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02 August 2026

Trödeltage müssen sein

Die Tage nach unserer Lesung waren eine willkommene Gelegenheit, um möglichst wenig zu planen und um dem RAG vorbildlich Folge zu leisten. Meistens jedenfalls. Ok, Am Freitag war ich bei meiner Freundin Hilde in meiner alten Heimat zum 10-Uhr-Brunch eingeladen, da musste ich natürlich sehr früh aus den Federn, um mir das nicht entgehen zu lassen. Trotz der Hitze legten wir danach einen kleine Spaziergang ein und erfreuten uns bei der Rückkehr in das kühlende Mauerwerk der Scheune über wohltemperierte Räume. Und es hat sich gelohnt. Wenn man nach gefühlt zwei Stunden auf die Uhr schaut und feststellt, dass bereits fünfeinhalb Stunden vergangen sind, sagt das sehr vieles aus.

Am Samstag lungerte ich bis zum Spätnachmittag zu Hause rum, entschloss mich dann aber noch zu einem Spontanbesuch im Brohltal. Aus dem alten verfallenen Jägerheim ist eine schmucke Schmökermühle geworden, wo mich die Inhaber Bernadette und und Klaus ebenso spontan und freundlich empfingen.

Die Schmökermühle

Die beiden haben ein rechtes Schmuckkästchen daraus gemacht und haben neben dem bereits existierenden B&B-Betrieb mit der Autorenbuchhandlung und dem Antiquariat sehr interessante Pläne, die schon in großen Teilen realisiert sind. Man spürt deutlich, wieviel Herzblut in diesem Projekt steckt.

Wieder daheim besuchte mich meine liebe Cousine Brigitte. In unseren Beratungen zum gemeinsamen Stammbaum konnten wir einiges klären und genauso viele neue Fragen aufwerfen. Ein schöner Familienklön endete erst, als es draußen dunkel war und die tausend Lichter des Andernacher Festes am Himmel erloschen waren.

Der heutige Sonntag begann erst richtig, als ich mich am Vorabend zu einer Frischluftrunde am Rhein aufrappelte. Dort war heute sehr prominenter Besuch anwesend. Eine Prinzessin aus der Monarchie hatte angelegt, neben ihrem Freund Otello hatte sie auch einen großen Amethyst im Schlepptau.

Monarchie Prinzessin mit Otello und Amethyst

Und genau in diesem schönen Sommerabend-Ambiente.kam mir eine sehr begabte Theaterregisseurin entgegen. Ich konnte Karin dazu bewegen, mich ein Stück des Weges zu begleiten, bis wir dann auf einer schönen Bank unter schattigen Bäumen und von einem lauen Lüftchen beweht eine lange Pause zum Quatschen nutzen konnten.

Ein sommerlicher Sonntagabend am Rhein ist einfach ein Genuss. Ganz besonders dann, wenn man montags ausschlafen kann. Aber auch, wenn montags um 11 Uhr der nächste schöne Besuch ansteht, mit Wellness, Kaffee und Rummikub.

HACH!

27 Juli 2026

Schöner Start in eine gute Woche? Mit Nichten!

Die letzte Woche hatte einige schöne und viele seltsame Momente. Die schönen Begegnungen waren das Eine, die seltsamen Norm-Abweichungen waren das Andere, Und die Schreckmomente das Schlimme. Aber sei's drum, Schwamm drüber, heute lag ein deutlich besseres Karma in der Luft.

Ich durfte brav das Rentner-Ausschlaf-Gesetz befolgen, lecker spätstücken, eine gemütliche Erledigungsrunde drehen, meinen Hut mit blauem Stoffstreifen abholen - und alles klappte reibungslos!

Die Krönung folgte dann am späten Nachmittag: Das Treffen mit meinen beiden lieben Nichten am Eiscafé.  Die Eine hatte ich schon voriges Jahr kennen gelernt, und nun war auch ihre Cousine dabei, der ich in Andernach schon unzählige Male begegnet war, ohne zu wissen, wer sie ist. Claudia entpuppte sich als genauso nette Person wie Elke und wir hatten nicht nur familiären Informationsaustausch, sondern auch viel Spass miteinander.

Onkel Manni inmitten seiner Nichten

Beide waren damit einverstanden, mich aufgrund meines fortgeschrittenen Alters und unseres Verwandtschaftsgrades fortan "Onkel Manni" zu nennen und wir nahmen uns fest vor, bald zusammen eine Begehung des Heimatortes unserer gemeinsamen Vorfahren zu machen, auf die ich mich jetzt schon freue.

Morgen Mittag geht es mit der Vorbereitung unserer Mittwochs-Lesung in der Permakultur Eich weiter, später warten in der Physio Natalies heilende Hände auf mich. Was soll da noch schiefgehen? HACH!

29 März 2026

Familienwochenende mit Nichte

Mein KLB und ich hatten uns auf diesen Wochenendbesuch genauso gefreut wie unsere Gästin, die Nichte außem Pott. Als sie am Samstagnachmittag sogar eine Stunde früher als geplant bei mir eintraf, war es nach einer herzlichen Begrüßung sofort wieder so, als wäre sie nur 2 Tage weggewesen und nicht ein halbes Jahr. Nach der zweiten genauso herzlichen Begrüßung mit dem KLB hatten wir uns viel zu erzählen.

