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30 August 2024

Ruhetag mit Mut zur Lücke

Einen richtigen Ruhetag hatten wir uns für heute vorgenommen, denn die bisherigen Versuche hatten stets mit 5-stelligen Schrittzahlen auf dem Tourenzähler geendet. Es gelang uns heute sehr gut, soviel sei vorweg gesagt.

Ich hatte mir bewusst heute Morgen etwas mehr Zeit gelassen, um meine Begleiterin nicht um den wohlverdienten Schlaf zu bringen (man denke auch an das RAG!). Dann musste ich feststellen, dass sie mir eine halbe Stunde vorher bereits Eichhörnchen-Suchbilder aus dem Nachbargarten zugeschickt hatte und bereits ohne mich am Frühstückstisch saß.

Durch die Fenster unserer Hotelzimmer blicken wir direkt auf den Hang des Haardtwalds hinter dem Haus und dort tummelt sich wunderbarerweise oft viel Getier. Ich huschte nach unten und wir konnten so noch einen Teil des Frühstücks gemeinsam einnehmen. Nach einer langen Lese-, Dös- und Computerpause machten wir uns zur Kaffeezeit auf einen kleinen Weg. Zuerst zum immer wieder interessanten Bücherladen direkt um die Ecke, bei dem dem die Inhaberin mit dem Aufkleber [Mut zur Lücke] auf der Eingangstür direkt ins Schwarze traf. Sie heißt übrigens Jutta Lücke.

Mut zur Lücke

Natürlich wurden wir beim Stöbern fündig und ich schaffte es, mit nur zwei tollen Büchern aus dem Antiquariat wieder hinaus zu gehen. Na gut, auch ein paar witzigen Karten und Wuppertalbildern konnten wir beide nicht widerstehen.

Über die kleine Brücke an der Kornmühle wupperten wir hinüber, um einige Schritte weiter im Bella Ciao Platz zu nehmen. Eine kleine Wagenradpizza Quattro irgendwas und ein Champignon-Spinat-Gratin mundeten uns wunderbar, der Espresso danach war vorzüglich.

Die letzte Etappe für heute bildete der kleine Fußweg zum DM, wo wir uns mit Getränken und Snacks versorgten. Irgendwas an den Getränken muss wohl sehr inspirierend gewesen sein, denn das Landgericht an der gleichnamigen Schwebebahn-Station sah heute irgendwie seltsam anders aus.

Als wir dann heimwärts schwebten, war alles wieder normal. So waren wir wenige Minuten später zurück am Hotel und staunten nicht schlecht beim Blick auf die Uhr. Obwohl wir fast nichts gemacht hatten, waren viele Stunden vergangen und der Abend wurde bereits eingeläutet. Ein schöner Abend, den wir nach einem netten Smalltalk mit Good Old Young Frankie nun langsam beenden. HACH!

08 Juli 2023

Von Ernest International zu Sigi Nationale

Obwohl der Tag ganz anders geplant war, oder gerade deswegen, lieferte er ein Paradebeispiel für die Wichtigkeit von Flexibilität. Mein KLB bedurfte einer kleinen Auszeit, so dass ich nach dem erfolgreichen Besuch bei Walli auf dem Wochenmarkt kurzerhand den Geburtstagsbesuch beim old school buddy "Ernest International" auf 13 Uhr vorverlegte. Dort empfing mich auf dem luftigen Balkon nicht nur das Geburtstagskind, sondern auch eine ganze weitere Stange von Kesselheimer Jahrgangsrentnern.

Kesselemmer unter sich - mit viel Spass

Wie immer bei solchen Treffen, gabe es viele "Weißt du noch ..?" und "Kennst du noch ...?" aus einer gemeinsamen Vergangenheit, die vor etwa 60 Jahren begann. Man beachte das Strahlen in den Gesichtern. Das Geburtstagskind (ganz links) war hocherfreut über so viel Besuch aus der alten Heimat.

Als ich nach einer knappen Stunde die Rückreise antrat, verwarf ich den Plan, bei drückender Hitze auf dem Schulfest meines alten Gymis vorbeizuschauen zugunsten einer mehrstündigen Augenpflege im angenehm kühlen Schlafzimmer. Eine gute Entscheidung. Frisch ausgeruht erledigte ich abends die letzte kleine Besorgung und suchte anschließend die Rheinanlagen auf, wo mich ein angenehmes Lüftchen zu einer langsamen Spazierrunde einlud. Unterwegs fiel mir nochmal ein Schild an einem Baum auf, das gut eine Renovierung vertragen könnte. Nach einer kurzen Säuberung mit Tempo und Spucke war es zumindest wieder lesbar.

Bei der ersten Rast auf einer Bank erlebte ich den praktischen Beweis, dass hier auch drei Schiffe nebeneinander Platz haben.

Drei Schiffe - und immer noch Platz genug

Leider drückte heute auf dem Spielplatz direkt hinter dieser Bank ein kleines Mädel seine Lebensfreude mit permanenten lauten Schreien aus. Das gönnte ich ihm gerne, aber ich zig es trotzdem vor, ein Stück weiter zu ziehen und im Schatten der großen Ahorn(?)-Bäume eine halbe Stunde Auszeit zu genießen.

