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08 März 2020

Schwarzer Knoblauch und Unverpacktes


Der heutige Waterlove Day begann um 10 Uhr mit vielen freiwilligen Helfern, die trotz des derzeitigen hohen Rheinwasserstands nicht aufs Müll einsammeln verzichteten, sondern ihre Aktivität mehr in die ufernahen Bereiche in Richtung Innenstadt verlegten. Und wie sonst am Ufer, förderte die Aktion Andernacher R(h)einheit wieder große Mengen an achtlos entsorgtem Müll zu Tage.


Der Müll einer Gruppe eines Morgens

Besonders die Pfadfinder bewiesen ein tolles Engagement.

Zeitgleich begann der 5. Andernacher Nachhaltigkeitsmarkt in den Räumen der Stadthausgalerie. 17 Aussteller waren selbst mit Ihren Produkten und Initiativen präsent, weitere 4 wurden von den anderen Ausstellern mit vorgestellt. Das war die bisher höchste Beteiligung und lässt für die nächsten Märkte Gutes erwarten. Das Publikum zeigte reges Interesse, viele Andernacher Bürger informierten sich, aber auch Menschen aus der Umgebung. Und sie bekamen einiges zu sehen, zu hören.und auch zu schmecken.


KeepGreen + NEBeG + Amway
KeepGreen:
Balkonsolarmodule,
Energieberatung
Neue Energie Bendorf:
Bürgergenossenschaft,
sauberer Strom
Amway:
Reinigungsmittel,
Kosmetik,
Wasserfiltersystem

Weltladen + Im Herzen ubuntu


Weltladen Andernach:
Fair gehandelte Produkte


Im-Herzen-ubuntu:
Upcycling von Tetrapaks




Project Wings aus Koblenz



Project Wings:
Recyclingdorf aus Plastikmüll
auf Sumatra,
Umweltschutzprojekte




Herzfrauen




Herzfrau-Netzwerk:
Chemiefreier Haushalt,
ätherische Öle,
reines, energetisiertes Leitungswasser,
Kreatives und Spirituelles





Waterlove + Papier Rausch


Waterlove gUG:
Veranstalter
Plastikfreie Produkte,
Projekte im Gewässerschutz

Papier Rausch:
kompostierbares Besteck,
kompostierbares Geschirr




Café Echterbroch + Unverpacktladen

Café Echterbroch:
Workshops zu:
Umweltaufklärung,
Plastikreduzierung

Unverpackt-Laden Koblenz:
Wie der Name schon sagt



Die geniale Kochkiste




Irene Wild:
Die geniale Kochkiste





Klimaschutz + Perspektive + EdiCitNet

Klimaschutzmanagement:
Energiefahrrad

Perspektive gGmbh:
Suppen, Nudeln,
Eier (aus der Permakultur)

EdiCitNet:
Projekte der essbaren Stadt



Eifeler Backstube + Biohof Althaus + REWE


Eifeler Backstube:
BIOLAND-Brot und -Brötchen

Biohof Althaus-Zell:
BIOLAND-Wurst und -Fleisch

REWE Andernach:
BIO-Käse



REWE + Yuri Gonzalez


REWE Andernach:
Frischenetze,
Stofftüten,
Papiertüten

Yuri Gonzalez:
Schwarzer Knoblauch aus der Eifel





FSG Energy + BLUEFUTURE


FSG Energy:
Ökostrom,
faire Tarifberatung

BLUEFUTURE Project:
Bau von nanotechnischen
Trinkwasserstationen in Afrika



Ab ca. 13 Uhr trafen die freiwilligen Helfer von der Müllsammelaktion in der Stadthausgalerie ein und wurden mit einer leckeren Suppe verköstigt. Mit den Biertischgarnituren hat uns zum wiederholten Mal trinkgut Andernach unterstützt. Auch eine Verlosung unter den Helfern fand statt, für die Anker-Buch und andere Andernacher Firmen Preise zur Verfügung gestellt hatten.


Verpflegung der fleißigen Aufräum-Helfer

Unterm Strich ist festzustellen, dass das Angebot breit gefächert war und für jeden etwas dabei gewesen sein sollte, dass ihn interessiert. Via Facebook hatte sich mehr als 400 Menschen für die Veranstaltung interessiert. Ich hab nicht mitgezählt, aber es dürften mehrere hundert Besucher gewesen sein, die uns in diesen 4 Stunden besucht haben. Mich freut es besonders, dass wir viele interessante Gespräche an den Ständen erleben konnten, hier wurde mehr interessiert nachgefragt.und hinterfragt, aber auch genossen. Die leckeren Gemüsesuppen waren genauso gefragt wie die Kostproben von BIO-Brot, -Wurst und -Käse. Es wurde beraten und verkauft, Initiativen unterstützt und Workshops gebucht.

