25 Oktober 2026

Die Welt der Bücher und ein KLB-Besuch

Meine blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen hatten das Wochenende am Freitagabend bereits toll eröffnet und der hochbezahlten Volkswagen-Söldner-Truppe mit unbegrenztem Einsatz und ganz viel Willen einen Punkt abgetrotzt.

Obwohl mein KLB für das Samstags-Spätstück leicht kränklich passen musste, setzte sich das gute Gefühl auch am Samstag mit schönen Begegnungen auf dem Wochenmarkt und gaaanz viel Relaxtime fort.
Zur Feier des Tages stellte ich am Spätnachmittag meinen Oldies auf dem Friedhof noch ein Kerzchen auf und traf dort ganz nebenbei genau den Friedhelm, über den ich am Vortag mit einem alten Kumpel gesprochen hatte und den ich vor 2 Jahren zuletzt gesehen hatte. Wie war das noch mit den Zufällen?

Am heutigen Sonntag freute ich mich aufs Ausschlafen und machte mich nach einem leckeren Früchte-Nuss-Porridge auf den Weg zur Koblenzer Buchmesse. Mit dem Bus, der mich als Schienenersatzverkehr pünktlich und schnell nach Koblenz zum Löhr-Center brachte. Mit einem Ein schönen Spaziergang durch die Schlossstraße war für Bewegung und frische Luft gesorgt, bis ich dann vor der großen Halle stand.

Die Heinz-Moser-Halle ... oder so ähnlich

Die 3.Koblenzer Buchmesse war das Ziel meines Ausflugs. Gegen Entrichtung eines kleinen Backschischs wurde ich beim Eintritt abgestempelt und stand auch prompt schon vor dem besten Stand des Tages:

Tanja Haas und Gabriele Keiser

Hier wurde unsere Andernacher Autorengruppe gut präsentiert. Nach kurzem Smalltalk gings weitere ins Innere der Messe, die mich auch dieses Mal wieder mit ihrer Vielfalt und ihrem schönen Ambiente beeindruckte.

An zwei Büchern konnte ich dann doch nicht vorbeigehen, obwohl mein SUB zu Hause schwindelnde Höhen erklommen hat. Aber nur zwei!

Im Buch von Ursula Kollritsch findet man unter den Glücksorten auch die Schmökermühle, das ehemalige Jägerheim im Brohltal. Die beiden engagierten Inhaber Bernadette Engelhardt und Klaus Warler durfte ich bereits im Vorfeld besuchen und kennenlernen. Auch sie präsentierten sich hier auf der Buchmesse.

Am Stand des Rhein-Mosel-Verlags fesselte mich ein Buch über die Geschichte eines jüdischen Mädchens in Koblenz während der NS-Zeit. <Wir lachten oft und gern> von Harald Orth erzählt eine authentische Geschichte. Der Verlag aus dem Moselort Bullay hat schon viele regionale und historische Bücher veröffentlicht.

Hier bot sich auch die Gelegenheit zum freundlichen Austausch mit der Inhaberin, bei der ich mich nach den Veröffentlichungschancen meines Romanskripts erkundigte, das nun schon eine ganze Weile beim Verlag vorliegt.

Ich hoffe auf einen positiven Bescheid in den nächsten Wochen.

Ich hatte einige schöne Gespräche mit Verlagen und Autoren an ihren Ständen in einer Halle, die gut besucht, aber zum Glück nicht überfüllt war.

Lockere Atmosphäre am Stand der Schmökermühle

Nach etwa einer Stunde machte ich mich wieder auf den Weg, bevor ich ganz dem Buchkaufrausch erlag. Vor der Tür überraschte mich Gerda, mit der ich zusammen den Heimweg nach Andernach antrat.

Zu Hause blieb noch Zeit für ein kleines Mittagsschläfchen, bevor ich meinen Kleinen Lieblings-Bruder (KLB) zum Kaffeeklön begrüßen durfte. Bei Nussecken und Apfelstreusel besprachen wir unsere neuesten Erkenntnisse und Fragen in der gemeinsamen Familienforschung. Ich gratuliere jedem, der solche einen Bruder hat!