Am Himmel brauten sich einzelne dunkle Wolke zusammen, es roch förmlich nach Gewitter, aber das hatte der DWD ja für morgen angekündigt. Und so hielt Sigi am Bollwerk die Wolken noch weiter in Schach.

Sigi hält die Wacht am Rhein

So konnte ich trockenen Hauptes mein Auto am Bollwerk erreichen und mich auf getoasteten Focaccia con Rosmarino mit Tomaten-Basilikum-Mozzarella, Leinöl und Balsamico Crema freuen. Außerdem besuchte ich danach kurz die Skatrunde der Freunde im Vorderhaus und erlebte noch ein paar Partien als stummer Kommentator mit, die mir noch länger in Erinnerung bleiben werden.

Fazit: Auch ein komplett umgeplanter Tag kann ein schöner Tag sein.

08 Juni 2023

Zu Türmen, Freunden und Gräbern

Jenseits aller Rentner-Schutz-Gesetze bereiteten die netten Menschen vom also-Hotel mir heute bereits um kurz vor neun Uhr ein herzhaftes glutenfreies Frühstück zu, selbst der Speck im Rührei wurde kurzerhand zu Rinderspeck umdeklariert und passte somit wunderbar zu meiner derzeitigen Ernährung.

So verblieb mir anschließend genügend Zeit für einen Aufstieg zum Hardtwald, diesmal mit einem kleinen Schlenker, um beide Türme zu sehen.

Der Bismarckturm


Der Weg nach oben

Oben dann den großzügig angelegten Hardtpark, der bei sommerlichen Temperaturen ausreichend Platz zum schattigen Entspannen bietet.

 

Der Elisenturm

 

Rund um den Elisenturm waren trotz des Feiertages überaschend viele Gastronomien geöffnet, die mit  Außenbestuhlung zum Verweilen einluden.

 

Aber nicht nur das, auch der angrenzend Botanische Garten zeigte seine Vielfalt beispielsweise mit Mandala-artig angelegten Beeten für Heilkräuter und Gewürzpflanzen.

Hier beginnt der Heilkräuter- und Gewürzgarten

Und mittendrin viele schattige Bänke, was bei den heutigen Temperaturen sehr angenehm war. Diese hier wählte ich mir für meine halbstündige Lesepause aus.

Durch den kleinen Umweg über den Bismarckturm hatte ich mehr Zeit benötigt, wie ich beim Blick auf die Uhr bemerkte und machte mich wieder auf den Abstieg, weil ich die Ankunft der Freunde im Hotel nicht verpassen wollte. Mathilde und Udo hatten "zufällig" ähnliche Reisepläne wie ich und so planen wir für morgen eine gemeinsame kleine Stadterkundung.

Für heute wurde es nach einer schönen Pause auf der Hotel-Terrasse schon wieder Zeit, um zum Hauptbahnhof zu schweben, wo mich pünktlich(!) der RE4 in die verbotene Stadt mit diesem schwatzgelben Fußballverein brachte. Hier erwartete mich Matthias am Bahnsteig, um mir bei einer kleinen Exkursion diese Stadt etwas näher zu bringen. Nach einer Rast an einem Lokal mit westfälischen Spezialitäten in der Innenstadt brachen wir zum verabredeten Besuch zu Elkes Bestattungsort auf. Matthias als Nahverkehrsexperte lotste uns mit U-Bahn und Bus sicher bis zum Bezirksfriedhof Huckarde.
Bereits am Eingang empfing uns eine außergewöhnliche Graffiti, die mir sehr gefiel.

Friedhof einmal anders - mir gefällt's

An Elkes anonymer Erinnerungsstätte rief ein kleiner Stein viele Bilder in meinem Kopf auf, Bilder von Elke, auch wenn dieser Stein jemand anders gewidmet war.

Kann ich gut nachempfinden

Nachdem ich mich hier auf wunderbare Weise von Elke verabschiedet hatte ("Ich komme wieder!"), lotste mich Matthias auf dem Rückweg in das Industriemuseum der Zeche Zollern. Hier, mitten im Zechengelände neben einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung, gibt es viel zu sehen.

War mal Motiv einer Briefmarke

Vor dem ehemaligen Pferdestall hatten wir beide noch viel Gesprächsstoff bei kühlen Erfrischungen.

Ich bin mir sicher, Elke hat uns dabei von wo auch immer zugehen und sich darüber gefreut, dass wir beide uns endlich einmal persönlich kennen gelernt und sie gemeinsam besucht haben.

Wir sprachen auch darüber, dass wir beide ihr die Geschichte aus unserer neuen Kurzgeschichtensammlung vorlesen werden, in der sie für die Rolle der Erna Koslowski Pate stand.

Sie wird ihren Spaß daran haben, das weiß ich. Und Matthias und ich verstanden uns auf Anhieb so gut, wie Elke es mir immer vorhergesagt hatte.

