31 Januar 2024

Ein Ofengemüsetag für Frischlufthelden

Ein schöner, ausgefüllter Tag neigt sich dem Ende zu. Begonnen hatte alles wie so oft, mit einer guten Porridge-Mischung und einem frischen FKKKIK-Tee, nach dem ich mich auf den Weg zu Natalie machte. Mein kurzer und zudem erfolgloser Lösungsversuch am PC wurde mit einem leckeren Nachtisch für zwei belohnt.

Das passte super gut, derweil ich mit dem lieben Ännchen zum Essen verabredet hatte. Zu Hause bereitete ich in den nächsten anderthalb Stunden ein buntes Ofengemüse zu, das uns beiden köstlich mundete. Als kleine Überraschung konnte ich anschließend unseren Nachtisch präsentieren, gefolgt natürlich von einem guten Espresso. Dass ich dann noch das Vergnügen hatte, der Freundin meine neue Kurzgeschichte vorzulesen, während sie mir strickend gegenübersaß, passte eben so zur guten Stimmung wie der Silphowitz (oder so ähnlich) für die Verdauung.

Der Verdauungsspaziergang am Rhein und durch die Stadt tat gut, am Rheinufer hatte jemand einen abgebrochenen Zwei für mich hingelegt, mit dem ich natürlich fotografiert werden musste.

Wie man auf dem Bild sieht, hatte der Wettergott uns einen schönen Himmel beschert, während die Sonne den Schatten des Krahnenbergs auf die andere (falsche) Rheinseite projezierte,

Auch auf meiner rechten Gesichtshälfte hinterließ unser Stern noch seine hellen Spuren.

Ein Held, da steht's!

Auf dem Rückweg zeigte ich dem Ännchen dann noch ein Kleinod, indem ich mit ihr durch das Kirchhofsgäßchen spazierte. Ihr war in meiner Kurzgeschichte aufgefallen, dass ich in dieser (erfundenen) Geschichte die Rolle des Helden einnahm, was mir gänzlich entgangen war.
Dazu passte die Graffiti, von der ich schon berichtet hatte, natürlich sehr gut.
Wer auch immer mich dort verewigt hat, dem danke ich auf diesem Weg recht herzlich.
Ich freue mich jedes Mal, wenn ich hier vorbei komme.

Mit derart schönen Eindrücken machte sich Ännchen auf den Heimweg, während ich mich zu daheim auf das nächste schöne Ereignis vorbereitete. Michelle hatte mich zu einer kleinen Feier eingeladen, die zur Übergabe einer gut gehenden Apotheke an sie und ihren Mann Johannes als neue Besitzer stattfand.

Apotheke im HIT-Markt Andernach

Ich wünsche den beiden viel Glück zu ihrem ambitionierten Vorhaben, bin mir aber auch sicher, dass sie das als erfahrene Fachkräfte erfolgreich umsetzen werden. Auch mit Hilfe ihrer 3-jährigen Praktikantin Sophie, die bereits tatkräftig mithalf.
Michelle ist nicht nur meine Nichte 2.Grades, sondern hat auch noch mit mir zusammen Geburtstag, und das jedes Jahr wieder. Da kann also eigentlich nix schiefgehen.


28 Januar 2024

Ein Sonntag mit Engel*Innen

Schon die ersten Blicke nach draußen zeigten: Das wird ein schöner Tag! Mit dem ersten Engel war ich heute zum Spätstück verabredet, das wir nach längerer Zeit endlich mal wieder verabredet hatten. Es wurde ein gemütliches Spätstück, die Engelin (sagt man doch heute so, oder?) hatte Hunger mitgebracht, es schmeckte ihr und wir nahmen uns reichlich Zeit zum Klönen.

Als sie dann mit der genialen Idee aufwartete, eine gemeinsame Runde mit einer zweiten Engelin zu drehen, musste ich nicht überlegen, um einzuschlagen. Ein kurzes Telefonat später machten wir uns auf den Weg, um Angel Nr. 2 zu Hause aufzusuchen und dort gemeinsam eine wunderbare größere Runde bei tollem Wetter in schöner Umgebung zu drehen.