So schön kann Wochenende sein.

14 Oktober 2026

Omas (und Opas) pflanzen Bäume

Im Rahmen der Andernacher Obstbaum-Pflanz-Challenge 2026 pflanzten heute auch die Omas (und Opas) gegen Rechts drei neue Obstbäume im Gemeinschaftsgarten neben dem Jugendzentrum.
Seitens der Stadt Andernach hatte uns Jan Hilt heute morgen dankenswerterweise 3 Pflanzstellen markiert, die wir bei unserer heutigen Aktion fleißig bearbeiteten.

Leider mussten einige Teilnehmer kurzfristig absagen, aber auch mit kleiner Truppe war das alles gut zu meistern. Dass der ein oder die andere Sachverständige mit am werk war, erleichterte die Sache enorm.












Die Arbeit mit Spaten und Schaufel, das Herbeischaffen won Wasser, da Verfüllen mit Erde, Kompost und Spänen, das Bewässern. Aus- und Einpacken, es funktionierte gut Hand in Hand.

Am Ende hatten wir drei Obstbäume gepflanzt, eine Reneklode, einen Pflaumenbaum und einen Birnbaum. Damit wollen wir auch ein schönes Zeichen setzen für Nachhaltigkeit, Vielfalt und Biodiversität.

Zum Abschluss durften wir uns an Heikes Zwiebelkuchen und Astrids Apfelsaft laben. Dass es auch allen Spaß gemacht hat, sieht man uns auf den Bildern wohl an.


05 Oktober 2026

Treffpunkt Stadtmuseum

Ein wunderbarere Tag neigt sich dem Ende zu. Ich durfte gestern und heute dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz vollumfänglich Folge leisten, welch eine Wohltat!

Vorgestern, am Samstag, war ich sehr gerne früh aufgestanden, um mit meinem kleinen Lieblingsbruder das erste gemeinsame Frühstück nach seinem monatelangen Meer-Urlaub zu genießen. Da wegen des Feiertags auch der Wochenmarkt ausfiel, war danach genügend Zeit für ein anständiges Mittagsschläfchen.

So konnte ich mich gestern gut ausgeruht auf unsere Lesung im Stadtmuseum freuen. Eigentlich war ich nur als Mann für die Tontechnik vorgesehen, aber da eine Autorin kurzfristig verhindert war, sprang ich auch als Vorleser ein.

Nachdem der Soundcheck abgehakt war und sich die Stühle im Hof mit Publikum gefüllt hatten, eröffneten Museumsleiter Kai Seebert als Gastgeber und unsere Kursleiterin Gabriele Keiser den munteren Reigen kurz nach 15 Uhr.

Wir freuten uns, Herrn Sarholz vom SWR Radio Kultur begrüßen zu dürfen, der sich nach der Lektüre unserer Anthologie entschlossen hatte, für die Radiosendung <Lesezeichen> Aufnahmen zu machen.

Unsere Geschichten kamen beim Publikum gut an und wurden mit Beifall bedacht.

Michael Eisenkopf


Dagmar Pascher













Michael Harbeke

















Tanja Haas













Manfred Nachtsheim


















In dieser Zusammensetzung konnten wir gut darstellen, wie vielfältig die Schreibstile und Genres in unserer Autorengruppe sind. So wurde es ein kurzweiliger schöner Nachmittag, an dem auch noch das Wetter mitspielte, so dass wir im Hof des Stadtmuseums lesen konnten, ohne nass zu werden.

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, am Büchertisch unsere neue Anthologie "Treffunkt Andernach" sowie Bücher der einzelnen Autoren zu erwerben, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde.
Weitere Lesungen sind bereits in der Planung.

Abschlussbild mit Damen

Als ich anschließend zu Hause ankam, besuchte mich Anja zum Rummikub mit Espresso und Leckereien. Abends feuerte ich unsere Jungs vor dem Fernseher an. So geht Sonntag!

