dorthin eine Stunde Stau wegen Baustelle auf der Bendorfer Rheinbrücke, so dass ich mich danach sputen musste, denn das gute Ännchen hatte sich zu meiner Freunde spontan zum Rummikub angemeldet, aus dem ich ausnahmsweise einmal als knapper Gewinner hervorging.

Nach so viel Action in der Woche genoss ich es heute, dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz Folge zu leisten, um mich beim Spätstück an der tollen Leistung meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen zu erfreuen.

3:3 gegen die Lilien nach tollem Kampf

So ausgeruht und motiviert gönnte ich mir dann eine Frischluftrunde neben dem schwarzen Turm am Rhein, bevor es schon wieder dunkel wurde. Von dort habe ich Euch einige Eindrücke mitgebracht.

Die Thur-Gänse

Das Brückendenkmal
Der namensgebende schwarze Turm


Der kleine WSA-Hafen

Für die kommende Woche ist mein Kalender noch ziemlich blank. Der Mittwoch sticht mit 2 schönen Rummikub-Terminen hervor. Und es geht auch los mit den Vorbereitungen für unsere beiden bevorstehenden Lesungen, auf die ich mich sehr freue. Ich selbst darf am 1. Februar die Geschichte meines Urgroßonkels vortragen.

So lässt sich der Herbst- und Winterblues gut bewältigen.

06 Januar 2026