Die beiden jungen Hüpfer waren mir schnell einige Meter enteilt, weil ich zwischendrin immer wieder Schnappschüsse machen musste. Ein paar davon will ich Euch zeigen.

Angel sisters walking and talking

Zur Linken diese Aussicht

Zur Rechten der Blick übers Dorf

Kurz bevor sie abheben und zur Sonne fliegen

Nach vielen Abbiegungen links und rechts hatte ich irgendwann die Orientierung verloren und musste mich beeilen, den beiden ortskundigen Wesen zu folgen, bevor ich mich in den Wäldern total verirre.

Auch eine Brücke über einen kleinen Hohlweg passierten wir unterwegs, es sollte nicht der einzige Überweg bleiben.

Als die beiden himmlischen Geschöpfe mich dann weit hinter sich erblickten, warteten sie natürlich und kümmerten sich fürbildlich um mich.

Und immer wieder boten sich solch tolle Blicke über weite Felder in einen blauen Himmel.

Am Horizont die Schlackenkegel der Vulkaneifel

Auf diesem Rundweg oder besser Kreuz-und-Quer-Weg machten wir auch an einer Gedenkstätte halt, die an ein ehemaliges Gefangenenlager aus Nazizeiten erinnert. Ein Originalstein mit Inschrift (links) ist hier noch erhalten. Eine Informationstafel (rechts) erklärt, was damals hier geschehen ist.


Da dies in den letzten Tagen der erfreulich großen Demonstrationen gegen das Wiederstarken dieser menschenverachtenden Ideologie sowieso eins unserer Gesprächsthemen war, regte diese Stätte unsere Gespräche darüber noch einmal an. Nach mehr als zwei Stunden und 11.000 teilweise hügeligen Schritten lieferten wir eine Engelin wieder an ihrer Haustür ab und machten uns auf dem Weg zurück zu mir, wo Engel Nr.1 sich noch mit einer Gemüsesuppe stärkte und sich nach einem gemeinsamen Absacker mit Holundergeschmack auf den Heimweg machte.

An einem solchen Tag konnte ich die Niederlage meiner heroisch kämpfenden Jungs in dem Lüdenscheider Vorort auch ganz gut ertragen. Eine schmackhafte Portion Gnocchi al Pesto zum Abendmahl machte den Tag perfekt. Danke, Mädels. Danke, Universum.

27 Januar 2024

Klare Kante und schöne Begegnungen

Nach dem Samstagmorgen-Ritual, Spätstück und Marktgang mit dem KLB, stand heute Nachmittag eine wichtige zweite Runde an der frischen Luft an. Zum 49. Jahrestag der Befreiung des KZs Auschwitz hatten die Veranstalter zur Kundgebung aufgerufen, verbunden mit einer Demo gegen rechts und für ein buntes demokratisches Andernach..
Zu Beginn gegen 16 Uhr war der Merowingerplatz bereits gut gefüllt.

OB Christian Greiner hielt eine bewegende Rede. Auch alle anderen demokratischen Fraktionen des Stadtrats waren vertreten und bekannten hier klipp und klar Farbe gegen die braune Brut und deren Bestrebungen, unsere Demokratie aus den Angeln zu heben.


Man sah einige bunte Schilder und es wurde den Rednern viel applaudiert.

Es tat gut zu sehen, wie viele Menschen hier ihre Einstellung auf die Straße und ganz klar zeigten: Wir sind die Mehrheit.

Jeder brachte das auf seine eigene und stets friedliche Art und Weise zum Ausdruck.
Die Einen machten dies etwas drastischer, die Anderen etwas Bunter.

Die Menschenmenge war so groß, dass nicht alle nah genug herankommen konnten, um die Redner auch zu sehen.

Ich freute mich auch darüber, einige bekannte Gesichter hier zu sehen.

Anschließend machten sich fast alle auf den Weg zum Historischen Rathaus, wo sich der Platz ebenso rasch füllte wie zuvor am Merowinger Platz.

Auf dem Weg zum Historischen Rathaus

Hier schilderte ein junger Mann mit türkischen Vorfahren seine Eindrücke.