Selbstredend folgte heute ein kompletter Relax-Tag, bevor morgen der Spaß des Lebens wieder losgeht,

26 September 2026

Auf der Lauer, auf der Mauer ...

Ein Bilderbuchtag neigt sich dem Ende zu. Begonnen hatte alles heut Morgen mit meinem eklatanten Verstoß gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz, als ich bereits um 9 Uhr (!) meine Bettstatt verließ. Wenigstens machte ich dadurch mir keinen Stress in der Morgenroutine und konnte nach FRÜHstück, Marktgang, Einkaufsrunde und Sprung unter die Dusche  meine beiden lieben Begleiterinnen pünktlich um eins zum Mittagessen begrüßen. Mein Ofengemüse erntete allgemeine Zustimmung, ebenso der Nachtisch und der Espresso/Kaffee.

Unsere Leisereiterin Cornelia Gulisa hatte für heute wieder einen interessanten Ausflug organisiert. Durch den folgenden strammen Fußweg zum Bahnhof waren wir einige Minuten früher am Bahnsteig, was die DEUTSCHE BAHN dazu nutzte, unserem Regionalzug ein par Minuten mehr Verspätung hinzuzufügen. Aber diesmal KAM die RB26!
Dass aufgrund der Komplettsperrung der rechten Rheinseite viele auf die Züge der linken Seite ausweichen müssen, veranlasste die Bahn, dem Zug nur sehr wenige Wagen zu gönnen, so dass man am Bahnsteig schon beim Einlaufen sah: Wir können da unmöglich alle reinpassen. Aber dank meines energischen Einsatzes schafften wir es alle drei hinein in den Zug. Aufgrund der ständig nachdrängenden Fahrgäste standen wir im Türenbereich auch nicht alleine da, und als wir dann endlich losfuhren, konnte auch keiner mehr umfallen.

Kurz vor Remagen dann die befürchtete Durchsage, dass alle Menschen aus dem letzten Wagen in Remagen aussteigen und sich in einen der hoffnungslos überfüllten vorderen Wagen begeben müssen. Auch aus unserem Wagen machten sich einige auf den Weg, aber dank Connys Fachwissen konnten wir drinbleiben und mit mehr Luft zum Atmen abwarten. Als sich nach gefühlt 20 Minuten unser Wagen wieder in Bewegung setzte, wussten wir, dass wir gerettet waren.

Wenig später spazierten wir in Bonn-Mehlem vom Bahnhof zur Rheinfähre, wie schon so oft in den letzten Jahren. Die Überfahrt nach Königswinter ging schnell und fehlerfrei, jetzt fehlte nur noch das letzte Stück auf der falschen Rheinseite bis zurück bis nach Rhöndorf, für das unsere Reiseleiterin die Fahrt mit der Straßenbahn geplant hatte. Diese fiel jedoch genauso aus wie alle rechtsrheinischen Bahnverbindungen, aber es wurde eine Schienenersatzverkehr angeboten. Die Suche nach der passenden Haltestelle und der richtigen Straßenseite hatte die Bahn als ein kniffliges Ratespiel gestaltet, das wir jedoch bravourös lösten und letztendlich unversehrt in Rhöndorf angelangten, dem Ziel unseres heutigen Ausflugs.

Auf dem folgenden kleinen Fußweg zum Objekt der Begierde erfuhr ich eher zufällig zum ersten Mal, dass die Heilige Mutter Maria auch in Versuchung geraten war. Möglicherweise habe ich aber auch damals im Religions-Unterricht nicht richtig aufgepasst.


In der etwa einstündigen Führung durch das Wohnhaus eines gewissen Herrn Adenauer erfuhren wir viel Privates aus seinem Leben.

Es sind einige Höhenmeter bis zur Villa Adenauer

Herrlich gelegen im Berghang liegt des Altkanzlers Wohnhaus, welches nach seinem Tode von den Erben dem Staat vermacht wurde, damit es noch lange besichtigt werden kann. Die Räume und Möbel sind seit Adenauers Tod 1967 weitestgehend unverändert geblieben und wir konnten uns schon ein gutes Bild davon machen, wie der erste deutsche Bundeskanzler privat gelebt hat.

