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14 August 2025

Wie schnell sind zwei Wochen vorbei ...

Nach unserer schönen Veranstaltung schwebte ich in den letzten beiden Wochen ein wenig auf Wolke 7 durchs die Lande. Viele schöne Begegnungen, dazwischen genug Zeit für mich, zum Lesen oder Nixtun.

Der Besuch von Heidrun war das erste Highlight, denn diese Buchtauschfreundin aus Kerkrade sehe ich wirklich nur sehr selten. Wir besuchten am Montag zusammen den Laacher See und konnten anschließend aus dem tollen Hofladen nicht wieder hinausgehen, ohne tütenweise eingekauft zu haben.
Am Dienstag dann unser Fauxpas. Wir hatten noch reichlich Zeit, als wir uns mittags vor dem Café Rosa am Markplatz niederließen. Als ich dann wieder zu Uhr blickte, stand Gaby fast schon vor meiner Haustür, wo wir zum monatlichen Familienforschungs-Workshop mit meinem KLB verabredet waren. Nach einem schnellen Aufbruch musste ich dennoch Schimpf und Schande über mich ergehen lassen, weil ich die Gäste so lange hatte warten lassen. Mea culpa maxima.

Nachdem ich die Gäste mit Kaffee und Gebäck verwöhnt hatte, legte sich die angespannte Stimmungslage wieder ein wenig. Mit Heidrun arbeitete ich während unseres Treffens auch ihren friesischen Stammbaum weiter aus, während Gaby und der KLB in der Küche ihre Köpfe hinter den Laptops zusammensteckten und manche Geheimnisse unserer Vorfahren lüfteten. Nach dem traditionellen Abend-Döner war die Stimmung wieder gut.

Freitags dann die Beisetzung von Agnes Streit, in deren Anschluss ich mit Kumpel Mike T-Bone unterwegs war. Nicht zuletzt, um auch einem 2011 verstorbenen alten Bekannten eine kleine Ehre zu erweisen. Ich hatte nach langen Recherchen endlich herausgefunden, wo er anonym beigesetzt war und fand es sehr schlimm, dass nicht mal mehr ein Namensschild an ihn erinnerte. Als ob es diesen Menschen niemals gegeben hätte. Ich hatte einen Stein seines Lieblingsvereins ergattern können, der ihm immer alles bedeutet hatte. Seine Initialen sind darauf verewigt, damit wenigstens etwas an ihn erinnert.

Hier noch dezent im Hintergrund
und hier blinkt es schon schwarz-gelb









Vielleicht bemerkt der Ein oder die Andere ja diesen Stein und erinnert sich an diesen Menschen.

Am folgenden Wochenende dann der Besuch unserer lieben Nichte Astrid. Pünktlich um 10 stand sie am Samstagmorgen auf der Matte, und wir machten aus KLB-Spätstück ein schönes Familien-Spätstück.

Dank Astrids spontaner Idee spazierten wir durchs Wassenacher Bachtal bis zu den Trasshöhlen im Brohltal.

Unterwegs musste ich zu meiner Schande feststellen, dass sich diese Nichte aus Essen hier besser auskannte als ich.

Ich hatte tatsächlich die Klosterruine Tönisstein gedanklich auf der anderen Seite des Bachtals verortet. Wie peinlich.


der alte Bärenknochen
Astrid, die grüne Waldfee









Am Sonntag musste ich Astrid nach dem Spätstück bereits wieder ziehen lassen, nur weil sie am Montag wieder arbeiten musste. Ich finde ja, Arbeit wird völlig überbewertet.

Meine blau-weißen Jungs versüßten mir anschließend den Tag mit einem verdienten Sieg, woraufhin ich beschloss, meinem alten Kumpel Ernest International einen Besuch in seinem neuen Domizil abzustatten.

Dass wir uns beide über das Wiedersehen freuten, ist wohl in unseren Gesichtern abzulesen. Seine defekte Kaffeemaschine, die ich dann mitgenommen habe, läuft mittlerweile wieder. Es wird Zeit für den nächsten Besuch.

Gestern hatte ich auf Anjas Wunsch hin anstatt Ofengemüse einen bunten Salat angemacht, der ihr auch vorzüglich mundete.

Insalata Bearboniata Grandiosa

Trotzdem ließ sie nicht davon ab, mich beim anschließenden Rummikub derart abzuzocken, dass ich langsam an meinen Fähigkeiten zweifle. Ich glaub, ich werde alt.

Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Tage, in denen wieder lieber Besuch und schöne Begegnungen anstehen.