Als nach 14 Uhr die Aussteller ihre Stände abbauten, sah ich auch hier viele zufriedenen Gesichter, was mir die Beteiligten auch im Verlauf des Marktes in einigen Gesprächen vermittelt hatten. Gefreut habe ich mich auch über die Anfrage einer engagierten Besucherin, der unsere Veranstaltung so gut gefiel, dass sie gerne beim nächsten Mal selbst als Ausstellerin mit ihrem nachhaltigen Projekt teilnehmen möchte.

Ja, der nächste Markt - eine spannende Geschichte. Am Rheinland-Pfalz-Tag, der dieses Jahr in Andernach stattfinden soll, wollen wir erstmals einen 2-tägigen Nachhaltigkeitsmarkt ausrichten. Bei den an diesem Wochenende zu erwartenden 150.000 Besuchern in der Stadt wird das noch einmal eine andere Nummer.

Aber erstmal sitze ich glücklich zu Hause und bin zwar ziemlich platt, aber auch ein wenig stolz darauf, einen Teil zu dieser Entwicklung in Richtung "Nachhaltige Stadt" beitragen zu können und dies auch zukünftig zu versuchen. Fühlt sich gut an.

Ich möchte mich bei allen freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern bedanken, die solche Aktionen überhaupt erst möglich machen. Liebe Freund*Innen - ohne Euch ging gar nichts!


20 Oktober 2019

Bilder einer Ausstellung

Heute führte uns die Klimaschutzmanagerin der Stadt Andernach, Constanze Höllfritsch, durch die  Wanderausstellung "Der Klimaladen" in den Räumen der Stadthausgalerie Andernach. Die Rollups der Ausstellung waren bereits am letzten first friday im Rahmen des Nachhaltigkeitsmarkts zu sehen gewesen, nun ist die Ausstellung komplett aufgebaut.

"Muss ich alle 10 nehmen?"
Nach einer kurzen Einweisung zogen wir durch den Laden und kauften Lebensmittel ein, wählten zwischen verschiedenen leckeren Mahlzeiten, deckten uns mit Textilien ein und kauften in der Papierabteilung Klopapier und Schreibblöcke. Überall unterwegs fanden wir interessante Informationen, z.B. über die Ursprünge der verschiedenen Klimagase und die Wirkungsweise dieser Gase in der Atmosphäre. Auch andere Zusammenhänge zwischen Abfall, Plastik, Energieerzeugung und unserem Klima wurden auf zahlreichen Schaubildern erklärt.

Der Frühstückstisch ist gedeckt
Spannend war dann die Analyse des Einkaufs, als wir alles, war im Korb hatten, selbst auf dessen Klima-Auswirkungen untersuchen konnten und uns dafür mit roten (BÖSE!) oder grünen (GUT!) Punkten belohnten oder bestraften. Für mich war es schon ei wenig verwunderlich, dass ich auch einige rote Punkte kassierte, obwohl ich glaubte, beim Einkauf ohnehin schon auf klimafreundliche Produkte zu setzen. Ok, die Discounter-Tiefkühlpizza hab ich eingekauft, obwohl mir klar war, dass die bestimmt nicht klimafreundlich ist. Aber: Nobody is perfect! Gut war, dass man bei jedem Produkt auch genau nachlesen konnte, was daran gut oder schlecht für's Klima ist.
2 spezielle Abschnitte zu den Fragen, was Müll und Handys mit dem Klima zu tun haben, sind ebenfalls zu sehen. Überhaupt wird hier gut verdeutlicht, dass die meisten Bereiche des täglichen Lebens Auswirkungen auf das Klima haben und dass es viele Möglichkeiten gibt, selbst aktiv an einem besseren Klima mitzuarbeiten, solange es noch nicht zu spät ist.

Es gibt viel zu sehen
Für uns erwachsene Besucher gab es am Ende noch ein Quiz. Dieses brachte mich bei einigen Fragen dazu, nochmal zurück zu gehen und genau auf den Infotafeln nachzulesen. Und ich muss gestehen, dass mir einige Zusammenhänge bis heute nicht in dieser eindeutigen Form klar waren. Daher fällt mein Fazit sehr positiv aus. Gut und interessant gemacht, gleichermaßen für Kinder ab 10 Jahren und für Erwachsene geeignet.