Am meisten erstaunt war ich, als ich im Esszimmer das gleiche Kaffeegeschirr wie bei meinen Eltern entdeckte.

Ein anderer freundlicher Teilnehmer der Führung verewigte uns auf einem Abschiedsfoto vor dem Haus. Ich denke, wie gut es uns allen ging, sieht man uns auf dem Foto an.

Wir machten uns kurz darauf auf den Rückweg zum Bus. Unterwegs entwickelte sich eine kurze Diskussion über den möglichst schnellsten Rückweg nach Hause. Wir einigten uns auf den Bus zur Fähre Erpel-Remagen, der auch wenig später fast vor unserer Nase hielt. In Erpel erkannte dann Conny mit messerscharfem Blick, dass die dortige Fähre entgegen ihrer Internetanzeige besatzungslos vor Anker lag und trieb uns schnell  wieder zurück in den Bus. Zum Glück, denn ich alleine hätte das erst viel später bemerkt und wäre vermutlich in Erpel gestrandet.

So fuhren wir weiter bis nach Linz, wir sind ja zum Glück spontan und flexibel. Der Fußweg zur dortigen Autofähre zog sich zwar ein wenig in die Länge, aber letztendlich schafften wir auch diese Überfahrt nach Kripp. Einziges Manko: Kripp hat keinen Bahnhof, von dem aus wir hätten weiterfahren können. Und meine Bahn-App brauchte ich gar nicht mehr zu fragen, die zeigte mir seit einer ganzen Weile nur noch Unsinn an.
Aber was Kripp hat, sind sehr viele Bushaltestellen, eine davon direkt an der Fähre. Ruckzuck saßen wir im Bus zurück zum Bahnhof Remagen, wo auf Gleis 3 ein Regionalexpress Richtung Koblenz fahren sollte, der auch in Andernach halt macht. Der Bahnsteig war ziemlich leer, die angekündigte Verspätung bewegte sich im Minutenbereich, wir atmeten auf.

Etwa zehn Minuten, bevor der RE5 eintreffen sollte, begannen Menschen aus der Treppe des Bahnhofstunnels hoch zu strömen, erst auf das benachbarte Gleis 2 Richtung Köln, dann aber auch auf unser Gleis 3. Das hörte überhaupt nicht mehr auf. Da viele der Menschen angetrunken waren und teilweise Weinflaschen und Gläser bei sich trugen, fragte ich mich schon , ob sich irgendwo ein Fußballstadion geleert hatte. Da sich bei uns fast alle auf den Bereich C konzentrierten, konsultierten wir die Wagenstandsanzeige und entdeckten nach längerer Inspektion im Halbdunkel das große B 50 Meter weiter. Genau dort positionierten wir uns, als der Zug einrollte und erwischten eine freie Vierer-Sitzgruppe direkt neben der 1.Klasse. Es gesellten sich noch einige freundliche Mitfahrer hinzu, die auch das Rätsel des Besucherstroms auflösen konnten: Die kamen alle von einer langen Weinwanderung an der Ahr und waren entsprechend gut drauf.. Perfekt!

Gegen halb neun verabschiedete ich mich sehr herzlich von meinen Begleiterinnen. Gegen uns drei hatte der Bahn-Murphy einfach keine Chance gehabt. Und am Ende des schönen Tages waren wir alle froh, daheim die Füße hochlegen zu dürfen. HACH!

23 September 2026

Von Gulisa bis Liuduuinesthorp

Mit "Oh Mosella!" und "Warum ist es am Rhein so schön?" besangen einst die Künstler unsere schöne Gegend. Ich durfte mir in den letzten Tagen mal wieder selbst ein Bild davon machen.