Panoramabild zwischen Kramgasse und Hochstraße

Leider konnte ich aufgrund meiner hörtechnischen Einschränkungen und dem Standort in der letzten Reihe hier nicht mehr viel verstehen, wie auch an den nächsten Stationen. Aber hier galt heute auch mehr: Dabei sein, Flagge zeigen!

Weiter ging es über die Hochstraße bis zum früheren Standort der Synagoge, um sich ganz klar gegen jeglichen Antisemitismus zu positionieren.

Lang war der Zug, wie hier im Panorama zu sehen.

Unterwegs war auch dieses Schild zu sehen:

Auch an der Synagoge wurde der Opfer der Naziverbrechen gedacht und die klare Position demonstriert, dass so etwas NIE MEHR passieren darf.

Das drückten verschiedene Teilnehmer mit Schildern NIE MEHR IST JETZT! aus.

Mittlerweile waren wir eine Stunde unterwegs und es wurde ungemütlich kalt- Trotzdem ließen sich die Meisten nicht davon abbringen, gemeinsam über die Bahnhofstraße zur letzten Station auf dem Andernacher Marktplatz zu gehen.

Die Bahnhofstraße war für mich eine gute Gelegenheit, mich vorne im Zug zu positionieren und beim Überqueren des Stadtgrabens die Anzahl der Teilnehmer wenigstens grob zu zählen.

Die überraschende Susi

Hier waren es noch mehr als 300 - und es waren nicht mehr alle dabei.

Gerade als ich stehenblieb und anfing, die vorbeigehenden Menschen zu zählen, kam eine weitere freudige Überraschung auf mich zu, die ich hier in Andernach überhaupt nicht erwartet hatte.

Als dann auf dem Markplatz auch noch die legendären vier bunten Marktweiber hinzukamen, war der Tag perfekt.

So viele Freunde und Bekannte, die allesamt die Traute hatten, öffentlich für Demokratie und gegen rechtsbraune Rattenfänger einzutreten, das war schon schön - und beruhigend. Wir sind mehr.

Die vier bunten Marktweiber

Als sich der Zug dann nach anderthalb Stunden auflöste, hatten Susi und ich uns viel zu erzählen.

Sie war tatsächlich mit dem Bus aus dem Westerwald hierhin gekommen, weil sie die große Demo letzte Woche in Koblenz krank verpasst hatte.

Wir nutzen die Stunde bis zum nächsten Bus, um uns im Casa ein Plätzchen zum Aufwärmen zu suchen und bei einer leckeren Johannisbeerschorle Schwätzchen zu halten.

Wenn man sich Jahre nicht mehr gesehen hat, reichte die Stunde natürlich nicht aus, um uns gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen. Eine guter Anlass, um eine Wiederholung zu planen.


26 Januar 2024

Rest in Peace, Melanie Safka

Gestern sah ich in einer Internetmeldung, dass eine meiner Jugendheldinnen uns verlassen hat. Sie hatte damals dem alten Stones-Stück Ruby Tuesday Leben eingehaucht, wie es ein Journalist treffend formulierte. Mit diesem Stück hatte sie mich als damals 13-jähringen für immer gefangen, so sehr berührte mich das und tut es heute noch.



She would never say where she came from
Yesterday don't matter, 'cause it's gone
While the sun is bright or in the darkest night
No one knows she comes and then she goes

Goodbye, Ruby Tuesday
Who is gonna hang a name on you?
And when you change with every new day
Still I'm gonna miss you

Don't ask her why she lives to be so free
She's gonna tell you it's the only way to be
She just can't be chained to a life where nothing's gained
And nothing's lost, but such a cost

Oh, goodbye, Ruby Tuesday
Who is gonna hang a name on you?
And when you change with every new day
Still I'm gonna miss you

"Oh, there's no time to lose, " I heard her say
"You gotta catch your dreams before they run away"
Dying all the time, lose your dreams and you might lose your mind
Is life unkind?

Oh, goodbye, Ruby Tuesday
Who is gonna hang a name on you?
And when you change with every new day
Still I'm gonna miss you

......

Goodbye, Ruby Tuesday
Goodbye, Ruby Tuesday
Goodbye, Ruby Tuesday
.....

