28 Februar 2022

Beim magischen Turm direkt vor Ort

Nach den letzten beiden Tagen ließ es uns heute natürlich keine Ruhe. Wir wollten vor Ort klären, was es wirklich mit diesem ominösen Hologramm auf sich hat. Auch heute, wie fast immer, entführte mich mein Bruder für 'ne Stunde aus dem Reich des tinnitösen Dauerrauschens direkt zu dem Ort, von dem er immer noch glaubte, hier würde ein echter Turm stehen. Ich denke, heute wird auch er es eingesehen haben, dass solche Phänomene nur mit Magie (oder außerirdisch guter Projektionstechnik) erklärbar sind.




Wieder spielte Petrus mit und zauberte uns einen blauen sonnigen Himmel über die Köpfe.
Das Örtchen, in dem wir heute waren, ist schon sehr alt und es gab dort schon vor hunderten von Jahren gottesfürchtige Menschen wie die Eheleute Bernard oo Catharina Bündgen, die 1680 ein Kreuz zu Ehren des Schöpfers setzten.









Gleiches taten ihnen 1756 Johannes Dedrich, dessen Nachnamen wir nicht lesen können und seine Hausfrau Catharina nach.










Nachdem wir das erste Kreuz passiert und entziffert hatten, erschien wenige Minuten später das gesuchte Objekt der Illusion direkt vor unseren Augen als riesiger Schornstein auf dem Dach eines schmucken Einfamilienhauses.











Jetzt würden wir ihm endlich auf die Schliche kommen! Und so gingen wir schnurstracks auf das Häuschen zu, um den weißen Koloss endlich mal aus der Nähe betrachten zu können. Und SO sieht er aus, wenn man direkt vor dem Haus steht:

Wir konnten es nicht fassen, so ein Riesen-Trum kann doch nicht vor unseren Augen einfach verschwinden! Aber genau das war geschehen - er war weg!


Da wir nicht nur wegen des Turms hier waren, sondern auch wegen der frischen Luft auf der Höhe und weil wir uns das Örtchen ansehen wollten, spazierten wir weiter und sahen noch viele schön hergerichtete altes Häuser. Am Ende unserer Runde ließ es mir dann aber doch keine Ruhe und ich beschloss, noch einmal kurz zu der Stelle mit dem Haus zu gehen, über dem der Turm so plötzlich verschwunden war. Gesagt - getan -was fanden wir?


Der Turm war da, das Haus war weg! Und jetzt seid Ihr dran! Wo waren wir und was denkt Ihr, was hinter dem magischen Turm steckt?

27 Februar 2022

Magisch mal andersrum

Nach einem sehr tinnitös durchwachsenen Morgen freute ich mich über die geniale Idee meines kleinen Lieblingsbruders, heute einmal um den Ort zu spazieren, den wir auf unserer gestrigen Runde überraschend in der Ferne entdeckt hatten. Da es ein Ort ist, an dem auch unsere Oma als Kind eine Zeitlang gelebt hat, warfen wir natürlich zuerst einen Blick auf das alte Haus der Familie, dass vom aktuellen Besitzer seit Jahren in liebevoller Detailtreue auf Vordermann gebracht wird. Dann drehten wir unser Frischluftründchen auf der Seite des Orts lang, von wo aus wir ihn gestern gesehen haben.

Und von dort aus (roter Kreis)  schauten wir gestern hierhin..

So sieht der Ort aus, wenn man näher dran ist.

Was beim Blick zurück ebenfalls auffällt: Die Projektion des magischen weißen Turms ist auch wieder zu sehen, diesmal allerdings klar erkennbar am rechten Rand der einstmals selbständigen Gemeinde, der man bei der Eingemeindung das "Ober-" im Orstnamen geklaut hat. Heute auch deutlich kleiner als gestern, als der Turm bei der ersten Sichtung noch in der Nachbargemeinde stand, die als Stadtteil ihr "Nieder-" im Namen bei der Fusion mit dem nächsten Städtchen behalten behalten durfte. Aber bereits gestern stand der Turm bei der zweiten Sichtung ganz woanders. Magic halt.

Heute steht er mal hier, der magische weiße Turm.