Angefangen hatte es am Montag mit einer Einladung zum Spätstück um Punkt 12 Uhr bei Freunden in Gulisa. Mit meinem blau-weißen Freund konnte ich zusammen das letzte Fußballwochenende bejammern, auf das ich hier nicht weiter eingehen möchte. Mit seiner allerbesten Cornelia Fabulosa hatte er ein tolles  und vielfältiges Mahl bereitet. Schon mal Pflaume mit Tonka-Bohnen auf dem Brot probiert? Ich kann euch sagen, das ist einen Versuch wert.

Nach dem ausgiebigen Spätstücks-Klön wies Conny mir noch einmal den Weg hoch auf den Berg, eine Frischluftrunde mit wenigen, aber steilen Schritten. Vorbei an unbeschrifteten Grotten und Kreuzwegstationen strebten wir stetig bergauf.

Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und genossen den schönen Weg.










Oben angekommen, erfreuten wir uns am Ausblick von einer Bank und an der himmlischen Stille..

Cornelia Gulisa Confluentia

Bergab ging es später leichter und es hat mir sehr gut getan.

Nach so viel Bewegung war der Dienstag geradezu prädestiniert für Erholung. Der Besuch beim alten Kumpel Ernest International war auch erholsam und die spätere Wellness-Physio unter Natalies heilenden Händen geradezu göttlich. So geht Erholung!

Heute befolgte ich ebenfalls das Rentner-Ausschlaf-Gesetz und schaffte es dennoch, pünktlich um 16 Uhr auf der falschen Rheinseite zu sein und dort eine gute Freundin von der Arbeit abzuholen. Sie hatte mich an meinem Geburtstag mit einer Einladung zum Essen beglückt, für die wir heute endlich einen passenden Zeitpunkt gefunden hatten. Statt Ofengemüse in Pillonia gab es Rheinischen Sauerbraten in Liuduuinesthorp, wie es ursprünglich genannt wurde.

Auf der großen Rheinterrasse wurde uns ein Gericht serviert, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen hatte. Lecker Lecker Lecker!

Sauerbraten a la MS Franziska

Wenn man dazu auch noch einen tollen Sonnenuntergang über den Hügeln der richtigen Rheinseite präsentiert bekommt, ist der Tag perfekt.

Dementsprechend entspannt und gut gelaunt sitze ich nun zu Hause, schreibe diese Zeilen, und freu mich auf morgen.

05 September 2026

Das Maiglöcken und Mike Neuhaus

Der Tag begann mit einem Porridge vom Feinsten, das ich mit Achims Leinmus und meinem gestern frisch geröstetem Topping verfeinert genießen durfte.

Il Maestro de la Roestico im Einsatz

Derart gut gestärkt besuchte ich den Wochenmarkt, wo mich meine drei Favoriten Walli, Achim und Lili mit allerlei Leckereien versorgten. Ich sage nur Salsiccia Picante, Goldlein-Öl und Muskat-Kürbis.

Als Vorbereitung auf meine Lesung heute Abend in der Kulturnacht gönnte ich mir einen langen Mittagsschlaf und stärkte mich final mit einem der weltbesten BIO-Rindersteaks von Walli, gewürzt mit dem BIO-Smoky-BBQ-Rub von Hartkorn und einem Stück Wassermelone von alnatura. Bis dahin schon ein köstlicher Tag im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Maiglöckchen liest

Pünktlich um sieben landete ich im kleinen Antiquariat, um der Lesung meiner Mitschreiberin Maiglöckchen zu lauschen, die heute den Anfang machte. Besonders ihr dritter Text über wiedererkannte Vorfahren auf einem KZ-Foto hat mich sehr berührt. Einige Freunde und Bekannte waren bereits im Publikum. Danach machten wir eine Pause, denn ich war im Flyer für acht Uhr angekündigt und weitere Freunde hatten angekündigt, dabei sein zu wollen.

Mike Neuhaus wird gelesen

Als dann alle Stühle besetzt waren, trug ich einige Auszüge aus meinem bisher unveröffentlichten Roman "Fliegen Lernen" vor und fand dabei ebenso den Beifall der Zuhörerschaft, so wie es auch vorher bei Maiglöckchen gewesen war.