25 Januar 2024

Vollmond-Tage mit Globuli

Nachdem der gestrige Tag vor dem Vollmond sehr schön verkaufen ist, wurde die Nacht eine richtige Vollmondnacht. Mir lief die Nase, ich konnte nicht pennen, bekam Durchfall und fühlte mich heute Morgen wie ein kranker Zombie.

Nach dem Aufstehen quälte ich mich zum Frühstück und war mir sicher, dass ich mir irgendein Drecksteil  von Virus oder Bazillus eingefangen hatte. So schnell geht das. Oder ob irgendwas vom gestrigen Essen nicht in Ordnung war? Die Rückfrage bei Elvira erbrachte, dass sie keinerlei Beschwerden hat, am Essen kann es also nicht gelegen haben. Als mir dann auch die Beine etwas wacklig wurden und ich zu schwitzen begann, dachte ich kurz daran, den heutigen Besuch von George Farmer abzusagen, auf den ich mich so gefreut habe.

Aber dann erinnerte ich mich an den Ratschlag meiner Heilpraktikerin, die restlichen Globuli (Spenglersan-G-Kit) meiner Hausapotheke zuzuführen. "Für den Fall, dass mal etwas im Anflug ist und Sie merken das." Gesagt getan, nach dem Frühstück legte ich die ersten 16 Kügelchen unter meine Zunge und es wurde etwas besser. Jetzt stand der Entschluss: Ich kämpfe mich da durch.

Den guten Georgie hatte ich für 15 Uhr zum Ofengemüse gewinnen können, und das begann ich um halb zwei zuzubereiten. Mitten in dem Geschnippel nahm ich die nächste Dosis der feinen Kügelchen - und es wurde noch etwas besser. Nun lief alles wieder gut. Der Durchfall hatte nachgelassen, die Psyche krabbelte langsam wieder nach oben, und als der gute George klingelte, war das Ofengemüse fast servierfertig.

Das Essen mundete und wir hatten uns viel zu erzählen. Und so wurde es ein schöner langer Nachmittag, unterbrochen von einer kleinen Mike-Neuhaus-Lesung und am langen Ende abgerundet mit Espresso und Kräuterfusel. Die gute Laune ist mir trotz Drohgebärde anzusehen.

Der AnnaManni

Mein Freund George Farmer













Beim vereinbarten Gegenbesuch in den nächsten Wochen kann ich mich vielleicht bei der guten Jule entschuldigen, denn ihr galt diese freundliche Drohgebärde 🥳.

So wurde aus einem miesen Vollmond-Tag doch noch ein schöner Tag. Mit der dritten Portion Globuli am Abend ist nun auch hoffentlich alles wieder gut.

24 Januar 2024

Schöne Begegnungen und ein bissiges Krokodil

Hab ich eigentlich schon einmal erwähnt, wie lecker das Frühstücksporridge von Dr. Johanna Budwig ist, das man im Reformhaus erwerben kann? BIO, glutenfrei, schmackhaft, macht satt. Kann ich Euch nur empfehlen.

So gestärkt ging ich frohen Mutes in den Tag und freute mich auf das Mittagessen, zu dem mich Elvira in den Speisetempel auf'm Hügelchen eingeladen hatte. Medaillons in Gorgonzolasosse mit Pommes und Salat hörte sich nicht nur gut an, sondern schmeckte auch genau so. In so netter Gesellschaft anschließend ein Espresso Macchiato, hmmmmhhh!

Den Verdauungsspaziergang machten wir danach am Rhein, wo der Rhein schon wieder begonnen hat, die Ufer in Angriff zu nehmen.

Vom Sandstrand war nur noch ein kleiner Rest übrig geblieben, mit dem angekündigten Regen der nächsten beiden Tage wird er wohl ganz versinken.

Auf dem Rhein herrschte noch viel Betrieb. Ein Schiff mit dem seltsamen Namen Zisterne schien wohl das Wasser den Rhein hoch zu transportieren. Naja, immerhin gut, dass es nicht Latrine hieß.