Matthias lotste mich auf anderen ÖPNV-Verbindungen noch sicher bis zum Hauptbahnhof, wo ich den RE4 zurück an die Wupper aufgrund seiner Verspätung auch noch erreicht hätte. Wenn, ja wenn er nicht wegen zu großer Verspätung seine Fahrt zur Endhaltestelle Dortmund bereits in Witten abgebrochen hätte und von dort aus zurück in Richtung Aachen gefahren wäre.
Aber auch dafür war schnell eine Lösung gefunden: Wir fahren durch bis Hagen, von dort geht immer was in Richtung Wuppertal. Als wir uns kurz vor Hagen bereits darüber freuten, dass ich den dortigen Anschlusszug erreichen würde, blieb unser Zug plötzlich solange stehen, bis er dann irgendwann gaaanz langsam nach Hagen einrollte.
Aber tatsächlich stand die S-Bahn am anderen Ende des Hagener Bahnhofs immer noch startbereit auf dem Gleis und Matthias verabschiedete mich erst, als er mich sicher in diesen Zug gebracht hatte. Dass diese S-Bahn dann noch lange auf dem Gleis stehen blieb und erst losfuhr, nachdem einige entnervte Jugendliche wieder ausgestiegen waren und nach anderen Verbindungen suchten, ist dem berühmten Bahn-Murphy zuzuschreiben. Ich war sitzen geblieben und erlebte so zwar noch einge unplanmäßige Stopps in freier Weildbahn mit, meist begleitet von unverständlichen Durchsagen. Aber ich wusste: Ich schaffe es noch bis ins Hotel. Das erreichte ich dann nach einer weiteren Schwebebahnfahrt unversehrt und glücklich.

Nun sitze ich im Hotelzimmer und werde Elke gleich eine Geschichte vorlesen.

20 Oktober 2022

Es rauscht der Nette Park

Als mich während einer kleinen Einkaufsrunde die Nachricht meiner Freundin Hilde erreichte, dass wir uns doch auf dem Parkplatz des Vulkanpark-Zentrums treffen könnten und von dort aus ein wenig die Füße bewegen, war ich sofort begeistert. Zwanzig Minuten später standen wir uns auf dem Parkplatz gegenüber und starteten unsere Runde zum Rauscherpark.
Nachdem ich ihr erklärt hatte, wie es mir seit der Aktivierung des CI vorgestern geht, standen wir schon auf einer kleinen Nettebrücke und bewunderten die Urtümlichkeit, mit der dieser Bach in kleinen wasserfallartigen Kaskaden seinen Weg durch die Steine findet. Wow!

Wir sammelten auf dem Weg zur Burg-Quelle schöne Eindrücke und hatten eine anregende Unterhaltung. Dass Hilde mir danach sagte, eine solche Unterhaltung mit mir sei hörtechnisch vor der OP nicht mehr möglich gewesen, erstaunte mich, aber es stimmt. Trotz der noch dominierenden Störgeräusche höre ich doch mehr klare Worte unter diesem Geräuschteppich heraus als vorher. An den Stellen, an denen die Nette laut rauschte, war der Krachpegel zu hoch, um etwas zu verstehen. Aber an den ruhigeren Stellen unseres Wegs ging das schon besser. Vielleicht bin einfach zu ungeduldig. Andererseits ist das auch kein Wunder, weil ich mich seit Februar gezwungenermaßen in Geduld übe und auf die Zähne beiße. Nächste Woche beim Kontroll- und Übungstermin werden wir vielleicht schon bessere Fortschritte sehen.

Nach unserer Runde zeigte mein Schrittzähler die Zahl 6.848 an. Insgesamt hab ich mein heutiges Pensum schon erfüllt. Ich besuche gleich noch einen alten Freund und Kollegen und bin frohen Mutes, dass am Ende alles gut genug wird.

19 Oktober 2022

Wie fühlt sich ein Androide?

Kopfanschluss

Bisher waren es nur mehr oder weniger externe Ersatzteile gewesen, die mir das Leben erleichtert hatten. Von der Zahnkrone über die Brille zum Hörgerät, alles nur aufgesetzt. Einzige interne Technik waren bisher die zwei neuen Linsen, die 2014 in meine Augen eingebaut wurden. Vor drei Wochen trat meine Umwandlung zum Androiden mit dem Einsetzen eines Cochlea-Implantats in meinen Kopf in die nächste Phase. Alles hat gut funktioniert und verheilt bisher auch gut.

Gestern wurde nun dieses interne Ersatzteil mittels magnetischem Anbringen einer externen Komponente erstmals gestartet. Während auf dem rechte Ohr weiterhin ein Hörgerät die Schallwellen aufnimmt und verstärkt, wird nun links der Schall in elektrische Impulse umgewandelt, die dann nach innen über ein dünnes Kabel mit mehreren Elektroden direkt in die Hörschnecke auf das Ende des Hörnervs geleitet werden. Ich höre also von nun an einseitig elektrisch.