Die Worte "schön" und "gelungen" machten die Runde.

Da meine blau-weißen Jungs heute um 20:30 spielten, machte ich mich danach schnell nach Hause, um zeitversetzt den Triumph in Dresden vor dem Fernseher miterleben zu dürfen.

Wenn das mal kein perfekter Tag war.

31 August 2026

Ein gesalzener Tag

Kumpel Mike T-Bone hatte die spontane Idee zur Fahrt in ein Städtchen, in dem ich noch nie gewesen bin. Aber ich lasse euch mal wieder raten, wohin uns der heutige Spontantrip geführt hat. Denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. 

Die Anfahrt mit der "Deutsche Bahn" war überraschend problemlos. Nein, von pünktlich hab ich nichts geschrieben, bevor jemand danach fragt. Man muss ja nicht gleich übertreiben. Als wir am Zielbahnhof ausstiegen, empfing uns ein gewaltiger Sakralbau.

Nach dem Weg durch eine erstaunlich große  und angenehm ruhige Fußgängerzone erreichten wir eine Brücke über einen kleinen Kanal.

Auf der Brücke eine Weinstube in einem mehr als 400 Jahre alten Haus und ein schwedisches Café.

Weinstube
Schwedisches Café








Auf den Höhen über uns ein Hotel mit besonderer Aussicht über das Flusstal.

Der nächste Abschnitt der Brücke über den Kanal war eine Art Herzbrücke.

Auf der anderen Seite angekommen, spazierten wir durch sehr ruhige Straßen bis zu einer Parkanlage. Sogar ein richtiges Bäderhaus  war zu sehen.

Im Eingangsportal zum Park dann eine sehr geschichtsträchtige Erinnerung. Welches Ereignis wird hier wohl beschrieben?

Sicher ist der Ein oder die Andere unter der Leserschaft des Französischen mächtiger als ich, denn ich musste die deutsche Version dieser Tafel bemühen, um zu verstehen, um was es hier geht.

Als wir dann an der schönen Aussicht auf das kleine wilde Flüsschen ankamen, hatte mein Schrittzähler bereits applaudiert.

Richtig Nahe Dran

So legten wir dann eine wohltuende Pause an dieser Stelle ein, wo wir richtig tief durchtamen konnten. Der Typ mit dem tollen Hut mit dem blauen Hutband bin übrigens ich.






Nach einer schönen Relax-Pause betrachteten wir die andere Seite des Flusses, die ein Naturschutzgebiet ist. Ganz oben kann man noch erkennen, dass die Rebstöcke hier bis zum Rand flach angebaut werden, denn der Hang ist naturbelassen geblieben. Auf dem Rückweg in Richtung Bahnhof fiel uns auf einer Brücke dieser markante Gedenkstein auf, den wir auf dem Hinweg wohl übersehen hatten.


Als es dann wieder zu regnen begann (so wie es vorhergesagt war), entschloss sich auch Mike T-Bone zum Kauf eines Regenschirms beim dm. Als er mit dem Schirm in der Hand aus dem Laden kam, hörte der Regen schlagartig auf.

Die nächste hochverdiente Pause legten wir bei Remzi's ein, wo wir neben einem exzellenten Kaffee auch frisch gebackene Waffeln verzehrten, was wir beide ewig nicht mehr gemacht hatten. Man gönnt sich ja sonst nix.

Als wir dann später wieder am Bahnhof ankamen, begann Mike (aka Chief Blind Eagle) sofort, den Verkehr auf den Bahnsteigen zu regeln und wies mich mehrfach eindringlich darauf hin, dass unser Zug auf Gleis 2 abfährt.