Nachdem ich Elvira zu Hause abgesetzt hatte, gönnte ich mir ein Nickerchen im Sessel, bevor ich gut ausgeruht die zweite Runde in der Stadt drehte. Um ein Haar hätte mich ein sehr gefährlich aussehendes Krokodil am Wegrand erwischt, ich konnte nur mit einem mutigen Sprung entkommen.

Glücklich gerettet, ging es sofort weiter mit den schönen Begegnungen. Wo? Wieder auf'm Hügelchen. Diesmal waren es die Mädels mit den bunten Haarschöpfen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Strahlemenschen: Pietschie und der Bärenknochen

Brigitte in der Kunstgalerie

In der schönen kleinen Kunstgalerie gibt es nicht nur viele interessante Bilder zu sehen, sondern man kann auch Brigittes Angebot an Heilsteinen bewundern. Bei ihr konnte ich einen speziellen "Charles-de-Gaulle" - Stein bestellen, meinen Lieblingsstein.

Der kleine Aufwärtstrend der letzten Tage setzte sich heute fort und könnte von einem guten Spiel unserer Handballer heute Abend getoppt werden.

23 Januar 2024

Die Giraffe und der unbesiegbare Sommer

Und wieder ein Tag mit frühem zeitigem Aufstehen, so langsam wird das alltäglich. Dabei hatte ich gar nichts Besonderes vor. Aber spätestens als Sonne und blauer Himmel mein Frühstück begleiteten, war klar: Ich will raus.

Nachdem ich im HIT meinen Nussecken-Vorrat aufgefüllt hatte, fand sich am Güterbahnhof ein passender Parkplatz, von wo aus ich meinen heutigen Rundgang startete.

Vor der Buchhandlung meines Vertrauens erinnerte mich der heutige Sinnspruch auf dem Lächelbrett an etwas. Das hatte ich ganz vergessen, dass mein innerer Sommer unbesiegbar ist. 

Nicole, vielen Dank für diese wunderschöne Erinnerung!

Ich musste bei diesem Gedanken lächeln und beschloss spontan, den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im gegenüberliegenden Rathaus einen Lächelbesuch abzustatten. Ich bin jetzt knapp vier Jahre daheim - und habe das Gefühl, in den Fluren der Verwaltung überwiegend neue, unbekannte Gesichter anzutreffen. Aber mein Nachfolger saß noch an "meinem" Platz, die Kollegin gegenüber war ein neues Gesicht, allerdings ein Nettes. Dass meine damals in einigen Jahren selbst zusammengebastelte "Tapete" auch heute noch im Einsatz ist, zauberte ein weiteres Lächeln auf  mein Gesicht, ein stolzes Lächeln.

Nachdem ich Steff und Leandra wieder verlassen hatte, ergaben sich auf dem Rückweg noch einige schöne Smalltalks und auch meine heutige "Arbeitskontrolle" war ein voller Erfolg . Alle Beschäftigten voll im Einsatz! ✔✔✔✔

Der anschließende Gang zum Bollwerk offenbarte mir, dass nun auch der letzte Schnippel Schnee geschmolzen war. Allerdings lagen die Tretminen von gestern immer noch auf den Gehwegen. Einige waren plattgetreten, ein paar neue hinzugekommen. So machte ich auch diesen Spaziergang eine Achtsamkeitsübung und wich allen Hartmuts geschickt aus. Ist das eigentlich die richtige Mehrzahl von Hartmut? Oder sagt man Hartmüter, oder gar Hartmuttern? Ich weiße es nicht. Ich weiß auch nicht mehr, wer diesen schönen Ausdruck geprägt hat, damals vor vierzig Jahren. Stopp, ich weiche vom Thema ab.

Auf dem Rückweg begrüßte mich diese Frau, die sehr melancholisch dreinschaute, während das Giraffenmännchen erstaunliche Beweglichkeit an den Tag legte, um sein Pampagras fressen zu können.












Ein Äffchen im Hang posierte vor einem unsichtbaren Spiegel, als wenn ihm das alles am Allerwertesten vorbei ginge.

Auf'm Hügelchen entdeckte ich vor dem italienischen Speisetempel eine lecker aussehende Wochenkarte.