07 März 2025

Blauer Himmel Sonnenschein

Frühjahrsmüde, aber schöööön ... so könnte ich die letzten beiden Wochen gut beschreiben. Viele schöne Begegnungen mit lieben Menschen passten wunderbar zum Frühlingswetter, das mich derzeit mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen ins Freie lockt.

Ein paar dieser Eindrücke möchte ich hier im Bild festhalten.

26.02.25 17:30 beim Heimweg auf dem Leinpfad

02.03.25 13:55 Blick von der Kanzel

Über die Ehrlichkeit

Es haselt wieder sehr











Dass meine blau-weißen Jungs nach großartigem Kampf auch mal wieder eine Niederlage einstecken mussten, war verschmerzbar. Dafür werde ich morgen meinen Kumpel Luca Thomi trösten müssen, wenn wir uns zusammen das Spiel seines FC Bayern gegen meinen VfL angeschaut haben. Ich sage nur: TROTZDEM!

Während sich meine gute alte Lady Alhambra heute gründlich auf Mängel untersuchen ließ, machte ich einen schönen Spaziergang durch die umliegenden Feldwege.

Einfach nur schön, was sich da meinen Augen darbot. Nachdem ich auf dem Rückweg auch eine Tüte voll Müll am Wegesrand eingesammelt hatte, sah alles noch schöner aus.

Und auch der Mängelbericht der TÜV-Untersuchung zeigte nur einige kleine Mängel an den Bremsen, der Beleuchtung, dem Schalldämpfer, den durchgerosteten Kotflügeln, der Kupplung und der Achse. Ok, ein gebrochenes Federbein war auch dabei und Öl verliert sie auch, die alte Dame. 

Aber die schönen Anblicke machten alles wieder wett.

In der Bahnunterführung konnte ich lesen, dass KIMBO VANNE CHANTI (ganz links in rot) keine Drogen mehr nimmt, das ist doch auch was Schönes. Und was an der 187 so schlimm sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

Auch der Blick auf die vielen Türme in der Landschaft hat was, die fallen auch nur auf, wenn man genau hinschaut.

So kann es gerne weitergehen.

22 Oktober 2024

Von Menschen und Worten

Die Highlights des gestrigen Tags waren der Nachmittag mit einer befreundeten Yoga-Lehrerin und der abendliche Schreibkurs. Den Ausflug zur Spazierrunde im Rauscherpark habe ich am Ententeich im Bild festgehalten. Kaiserwetter!

Allerlei Getier trieb sich friedlich nebeneinander hier herum. Schwäne, Gänse, Enten, Nutrias und später sogar ein Reiher. Das war Futter für die Seele (und den Schrittzähler). So gestärkt war ich abends im Schreibkurs sehr aufnahmefähig und konnte für mich das Ein oder andere Neue erfahren. Gerade was die literarische Form der Dialoge betrifft, was es sehr aufschlussreich und wird eine weitere Nachbearbeitung meines Romanskripts nach sich ziehen.

Heute widmete ich mich ausgeschlafen den Erledigungen und Einkäufen. Auch nutzte ich die Gelegenheit, um bei einigen meinen früheren Kolleginnen und Kollegen mal wieder eine Arbeitskontrolle durchzuführen. Die Ergebnisse waren gemischt. Im Bürgerbüro herrschte hektische Betriebsamkeit, hier musste ich nur eine Kollegin ermöahnen. Während mir dann um kurz vor drei eine Kollegin schon auf der Treppe elfengleich in Richtung Ausgang entgegenschwebte und behauptete, sie hätte bei ihrer Halbtagsstelle jetzt schon Überstunden gemacht, konnte ich bei der Sommersprosse und dem Runningback eindeutig erkennen, dass sie fest mit ihren Bildschirmen verwachsen waren und irgendwelche ominösen Punktwertungen abglichen. Mit den "0 Punkten", über die sie sprachen, meinten sie wohl irgendeine Kostenstelle, ohne mich dabei weiter zu beachten. Anderenorts war die Arbeitsauffassung nicht so erbauend, viele Bürotüren waren bereits verschlossen. Allerdings hielt unter dem Dach die nette Kollegin mit den Körben vorbildlich die Stellung und begrüßte mich herzlich.

Alles in Allem wurde doch wieder einmal klar, wie wichtig regelmäßige Arbeitskontrollen sind, ich werde das also auch zukünftig beibehalten müssen. Irgendeiner muss es ja tun.

Die anschließende  Physio-Behandlung auf Natalies Liege war wie immer sehr wohltuend und ermutigte mich zu einer kleinen Runde in den Rheinanlagen, bevor es wieder dunkel wird.
Die Gänse standen merkwürdig starr in zwei Formationen und blickten unterschiedlichen Schiffen nach.