Die Ausstellung kann noch bis zum 10.11. nach Anmeldung besichtigt werden. Interessierte Schulklassen oder Gruppen können Termine direkt vereinbaren.
Constanze Höllfritsch, Tel. 02632/922-241, klimaschutz@andernach.de.

Weiter offene Führungen finden statt:
24. Oktober 18 bis 19 Uhr
3. November, 14 bis 15 Uhr
7. November, 18 bis 19 Uhr.

16 März 2019

Andernacher R(h)einheit - 2.Nachhaltigkeitsmarkt

Nach einem langen, aufregenden Tag hat sich nun die innere Spannung gelöst und einem befreiten "Chaka! Es hat gut geklappt!" Platz gemacht. Das tut gut.
Für Natalie hätte die wer-weiß-wievielte Andernacher R(h)einheit eigentlich schon Routine sein können, aber heute war doch etwas Entscheidendes anders: Es war die erste Aktion unter dem Logo Ihres neugegründeten gemeinnützigen Unternehmens WaterLove, der erste WaterLove Day.

Für mich war es der zweite Nachhaltigkeitsmarkt und somit der erste Test, ob ich aus den Fehlern beim Organisieren des ersten Markts im letzten September etwas gelernt habe. Um es vorweg zu nehmen: Wir beide haben alte Fehler korrigiert und neue gemacht, und es war toll!


Viele Helfer

Zu unserer großen Freude fanden sich um 10 Uhr ungefähr 150 freiwillige Helfer am Treffpunkt ein, um das gesamte Rheinufer von der Nettemündung bis zum Namedyer Werth vom achtlos weggeworfenen Müll zu befreien. Ich selbst war währenddessen bereits in der Stadthausgalerie, um den Markt vorzubereiten, Türen aufzuschließen, die Aussteller einzuweisen, das Ein oder Andere noch in der Stadt abzuholen, Kopien zu machen, einen weiteren Aufsteller zu besorgen und so weiter.
Aber was ich an Bildern und Berichten vom Rhein sah und hörte, war deftig.


Viele Kippen
Viel Müll

















Alleine, was auf einigen Metern an weggeworfenen Kippen eingesammelt wurde, ist kaum zu glauben. Aber auch die Gesamtmenge des Mülls erschreckt mich.

Zum Glück hatte sich Fabienne und Dennis kurzfristig angesagt, um mir beim Aufbau des Marktes zu helfen, alleine wäre das gar nicht gegangen. Obwohl der Markt offiziell erst um 12:00 öffnete, fanden sich schon ab 11:00 zunehmend interessierte Passanten ein, die sich an den Ständen informierten. Trotz einiger kurzfristiger Absagen waren wir gut aufgestellt. KeepGreen Energieberatung, Neue Energie Bendorf eG, Mi-Parti Textilien, Plaidter Naturseifen, Heilsteine von Brigitte Favwer, Lebensberatung von Astrid Freia, WaterLove, plastikfreie Alternativen von Papier Rausch, der Biohof Rechhof, auch mit Proben vom Biohof Althaus-Zell, der Weltladen Andernach und Look&Cook präsentierten ein breites Portfolio an nachhaltigen Produkten, die man bereits heute in Andernach und Umgebung erwerben kann. Andere Firmen, die diesmal keinen eigenen Stand präsentierten, unterstützten uns wieder mit Getränken, Lebensmitteln und Preisen für die Verlosung.

Bevor die Verlosung unter den ehrenamtlichen Helfern gegen 13:30 stattfand, richtete der Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten einige Worte an die Zuschauer, bedankte sich bei allen Beteiligten für diese Aktion, und bewies mit seinen Ausführungen, dass er sich um nachhaltige Themen nicht nur Gedanken macht, sondern auch gut informiert ist.

Als die letzten freiwilligen Helfer eingetroffen waren, wurde es richtig voll in den ehemaligen Rossmann-Räumen, welche uns die neuen Verwalter der Stadthausgalerie, die Magna AG in Hamburg, netterweise zur Verfügung gestellt hatten.


Viele Besucher

Ich konnte im Anschluss selbst einige interessante Gespräche mit Besuchern führen, solches aber auch an den Ständen beobachten, die regen Zulauf hatten. Auch die nachhaltige Einkaufsliste für Andernach und Umgebung, die ich zu diesem Anlass aktualisiert hatte, fand viele interessierte Abnehmer. Einige Aussteller und Produkte werden auf der nächsten Liste ergänzt werden. Das Ganze ist wirklich ein Prozess, der niemals endet. Und das ist gut.

Fazit: Die Aussteller waren so zufrieden wie wir, Verbesserungsmöglichkeiten gibt es natürlich, aber es war schon ein Satz nach vorne gegenüber dem ersten Markt im letzten September. Morgen ist Ruhetag, und dann beginnt die nächste Planung.