Damit konnte ich meine frühere Nachbarin Elvira überzeugen, ihre Einladung zum Essen auf morgen Mittag zu verschieben.

Medaillons in Gorgonzalasosse, und das in netter Gesellschaft, klingt doch echt verlockend, oder?

Ein schmackhaftes Mittagessen zu Hause reihte sich nahtlos in den heutigen schönen Tag ein, ebenso wie die anschließende Physio unter Natalies heilenden Händen.


So kann ich den Tag mit einem guten Gin Tonic abschließen. Das Tonic Water von Brohler direkt aus der Region, BIO-Limettenscheiben vom REWE und der gute Wacholderextrakt von DoTERRA, HACH!

Nun werde ich mich noch ein wenig mit der weiteren Figurenentwicklung meines Romanprotagonisten Mike Neuhaus beschäftigen, dafür habe ich gestern Abend im Schreibkurs gute Anregungen bekommen.

22 Januar 2024

Was ein Tag so alles ausmacht

Ein erstaunlicher Tag, auch ein voller Tag, ein erstaunlich voller Tag.
Zwischen Frühaufstehen, Arzttermin, Rindersteak mit Salat machen und futtern, eMails schreiben und dem geliebten abendlichen Schreibkurs bei der VHS gelang es mir, Zeit zu finden oder besser mir die Zeit zu nehmen, um noch meine Frischluftrunde am Rhein zu drehen. Ja, ich bin ein wenig stolz darauf, freue mich auch über kleine Sachen.

Nur einen Tag nach meinem Snowwalk am River Rhine hatte ich diese Bilder nicht erwartet. Am Bollwerk empfing mich ein schöner Dreiviertel-Mond am blauen Himmel direkt über den Bäumen.

In drei Tagen wird er voll sein

Der Weg vom Bollwerk zum Biergarten war gänzlich schneefrei.

Auf dem weiteren Weg zum Alten Krahnen war der Schnee durch große Pfützen ersetzt worden.

Unterwegs waren auf der Wiese nur noch die jämmerlichen Überreste eines Schneemanns zu finden, kann auch eine Schneefrau gewesen sein.

Schmelze in Frieden!

In Richtung Leutesdorf war blauer Himmel angesagt, bei Temperaturen knapp unter 10°C. Frühling?

Blue sky over Peoplesvillage

Der Alte Krahnen bot heute eine ganz besondere Konstellation, Über dem (schneefreien) Dach zeigte die Antenne, aus der sonst die mysteriösen Chemtrails in die Luft strömen, genau auf den Mond. Als wenn der kleine Erdtrabant darauf parken wollte, während sich von links ein Raubvogel nähert. Ob der den Mond gleich wegpickt?

Genau hinsehen!

Auf dem Rückweg fiel mir dann doch eine Sache unangenehm auf. Bei der gestrigen Schneedecke hatte sich wohl nicht jeder Hundebesitzer genötigt gefühlt. die Hinterlassenschaften seines treuen Begleiters aufzusammeln. Mir fiel sofort der alte Hit ein: 

Das macht doch nichts - das merkt doch keiner! Kuckuck!

Aber sei's drum, nach der Schneeschmelze war der Fußweg übersät von grünlichen Tretminen, die wir früher "Hartmut" genannt haben. Selbst Simones Engel flehte wohl den Himmel an, damit die Sauerei wegkommt.

Oh Herr, mach die Dinger weg!
Viele grüne Hartmuts
















So wurde dieser Weg auch zum Achtsamkeitstraining, nachdem der Schnee gestern mir ein gutes Gleichgewichtstraining beschert hatte. Hat also alles seinen Sinn.

Zu Hause bereitete ich nochmal die Sachen für den Schreibkurs vor, denn heute konnte ich erstmals nach sehr langer Zeit wieder einen eigenen Beitrag präsentieren, dessen Erstellung mir selbst einige bisher unbeachtete Zusammenhänge in meinem Text offenlegte. Hat sich also gelohnt, in jeder Hinsicht.

Und die Moral von der Geschicht' - die paar Hartmuts stör'n mich nicht!