Zwei Ruderer preschten in ihrem Boot rheinabwärts so schnell vorbei, dass ich sie am Kleinen Deutschen Eck nur noch als Punkt in der Ferne wahrnehmen konnte.

Dafür bekam ich noch ein schönes Bild von den letzten Sonnenstrahlen über Leutesdorf.

Am Pegelhaus machte ich kehrt. Auf dem Weg zurück zum Bollwerk erhaschte ich noch einen Blick über die Dächer der Stadt, aus denen zwei Kirchturmspitzen herausragten.

Mein Schrittzähler war am Ende zufrieden, genau wie ich. Daher genehmigte ich mir zur Feier des Tages auf dem Rückweg einen leckeren Dönerteller am Wasserturm. Der passende Abschluss eines schönen Tages.

29 September 2024

umdenken am Ende des Tages

Nach all den schönen und sehr ausgefüllten Tagen der letzten Woche hatte ich auch reichlich Defizite bei der Beachtung der Rentner-Schutz-Gesetze angesammelt. Das Rentner-Ausschlaf-Gesetz (RAG) bspw. besagt nun einmal, dass man als Rentner seine Schlafstatt nur in begründeten Ausnahmefällen vor 11 Uhr verlassen darf. So erreichte ich heute zwei zusätzliche Bonusstunden, die manches Defizit der Woche wieder wettmachten.

Damit wurde auch aus der RFV (Rentner-Frühstücks-Verordnung) eine RSV (Rentner-Spätstücks-Verordnung), denn ohne Spätstück geht an solchen Tagen gar nichts. Auch mit dem weiteren Befolgen der RTE (Rentner-Trödel-Empfehlung) machte ich sicher einige Punkte gut. Am späten Nachmittag überlegte ich sogar, der RFE (Rentner-Frischluft-Empfehlung) durch ein kurzes Öffnen der Fenster nachzukommen, entschied mich aber dann doch für einer kleinen Runde über den heutigen Krammarkt.

Einige schöne, kleine Begegnungen machten sogar diesen Gang durchs Getümmel zu einem positiven Erlebnis. Der schöne neue Laden der Perspektive mit dem vielsagenden Namen umdenken ANDERNACH hatte nicht nur geöffnet, sondern ich fand auch mit Christian den wichtigsten Mitarbeiter und mit Manon die Beste von Allen persönlich live on stage vor.

umdenken ANDERNACH - ein toller Laden

Nach einer interessanten Gesprächsrunde auf der ultimativen Couch im Innern des schönen Ladens und einer herzlichen Verabschiedung spazierte ich weiter, zu meinem nächsten Ziel. In unserer Facebook-Gruppe "Andernach" hatte ich gelesen, dass auch die lokale doTERRA-Beraterin Jasmin Nikolay-Schneeweis einen Stand ganz in der Nähe hatte. Die angekündigten Workshops für Kids waren bereits vorüber, so dass ich mich als freilaufender Rentner ebenfalls an den Stand wagte.

doTERRA - ätherische Öle der Spitzenklasse

Auch hier hatte ich ein nettes Gespräch und machte mich anschließend gut gelaunt auf den Heimweg. Mittendrin winkte mir der gute Josef Weber zu, den ich auch sehr lange nicht mehr gesehen hatte. Er ist mittlerweile ebenfalls freilaufender Rentner und drehte mit seiner Frau eine Marktrunde, die noch Zeit für einen schönen Small-Talk ließ.

Dass mir auf meinem Rückweg kurz vor zu Hause auch noch die strahlende Marlene fast vors Auto lief und mir ihre hübsche neu erworbene Tasche zeigte, rundete den schönen Tag ab und ich freue mich nun auf den kleinen Lieblings-Bruder, der nach endlos langem Urlaub (RUSG = Rentner-Urlaubs-Schutz-Gesetz!) morgen früh endlich wieder zum Spätstück vorbeikommt.

24 September 2024

Es wird Herbst

Heute habe ich gelesen, dass auch Franz Kafka nichts vom Frühaufstehen hält. Das bestätigt mal wieder die Wichtigkeit des Rentner-Ausschlaf-Gesetzes, dem ich strikt Folge leistete, um mich ausgeruht auf Natalies Wunderliege begeben zu können. Immer wieder eine Wohltat sondergleichen, von der sich auch mein innerer Freund Harvey Tinnitoso beeindruckt zeigte.