Alle dabei gemessenen Übertagungswerte waren sehr gut, alle Elektroden funktionieren und übertragen. Trotzdem wird es noch länger dauern, bis hoffentlich ein akzeptables Hören dabei rauskommt. Bis jetzt ist es ein wenig Verstehen der gesprochenen Worte, überlagert von sehr viel lauterem Scheppern. Aber alle beteiligten Experten haben gesagt, dass das am Anfang normal ist und dass das Gehirn die Störgeräusche mit der Zeit rausfiltern wird. Um das zu erreichen, erfordert es lange Zeit Hörtraining und ständiges Nachjustieren der Einstellungen. Was tut man nicht alles, um wieder kommunikationsfähig zu werden?

Ich beginne, meinen Seelenverwandten, den Androiden Lt. Commander Data von der U.S.S. Enterprise, noch besser verstehen zu können. Also verstehen ist jetzt nicht gehörmäßig gemeint, sondern gefühlsmäßig. Sie verstehen, was ich meine.

Quelle: https://memory-alpha.fandom.com/de/wiki/Data
Mein Freund Data wird verkabelt (Memory Alpha:Copyrights)

Parallel zu dem Eingriff auf der linken Seite hat sich mein rechtes Hörorgan eigenmächtig umgestellt. Nicht nur, dass es meinem treuen Begleite Harvey Tinnitoso eine neue Heimstatt angeboten hat. Dem war es wohl seit der OP auf der linken Seite zu elektrisch geworden und er hat sein mächtiges Rauschen links etwas reduziert, intoniert seitdem auf rechts ein ganz neues helles und lautes Pfeifen.
Nein, nicht nur das, auch das rechtsseitige Hören mit dem Hörgerät ist seit der OP viel zu laut und übersteuert geworden. Ich hab schon die operierende Ärztin gefragt, was sie denn am rechten Ohr rumgeschnippelt hat. Aber sie hat mir hoch und heilig versichert, das rechte Ohr nicht angerührt zu haben.
So war ich letzte Woche beim  lokalen Hörgeräteakustiker und dort hat man festgestellt, dass das Hörvermögen rechts deutlich besser geworden ist und man deshalb das Hörgerät einige Stufen runterregeln konnte. Nun ist es zwar immer noch verzerrt und undeutlich, aber von der Lautstärke her erträglicher.

Ich werde mich durch die nächste Zeit kämpfen und darauf vertrauen, was alle Experten gesagt haben: Es wird besser werden. Und über meine Umbenennung von oldbearbone nach deafbearbone werde ich auch nochmal nachdenken müssen. In Anbetracht meines technischen Interieurs sollte ich vielleicht besser Cybearbone draus machen.

06 August 2022

Die Rückkehr nach Pillonia

Seit drei Tagen bin ich nun wieder daheim. Nach 17 Tagen Klausur muss ich mich tatsächlich erst wieder an's wirkliche Leben gewöhnen. Aus der ersten großen Erleichterung wurde daheim schnell ein surreales Gefühl, ich stehe immer noch ein wenig neben mir. Bin in der Realität angekommen, aber sie fühlt sich nicht wirklich real an. Harvey Tinnitoso spielt mir weiterhin rund um die Uhr sein verrauschtes Lied vor und es ist noch lange nicht alles in Ordnung.

Aber die erste Etappe ist genommen, die nächsten sind bereits fest anvisiert. Heute wieder das erste Gewohnheitsritual, das liebgewonnene Samstagsfrühstück mit meinem herzallerliebsten Brüderlein. Und heute sind wir anschließend zum ersten Mal seit Wochen ein wenig spaziert. Nur ein Anfang, ja, aber ein guter.


Ein kurzes Stück über die Höhe zwischen Pöntertal und Rheintal, nix Großes, aber frische Luft, Bewegung, blauer Himmel mit Wolken über abgemähten Feldern. Das tat gut.


Und weil ich schon mal dabei war, nahm ich auch gerne die Einladung von zwei Freunden an, heute Abend zum Grillen bei ihnen vorbeizuschauen. Zwei unterhaltsame Stunden bei leckerem Essen im Garten - und vor allen Dingen mit lieben Menschen. Auch wenn die Unterhaltung seit dem Hörsturz nur eingeschränkt möglich ist, aber sie ist möglich.

Heute ist wieder ein Stück mehr Normalität eingekehrt. Ich hoffe, es geht so weiter.

15 Juni 2022

Mit Harvey zur Hochzeit

Seit Wochen versucht mein innerer Begleiter Harvey Tinnitoso, mir die Teilnahme an der heutigen Hochzeit meiner Freunde und Mitbewohner zu vermiesen. Es ist ihm nicht gelungen.