Um halb acht servierte ich das bunte Ofengemüse und erntete dafür Szenenapplaus. Genau der richtige Abendschmaus für ein Familientreffen.

Ein gelungener Schnappschuss vom KLB

Nach dem Festmahl (und zwei Espressi nebst einem Bleifrei-Laktosefrei-Spezial-Cappuccino) startete der lange Familienforschungsabend - und ehe wir uns versahen, war der neue Tag angebrochen, ohne dass wir die Uhr schon vorgestellt hätten. Mein KLB verabschiedete sich und Astrid machte es sich im Gästezimmer bequem. Auch für mich war die Schlafenszeit gekommen, stand doch am nächsten Morgen bereits gegen zehn unser Spätstück an, in dessen Verlauf ich die sonst eher vegan lebende Nichte mit Wallis leckerer Rinderfenchel-Salami verführen konnte.

Wir genossen die gemeinsamen Kaffeeklönstunden und entschlossen uns nachmittags spontan (wie wir nun mal sind) zu einer Frischluftrunde im Ort unserer gemeinsamen Wurzeln. Dort sagten wir unterwegs meiner Cousine Resi kurz Hallo  und genossen fortan die schönen Aussichten, den blauen Himmel (extra für uns) und die himmlische Ruhe.

Blick zurück über den Ort

Bei diesem Kaiserwetter waren einige gut gelaunte Menschen auf Schusters Rappen unterwegs, beim Blick über das Tal zur Burg musste ich einfach ein Foto mit unserer lieben Nichte machen.

Ausblick auf die Burg im Tal

Ehe wir uns versahen, waren die Stunden wieder wie im Flug vergangen und wir beschlossen danach, bis zum nächsten Treffen weniger Zeit vergehen zu lassen. So ließ ich sie denn scheren Herzens fahren und freue mich schon auf das nächste Mal. Einfach eine tolle Nichte.


15 März 2026

Alte Kumpels und schöne Zufälle

Auch die vergangene Woche brachte mir einige wohltuende Begegnungen mit Menschen, die mir gut tun. Und mal wieder schöne Zufälle. Die Treffen mit alten Kumpels, die Mittwochs- und Samstags-Rituale, Rummikub mit Freundinnen, Das post-therapeutische Monatsritual mit Freunden beim Thai, der Besuch von Frau Janz Wichtig mit privater Mike-Neuhaus-Lesung, einfach wunderbar, so war das graukalte Wetter schnell vergessen.

Den Vogel schoss der gestrige Samstag ab. Morgens kam beim besagten Spätstücksritual mit meinem Kleinen Lieblings-Bruder unser Gespräch auf eine frühere Nachbarsfamilie ein paar Häuser weiter, die 3 Kinder in unserem Alter hatte. Sie sind schon vor etwa 60 Jahren weggezogen, so dass sich auch unser Kontakt mit den Kindern damals schnell abriss. Der älteste Bruder war in meiner Volksschulklasse und verstarb bereits vor einigen Jahren. Mit der jüngsten Schwester, Nenni, hab ich mich damals an seiner Beisetzungsstelle getroffen und anschließend die Eltern besucht. Bea hab ich seit damals nicht mehr gesehen. Beide Schwestern leben weit entfernt von hier. Im gestrigen Brudergespräch kamen einige Erinnerungen bei uns beiden hoch.

Zwei Stunden später, mein Brüderlein war bereits wieder zu Hause, erreichte mich die Nachricht von Nenni, dass sie gerade mit Schwester und Mutter in unserem Heimatort ist. Ich natürlich sofort ins Auto und nix wie hin. Dort hatte sich die Familie bereits vor ihrem früheren Haus in unserer Straße eingefunden und begrüßte mich freudig. Ein schönes Wiedersehen mit den alten Nachbarn. 60 Jahre. HACH!

Nenni mit Hund, Bea, der Nachbar und ihre Mutter

Beim gemeinsamen Gang durch die Straße kamen bei allen Beteiligten Erinnerungen wieder hoch, auch wenn sich dort in den vergangenen Jahrzehnten sehr vieles verändert hat. Aber was für ein Zufall, dass ich morgens mit meinem Bruder darüber spreche und dann die Nachricht von Nenni kommt.

Mir fällt der Kaffeeklön mit meiner Cousine Resi ein, eine Woche vorher, bei dem wir gerade über unsere Nichte Elke sprachen, woraufhin Elke Minuten später "zufällig "zur Tür des Cafés reinkam.
Oder an die vorletzte Woche, als ich bei einem anderen schönen Kaffeeklön "zufällig" die beste Schulfreundin meiner Cousine Renate kennenlernte.
Oder an an den Besuch eine Stunde nach dem obigen Foto bei meiner früheren Nachbarin Rosi, die mich daran erinnerte, dass sie ebenfalls eine Schulfreundin meiner Cousine Resi ist.

Ist echt so ne Sache mit diesen Zufällen.