26 Januar 2019

Helden auf dem Markt

Ein langer Tag geht zu Ende. Wir haben es langsam angehen lassen. Zwar trafen wir uns bereits um neun zum gemütlichen Frühstück, gingen aber dann trotz kaltem Regenwetter zu Fuß zur Elbe, spätestens hier war ich richtig wach. Und da war er: Der Heldenmarkt!

Vier Helden über dem Markt
Der Heldenmarkt
Für mich bereits ein gewohntes Bild, für meine drei Mitstreiter "das erste Mal". Die Halle war reichlich gefüllt mit interessanten Ständen und mit Massen von Besuchern, die ich in der Anzahl um die Zeit nicht erwartet hatte. Ich pickte mir gezielt meine Stände raus, hatte im Vorfeld bereits einige Gesprächstermine mit potentiellen Sponsoren für unser Solarmobil-Projekt ausgemacht. Meinen Begleitern ging es ähnlich wie mir beim ersten Besuch vor ein paar Jahren, sie waren ein wenig erschlagen von dem übergroßen Angebot, den vielen Besuchern und der Lautstärke von vielen gleichzeitig stattfindenden Gesprächen an allen Ständen. Zum Abschluss für heute besuchten wir gemeinsam einen tollen Vortrag über nachhaltige Finanzgeschäfte und Versicherungen. ecoplanfinanz ist ein Name, den man sich merken sollte.

Als wir nach vier Stunden wieder an der kalten regnerischen Luft standen, war ich ziemlich platt, der Kopf war total voll von so vielen Eindrücken, Informationen und Gesprächen. Der zwanzigminütige Marsch zurück an der kalten Luft tat gut, die Stunde Pause im Hotel noch besser.

Im Gao Kitchen
Lecker Kerlchen
Nun begann der kulinarische Teil des Tages. Wir fuhren mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, von dort aus wollten wir uns die beste von 4 Sushi-Bars in St.Georg aussuchen. Was die Damen natürlich nicht davon abhielt, unterwegs noch das ein oder andere "Ach-kuck-mal-wie-toll!"-Lädchen zu stürmen. Aber am Ende wurden wir im Gao Kitchen belohnt. Maki, Nigiri, Hokkaido Rolls und andere Köstlichkeiten mundeten hervorragend, Fabian und ich schwelgten uns gegensätzlich hoch ob der Gaumenfreuden, und auch die beiden Engel strahlten.

Danach war natürlich wieder Regenspaziergang angesagt. Runter zur Alster, über die Lombardsbrücke rüber, dort zurück zum Jungfernstieg, wo wir im Alex dann den Abschluss mit abendlichem Blick auf das erleuchtete Ufer der Binnenalster begingen.

Glückliche Freunde
Schönes Paar













Der Rückweg mit der S-Bahn war kurz, ich sitze glücklich in meinem Hotelzimmer im Schanzenstern Altona und lasse den Tag Revue passieren.

22 September 2018

Andernacher R(h)einheit

Jetzt geht's gleich los

Gestern veranstaltete Natalie Karij bereits zum fünften Mal die Aktion "Andernacher R(h)einheit", bei der freiwillige Helfer das Andernacher Rheinufer von Müll und Unrat befreiten. Trotz des schlechten Wetters kamen mehr als 30 Helfer zum Ufer, und die schlimme Ausbeute konnte sich hinterher sehen lassen.

Mit der Unterstützung vom Bauhof der Stadt Andernach und von einigen Andernacher Firmen war die Aktion ein Erfolg. Was die fleißigen Helferlein in drei Stunden alles am Ufer fanden, wurde in bereitgestellte Container und Tonnen gefüllt.


Was so alles in den Rhein geworfen wird

Vom Fahrrad über Glas, Metall, sehr viel Plastikmüll bis  zum Verkehrsschild war alles vertreten, und zwar in großen Mengen. Kaum zu glauben, dass nach der letzten Aktion vor ein paar Monaten das Ufer blitzsauber war.
Nach der Aktion kamen alle Teilnehmer hoch zur Stadthausgalerie, wo man sich mit gespendeten Speisen wie Kuchen, Pizza und Obst stärken konnte und im Anschluss einige Preise unter den Teilnehmern verlost wurden.