Obwohl die letzten Nächte kurz vor Vollmond sehr schlaflos waren und die Trauungszeremonie bereits um halb zehn, also mitten in der Nacht, stattfand, war ich dabei. Kurz vor halb zehn fanden sich nach und nach die Freunde und Verwandten vor dem historischen Rathaus ein. Auch der Bräutigam, Goddy, erschein fast pünktlich. Als kurz darauf die Braut, Marghy, im geschmückten Auto zum Ort des Geschehens gebracht wurde, ging alles seinen Gang. Meine ehemalige Kollegin Moni führte die Zeremonie durch, nachdem sie sich noch einmal eingehend mit den Brautleuten unterhalten hatte. Aber auch sie konnte die beiden nicht von ihrem Plan abbringen, sich fest aneinander zu binden.
Nach Behebung einer Technik-Problems mit der Musik konnte es dann losgehen. Ich verstand zwar so gut wie nichts von der Ansprache, denke aber anhand der Gestik und Mimik der Standesbeamtin, dass sie noch ein letztes Mal erfolglos versucht hat, die beiden von ihrem Vorhaben abzubringen. Und so durfte ich also der Trauung meiner Freunde auch mit Harvey beiwohnen.

LIEBE MARGHY, LIEBER GODDY,
IHR SEID KLASSE!

Zwei Ringe, sie zu binden ....

Die anschließende Gesellschaft im Parkhotel war mir dann aber doch zuviel und so machte ich mich nach der Trauung auf den Heimweg, um Harvey wieder zu besänftigen und den vielen verpassten Schlaf wenigstens teilweise nachzuholen.

Nach drei Stunden Augenpflege zeigte Harvey nun sehr eindeutig, dass er mir diese Geschichte übelnimmt und drehte mächtig auf. Auch ein schöner (und kleiner) Spätnachmittagsspaziergang mit meinem KLB vom Namedyer Schloss in Richtung Fornich und wieder zurück brachte Harvey nicht zum Einlenken. Dafür machte ich ein Foto in Richtung Brohl, dass die beiden Rheinseiten, die Johannes Palm vorgestern Abend ganz toll von Brohl aus fotografiert hatte, diesmal von der anderen Seite zeigt. Links der Fornicher Kopf und rechts die Ruine Hammerstein, vorgestern bei Johannes aus der anderen Richtung zu sehen.

Zu guter Letzt war die Hochzeitsgesellschaft auf der überdachten Terrasse eingekehrt, als mein Bruder mich wieder zuhause absetzte. Auch hier konnte ich mich noch eine Weile dazusetzen und mitplaudern, so gut es irgend ging. So wurde aus einem HARVEY-Tag ein Hochzeit-Schlaf-Spazier-Harvey-Tag, das hört sich doch schon viel besser an.

29 Januar 2022

In einem ganz speziellen Dorf

 Es gibt viele interessante Ortschaften in unserer Region, davon konnten wir uns während unserer vielfältigen Frischluft-Touren der letzten Jahre ausgiebig überzeugen. Heute Nachmittag machte mein Lieblingsbruder den Vorschlag, eine dieser Ortsbesichtigung nochmal zu wiederholen, man entdecke ja doch immer wieder Neues unterwegs. Tja, wenn die Kleinen einen Wunsch äußern, kann man ihnen den schlecht abschlagen, Ihr wisst, wie das ist. Und so fuhren wir in ein Dorf, mit dem uns beide etwas verbindet.

Dieser Name - und das mitten im Ort!

Zu unserer Freude riss tatsächlich die Wolkendecke für kurze Zeit am westlichen Horizont ein paar Meter auf und wir konnten teilweise den blauen Himmel sehen. Das muss ein Zeichen sein, dachten wir und machten uns auf den Weg.

Eine farblich sehr interessante Restaurierung

Wo wir waren, verrate ich natürlich nicht, aber vielleicht kann der Ein oder die Andere ja anhand der Fotos erkennen, welchen besonderen Flecken wir heute aufgesucht haben, Ein Bach läuft auch mitten durch den Ort. Und vielleicht kann uns ja jemand sagen, wofür diese drei Buchstaben an der Außenwand eines großen Eckhauses stehen. Wir wissen es nicht, haben da aber so eine Ahnung. Das Haus wurde übrigens 1826 gebaut.



27 Januar 2022

Zwischen den Bachläufen

 Die Bachtäler, die im Rhein münden, sind ja in unserer Gegend schon interessante Regionen, in denen es immer etwas zu entdecken gibt. Heute machten wir wieder mal die Erfahrung, dass es auch auf den Höhenrücken zwischen diesen Bachtälern durchaus interessantes zu entdecken gibt.

Die heutige Streckenauswahl für unseren tägliche Frischluftparcours teilten wir uns brüderlich gerecht auf. Mein kleiner Lieblingsbruder wollte ganz woanders hin, ließ sich dann aber unterwegs von seinem älteren und erfahreneren Verwandten doch dazu überreden, einfach in einem Örtchen abzulinksen und den Berg doch zu fahren. Am Ortsrand parkten wir, da wir die Verbotsschilder mit dem roten Kreis und der Aufschrift "Nur für Anlieger und landwirtschaftlichen Verkehr" ernstnehmen. Vor uns ein großes Stück Weg mit viel Steigung. Unterwegs drei Häuser und Höfe, aber etwa acht Autos. Das muss wohl der landwirtschaftliche Verkehr hier sein.