Fröhlich und ausgeglichen konnte ich noch bei Tageslicht meine Runde am Rhein starten, von der ich ein paar Bilder mitgebracht hab, die eindeutig belegen, dass es Herbst wird. Herbst am Rhein.

Augusta fliegt vorbei

Erste Herbstfarben auch auf der falschen Rheinseite

Golden brown on rich green

Spätestens hier hörte ich die guten, alten Stranglers im Kopf mit ihrem melancholisch-schönen Herbstsong. Golden brown ...

Der schlanke Baum hatte schon viele seiner Blätter verloren, während unten noch sattes Grün vorherrschte, mit nur wenigen bräunlichen Flecken.

Aber der graue Himmel zeigte an, welche Jahreszeit gerade begonnen hat. Der Herbst verbreitet eine ganz eigene Stimmung. Ich hab mir fest vorgenommen, mich positiv melancholisch darauf einzulassen.

Derweil warteten am Alten Krahnen der Eiltank232 und die Zuidwal scheinbar darauf, dass sie weiterfahren können.

Die beiden Tanker haben zwar den selben Weg, jedoch ist der Eiltank232 vollbeladen und liegt tief im Wasser, während es die leere Zuidwal leichter hat, den Strom hinaufzuschwimmen.

Etwas weiter rheinabwärts fischte ein einsamer Angler im trüben Abendwasser an der ersten Kribbe. Petri Heil!

Auf dem Rückweg stehen zwei gar nicht scheue Nilgänse etwas verloren auf der Wiese herum und picken nach Nahrung.

Zu guter letzt, als ich mich schon wunderte, niemanden unterwegs getroffen zu haben, gesellte sich eine großgewachsene verhüllte Radfahrerin zu mir, die mir irgendwie bekannt vorkam. 😉 die gut gelaunte Isabel begleitete mich noch eine ganze Weile, bis wir uns auf einer Bank Zeit für ein langes schönes Abendgespräch nahmen. Es war bereits dunkel, als wir uns irgendwann auf den Heimweg machten und es hat uns beiden gut getan. Wiederholung ist fest eingeplant.

Die guten Tage reißen einfach nicht ab.

17 September 2024

🎵And the moon ... is a blind eye ... 🎶

Am Tag vor einer Vollmondnacht ist das Befolgen des Rentner-Ausschlaf-Gesetzes ganz besonders wichtig, wie Ihr sicher alle wisst. Auch heute gelang es mir sehr gut, die Balance zwischen dem RAG und dem sonnigen schönen Tag zu wahren.
Schon die schönen Begegnungen der letzten Tage mit Marlies und Werner, Gaby, Pia und Rudi hatten ein anhaltend gutes Bauchgefühl bei mir hinterlassen. Und heute standen sowohl die Physio als auch der vorverlegte Gemüse-Klön mit dem lieben Ännchen an. Was will man mehr?

Nach dem Spätstück blieb mir genügend Zeit, die vielen leckeren Sachen aufs Blech zu schnippeln und mein Timing mit dem Ofen war so perfekt, dass ich vor der Fahrt zur Physio nur noch den Ofen auf Gartemperatur stellen musste. Natalies heilende Hände schickten mich, wie immer, augenblickblich in die Tiefenentspannung, während der ich interessante Dialoge mit dem Universum führen konnte.

Kaum daheim, heizte ich nur kurz den Ofen nach - und als das gute Ännchen Minuten später klingelte, war das Essen fertig. Heute wurden zusätzlich zu den in ungefiltertem Olivenöl getränkten Kartoffeln-Kürbis-Pastinaken-bunte Paprika-Radieschen-Zucchini-Lauch-Ziegenfeta-Brokkoli-Rote Bete und Hartkorns Ofengemüsegewürz die beiden handgemachten Salze von Pia und Ria getestet. Kräuter-Blüten-Salz und Bärlauch-Salz hatten die beiden mir vermacht - und sie schmeckten vorzüglich. Auch ein Klecks vom Thai- und India-Curry dazu war eine gute Ergänzung. Der beanarella-Espresso danach rundete das Geschmackserlebnis perfekt ab.

Wir nutzten die verbliebene Zeit bis zum Einbruch der Nacht für eine Frischluftrunde am Rhein mit Gesprächen über unser beider musikalische Frühentwicklung von Rex Dildo über Sweet und Slade bis zu Tom Waits. Dazu die tollen Blicke auf den aufgehenden Vollmond, der heute Nacht um 4:43 komplett rund sein wird. In meinem Kopf spielten die Jungs von I am Kloot eins meiner Lieblingslieder dazu ab, das ich vor 7 Jahren in der Wuppertaler Utopiastadt live erleben durfte.