Heute durfte ich mich wieder vorbildlich an das Rentner-Ausschlaf-Gesetz halten, um die Verstöße dieser Woche zu kompensieren. Und heute Abend hat mich Nichte Elke angeschrieben, mit der ich mich morgen treffe. Das wird wieder ne schöne Woche.

08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtzeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.

02 September 2025

Von der Ölmühle zum Bäckerkreuz

So schön, wie das Wochenende ausklang, so entspannt war der Start in die neue Woche.

Am Sonntag besuchte ich mit meiner Großcousine Gisela und deren Freundin Petra den Tag der offenen Tür bei der Ölmühle Bertgen in Mertloch. Hin wie auch zurück entdeckten wir im Auto immer wieder ungeahnte Umwege und Abkürzungen durchs Maifeld. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass uns zwei Kesselheimer den letzten freien Parkplatz weggenommen hatten, aber dank meiner Einparkkünste reichte uns auch eine klitzekleine Nische aus, um mein Schiff zu parken.

Was dann in der Ölmühle los war, damit hatten auch die Veranstalter nicht ansatzweise gerechnet. Unter anderem demonstrierte der Inhaber, ein bekannter Ölbischof, alle halbe Stunde live, wie das Öl gepresst und hergestellt wird. Und jede halbe Stunde war die Produktionshalle wieder voll mit Leuten.

Wir ergatterten Plätze in den vorderen Reihen und folgten interessiert seinen Ausführungen. Nach schönen Gesprächen mit den Parkplatzräubern und anderen Bekannten fand ich im Verkaufsraum noch ein Päckchen meiner langvermissten Schwarzkümmelpellets ebenso wie eine Flasche trüben Goldleinöls und wir machten uns zufrieden auf den Heimweg.
Zu Hause zeigte mir dann das Ännchen, wie man stundenlang Rummykub spielt, ohne dem Gegner (mir) auch nur den Hauch einer Chance zu lassen, was meiner guten Laune jedoch keinen Abbruch tat.. 

Nach zwei Tagen strengster Beachtung des Rentner-Ausschlafgesetzes verschlug es mich heute Nachmittag zu der guten Marlies, wo wir es uns mit Gebäck und Tee, kleiner Lesung und interessanter Unterhaltung gemütlich machten. Der Bäcker hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und die Innenseite der Muffin-Verpackung  mit einem tollen Kreuz-Kunstwerk versehen.

Wie immer in solchen Fällen verflogen die Stunden wie im Nu und so sitze ich nun daheim am PC, schreibe meinen blog und versuche anhand ihres Ahnenpasses, meine Verwandtschaft zu Marlies nachzuweisen. 

Ein schöner Tag und morgen gibt's Ofengemüse, Ännchen und Rummykub. HACH!

14 August 2025

Wie schnell sind zwei Wochen vorbei ...

Nach unserer schönen Veranstaltung schwebte ich in den letzten beiden Wochen ein wenig auf Wolke 7 durchs die Lande. Viele schöne Begegnungen, dazwischen genug Zeit für mich, zum Lesen oder Nixtun.

Der Besuch von Heidrun war das erste Highlight, denn diese Buchtauschfreundin aus Kerkrade sehe ich wirklich nur sehr selten. Wir besuchten am Montag zusammen den Laacher See und konnten anschließend aus dem tollen Hofladen nicht wieder hinausgehen, ohne tütenweise eingekauft zu haben.
Am Dienstag dann unser Fauxpas. Wir hatten noch reichlich Zeit, als wir uns mittags vor dem Café Rosa am Markplatz niederließen. Als ich dann wieder zu Uhr blickte, stand Gaby fast schon vor meiner Haustür, wo wir zum monatlichen Familienforschungs-Workshop mit meinem KLB verabredet waren. Nach einem schnellen Aufbruch musste ich dennoch Schimpf und Schande über mich ergehen lassen, weil ich die Gäste so lange hatte warten lassen. Mea culpa maxima.

Nachdem ich die Gäste mit Kaffee und Gebäck verwöhnt hatte, legte sich die angespannte Stimmungslage wieder ein wenig. Mit Heidrun arbeitete ich während unseres Treffens auch ihren friesischen Stammbaum weiter aus, während Gaby und der KLB in der Küche ihre Köpfe hinter den Laptops zusammensteckten und manche Geheimnisse unserer Vorfahren lüfteten. Nach dem traditionellen Abend-Döner war die Stimmung wieder gut.

Freitags dann die Beisetzung von Agnes Streit, in deren Anschluss ich mit Kumpel Mike T-Bone unterwegs war. Nicht zuletzt, um auch einem 2011 verstorbenen alten Bekannten eine kleine Ehre zu erweisen. Ich hatte nach langen Recherchen endlich herausgefunden, wo er anonym beigesetzt war und fand es sehr schlimm, dass nicht mal mehr ein Namensschild an ihn erinnerte. Als ob es diesen Menschen niemals gegeben hätte. Ich hatte einen Stein seines Lieblingsvereins ergattern können, der ihm immer alles bedeutet hatte. Seine Initialen sind darauf verewigt, damit wenigstens etwas an ihn erinnert.