Ich war persönlich zum ersten Mal unterstützend mit dabei und kümmerte mich überwiegend um unsere gemeinsame Idee, einen Info-Markt zum Thema Nachhaltigkeit. Der fand zum ersten Mal im Rahmen von Natalies Aktion statt und wir hatten ihn wegen des angekündigten Regens vom Rheinufer in die Stadthausgalerie verlegt. Hier war die Frequentierung nicht so hoch, wie wir erhofft hatten, was wohl auch dem Wetter und dem Freitagnachmittag geschuldet war. Nichtsdestotrotz haben wir viele Gespräche mit interessierten Menschen geführt, auch der Kontakt der Aussteller untereinander war gesucht. Denn es waren viele Aussteller versammelt, die sich allesamt der Nachhaltigkeit verschrieben haben, jedoch unterschiedliche Bereiche vertreten.

NaBu, Tierarten und Klimaschutz

Der NaBu Mayen informierte über seine Tätigkeit, Matthias Küchler zeigte, welche Tierarten in und um Andernach vom Aussterben bedroht sind. Der Klimaschutzmanager der Stadt Andernach, Andreas Faßbender, präsentierte Wissenswertes aus seiner Tätigkeit, ich selbst hatte eine erste "nachhaltige Einkaufsliste" erstellt.

C2C. KeepGreen u.a.

Burkhard Mosen von TANA erläuterte das Cradle2Cradle-Konzept, nach dem überhaupt kein Müll mehr entsteht, Marco Hackenbruch zeigte mit KeepGreen Photovoltaikmodule fürs Balkongeländer. Er repräsentierte auch die Neue Energie Bendorf eG, die lokale Bürgerenergie-Genossenschaft, welche ausschließlich Strom aus regenerativen Quellen produziert. Auch die FSG mit Willi Stroganoff bot regenerative Energie an. Der REWE-Markt Andernach wurde vom Inhaber Nico Grunert mit einigen nachhaltigen Produkten präsentiert. Carmen Rakemann und Doris Büma zeigten Kunstwerke, die zum Teil aus Müll hergestellt waren. Natalie Karij selbst präsentierte an einem Stand Alternativen zu Plastik und zeigte u.a., wie man Zahnpasta selbst herstellen kann. Auf den kunstvollen Fotos von Johannes Palm konnte man sehr gut sehen, wie unterschiedlich Landschaften mit und ohne Müll aussehen. Für den Weltladen Andernach zeigte Hildegard Bender, dass es dort fast nur ökologisch saubere und fair hergestellte Produkte im Sortiment gibt.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben. Es wird sicher nicht die letzte Veranstaltung dieser Art gewesen sein.



04 März 2017

Der Tag der Helden

Unser letzter Tag begann genau genommen kurz nach Mitternacht, als ich noch an meinem blog rumschrieb. Isabel machte mich irgendwann darauf aufmerksam, dass ich mich jetzt mal ernsthaft meinem Geburtstag widmen soll. Und so kam ich mitten in der Nacht in den Genuss eines ersten wunderbaren Geschenks.
Heute Mittag zum Frühstück erreichten mich bereits viele Geburtstagsgrüße auf verschiedenen Kanälen, und das setzte sich über den ganzen Tag fort. Es berührt mich, wie viele Menschen heute an mich denken, obwohl ich ziemlich feige in den Norden geflohen bin.
Als wir uns dann in Richtung Heldenmarkt in Bewegung setzten, verbanden wir das mit dem für Hamburg-Besuche zwingend vorgeschriebenen Fischbrötchen an den Landungsbrücken. Wieso ich trotz ElPhi und Rickmer Rickmers im Buckel so finster dreinschaue, kann ich mir im Nachhinein gar nicht erklären. Das Krabbenbrötchen schmeckte gut, an dem lag es nicht. Vielleicht wegen der Alaska-Irritationen oder der internationalen Wetterlage, keine Ahnung.
Alaska? Backfisch?? Ägypten???

Von dort ging es per Bus weiter zum Cruise-Center nach Altona.
Unter Helden
Der Heldenmarkt 2017 bot wieder allen Besuchern ein abwechslungsreiches Angebot und mir die Möglichkeit, mit den Menschen von Greenpeace und der GLS-Bank zu fachsimpeln und mit den Kollegen von Shift die Abwicklung eines Smartphone-Upgrades zu besprechen.

Nach einer Stunde waren wir allerdings beide ziemlich geplättet von der permanent hohen Geräuschkulisse, bedingt durch offene Messestände und viele Besucher. Wir machten uns auf den Rückweg mit Bus und Bahn. Im Hamburger Hauptbahnhof wurde Isabel dann von Maren in die nächste Moschee entgeführt, während ich nochmal kurz in der Wohnung auftankte. Denn um halb sechs (oder nur unwesentlich danach) trafen wir uns denn alle nochmal im Café Koppel mit Uli, um dort eine letzte leckere Speisung zu genießen.