Die Handykameras können leider nur einen kleinen Eindruck von den Bildern wiedergeben, die wir heute Abend sahen. Aber man kann deutlich erkennen, dass der Versuch von Simones Engel, den Dreiviertelmond vor drei Tagen einzufangen, nicht erfolgreich war, so dass unser treuer Trabant heute in voller Pracht alles überstrahlte.

In der Ferne geht er über dem Rhein auf

Im Zoom schon etwas besser zu sehen

Auch Mitten am Rhein ist er zu sehen

Ein letzter Blick zurück

Mond über Pillonia

Nach diesem wunderschönen Abendspaziergang ging es wieder heimwärts, wo wir zu viert mit einem Mehlsack kämpften und ähnlich schönen Abendbeschäftigungen nachgingen.

Als wir alle Frachten im Auto verstaut hatten, war es für einen Abschieds-Espresso schon zu spät.

Aber wir entdeckten, dass der Mond nicht nur am Rhein aufgegangen war, sondern auch in voller Pracht über Pillonia strahlte.

Es ist ein guter Mond, und ich singe mit ihm:

🎵And the moon is a blind eye ... 🎶



20 August 2024

Von Hilden und Wilden (Bächen)

Wie gut, dass ich den Dienst-Tag nicht mehr wörtlich nehmen muss, sondern einen richtig schönen Wellness-Tag mit wilden Ausflügen beginnen und mit Wellness-Liege fortsetzen darf.

Nach einem langen Küchentisch-Klön beschlossen die wilde Freundin und ich, den wilden Bach aufzusuchen und uns an seiner Schönheit zu erfreuen. Dass damit eine schöne Bewegungsrunde verbunden war, versteht sich von selbst. Ein paar Eindrücke hab ich mitgebracht.



Auf diesem wunderbaren und erholsamen Trip, natürlich  mit Bank- und Schwätzpause, machte ich zum wiederholten Mal die Erfahrung, dass die wilde Freundin orientierungsmäßig immer Recht hat. Wenn sie sagt, da führt kein begehbarer Weg lang, dann kann ich drei Stunden durchs Gebüsch robben und werde dort keinen Weg finden. Ich muss das einfach akzeptieren.

Nachdem ich die Wilde zu Hause abgesetzt hatte, reichte die Zeit locker für eine Nussecke daheim und eine Buchlieferung zu dem wendelnden Germanen.

Anschließend  stand ein weiteres Stück Fußweg bevor, da der Rennweg derzeit gesperrt ist. Ein schöner Weg am Deubach entlang unter der Bundesstraße hindurch. Wie schon zuvor an dem wilden Bach standen auch hier die Ebereschen mit ihren Vogelskirschen in voller Pracht.

Ich gelangte jedoch früh genug und stressfrei unter Natalies heilende Hände, die ich in den letzten beiden Wochen ziemlich vermisst hatte. Ich tauchte sofort weg, als ich auf der Liege lag und genoss in Halbtrance die schöne Behandlung, bei der die Zeit immer stehen zu bleiben scheint.

Sigi hält die Wacht

Der Abendspaziergang lockte mich mal wieder an den Rhein. Sigi begrüßte mich mit einem schönen Sonnenuntergang.

Und auch Jutta und Marion erwarteten mich spontan am Rhein. Marion war extra von Namedy aus an den Biergarten geradelt, damit wir uns mal wieder treffen. Find ich toll!

Die frühere Kollegin ist eine Generation jünger als ich und demzufolge noch im Dienst, hat aber schon lange verinnerlicht, was ich ihr schon vor Jahren immer wieder gesagt hatte:

ARBEIT WIRD VÖLLIG ÜBERBEWERTET!


Nach einer halben Lesestunde mit Dr. Maxwell auf der Bank vor dem Alten Krahnen machte ich mich gut gelaunt auf den Rückweg, um den Abend mit und Tomaten-Basilikum-Mozzarella-Olivenöl auf Vollkorn-Toasties mit Crema Balsamico passend zu beschließen. HACH!

16 Juli 2024

Von Engeln, Begegnungen und BIO-Höfen

Schon der gestrige Montag war ein Tag voller schöner Begegnungen.

Auf der morgendlichen Frischluftrunde mit der guten Hilde begrüßte uns Simones Engel in den Rheinanlagen und versuchte, das Wasser des dahinterliegenden Springbrunnens mit seinen Flügeln einzufangen.

Ein schönes Bild.