Hier noch dezent im Hintergrund
und hier blinkt es schon schwarz-gelb









Vielleicht bemerkt der Ein oder die Andere ja diesen Stein und erinnert sich an diesen Menschen.

Am folgenden Wochenende dann der Besuch unserer lieben Nichte Astrid. Pünktlich um 10 stand sie am Samstagmorgen auf der Matte, und wir machten aus KLB-Spätstück ein schönes Familien-Spätstück.

Dank Astrids spontaner Idee spazierten wir durchs Wassenacher Bachtal bis zu den Trasshöhlen im Brohltal.

Unterwegs musste ich zu meiner Schande feststellen, dass sich diese Nichte aus Essen hier besser auskannte als ich.

Ich hatte tatsächlich die Klosterruine Tönisstein gedanklich auf der anderen Seite des Bachtals verortet. Wie peinlich.


der alte Bärenknochen
Astrid, die grüne Waldfee









Am Sonntag musste ich Astrid nach dem Spätstück bereits wieder ziehen lassen, nur weil sie am Montag wieder arbeiten musste. Ich finde ja, Arbeit wird völlig überbewertet.

Meine blau-weißen Jungs versüßten mir anschließend den Tag mit einem verdienten Sieg, woraufhin ich beschloss, meinem alten Kumpel Ernest International einen Besuch in seinem neuen Domizil abzustatten.

Dass wir uns beide über das Wiedersehen freuten, ist wohl in unseren Gesichtern abzulesen. Seine defekte Kaffeemaschine, die ich dann mitgenommen habe, läuft mittlerweile wieder. Es wird Zeit für den nächsten Besuch.

Gestern hatte ich auf Anjas Wunsch hin anstatt Ofengemüse einen bunten Salat angemacht, der ihr auch vorzüglich mundete.

Insalata Bearboniata Grandiosa

Trotzdem ließ sie nicht davon ab, mich beim anschließenden Rummikub derart abzuzocken, dass ich langsam an meinen Fähigkeiten zweifle. Ich glaub, ich werde alt.

Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Tage, in denen wieder lieber Besuch und schöne Begegnungen anstehen.

10 Juli 2025

Schöne Zeiten zum Genießen

Und wieder liegen einige schöne Tage hinter mir, seitdem ich zuletzt in diesem blog geschrieben habe.
Es begann mit einer Einladung zum Kaffee von der guten Marlies (92), die ich gerne annahm und die uns letztendlich ins Parkhotel führte. Überdachter Außenbereich, Blick auf die Rheinanlagen, das war genau das richtige für diesen Tag. Da lohnte es sich, beim Kuchen gegen die Glutenfrei-Regel zu verstoßen.
Abends dann der Fototermin mit unserer bunten Schreibgruppe, wir wollen schließlich für unsere nächste Lesung am 30.07. in der Permakultur Eich Werbung machen.

SCHREIBEN! - ein schöner bunter Haufen

Tags drauf lernte ich mittags meine "neue" Nichte Elke kennen, die mich in Sachen Familienstammbaum besuchte. Eine nette Nicht, der auch das "Onkel Manni" sehr leicht und schnell über die Lippen kam. Wie passend, dass nachmittags mein KLB und Gaby zum monatlichen Familienforschungs-Workshop anrückten. Dass wir dabei auch eine Kaffeepause machten und nicht alles Gebäck glutenfrei war - tja, was soll's! Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dafür war am nächsten Tag der große bunte Salat, den ich für den Besuch meiner Freundin Anja hergerichtet hatte, genau das Richtige für diese Temperaturen - und sogar glutenfrei. Leider dauerte unser Rummikub-Battle danach nicht so lange, denn die Sturmwarnung war nicht so gut mit der ausgezogene Markise der Freundin vereinbar.

Der letzte Donnerstag wurde dann zum Ruhetag, das RAG verlangt nun mal seine Befolgung, wenigstens ab und zu.
Es war ein schönes Ausruhen vor dem Freitag, den ich mit Kumpel T-Bone im Botanischen Garten in Bonn verbrachte. Jedenfalls von da an, als die DEUTSCHE BAHN sich entschlossen hatte, den in Weißenthurm gestrandeten Freund irgendwann bis nach Andernach kommen zu lassen, von wo aus wir mit einem ewig verspäteten RE5 tatsächlich bis nach Bonn kamen. Naja, anderthalb Stunden sind ja keine außergewöhnliche Verspätung bei der DB, dafür wurden wir mit einem tollen Nachmittag belohnt.
Es gibt dort so viel Interessantes zu sehen, dass ich mir das unmöglich alles merken kann. So konnte ich endlich mal Mimosen und Nymphen live und in Farbe betrachten, Zum Abschluss genoss ich einen schönen Eisbecher und einen Espresso - man gönnt sich ja sonst nix.

Der abendliche Ausflug zum first friday brachte mir dann einen schönen, ruhigen Ausklang auf dem Balkon meiner Mitschreiberin Gerda. Unverhofft kommt oft. Rechtzeitig zum Fußball war ich wieder zu Hause und sah zu, wie unsere Mädels den EM-Auftakt gegen Polen erfolgreich gestalteten.