Ein wunderbarer Tag zum Abschluss eines wunderbaren Urlaubs neigt sich dem Ende zu. Ich habe sogar gestern Abend freiwillig auf das Spiel meiner blau-weißen Gurkentruppe Lieblingsjungs verzichtet, was nicht unerheblich zum schönen Gelingen des Abends beigetragen hat. Morgen nachmittag geht's gen Süden, und wenn die Deutsche Bahn mitspielt, sind wir sogar abends wieder in heimischen Gefilden.


16 März 2016

GLOBAL DENKEN - FAIR HANDELN


Einladung

Hiermit möchten wir Sie herzlich zum öffentlichen Abschlusstag der
Themenwoche „Global Denken-Fair Handeln“ 
am 
18.03.2016
in das Andernacher Jugendzentrum einladen.

Diese Veranstaltung bildet das Ende einer ereignisreichen Woche, die vom 14.03 zum 18.03. 2016 im Andernacher Jugendzentrum stattfindet. Hier wird für Schulklassen ein Parcours mit verschiedensten Workshops unter dem Themenschwerpunkt „Smartphones / Fair Trade Smartphones“ angeboten.
Andernach ist Fairtrade-Stadt! Nicht alleine aus diesem Grund zogen die Initiatoren der einwöchigen Veranstaltung die Motivation für ein derartiges Projekt. Berichte über die „Blutigen Handys“, über ungenutzte „Brotberge“, die im krassen Gegensatz zur Lebenswelt der Menschen in Notstandsgebieten stehen oder Wasserimporte aus Afrika werfen bei vielen jungen Menschen Fragen auf, was wir im täglichen Alltag mit den Jugendlichen immer wieder erleben. Daher entstand die Idee eines Parcours, in dem sich der Besucher Zeit für Themen wie das Fairtrade-Handy, den Abbau von Coltan und vieles mehr nehmen kann. Die verschiedenen Stationen können von den Teilnehmern nach Interesse und in der Intensivität der Nutzung frei gewählt werden.  Praktische Erfahrungen und unterschiedliche Eindrücke sollen zu einem umfassenden Erleben der Thematik führen.

Das Programm für den 18.03.2016
12:00 Uhr Öffnung der Ausstellung
13:50 Musikalischer Beitrag
14:00 Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Achim Hütten
14:30 Führung durch den Parcours der Ausstellung
16:00 Musikalischer Beitrag
16:30 Einleitung Herr Bürgermeister Claus Peitz
Anschl. Filmvorführung „Blood in my Mobile“
17:30  Stehcafe / Zeit zum Umschauen
Wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen!

Herzlichst, Ihr
Projektteam „Global Denken-Fair Handeln“

(Jugendzentrum Andernach, Steuerungsgruppe Fairtrade
Andernach, Weltladen Andernach, Jugs Andernach) 

02 August 2015

C2C = Cradle to Cradle

Von der Wiege zur Wiege heißt das übersetzt. Ein Konzept, das nur Sachen zulässt, die zu 100% recyclebar / verwertbar sind und auch vom Hersteller zurückgenommen werden. Keine Kompromisse. Wir müllen die ganze Welt ständig mit allem Mist zu, so dass dieses Konzept, das genaue Gegenteil davon, nach meinem Gefühl ein guter Weg ist.
Es gibt schon viele Güter auf der Welt, die C2C-zertifiziert sind, also keine Müllspur hinterlassen. 2 junge Menschen mit Herzblut und Knowhow wollen einen Shop eröffnen, der ausschließlich solche Waren verkauft, und versuchen den Start über crowdfunding zu finanzieren. Ich mache mit, schaut's Euch einfach mal näher an. Ein großer Teil des Startkapitals ist bereits finanziert, der Rest sollte noch bis zum 09.08. folgen.
 Hier könnt ihr mitmachen
Die Beiden von cradlelution

22 Juli 2015

Andernach - der Beginn eines nachhaltigen Weges

Andernach von oben
Meine Wohnstadt Andernach hat sich in den letzten Jahren echt gemausert. Das Städtchen am Mittelrhein, zwischen Koblenz und Bonn gelegen, hat nach und nach seine Schätzchen aufpoliert.
Der Geysirsprung (Foto: Petra Wiest)