Schon auf dem Weg dorthin hatten wir beide Bekannte getroffen. Das war alles sehr früh, aber schön.

Nachmittags beehrte mich Cornelia Fabulosa mit einer selbstgemachten Marmelata und vor allem mit ihrer Anwesenheit.

Um den Tag komplett zu machen, stattete ich Resi und Benno einen Spontanbesuch in einer meiner alten Heimaten ab. Nach einem schönen Beisammensein verriet mir meine Cousine dann auch, wo genau das Elternhaus meines Opas Johann war, der ebenfalls aus diesem schönen Bergdorf stammte.

Ich kannte es bisher nur von uralten Schwarzweißbildern und konnte mir so ein besseres Bild machen.

Wie ich auf die Idee kam, mir nach solch einem ausgefüllten frühen(!) Tag für heute ein großes und vor allem noch früheres Programm auszudenken, wissen nur die Götter allein. Und vielleicht nicht mal die.

Als der Teufelswecker um viertel nach sieben versuchte, mich aus dem Bett zu vertreiben, fiel mir zum Glück augenblicklich das RAG (Rentner-Ausschlaf-Gesetz) ein und mit einem gekonnten Schlag setzte ich die Höllenmaschine außer Kraft. Rumdrehen, die Augen schließen und weiterschlafen war eine Sache von Sekunden. Das Tagesprogramm verkürzte sich sofort um Stunden.

Und wieder einmal fiel  mir auf, dass das Frühstücksporridge noch ein gutes Stück besser schmeckt, wenn es mittags ein paar Stunden länger durchgezogen ist und bei Sonnenschein auf dem Balkon verspeist wird. Echt jetzt.

Die spätere Erledigungsrunde in meiner anderen alten Heimat war auch heute ein nettes easy-going. Als ich meine Rezepte beim Doc abholte, konnte ich allerdings Sema nicht davon überzeugen, dass man als Rentner wegen des RAG gar nicht vor 10 Uhr in der Praxis sein dürfe. Mit einem Lächeln auf den Lippen und der freundlichen Aussage "Ich glaub, das geht doch" war jeglicher Widerspruch im Keim erstickt. Ich werde also mal wieder gegen das Gesetz verstoßen müssen, wenn ich ein aktuelles Blutbild haben möchte.

Auf dem Rückweg machte ich bei einem beeindruckenden Unternehmen halt. In meinem Heimatdorf gibt es tatsächlich einen tollen BIO-Hof, den Andreas Ohlig 1995 von seinem Vater übernommen hat. Sein Gemüse wird mir jede Woche vom Weißenthurmer Gertrudenhof ins Haus gebracht  und ich weiß es daher seit Jahren zu schätzen. Und wenn ich mal was vergessen hab und zufällig in der Nähe bin, so wie heute, dann statte ich ihm und seiner Frau Doris auch gerne selbst eine Besuch ab. Heute nahm ich mir einen Bund Radieschen mit, denn die waren mir ausgegangen.

Andreas, gerade erst vom Traktor gestiegen, zeigte mir in einem kleinen Rundgang einmal, was er alles so anbaut und ich war sehr beeindruckt, denn die Größe dieser Anlage ist von der Straße aus gar nicht so wahrzunehmen.

Hier draußen wächst und gedeiht es

und hier drinnen auch.

Man kann sich gut vorstellen, welche Arbeit es bedeutet, das alles ohne Giftspritze hochzuziehen. Und auf den beiden Fotos sieht man nur einen kleinen Teil der bepflanzten Fläche.

Hier hat der Ort wirklich ein tolles, engagiertes Unternehmen, das Nachhaltigkeit ernst nimmt. Mit den Radieschen in der Hand und um zwei unserer Kurzgeschichtensammlungen erleichtert, die ich Doris vermacht hatte, machte ich mich auf den Rückweg, denn dort warteten in der Physio wie jede Woche Natalies heilende Hände auf mich. Das tut immer wieder so gut, HACH!

Ein stressfreier Spaziergang am Rhein und ein großer mediterraner Salat zu Hause rundeten den Tag wunderbar ab. Und auch für morgen steht ein schönes, überschaubares Begegnungsprogramm an, und zwar unter Beachtung des RAG. So!