21 Januar 2024

Hohes Wasser, Schnee und eine blaue Orange

Nachdem ich mir gestern ab mittags einen schönen Fußball-Faulenzertag gegönnt hatte, zog es mich heute Nachmittag wieder nach draußen. Wenigstens ein kleiner Spaziergang in den Rheinanlagen musste heute sein. Bei erträglichen Temperaturen über dem Gefrierpunkt wurde es ein schöner Spaziergang im Schnee.

Das Bollwerk zeigte sich noch ein wenig winterlich, bei den bevorstehenden frühlingshaften Temperaturen wird der Schnee sich nicht mehr lange halten. Dass er ab morgen von Regen abgelöst werden soll, darüber will ich jetzt nicht nachdenken.

Auch die Kiddies haben Spaß im Schnee

Nach der Umrundung des Bollwerks öffnete sich der Blick auf die komplett zugeschneiten Rheinanlagen, herrlich!

Blick bis zum Alten Krahnen

Beim (T)Raumschiff Geysirprise war die östliche Bordwand ebenfalls schneebedeckt.

Dass es auch schnell wieder nach Hochwasser aussehen kann, zeigt der Blick aufs Kleine Deutsche Eck, Mit steigenden Temperaturen, Schneeschmelze und Regen wird es in den nächsten Tagen nochmal spannend.

Irgendwer hatte hinter dem KDE seinen Schneemann nicht fertig gebaut und das Unterteil auf dem Weg liegen lassen. Die Platanen trugen nur noch ein wenig Weiß im Schopf.

Auf den verschneiten Wegen waren heute einige Menschen unterwegs, das Stapfen durch den Schnee und das Atmen der kalten Luft ist ja auch ne tolle Sache.

Auf dem Weg zum Alten Krahnen entdeckte ich etwas ganz Besonderes. An einer Platane waren außen eine Art Stufen angebracht, auf denen sich offensichtlich ein Baum-Gnom hochgearbeitet hatte, um im warmen Kopf der Platane sein Lager aufzuschlagen. Da diese Platanen-Gnome immer sehr neugierig sind, konnte ich auch diesen hier tatsächlich mit ablichten. Man muss schon genau hinschauen, aber ich finde, er ist unverkennbar. Ein paar Meter weiter eine sehr junge Platane, die zwar noch der Stütze bedarf, aber auch schon ihre kleinen Weihnachtskugeln im Geäst hat.

Der Platanen.-Gnom
Die Weihnachtskugeln








Den Blick durch den Bilderrahmen nach Leutesdorf habe ich extra nochmal für Christel in Oklahoma City gemacht.

Als ich am Alten Krahnen kehrt machte, kam gerade Bernd über die Straße, diesmal ohne Rad. Sein Vorhaben, bis zum Geysir nach Namedy zu gehen, war mir dann eine Nummer zu weit, aber zu einem netten Smalltalk reicht es bei uns immer. Ebenso wie bei Sarah, die mir auf dem Rückweg entgegenkam und der die Frischluftrunden genauso gut tun wie mir. Wir passen beide gut auf uns auf.

Die kleine Kugel, die als Kunstwerk unter dem Namen "Orange Bleue" in der Nähe des Biergartens aufgestellt ist, birgt eine interessante Geschichte. Erstellt wurde sie von Michel Karpowicz aus unserer französischen Partnerstadt Saint-Amand-les-Eaux im Jahr 2008 zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft. Sie trägt noch ein klein wenig Schnee auf dem Haupt, der wohl bald verschwunden sein wird.
Der Begriff »Orange Bleue« stammt aus dem Jahr 1929, als der surrealistische Schriftsteller Paul Eluard in seinem Gedichtband »L'Amour, la Poesie« mit den Worten »La terre est bleue comme une orange« unseren Planeten mit einer blauen Orange verglich.

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, kam mir am Bollwerk Gabi entgegen. Sie brachte mir auch noch eine interessante Idee für unseren nächsten Schreibkurs-Abend mit, nämlich die Übungsaufgabe "Wie entwickle ich den Charakter einer Romanfigur?" am Beispiel eines gewissen Mike Neuhaus zu untersuchen und darzulegen. Ob ich das bis morgen Abend noch schaffe?