Man hat den alten stillgelegten Geysir im Stadtteil Namedy wieder reaktiviert und verfügt nun über den größten Kaltwasser-Geysir der Welt. Besucher können ihn vom neuen hochmodernen Geysir-Zentrum aus nur mit dem Schiff erreichen, denn er liegt in einem Naturschutzgebiet. Der Geysirsprung mit einer 60 meter hohen Fontäne ist ein beeindruckendes Erlebnis.
Der Geysir wurde aktuell im Magazin Focus zu den schönsten Natur-Paradiesen in Deutschland gezählt.
Auch die Historie wird zunehmend präsentiert.
Die Siedlung Antunnacum war eine vorrömische Gründung, die Römer errichteten später hier ein Kastell.
Runder Turm
Die alte römische Stadtmauer erstrahlt abends in dezenter Beleuchtung, Alter Krahnen und Runder Turm können besichtigt werden, im Schlosspark finden Konzerte statt. Auf dem innerstädtischen Gelände der abgerissenen Malzfabrik toben sich seit Jahren die Archäologen aus und finden erstaunliche Dinge aus alter Zeit, die neben anderen interessanten Sachen im Stadtmuseum besichtigt werden können.
Alter Krahnen
 Ich habe selbst 2 Führungen auf dem Ausgrabungsgelände besucht und war sehr angetan von dem, was Grabungsleiter Frank Brüninghaus zu erzählen hatte.
Aber nicht nur Altes wird auf Vordermann gebracht, auch neue Entwicklungen wurden in den letzten Jahren angestoßen, welche die Stadt in Richtung Nachhaltigkeit weiter voranbringen.
Das bekannteste Beispiel ist die "essbare Stadt". Seit Jahren ist man dabei, in städtischen Grünanlagen essbare Pflanzen anstatt der üblichen Blumen anzupflanzen, die für jedermann zum Ernten und Essen freigegeben sind.
Wein am Stadtgraben (Foto: C.Maurer)
Ich gebe zu, ich war anfangs sehr skeptisch bis ablehnend, dachte "Was soll der Quatsch?" und "Das wird niemals funktionieren!", habe jedoch meine Meinung schon lange revidiert und hab in den letzten Wochen leckeren Mangold, frische Blutampfer und knackige Tomaten aus den Blumenkästen meiner Arbeitsstelle geerntet und zu Hause mit Genuss zubereitet und verspeist.
Für die essbare Stadt gaben sich die Vertreter aller Medien (Presse, Funk und Fernsehen) die Klinke in die Hand und berichteten bundesweit von diesem Modell. Stadtführungen zum Thema essbare Stadt werden regelmäßig angeboten und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit.
Das Gelände der Permakultur
Noch länger gibt es die Lebenswelten im Stadtteil Eich, eine Permakultur mit Pflanzen und Tieren, die von der Beschäftigungsgesellschaft Perspektive nachhaltig und naturbelassen betrieben wird. Dort werden langzeitarbeitlose Menschen ausgebildet und qualifiziert, um anschließend auf dem 1.Arbeitsmarkt wieder eine Chance zu haben. Auch dort werden regelmäßig Führungen angeboten und gut besucht.
Neueste Entwicklung: Im April 2015 wurde Andernach als Fairtrade-Stadt zertifiziert, ein nächster Schritt in Richtung Nachhaltigkeit. Damit das kein einmaliger Akt bleibt, versucht die "Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt" weitere nachhaltige Prozesse zu installieren, auch jenseits von den klassischen Fairtrade-Produkten Kaffee, Kakao und Bananen.
Die Verleihung der Fairtrade-Zertifizierung (Foto: C.Maurer)
Ich gehöre der Gruppe erst seit kurzem an, darf mich aber schon an einem geplanten Workshop Urban Mining beteiligen, in dem wir die desaströsen Zustände in der Produktion von elektronischen Produkten am Beispiel von Smartphones transparent machen und Alternativen aufzeigen wollen.
Auch über das Thema Müll (Vermeidung/saubere Verwertung) wird mittlerweile in Andernach genauso intensiv nachgedacht wie über saubere Energieerzeugung z.B. mit Hilfe der Wasserkraft des Rheins.

Mein persönlicher Eindruck: Es gibt noch viel zu tun, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