Das Samstags-Spätstück mit meinem kleinen Lieblingsbruder hatten wir auf eine unchristliche Uhrzeit vorgezogen, damit ich anschließend auf dem Markt die Omas gegen rechts unterstützen konnte. Und nachmittags kam nochmal meine neue Nichte Elke vorbei, um die letzten Feinheiten im gemeinsamen Stammbaum zu ergänzen. Ein kleiner Abendausflug zu unserem neuen Mieter im Heimatort rundete den Tag ab.

Beim Sonntags-Frühstück leistete mir meine frühere Kollegin Gesellschaft, Frau Janz Wichtig. Seit unseren gemeinsamen Zeiten als Vorstand des Personalrats sehen wir uns viel zu selten, das wollen wir ändern.

Inky and me

Mittags besuchte ich auf dem Andernacher Stadtfest das Oliomobil auf dem Marktplatz, wo mir Achin u.a. das bestellte naturtrübe Leindotteröl mitgebracht hatte Bei dem Waldgold-Team im Schlossgarten erstand ich Bucheckernöl, dessen Sorten ich vorher verkosten durfte. Das ist etwas ganz Besonderes.


Dann lief mir auch noch Inky-Dinky über den Weg, die gerade zu ihrem musikalischen Auftritt unterwegs war.

Nachmittags war ich bei meiner lieben Großcousine Gisela eingeladen, die mich mit einem selbstgebackenen Apfelstreusel frisch aus dem Backofen beglückte. Und mit dem Gluten - ach ja, man gönnt sich ja sonst nix. Daraus entwickelte sich dann ein wunderbarer Rummikub-Abend. Ein erfolgreicher dazu. Leute, dieses Spiel macht süchtig!

Der Montag kam mir als Faultag dann sehr entgegen. Nachmittags beim Gegenbesuch setzte mir Frau Wichtig leckeres Gebäck vor die Nase. Auf meine Frage "glutenfrei?" machte sie ein Gesicht, als hätte ich finnisch gesprochen. Naja, man gönnt sich ja sonst nix. Es hat jedenfalls super geschmeckt.

Für das ständige "man gönnt sich ja sonst nix" bezahlte ich am Dienstag mit einem total schlappen Tag und gefühlten dreiundzwanzig Sitzungen auf dem Schacht. Ich musste sogar den Geburtstagsbesuch bei Altkumpel Ernest International absagen, nix ging mehr.

Zum Glück war ich gestern wieder wohlauf, um mir bei einer Freundin die Füße pflegen zu lassen und ihr anschließend bei einem Salbei-Tee zu demonstrieren, wie gut ich dieses Rummikub mittlerweile beherrsche, von dem sie sich jetzt wahrscheinlich wünscht, sie hätte es mir nicht kürzlich beigebracht.
Nach 4 Partien war schon Schluss, denn ich wollte zu Hause stressfrei das Ofengemüse zubereiten, das schöne Mittwochs-Feierabendritual mit meiner Freundin Anja. Dass es anschließend ein langer Rummikub-Abend wurde, ist wohl auch der Tatsache zu verdanken, dass ich an diesem Tag ERSTMALS besser abschnitt als sie. Wow!

Heute kam die gute Cornelia Gulisa Fantastica zu Besuch. Sie verzieh mir mein Verpennen, da sie mit der DB anreiste und dadurch auch erst viel später als  geplant in Andernach ankam. Nach dem gemeinsamen Mittags-Spätstück entschlossen wir uns zu einer Runde in einem nahegelegenen Park, den sie noch nie besucht hatte. Es war herrlich und mein Schrittzähler durfte auch mal wieder jubeln.

Zu Beginn sichteten wir den wunderschönen, aber leider beschädigten roten Vogel. Und Conny bereitete sich an einer Statue auf ihren nächsten Sprachkurs vor. Sie möchte Osterinsulanisch lernen, damit sie endlich versteht, was der tolle Nasenmann ihr zuflüstert.

Bei unserer Pause auf der Liegebank konnten wir tolle Ruhe genießen, die von diesem Ort ausgeht. Irgendwann machte unsere Ruhestätte kurze Ansätze, uns mit einer Art "time warp" an einen steinzeitlichen Ort mitzunehmen, und genau in diesem Moment kamen andere Passanten vorbei und das Experiment wurde abgebrochen. Vielleicht ein andermal.

Den Abschluss machten wir mit einer Runde Ofengemüse auf Balkonia, wo ein sanftes Lüftchen angenehm wehte. Eigentlich kann es immer so weitergehen.

02 April 2025

Von Rummikub über Nusstaler bis zu Betty Blue

Als mich am RAG-Sonntag, am Sabbat, spätnachmittags die Nachricht meiner Freundin Ännchen erreicht, dass sie ganz in der Nähe sei und gerne eine Partie Rummikub (oder drei) gegen mich verlieren spielen möchte, dann war das: Die Krönung eines perfekten Gammeltags!