Der Zug kam fast pünktlich, wir bekamen zwei Sitzplätze und rollten gemütlich gen Heimat. Unterwegs lud mich meine liebe Großcousine per WhatsApp zum abendlichen "Himmel-un-Äed"-Futtern ein, was ich ebenfalls ewige Zeiten nicht mehr gegessen hatte. Es war ein leckerer Schmaus bei Gisela und Marie. Ein paar schöne Rummikub-Spiele später machte ich mich sehr gut gelaunt auf den Heimweg,

Ein schöner Tag.

24 August 2026

Es lebe das RAG! Schande über den blauen Schirm!

Heute morgen durfte ich es genießen, dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz vorbildlich Folge zu leisten. Was für ein tolles Gefühl es doch ist, sich immer wieder rumdrehen zu dürfen und gegen 14:30 ein leckeres Porridge zum Spätstück zu verzehren! HACH! Damit dürfte ich alle Verstöße der letzten Woche gegen das RAG mehr als kompensiert haben.

Dieses Prachtteil hingegen habe ich gestern an der Schwebebahnhaltestelle Völklinger Straße zurückgelassen. Es war einfach kein Verlass auf ihn.

Nach den ersten unangemeldeten Regenschauern hatte ich ihm angedroht, ihn umzutauschen und das hatte ihn dann auch zur Raison gebracht. Für zwei Tage. Dann ging es wieder los. Es war halt kein richtiger Zauberschirm wie mein schwarzer, den ich zu Hause habe.

Den hatte ich heute bei all meinen nachmittäglichen Erledigungen im Auto dabei - und es fiel kein Tropfen vom Himmel. So muss das sein!

Meinen gottfriedlichen Nachbarsfreunden geht es gut und unsere nächste Skatrunde steht bald an.

Nun blicke ich etwas wehmütig auf die viel zu schnell vergangene Urlaubswoche zurück und beschließe, bald wieder mit meinem Deutschland-Ticket unterwegs zu sein.

Morgen muss ich wieder ganz früh raus, damit ich um 11 Uhr meinen Altkumpel Ernest International in seiner Residenz besuchen und ihn mit Kaffeepads und Papiertaschentüchern versorgen kann. Und nachmittags wartet Natalie mit ihren heilenden Händen darauf, mir eine Portion Wellness-Physio zu verabreichen. Das wird eine schöne Woche.



23 August 2026

Wupperin' back home

Eigentlich ist es gar nicht zu fassen, dass unsere schöne Urlaubswoche heute schon endete. Obwohl wir viel unterwegs waren, fühlte es sich so an, als seien wir vorgestern erst gekommen. Und es gibt noch sooo viel zu sehen hier. Wir werden nicht zum letzten Mal hiergewesen sein.

Der gute Frankie und sein Team vom also-Hotel bereiteten uns wieder ein schönes Frühstücksbuffet, obwohl wir, wie jeden Morgen, die letzten waren. Ich genehmigte mir mein erstes Spiegelei mit Speck seit Jahren. Hmmmmmhhhh!

Von allem etwas dabei

Das liebevoll angerichtete Obst

Verschiedene Müslimischungen und Flakes

Zum Abschluss frisches Obst zum Nuss-Müsli mit Flakes und Joghurt.

Nach einer herzlichen Verabschiedung schwebten wir vollbepackt zum Hauptbahnhof, wo wir mit Fabienne im Café 23 einen Abschiedsdrink einnahmen. Das erste Lavendelwasser meines Lebens schmeckte vorzüglich.

Jaaaa ... und dann war da noch die Sache mit den Batterien, die ich für mein Cochlea-Implantat brauche. Zu Hause verwende ich wiederaufladbare Akkus, für unterwegs greife ich lieber auf spezielle  Knopfzellen zurück, da mir eine unterwegs verlorene Batterie nicht wehtut, ein verlorener Spezialakku ist dafür zu teuer. Meine Batterien vom Hörgeräteakkustiker halten jeweils mindestens 2 Tage pro benötigtem Duo. Vorsorglich hatte ich vor der Abreise ein neues Paar eingelegt. Außerdem hatte ich mir für diese Reise eine Packung extra guter PowerOne-Batterien von Varta gekauft, damit ich sicher über die Woche komme. Am Mittwochmorgen setzte ich das erste Paar ein - und staunte nicht schlecht, als es am Donnerstag bereits mittags im Ohr piepste. Batteriewechsel!
Und so gescah es, dass just bei unsere Verabschiedung das letzte Set piepste und all meinen Bemühungen zum Trotz nicht mehr zum Arbeiten zu bewegen war. Immerhin half mir das zuerst ausgetauschte Set noch einmal zu einer Stunde Hörzeit, so dass ich mich mit Fabienne noch unterhalten konnte, am Bahnsteig ertönte dann allerdings das letzte Piepsen seiner Art und ich war für den Rest der Rückreise taub.