04 Juli 2024

Eine schöne (Uhr-)Zeit daheim

Nach den vielen Fußwegen und schönen Begegnungen rund um die Wupper genehmigte ich mir ein paar Tage Wellness mit wenig Bewegung. Fußpflege und Physio waren am Dienstag schon ein wunderbarer Anfang, der gestrige Spontanbesuch meiner lieben Großcousine Gisela setzte das nahtlos fort.
Ergänzt wurde das Ganze durch zwei genauso spontane "Naab"-Lesungen, die mich langsam wieder in Übung für unsere nächste öffentliche Lesung bringen, die am 31.Juli im Glashaus der Permakultur stattfindet.
Frankie the Taxman klärte gestern Nachmittag zudem alle lästigen Steuerfragen mit dem KLB und mir, was auch wieder ein Stück Erleichterung bedeutete. Und mit dem heutigen Skatabend mit Kartoffelsuppe beim Geburtstagskind in der Marienburg setzte sich die schöne Woche nahtlos fort.

Eine weitere Geschichte klärte sich vorgestern auf wundersame Weise. Aber von Anfang an: Vor etwa drei Wochen löste sich ein Teil des Schnappverschlusses vom Glieder-Armband meiner Titan-Uhr. Und das schon nach 25 Jahren täglichem Tragen! Aber alles ist vergänglich - und das meiste lässt sich reparieren. So ging ich also am nächsten Tag frohen Mutes zum Uhrengeschäft meines Vertrauens, wo mir schon so mancher kleine Schaden behoben wurde. Ich stand natürlich vor heruntergelassenen Rollläden und dem Hinweis: "Wir machen Urlaub". Wie sollte es auch anders sein. Aber am nächsten Montag öffnete man wieder, und ich machte mal wieder meine kleine Zeitreise. Denn als eine solche erscheint es mir stets, wenn ich das Geschäft betrete. Seit 125 Jahren existiert das kleine Familienunternehmen Thiesen schon - und die Inneneinrichtung erinnert sehr an frühere Zeiten. Ein schöner, angenehmer Anachronismus, auch heute noch in einem solchen Ambiente den Kunden zu empfangen.

2024

1959






Die Inhaberin nahm sich sehr sorgfältig meiner Uhr an, nahm die Maße der Armbandglieder, der Uhr und des defekten Verschlusses und schaute erstmal in den Schubladen der Verkaufstheke nach, ob sich für dieses Altertümchen noch etwas Passendes finden würde. Leider vergeblich. Am Ende eines guten, langen und freundlichen Beratungsgesprächs verblieben wir so, dass ich ihr die Uhr einfach vertrauensvoll überlasse und sie sich nach einer Möglichkeit umschaut, die Bestellung eines neuen, passenden Titan-Armbands für 55 Euronen evtl. vermeiden zu können. Ansonsten wäre es mir die Uhr auch wert, nahe am damaligen Neupreis von 129 DM ein neues Armband zu bestellen. Als kleines Dankeschön für die nette Beratung vermachte ich ihr ein Exemplar unserer letzten Kurzgeschichtensammlung und machte mich wieder auf den Weg.

Ich verbrachte eine weitere Woche ohne die gewohnte Armbanduhr, diesmal in Wuppertal, und erhielt nach meiner Rückkehr eine Nachricht auf dem AB. Das Geschäft in der Bahnhofstraße hatte sich gemeldet. Siehe da, man hatte einen passenden Verschluss aus Titan gefunden und bereits montiert. Für insgesamt 20 € bekam ich meine reparierte Uhr zurück und nicht nur das. Wahrscheinlich hatte die Inhaberin ebenfalls eine Zeitreise unternommen und mein Handgelenk nochmal genau vermessen. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass das Gliederarmband, das vorher ein wenig zu weit gewesen war, nun exakt passte. Irgendwie magic. Sowas kriegt man sonst nirgendwo.
Als ich sie darauf ansprach, lächelte sie und sagte, das wär doch auch Stoff für eine Kurzgeschichte. Eine ganze Geschichte hab ich zwar (noch) nicht hinbekommen, aber zumindest halte ich es hier im blog fest.

Heute Abend entdeckte ich eine weitere seltsame Sache. In der Post lagen einige neue payback-Coupons, darunter ein ganz besonderer. Wer erinnert sich nicht an Delmenhorst, das schöne Lied von Element of Crime. Im Refrain hieß es 

Hinter Huchting ist ein Graben 
Der in die Ochtum sich ergießt 
Und dann kommt gleich Getränke Hoffmann 
Sag Bescheid, wenn du mich liebst

Seitdem ist dieser fiktive Getränke Hoffmann legendär. Und nun hab ich einen Coupon dieses Geschäfts vor mir liegen! Das gibt's wirklich!!

Ich werde wohl bis zum 28.07.2024 eine Reise nach Delmenhorst unternehmen müssen. Wenn schon, denn schon.