So konnte ich gut ausgeruht und mit einem Siegerlächeln auf den Lippen in den Montag starten. Um zehn erwartete ich eine liebe Frühstücksbesucherin aus meiner alten Heimat, die mich obendrein noch mit leckeren Sachen beschenkte. So wurde der Montag fast wie ein zweiter Sonntag, Allerdings drehten wir nachmittags ein großes Stadtründchen, so dass auch mein Schrittzähler abends den grünen Haken dahinter machte. Unterwegs dann eine richtig tolle Sache:  Das Andernacher Reformhaus meines Vertrauens hat tatsächlich wieder die Nusstaler in dunkler Schokolade im Sortiment! Das musste ich mit der guten Frau Hoffmann im Bild festhalten, denn sie hatte dies auf meine Bitte hin veranlasst.

Müsst ihr probieren, exzellent!

Die Teile sind das Non-plus-Ultra meiner Nuss-Snacks und ich habe sie sehr vermisst, seitdem die Bäckerei Fedl von Ulrike übernommen wurde. Aber nun gibt es sie wieder in Andernach, im Reformhaus Reinhard. Danke, Frau Hoffmann. Mit ihrer Auskunft, die seien sehr lange haltbar, behielt sie allerdings nicht recht. Sobald ich die Leckerlis zu Hause hatte, unterlagen sie einem schnellen natürlichen Schwund 😋😋😋. Dies war für uns natürlich Anlass, nach unserer Frischluftrunde eine schöne Espressopause zu Hause einzulegen und dabei das köstliche Gebäck zu verkosten. Auch für eine kleine Küchenlesung war noch Zeit, für die ich ein positives Feedback erntete. 

Abends freute ich mich wieder auf den Besuch des Schreibkurses in der Andernacher VHS. Nachdem ich längere Zeit einfach nicht die Muse dafür hatte, mich mit der Fertigstellung meines Romanskripts zu beschäftigen, hatte ich diesmal einen neuen Anlauf genommen und konnte die erste Traumpassage des Textes vortragen und zur Diskussion stellen. So wurde auch der Montag zu einem klasse Tag.

Den Dienstag nutzte ich zum Ausschlafen, sehr wichtig für Rentner, wie ihr wisst. Nachmittags erwartete ich meinen KLB und die gute Gaby zum Familienforschungsworkshop, den wir seit einer Weile einmal im Monat durchführen. Und wieder kamen für alle drei Forscher interessante neue Erkenntnisse heraus. Das gemeinsame Forschen bewährt sich.

Die vertieften Familienforscher*Innen

Die zwischenzeitliche Stärkung mit Kaffee und Gebäck (auch das mit dem natürlichen Schwund) trug zum guten Arbeitsklima ebenso bei wie mein abendlicher Gang zum Döner am Wasserturm, die Dönerteller mit Pommes und Salat waren mal wieder Spitze. Tja, man gönnt sich ja sonst nix 😊. Es war draußen dunkel geworden, als wir den Tag mit einem guten Espresso beschlossen und uns voneinander verabschiedeten.

Heute konnte ich mir wieder einen schönen Ausschlaftag gönnen und dem RAG Folge leisten. Stressfrei bereitete ich nachmittags das wöchentliche Ofengemüse-Ritual mit Ännchen vor, die nach der Arbeit eine  solche Stärkung gut vertragen kann. Diesmal ohne Kartoffeln, Lauch, Fenchel, Pak Choi, Staudensellerie und Lauch, stattdessen eine große Süßkartoffel, Betty Blue Kürbis, Pastinaken, Wurzelpetersilie, Sellerie, Kohlrabi, Topinambur, schwarzen Rettich, Radieschen, Zucchini, Aubergine, rote und purpurne Möhren, Rote und gelbe Bete, Brokkoli, rote, gelbe, grüne Paprika, Ziegen-Feta, alles vorher gut in Olivenöl eingelegt und gewürzt mit Hartkorn Curry Oriental-Mischung, Salz und Pfeffer.
Dazu zwei verschiedenen Curry-Saucen und Kräutersalz aus Ebels Garten auf dem Tisch. Alles natürlich in BIO-Qualiträt. Ich kann Euch sagen, es hat uns sehr lecker geschmeckt, ebenso der anschließende Espresso Furioso. Toll, dass meine Gästin dann die glorreiche Idee hatte, noch eine Runde Rummikub dranzuhängen, denn sie wollte auch mal wieder gegen mich gewinnen. Da ich die ersten vier Spiele souverän gewann, kam sie erst im fünften Spiel zum Zug, ohne meine Führung in der Gesamtwertung ernsthaft zu gefährden. Wieder ein sehr schöner Tag. So kann es weiter gehen.

29 März 2025

Von stürmischen Trauerweiden bis zum Frauenfriedensbaum

Auch die letzte Woche war geprägt von vielen schönen Begegnungen mit guten Menschen, von Streifzügen durch die alte Heimat, vom Genießen des Frühlingsbeginns und auch von kompletten Trödeltagen, alles in der richtigen Balance.

Und obwohl in den letzten Wochen alle Notebooks in meinem Umfeld nach und nach schwarz bleiben, als hätten sie sich abgesprochen, gibt es dabei bisher keine unlösbaren Probleme. In der Nachbarschaft, bei Freunden, bei Ex-Kollegen, in der Familie fangen die Dinger alle an zu spinnen. Sogar bis nach Oklahoma City hat sich diese Seuche ausgebreitet. Ist schon manchmal verrückt, jahrelang passiert nichts, und dann eins nach dem andern.