Wir hatten uns, schlau, wie wir nun mal sind, für die Rückfahrt über Köln entschieden, der RE ließ auch nicht lange auf sich warten. Allerdings war der Zug schon brechend voll und die vielen wartenden Menschen auf unserem Bahnsteig verhießen nichts Gutes. Die wollen doch bestimmt nicht alle da rein? Doch, wollten sie. Mit Glück, Geschick und Gewalt schafften wir es bis hinter die Schiebetüren, bevor diese sich wieder schlossen und waren mal wieder so gut eingebettet, dass wir gar nicht umfallen konnten. Als wir in Köln Messe/Deutz ausstiegen, war ich kurz vor dem Atemkollaps wegen Sauerstoffmangel.

Es stellte sich dann als gute Maßnahme heraus, bereits in Deutz (oder Düx, wie der Kölsche säät) auf die Regionalbahn umstiegen, den  diese startete dort. So kamen wir flugs in den Genuss eines Zweiersitzes und hatten sogar Platz auf der Ablage für unser Gepäck. Herrlich.
Der Zug war nicht überfüllt, aber die Sitzplätze wurden größtenteils belegt.

Als wir dann über den Rhein rollten und rheinabwärts die Düxer Brück sahen, musste ich an die Geschichte von unserem Kölner "Jächt" denken, der einige Jahre im legendären Düxer Treppchen mit hinter der Theke gestanden hatte. Und ich nahm mir vor, endlich einmal dieses Etablissement zu besichtigen, in dem sich heute eine Pension befindet. Ob von den heutigen Betreibern noch jemand etwas von dieser interessanten Vorgeschichte weiß, die wir in unserer Familienforschung recherchiert hatten?

Ab üwwe de Rhing

Wie gut der frühe Umstieg war, sahen wir, als wir in Köln Hbf. einliefen. Riesige Menschenmassen auf dem Bahnsteig verhießen nichts Gutes. Mangels meiner Kommunikationsfähigkeit vertieften wir uns beide in unsere Bücher und ich spürte sehr schnell, wie mich eine große Müdigkeit überkam. So dusselte ich beim Lesen mehrfach kurz weg und ehe ich mich versah, waren wir schon kurz vor Andernach, wo wir uns herrlich verabschiedeten. Es war eine tolle Woche gewesen. Und vom Kilometergeld wären wir reich geworden.

Daheim widerstand ich dem Wunsch, mich mal kurz in den bequemen Wohnzimmersessel zu setzen und machte mich nach dem Auspacken stattdessen auf den Weg zum Dönermann meines Vertrauens und von dort mit einem Dürüm und einem Ayran bewaffnet an den Rhein. Eine kleine Ess- und Lesestunde auf einer bequemen Bank unweit vom Bollwerk tat richtig gut.

Der schwarze Otello passte heute auf mich auf

Apropos Lesestunde: Aus dem Wuppertaler Glücksbuchladen hatte ich mir das neue Wuppertal-Buch von Sibyl Quinke mitgebracht. Ein Reiseführer der etwas anderen Art. Kann ich empfehlen.


Kritiken und Rezensionen (wie in der Westdeutschen Zeitung) loben es als eine Einladung zur „stillen Kunst, das Vertraute mit neuen Augen zu sehen“.

Und jetzt freue ich mich auf morgen, speziell auf das erste Ausschlafen seit einer Woche.