09 Mai 2024

Wellness-Tage mit Besuchen

Es begann gestern mit Wellness-Paket 1: Besuch bei Monika in Saffig zur Fußpflege. Wir freuen uns beide auf solche Tage, und diesmal gab es sogar verblüffende Neuigkeiten aus ihrer Familienforschung zu vermelden. Spannend!
Den Nachmittag überbrückte ich mit einer Erledigung in der Stadt, wobei ich auch "nur mal kurz" im Rathaus bei den früheren Kolleginnen und Kollegen reinschaute. Als ich Stunden später wieder rauskam, war mein Armband super nachjustiert, ich hatte mich an einer Glückwunschkarte für das neue Kinderglück einer Kollegin beteiligt und war für nächste Woche zu einem Ausstand eingeladen. Zwischendrin machte ich natürlich pflichtgemäß Arbeitskontrollen in einigen Büros und kann abschließend sagen: "Alle festeweg am schaffen!"

Bei einem Kurzbesuch in meinem alten Büro bestätigten Stef und Leandra mir, dass sie auch weiterhin völlig ohne meine Hilfe auskommen. Wer hätte das vor vier Jahren gedacht?! Und als kleine Erinnerung  an alte Zeiten hängt immer noch unsere Orientierungshilfe am Büroschrank, mit deren Hilfe JEDER seinen perfekten Club findet. Ok, ist schon ein wenig älter, 6 Clubs sind heute eine Etage tiefer angesiedelt, aber wenn man die Kette vom großen Fragekasten aus durchgeht, wird man beim passenden Verein landen, selbst wenn der vielleicht nächstes Jahr in Liga 3 spielt. Probiert es aus!

Der beste Verein der Welt ist hier nicht vertreten, aber den spürt man im Herzen.

Als ich dann mein bestelltes Buch bei Ankers abholte, denn deswegen war ich eigentlich hier, war dieser Spruch auf dem Ankerbrett zu lesen.

Ich kann sagen: Stimmt nicht!

Aber die dürfen sich ja ruhig auch einmal irren. Oder wie sind Eure Erfahrungen diesbezüglich?

Nach einem kurzen Snack zu Hause wurde es schon wieder Zeit für das zweite Wellness-Paket:
Manuelle Physio-Therapie unter Natalies heilenden Händen. Immer wieder klasse und hilfreich. Danach gehe ich stets tiefenentspannt in den Abend.

Gestern legte ich noch eine kleine Runde in den Rheinanlagen ein und fand dort mit Bernd einen netten Klön- und Spazierpartner. Auch Familie Gans genoss das angenehme Wetter ...

... und der Vorabendhimmel begann erste große blaue Flecken zu zeigen.

Gute Vorzeichen für den heutigen Tag, Und es setzte sich genauso fort. Kumpel Mike T-Bone stand pünktlich zum Spätstück auf der Matte. Anschließend drehten wir eine wunderbare Runde unter blau-weißem Himmel. und entdeckten unterwegs alte und neue bunte Flora.

Marienkäfer auf Wiesen-Kerbel

Türkische Rauke am Wegrand










Der Weg führte durch einen Pfad, der immer etwas märchenhaft wirkt. Und von einem Inkarnat-Klee mit roten Blüten hatte ich vorher auch noch nie gehört.

T-Bone reitet voraus
Inkarnat-Klee












Bei einer kleinen Rast auf einer tollen Weitblick-Bank entdeckten wir nette Gesellschaft neben uns. Die beiden wirkten allerdings ziemlich rastlos.

Wir ließen sie gewähren und erfreuten uns an dem schönen Blick zurück.

Das große bunte Feld mit Blüten in allen Farben drängte sich förmlich für ein Abschlussfoto dieser kleinen Runde auf.

Klee, Rauken, Kornblumen - alles vertreten

Auch das Timing blieb heute perfekt. Nachdem ich den Freund auf dem Rückweg am Bahnhof abgesetzt hatte, war ich um vier Uhr wieder zu Hause, genau wie geplant. Zwei Stunden später erwartete ich das gute Ännchen zum Ofengemüse. Zeit genug also für eine stressfreie Zubereitung und vor allem einen leckeren Genuss, den wir dann mit Espresso und Silikon-Digestiv veredelten. Eine schöne Sitte, die wir damit eingeführt haben

Da sich heute auch die liebe Cornelia Gulisa mit einer tollen Einladung gemeldet hat, wird mich der morgige Ausflug an die Mosel führen, wo es um Familienforschungsunterlagen, Kaffee und Nussecken, den besten Verein der Welt und vor allem um zwei liebe Freunde geht. HACH!