Natalies heilende Hände waren ebenso Seelenfutter wie der blaue Himmel und die schönen Begegnungen. Beim Aufarbeiten der heimischen Stammbaumverbindungen bin ich ebenso sukzessive weiter gekommen (sogar bis nach Wirfus) wie beim Instandsetzen der Notebooks, Tablets und PCs. Ganz nebenbei gab es noch Leckerschmeckereinheiten wie das Ofengemüse mit Ännchen und dem Frühstücksritual mit dem KLB. Auch die gestrige Niederlage meiner blau-weißen Jungs nach hartem Kampf und durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen konnte mir die gute Gemütslage nicht verderben.

In der Buchhandlung meines Vertrauens gab es nicht nur einen schönen Spruch auf dem Ankerbrett, sondern auch die Ankunft eines bestellten Buchs zu feiern. Der Autor Andreas Wagner beschreibt in seinem Roman "Wie Treibgut im Fluss" die Auswanderungsgeschichte seiner Vorfahren vor 250 Jahren über mehrere Generationen.

Da sich mein SuB wieder stark vergrößert hat, muss das Buch bei aller Vorfreude noch etwas warten, bis er an der Reihe ist. 

Apropos Bücher:

Den heutigen Tag nutzte ich nach KLB-Frühstück, Marktgang und kleiner Erledigungsrunde zur Vorbereitung auf den morgigen "Am siebten Tage sollst du ruhen!"-Sonntag, an dem ich mich wieder komplett dem RAG unterwerfen werde.

Heute nutzte ich den schönen Nachmittag für eine Leserunde am Rhein, wo ich in einer Pause auf einer sonnigen Bank meine  aktuellen Roman "Die Bibel nach Biff" zu Ende gelesen hab. Wer wissen will, wie das damals wirklich war, sollte sich zu Gemüte führen, was Jesu` bester Freund Biff über die 30 Jahre im Leben des Gottessohns berichtet, die in den Evangelien ausgelassen wurden.

Einen Eindruck von der Schönheit am Rhein kann man beim Betrachten der Trauerweiden bekommen, die mich im späten Sonnenlicht begrüßten.

Was mit Abstand bereits zu ahnen ist, zeigten mir die Bäume beim Näherkommen. Es waren heute sehr stürmische Trauerweiden.

Nichtsdestotrotz war es ein schöner Spaziergang, bei dem mir wieder einmal dieser Baum auffiel, dessen Schild kaum noch zu lesen ist.

Ein echter Friedensbaum, der hier 2003 gepflanzt wurde, sogar ein Frauenfriedensbaum. Eine Baumart, die ich bisher auch noch nicht kannte. Dass es ein katholischer Baum ist, passte gut zum letzten Kapitel meines Bibel-Romans.

Allerdings sollten sich die Aufstellerinnen wirklich mal dieses Schilds annehmen, sonst weiß irgendwann niemand mehr, dass es solch ein spezieller Friedensbaum ist.

Morgen ist also Ausschlafen und Nichtstun angesagt, worauf ich mich genauso freue wie auf den montäglichen Frühstücksbesuch und den abendlichen Schreibkurs, bei dem ich endlich mal wieder eine Mike-Neuhaus-Geschichte kritisch prüfen lassen möchte.

Und auch im weiteren Verlauf der nächsten Woche stehen einige schöne Begegnungen an. So kann es weitergehen.

21 März 2025

Sunshine all over

Die Futtertage für die Seele reißen nicht ab. Zum Glück. Blauer Himmel und Sonnenschein gaben auch heute wieder ihr Bestes dazu. Schon zu Beginn wurde ich bei einer Freundin mit einem solch tollen Frühstückstisch überrascht:

Nach einem solchen Start kann überhaupt nichts mehr schiefgehen. Stunden vergingen wie im Flug, und dann hatte Hilde die brillante Idee, das tolle Wetter auszunutzen und eine schöne Runde an der frischen Luft zu drehen. Wir spazierten am Rhein los und erst, als wir das NachbarÖRTCHEN erreichten, nahmen Lärm und Wind spürbar zu, aber das ist dort auch meist zu erwarten. Wir ließen uns trotzdem nicht davon abbringen, den Ort zu umrunden.

Auf dem Flurkreuz, das wir dort entdeckten, war die Inschrift leider nur sehr schwer lesbar, ich werde einmal Eingeborene dazu befragen müssen. 

Auch am Keibchen machten wir halt und fragten uns, was dieses Wort wohl zu bedeuten habe. Wahrscheinlich Eingeborenensprache.

Auf dem Weg zurück zum Rhein sah uns Brigitte und verlies ihren Balkon, um uns zu begrüßen. Die nächste schöne Begegnung. Am Rhein wehte dann ein strammer Wind, aber nur solange, bis wir die Gemarkung des ÖRTCHENS wieder verließen und heimatlichen Grund und Boden betraten.

Eins der selten gewordenen älteren kleinen Schiffe posierte für uns genau vor dem gegenüberliegenden markanten Kirchturm.