Nach einer guten Stunde bei herrlichstem Wetter kamen wir zum Örtchen zurück, wo wir noch einen Blick auf die Kirche eines alten Klosterguts der Mönchengladbacher Benediktiner warfen, dass wohl im 12. Jh. die Keimzelle dieser Siedlung war. Vom Oberhof aus gibt es einen kleinen Durchgang zur ehemaligen Klosterkirche, die heute für Kulturveranstaltungen genutzt wird.

Hinten in der Mitte die ehemalige Kirche

Das Anwesen hat eine lange Geschichte. Damals bauten die Mönche und Klosterschüler hier viel Wein an, Die Hänge der Bachtäler rundum waren früher voller Weinstöcke, der Orden hatte in der Region einige solcher Wingerte im Besitz.

Ein schöner kurzer Ausflug endete hier. Und ich bin mir sicher, dass Oma von oben zugesehen und sich gefreut hat, dass ihre Enkel mal vorbeischauen.
Vielleicht erkennt ja ein Leser, wo wir heute gewesen sind.

26 Februar 2022

Magische Orte

Wieder einmal war es soweit. Mein kleiner Lieblingsbruder musste mich nicht lange überreden, um heute Nachmittag bei wunderschönem Wetter einen kleine Spaziergang in der Heimat unserer Vorfahren zu unternehmen. Klein deshalb, weil meine körperliche Verfassung nach vielen Tagen Hörsturz und damit verbundener täglicher Kortisondosis mittlerweile etwas angeknackst ist. Aber das hier musste sein.
Dabei fielen uns (na gut, MIR) zwei Sachen heute Nachmittag besonders auf:

Zum Einen der ominöse White Tower auf einer Anhöhe hinter dem Brohltal, über den ich schon des öfteren hier berichtet habe.
Frau Kirch und die weißen Türme
Rätselhafte weiße Türme überall
Die menschlichen Vorstellungskräfte - ein rätselhaftes Phänomen
Magical Mystery Tour - Gegendarstellung
Wege und Sichten - und magische Objekte

Diesmal war er bereits beim Einparken am Dorfrand gut zu sehen.

Blick aus dem Auto: Turm (Kreis) und unsere Wanderrichtung (Pfeil)

Das Mysteriöse an diesem "Turm" ist, dass er ständig seinen Standort, seine Größe und seine Form verändert. Zwischendurch verschwindet er für ein paar Minuten ganz, um plötzlich an anderer Stelle wieder aufzutauchen. Wie ich dank Marcos Beweisfoto bereits vor einiger Zeit klären konnte, handelt es sich um eine Projektion, ein Hologramm, dass mit einer hochentwickelten Technik erzeugt wird, die auf der Erde bisher unbekannt ist.

Auch heute konnten wir feststellen, dass dieser Turm, gerade noch direkt vor uns, plötzlich viel weiter rechts vor uns auftauchte, obwohl wir den Weg nach rechts eingeschlagen hatten, er also links vor uns hätte sein müssen. Zwischendurch verschwand er für ein paar Sekunden komplett, um dann wieder ganz woanders als Kirchturm aufzutauchen.  Ein spannendes Phänomen, unser MAGIC WHITE TOWER.

Eine neue Entdeckung machten wir bereits auf den ersten Metern . Der Blick nach links offenbarte uns eine kleine Ansiedlung auf einer Höhe hinter dem übernächsten Bachtal.

Der Blick nach links

Dass man diesen schönen Flecken, den wir auch bereits mehrfach besucht hatten, von hier aus sehen kann, war uns gar nicht bewusst. So konnte unsere Großmutter. die als Kind zeitweise dort gelebt hatte, einen direkten Blick auf den Heimatort ihres späteren Gatten, unseres Opas, werfen. Denn in diesem Ort waren wir heute. Und zum Schluss die Preisfragen:

1. Wo waren wir heute?
2. Wo taucht das Hologramm des WHITE TOWER (meistens) auf?
3. Welche Siedlung erblickten wir auf diesem Weg zur Linken?

Das Vergrößern der Bilder wird empfohlen.