Auf der Höhe angelangt, entdeckten wir einiges, was uns bisher völlig unbekannt war. So z.B. einen tiefen Vulkankrater, in dem noch fleißig abgebaut wird.

Tief im Krater wird fleißig gebuddelt

Eine Kapelle der heiligen Dreifaltigkeit aus 1871.

Der Lieblingsbruder und die Kapelle

Und viele Ausblicke in verschiedene Richtungen über die umliegenden Bachtäler hinweg. Das Ganze müssen wir unbedingt bei klarem Wetter wiederholen, um die Weitsicht von hier oben richtig genießen zu können.

Blick nach Süden

Blick nach Norden


22 Januar 2022

Just around the corner ...

... war einer meiner Lieblingsohrwürmer der späten 80er Jahre. Die eingängige Melodie der US-amerikanischen New-Wave-Band Cock Robin tauchte heute Morgen plötzlich in meiner Erinnerung auf und ging mir den ganzen Tag über nicht mehr aus dem Kopf. Wieso? Keine Ahnung, vielleicht hat ja ein Leser eine Idee.

Der schöne Tag begann mit dem Frühstücksbesuch meines kleinen Lieblingsbruders schon sehr harmonisch. Naja, begonnen hat er eigentlich schon vorher, als ich mit der Rentner-Morgen-Yoga einen stressfreien Tag einläutete. Der anschließende Besuch auf dem Wochenmarkt bei unserer lieben Walli bescherte uns, wie jede Woche, leckere Futtereien vom Biohof Althaus/Zell. Als ich dann noch die große Einkaufs- und Erledigungsrunde beendet hatte, kam eine schöne Nachricht auf meinem Handy an. Die liebe Hilde (ja, ich bin tatsächlich von vielen lieben Menschen umgeben) hatte eine schöne Idee für eine Frischluftrunde, die fast ausschließlich durch Wald, Wiesen und Bachtäler führte, immer wieder hoch und runter, rund um eine alte Burgruine.

Hier ist gut Laufen

Der anschließende Kaffee-Nussecken-Nussknacker-Klön war ebenso eine Wohltat wie die folgende Zubereitung meines superleckeren und bunt gemischten Ofengemüses. Als ich das in der Halbzeitpause aus dem Ofen nehmen und eine Portion futtern konnte, lag mein VFL zwar mit 1:2 zurück (natürlich völlig unverdient!), aber nach der gesunden Pausenstärkung konnte ich meine Anfeuerungsrufe so verstärken, dass die tollste Mannschaft der Welt in der zweiten Hälfte doch noch den Ausgleich zum 2:2 schaffte. Hach!

02 Januar 2022

Den Tag verschönern? Geht doch!


Wie macht man aus einem Morgen, der stimmungsmäßig eher im unteren Mittelfeld der Liga spielt, trotzdem einen schönen Tag?

"Ja, wenn man das könnte!" wird sicher manch einer denken,
oder "Wenn das so einfach wäre!"
Das heutige Beispiel zeigte, dass es schon ein paar Möglichkeiten gibt, so etwas hinzukriegen.  Ich will es einmal mit einer Auflistung verdeutlichen:

  • Man verabredet sich mit einer Freundin zum gemütlichen FrühSpätstück.
  • Man nimmt sich die Zeit, über Gott und die Welt zu quatschen.
  • Man tauscht sich ausgiebig über das gemeinsame Hobby aus.
  • Man sieht irgendwann draußen, dass die Sonne durch die dichte Bewölkung kommt und beschließt, das auszunutzen und einen schönen Spaziergang an der frischen Luft zu machen.
  • Man fährt raus aus der Stadt zum nächsten Spazierweg und latscht größtenteils schweigend nebeneinander her auf den nächsten kleinen Hügel und genießt die Ausblicke.
  • Man genießt die klare frische Luft und die blauen Flecken am Himmel.
  • Man kommt auf dem Hügel mit einem rastenden Wanderer ins Gespräch.
  • Man läuft größtenteils schweigend nebeneinander zurück und genießt die Ausblicke.
  • Man fährt wieder heim und trinkt zusammen Kaffee.
  • Man veranstaltet spontan eine kleine Privatlesung.
  • Wenn die Freundin danach nach Hause fährt, telefoniert man lange mit einem alten Freund.
  • Dabei schnippelt man eine Riesenportion gemischtes Ofengemüse und schiebt es in den Backofen.
  • Man genießt einen großen Teller des superleckeren Gemüseblechs.
  • Man erfährt telefonisch von der Freundin, wer der letzte Müller unserer Familie war.
  • Man setzt sich an den PC und schriebt diesen blog-Bericht.

Noch Fragen? Keine, einfach ausprobieren! Und hier die Fotos von unterwegs.