17 Mai 2015

Was mir Mut macht

Heute morgen steht es in der Rhein-Zeitung: Grüne wollen 1.000 neue Windräder. Die Energiewende schreitet voran, und zwar schneller als geplant. Auch in vielen anderen Bereichen sehe ich immer öfter, dass das notwendige Umdenken in vielen Köpfen bereits stattfindet.
Beispiel Fairphone: Da haben Menschen eine Idee und setzen sie um. Ein Smartphone herzustellen, dass nur aus fair hergestellten Komponenten besteht. Bis in den kleinsten Rohstoff. Von fair bezahlten Menschen unter sauberen Bedingungen. Man finanziert sich komplett über Crowdfunding, und siehe da: 25.000 Menschen legen mehr als 300 Euro hin für ein Handy, dass sie noch nie gesehen haben, dass es nur als Idee gibt. Wow!
Bei der Umsetzung merkt man, dass die Lieferketten sehr lang und verzwickt sind, dass viele Komponenten bisher nirgendwo auf der Welt fair produziert werden. Also ist der Plan gestorben?
Nein, man entschließt sich, den Plan zu ändern, ohne die Ziele aus den Augen zu verlieren. Man kauft die "unfairen" Komponenten dort ein, wo man Einflussmöglichkeiten hat und dazu beitragen kann, die Bedingungen von "unfair" zu "fair" zu ändern.
Ergebnis: Als die ersten 25.000 Geräte ausgeliefert sind, liegen bereits so viele weitete Bestellungen vor, dass man weitere 35.000 Geräte herstellt. Dass 60.000 Menschen nicht nur bei Facebook auf like drücken, sondern vorab Kohle dafür hinlegen, imponiert mir mächtig und bestätigt das Umdenken in den Köpfen.
Ebenso eine GLS-Bank, die vor 40 Jahren mit einem ethischen Konzept angetreten ist, anfangs belächelt wurde, und mittlerweile eine stabile Größe mit zweistelligen Zuwachsraten geworden ist. Klasse!
Ich habe mein Konto bei der GLS eröffnet und werde das Fairphone 2.0 bestellen, sobald es verfügbar ist. Das sind nur 2 Beispiele dafür, was möglich ist, wenn man es nur macht.
Es gibt mittlerweile in so vielen Bereichen faire und saubere Produkte, nicht nur die klassischen Kaffee-Schokolade-Bananen-Palette im Weltladen oder beim Discounter. Von ökofairen Modelabels über faire Online-Buchhändler bis zu nachhaltig arbeitenden Versicherungen und Banken, alles bereits vorhanden. Man muss es nur nutzen.

Je länger ich mich mit diesen Themen und deren Umsetzung beschäftige, desto sicherer werde ich mir: Das ist der Weg, die Welt zu verbessern. Und sollte man Bereiche finden, in denen es noch mager mit ökofair und nachhaltig aussieht, was spricht dagegen, selbst Ideen zu entwickeln und umzusetzen, wie es die Vorgenannten bereits getan haben? Es gibt nix Gutes - außer man tut es!

23 April 2015

Die Bank meines Vertrauens

Ich hab mein Konto bei einer neuen Bank eröffnet. Ich hab's gemacht. Nicht nur was schönes gesehen, drüber nachgedacht, vielleicht drüber gesprochen, "wär ja eigentlich auch ...", und dann alles beim Alten gelassen. Nein, ich habs getan. Und zwar hier:


Und warum: Weil es auch eine Bank gibt, die von Anfang an anders ist. Und zwar seit über 40 Jahren. Was unterscheidet sie von anderen Banken? Das hier:


GLS Bank

Was unterscheidet die GLS Bank von anderen Banken?

Die GLS Bank investiert ausschießlich in ökologische und soziale Projekte und Unternehmen. Wir finanzieren keine Unternehmen, die mit Atomenergie, Biozide, chlororganischen Massenproduktionen, Verletzung von Arbeits- und Menschenrechten, Embryonenfoschung, grüner Gentechnik, Kinderarbeit, kontroversen Wirtschaftspraktiken, Pornografie, der Produktion hochprozentiger alkoholischer Getränke, Rüstung, Tabakproduktion oder Tierversuchen zu tun haben. 
Gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden entwickeln wir kreative Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen. Beim Anlegen Ihres Geldes können Sie wählen, in welchen Branchen es vorzugsweise fließen soll. Die GLS Bank arbeitet zudem völlig transparent. In unserer Kundenzeitschrift "Bankspiegel" können Sie regelmäßig nachlesen, welche Unternehmen und Projekte wir aktuell finanzieren. Einige Beschreibungen von Projekten finden Sie auch auf unserer Internetseite.

Dass mir mal beim Konzept einer Bank das Herz aufgeht, hätt ich nie gedacht. Aber hier war es so. Ok, ein Girokonto ist ein kleiner Anfang. Zum Testen. Aber seit Jahren steigende Mitgliederzahlen in der Genossenschaft kommen nicht von nix. Und eine durchschnittliche Dividendenausschüttung von 3% jährlich auch nicht - auch wenn die Dividende natürlich das eine ist. Die sozial-ökologische Wirkung kann man nicht in % ausrechnen. Ich glaub, ich hab diesmal alles richtig gemacht.