25 Februar 2022

DB live: Spontansprints in Koblenz-Stadtmitte

 
Mein heutiger Besuch beim HNO in Koblenz ließ sich wieder prima mit der Bahn organisieren. Bereits am Dienstag war ich auf diese Weise im Ärztehaus am Löhr-Center vorstellig geworden, um mir meine Kortisondröhnung nach einem  passablen Hörsturz verschreiben zu lassen. Der Haltepunkt Stadtmitte, den man vor Jahren direkt hinter dem Löhr-Center eingerichtet hat, ist eigentlich kein Bahnhof. Nur 3 Gleise und 2 Bahnsteige, das reicht auch.

Bereits am Dienstag war es so, dass mir nach dem Arztbesuch der Regionalexpress RE5 direkt vor der Nase wegfuhr, als ich gerade auf dem Weg zum Gleis 1 war. Hier fahren alle Regionalzüge Richtung Norden ab. Normalerweise. Heute fuhr mir die RB 26 direkt vor Nase weg, die um 11:31 als wahrscheinlich einziger Zug des Tages pünktlich war. Jetzt bin ich das ja von vielen Bahnfahrten gewöhnt, dass die Railroad Man so ihre Spielchen mit mir treiben. Also spazierte ich über den ganzen Bahnsteig und ging am Ausgang Herz-Jesu-Kirche raus, um mir noch etwas die Beine zu vertreten.
Meine RB23 nach Mayen-Ost war erst für 11:54 angekündigt und so hatte ich genug Zeit, um mich ein wenig umzuschauen. Die Bahn-App sagte mir bereits, dass derzeit mit 2 Minuten Verspätung zu rechnen sei, also wusste ich: Der kommt nicht vor 12 Uhr. Trotzdem stand ich bereits um 11:48 wieder am Bahnsteig, an dessen Ende eine Frau etwas abseits von den anderen Fahrgästen auf ihren Zug wartete. Wie sich herausstellte, war das der RB23 nach Mönchengladbach, der um 11:49 auf Gleis 1 ablegen sollte, also direkt vor meinem Zug.

In Kurzform der Plan:
11:49 Gleis 1 RB27 nach M'gladbach. Keine Verspätung gemeldet.
11:54 Gleis 1 RB23 nach Mayen-Ost. 2 Minuten Verspätung gemeldet.

Und nun die Realität:
11:49 Gleis 1 NICHTS passiert.
11:50 Gleis 2 Ein Zug Richtung Süden hält (versperrt die Sicht auf Gleis 3).
11:52 Gleis 3 Ein Zug Richtung Norden fährt ein (verdeckt durch Gleis 2).
11:53 Gleis 1 Laufschrift:: RB27 fährt heute ausnahmsweise auf Gleis 3 ein.
11:53:10 Die Frau auf meinem Bahnsteig liest das und beginnt einen Sprint
                zum Ende des Bahnsteigs, durch die Unterführung und wieder
                hoch auf Gleis 3. Am anderen Ende des Bahnsteigs geschieht
                Gleiches durch die dortige Unterführung.
11:54 Gleis 2 Der Zug fährt ab und wir sehen die RB27 auf Gleis 3 stehen.

Die Zugführerin der RB27 schaut gelassen durch das Fenster zu uns rüber und wartet tatsächlich ab, ob nicht noch irgendjemand nachkommt, der die Nachricht zu spät gelesen hat. Alle Fahrgäste konnten noch zusteigen. Find ich toll. Hätte sie das Fenster offengelassen, hätte ich ihr gerne nachgewunken.

Hinter dem kleinen Fenster ganz links am Wagen sitzt die nette Zugführerin

11:57 Gleis 3 Die Zugführerin RB27 schließt das Fenster und fährt ab.
11:58 Gleis 1 Meine RB23 fährt ein, alle steigen zu. 
12:00 Gleis 1 Meine RB23 tuckert in Richtung Andernach.

Die RB23 hält noch mehrfach auf offener Strecke an. Im Zugdisplay ist zu lesen: Verspätung wegen der Verspätung eines vorausfahrenden Zuges. Genau, der RB27 mit der netten Zugführerin. Die hat dem Bahn-Murphy heute aber mal so richtig den Tag versaut. Ich hoffe, der ist jetzt nicht so verärgert, dass er unterwegs nach Mönchengladbach noch irgendwas Blödes anstellt.