31 Dezember 2021

UT UNUM SINT

Obwohl unser vorgestriges Heimaträtsel immer noch ungelöst ist, berichte ich heute vom nächsten Frischluft-Trip mit meinem kleinen Lieblingsbruder. Der führte uns ein Stück weiter weg als vorgestern, aber immer noch nicht wirklich in die Ferne. Diesmal kutschierte uns mein Brüderlein in ein Örtchen, von dem wir erst gestern eine familiäre Beziehung zur dortigen ehemaligen Dorfkneipe feststellen konnten. Das lockte uns natürlich.

Die Geschichte an sich war interessant genug, wussten wir doch seit geraumer Zeit, dass unser Familienname bei den Gastwirten der Kneipe über einen längeren Zeitraum aufgetaucht war. Außer drei Namen aus den alten Adressbüchern, die wir nicht zuordnen konnten, einem Totenzettel und zwei alten  Zeitungsausschnitten hatten wir nichts in der Hand. Dies alles hatte mein Bruder im letzten Jahr recherchiert. Als wir partout kein Weiterkommen in unserer Familienforschung mehr sahen, schrieb ich dem Ortsvorsteher eine eMail und fragte freundlich, ob es noch jemand im Ort gäbe, der sich an diese alten Zeiten noch erinnern könnte.

Durch die Hilfe des hilfreichen Ortsvorstehers erreichte mich über die Vermittlung von zwei betagten Schwestern aus dem Haus neben der ehemaligen Kneipe dann tatsächlich gestern Morgen eine nette Nachricht von der einzigen Tochter des letzten Kneipenwirts, die schon lange nicht mehr in diesem Örtchen lebt. Wie sich schnell herausstellte, ist sie meine entfernte Nichte, auf einem anderen Zweig des Stammbaums auch meine entfernte Tante.
Die Welt ist manchmal wirklich sehr klein.

Interessantes entdeckten wir noch beim Spaziergang durch den Ort und um den Ort. An der Friedhofskapelle steht ein scheinbar uraltes beschädigtes Kreuz, dessen Herkunft uns interessieren würde.

Und gegenüber von der Gemeindeverwaltung findet sich ein Haus mit einer interessanten Inschrift.


Etwas außerhalb neben dem alten Bahndamm hat es schöne Wanderwege und bei dem tollen Wetter heut Nachmittag auch schöne Blicke über Feld und Flur.


Ein Ausflug, der sich gelohnt hat.

25 Dezember 2021

Nass Kalt Grau

Der Blick reicht nur bis
zum Kleinen Deutschen Eck

Nachdem wir in den letzten Tagen mehrfach unerwartetes Glück mit dem Spazierwetter hatten, hatte die Sonne heute noch nicht mal eine Mini-Chance, die Suppe am Himmel zu durchbrechen. So entschied ich mich gegen halb vier nachmittags, wenigstens eine halbe Stunde Frischluft am Rhein zu tanken. Der gute alte Vater Rhein bot heute mal wieder sein mysteriöses nebelverhangenes Bild. Es war dieser Abendnebel, der schon vom Tagesbeginn an das Bild bestimmt hatte und es nie richtig hell werden ließ. Aber auch das hat seine Reize.

Rheinaufwärts war genauso wenig zu sehen wie nach der anderen Seite in Richtung Leutesdorf. Überraschend gut hat die kalte klare Luft getan, die mir die Gehirnwindungen durchgeblasen hat. Und so war ich am Ende froh, die alten Knochen ein wenig bewegt zu haben und mich auf das abendliche Ofengemüse zu freuen, dass nun noch besser schmeckte.


Rheinabwärts sieht's ähnlich verhangen aus


24 Dezember 2021

Christmas Walk

Als heute Mittag überraschenderweise die Sonne durch die Wolken lugte und sogar ein paar blaue Fetzen am Himmel zu sehen waren, hatten zwei Brüder einen Gedanken: Wow, das nutzen wir aus!

Und so machten wir uns auf, um ganz in der Nähe einem uns wohlbekannten Pfad mit ganz viel freier Sicht auf den Himmel zu folgen.

Obwohl wir hier schon öfter waren, ist es jedesmal wieder eine schöne Tour, gerade bei gutem Wetter.

Und ich bin gespannt, wer die Strecke nur anhand der Fotos erkennt.

Auf dem Rückweg

Hin und zurück waren wir bei strammem Gang, aber auch Pausen zum Sehen und Genießen, 1:45 Stunden unterwegs und hatten uns natürlich danach den guten Kaffee von beanarella und die leckeren Hagebute-Nuss-Schnitten vom Biobäcker Utters redlich verdient.
Stunden später, frisch geduscht und mit Rindersteak und Feldsalat mediterran abendgesättigt, schreibe ich nun gerne diese Zeilen und genieße den Abend.

23 Dezember 2021

Schöne neblige Aussicht

Der heutige Tagestrip fand leider ohne blauen Himmel und Sonne stand. Nichtsdestotrotz erfreuten mein kleiner Lieblingsbruder und ich uns am Nachmittagsspaziergang im schönen Kell. Da wir beide mit Weihnachten und Krippen nicht so viel am Hut haben, genossen wir mehr die gute Luft als die vielen Krippen am Rand, die sehr liebevoll dort aufgestellt waren. Und natürlich mussten wir einen kleinen Abstecher zur schönen Aussicht machen, um uns am verhangenen Blick übers Brohltal zu erfreuen. Es hatte schon etwas Mystisches Märchenhaftes an sich.

Die Ohlbrück ist im Hintergrund nur zu erahnen

Damit hatten wir uns den anschließenden Kaffee mitsamt der legendären Nussecken unserer Lieblingsbäckerin Ulrike Schmitz redlich verdient.


22 Dezember 2021

Mit dem Maiglöckchen von Eich zum Hochkreuz

Glaubt man der Wettervorhersage, soll heute der dritte und vorerst letzte Tag gewesen sein, an dem sowohl die Sonne als auch ein blauer Himmel zu sehen waren. Meine Freundin Maiglöckchen hatte beschlossen, um kurz nach zwei Feierabend zu machen und so durfte ich mich über ihre Begleitung freuen.
Der Fußweg vom Eicher Ortsanfang bis zum Hochkreuz bescherte uns viele wunderbare Ausblicke über gepuderte Landschaften und von der heute inhalierten Menge an klarer frischer Luft wurde ich schon ein bisschen dumm vor Glück. Unterwegs auch heute wieder eine interessante Kulisse. Ein einzelner Baum auf einer leicht erhöhten eingezäunten Umgebung, als sei er beim Ausbimsen der Landschaft drumherum einfach stehen gelassen worden. Von diesem Spaziergang werde ich noch länger zehren.

21 Dezember 2021

Zwischen den Höfen

Unser heutiger Nachmittagsspaziergang vom Wanderparkplatz Hohe Buche aus zwischen den Höfen durch bis zum Knopshof an den Waldrand und zurück war wunderschön. Vorher hatten Hilde und ich bei Kerstin gut gespeist und uns auf den anschließenden Verdauungsspaziergang gefreut.
Nach all dem nasskaltgrauen Dreckswetter der letzten Wochen nutzten wir das tolle Wetter am Nachmittag, als sich der Hochnebel endlich verzogen hatte.
Sonne und blauer Himmel waren pures Seelenfutter, außerdem erfreuten wir uns auch am Anblick eines knorrigen alten und geschädigten Baums, der trotzdem noch lebte. Wir fanden beide, dass der Alte sehr viel Charakter hat. Deswegen haben wir ihn heute auf den Namen Charakterbaum getauft. So!

10 November 2021

Over the hill and not far away

Mein Wohn- und mittlerweile auch ein Stück Heimatstädtchen Andernach mit seinen vorgelagerten Stadtteilen ist von Hügeln umgeben - und vom Rhein. Jenseits von Miesenheim das Plateau des Kettiger Berges, auf der anderen Seite Burgerberg, Martinsberg, Kirchberg und Krahnenberg.
In einem Anfall von akuter Frischluftsucht beschlossen der kleine und der große Bruder heute Nachmittag, wenigstens ein kleines Ründchen draußen zu drehen. Es war schon vier, und die Sonne begann sich gerade ein wenig aus dem wolkenverhangenen Himmel herauszuschälen. Immer noch war alles dunstig, aber wenigstens hatten wir noch die Aussicht auf eine halbe Stunde OpenAir-Spaziergang, den nbei dem heutigen Wetter beginnt er bereits um halb fünf dunkel zu werden. Also kurze Autofahrt auf den Krahnenberg und dann gemütlich die kleine Runde hinunter zur Kanzel, weiter zur Weitsicht, und immer schön die Ausblicke genießen. Schon nach einer knappen halben Stunde waren wir zurück am Auto, bevor die Sonne wieder ganz hinter der grauen Suppe verschwand.

Wenigstens ein Teil vom Finger darf bei keinem Selfie fehlen

Interessante Ausblicke hatten wir unterwegs an den beiden Aussichtspunkten trotz Nebel und Dunst.

Blick von der Kanzel: Rhine Up

Bei diesen Wetterverhältnissen sieht von oben alles ganz anders aus als man es kennt. Trotz allem deutlich zu sehen, dass der Rhein schon etwas Besonderes ist. Nicht umsonst fliegen Menschen aus aller Welt hierhin, um das zu sehen.

Weitblick auf Leutesdorf und Rhine down

Wie man auf dem Bild sehen kann, durchdrang die untergehende Abendsonne in Richtung Bonn die Wolken und den Nebel besser und setzte die Leutesdorfer Seite in ein schönes Licht. Trotzdem freue ich mich darauf, wenn im Frühjahr die Wetter- und Sichtverhältnisse wieder besser werden und wir unsere Gesichter in die Frühlingssonne halten dürfen.

Now singing:
Over the hill and not far away,
the Brothers Nightshome make their day,
they say: Hey bro' - take a walk on the Rhine side,
yeah brother, a walk on the fine side,
and the baker boys said: Doo de doo de doo doo de doo doo de doo de doo,
and the baker girls said: Doo de doo de doo doo de doo doo de doo de doo,

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