Zurückbei meiner Gastgeberin stellte ich fest, dass wir mehr als 10.000 Schritte gegangen waren und dass seit meiner Ankunft zum Frühstück bereits 5 Stunden vergangen waren, ohne dass uns das so vorkam.

Hier hatte Hilde die nächste gute Idee: Zufällig hatte sie glutenfreie Nussecken und Mandelhörnchen daheim, die wir uns im gemütlichen Hof schmecken ließen. 

Zum Abschluss durfte ich noch eine kleine Hoflesung abhalten, während deren Verlauf sich auch der gute Theo dazu gesellte und gespannt der Geschichte von Mike Neuhaus lauschte.

Den 30.Juli als Termin für unsere nächste Lesung im Glashaus der Permakultur haben sich beide bereits vorgemerkt.

Als ich mich dann nach insgesamt sieben Stunden aus den Gefilden meiner Gastgeberin verabschiedete, strahlte ich innerlich wie äußerlich. So ist das mit Menschen, die einem gut tun.

Für den zweiten heute geplanten Besuch in der Heimat hatte ich seit Mittwoch keine Rückmeldung erhalten. Ich machte vorsichtshalber hinter dem Ort einen kurzen Stopp und checkte meine eMails. Siehe da, ich las die Frage: "Kommst du noch?". Also schnell die paar Meter zurück in den Ort, wo man mich bereits im Wintergarten erwartete. Es wurde eine weitere sehr schöne und hochinteressante Unterhaltung mit Ellen und ihren Eltern. Nun wissen wir endlich, dass und wie wir miteinander verwandt sind und ich habe tolle Aufzeichnungen mit nach Hause bekommen, die mich in den nächsten Tagen beschäftigen werden.

Mit der wohligen Müdigkeit, die mich nun zu Hause einlullt, werde ich heute etwas früher zu Bett gehen und freue mich auf mein morgiges Spätstücks- und Marktgangsritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder. HACH!

26 Januar 2025

Schöne Begegnungen und aufgeräumte Baustellen

Eine Woche voller schöner Begegnungen und interessanter Entdeckungen ging heute mit einem Sonntag nach Maß zu Ende. Aber von vorne:

Am letzten Sonntag war es soweit, dass ich nach vielen vielen Hinweisen des Universums endlich beschloss, im Nachbarörtchen einer alten Freundin einen Besuch abzustatten, den ich schon viel zu lange vor mir hergeschoben hatte. Die Verkettung der "Zufälle" setze sich hier weiter fort, aber am Ende der Geschichte saß ich eine halbe Stunde bei Madeleine und wir freuten uns beide über unser erstes Wiedersehen nach mehr als 30 Jahren.

Es folgte eine Woche mit dem Start unseres neuen Schreibkurses, übrigens dem 25. seit dem Start im April 2016. Was auch bedeutet, dass wir beginnen, unser zehnjähriges Bestehen im nächsten Jahr ins Visier zu nehmen, um diesen Anlass gebührend zu begehen.

Am Mittwoch und Donnerstag hatte ich lt. meinen Gästinnen mein bisher bestes Ofengemüse zubereitet - und die bisherigen waren schon nicht von schlechten Eltern gewesen. Und das ging so:

Was alles drin war

Was davon abfiel

Und so sieht das aus, was nach 4 Tellern noch übrig ist.

Zu diesen 14 Komponenten dann noch das richtige Öl und die passenden orientalischen Gewürze, dann strahlen die Leckerschmecker.

Am Freitag dann nach einem kurzen Besuch bei Freunden in der alten Heimat, verbunden mit 300g bestem BIO-Mausuhr, der Nachmittagsbesuch in Nauort. Teil zwei meiner inneren Baustelle. Einige Male hatten Madeleines Nichte und ich uns in den letzten Jahren geschrieben, dass wir unbedingt mal einen Kaffee zusammen trinken wollen, um uns auch persönlich kennenzulernen. Nun war es soweit und es war ein schöner und interessanter Nachmittag bei einer tollen Familie.

So gut gelaunt konnte ich dann auch verkraften, dass mein KLB am Samstag schwächelte und ich nach dem Frühstück alleine zum Wochenmarkt ging. Hatte ich doch Leckereien bei Walli und Achim vorbestellt. Verwunderte registrierte ich kurz vor dem Erreichen des Markts die Handynachricht: "Kommst du noch?", dabei war es erst kurz vor zwölf. Zwei Minuten später sah ich das Malheur livehaftig: Die Jecken hatten aufgebaut und alle Marktstände mussten bis spätestens viertel nach zwölf verschwunden sein. 

Wie gut, dass Walli schon einen Teil vorgepackt hatte und ich noch alles bekam, was ich wollte. Ebenso standen bei Achim, diesmal ohne sein Oliomobil, noch naturtrübe Öle auf dem bereits teilgeräumten Tisch. Lein und Goldlein vom Feinsten, außerdem Trub von der Mariendistel. Pooh, Glück gehabt! Schnell machte ich mich wieder auf den Weg zum Parkplatz. Da ich noch glaubte, auf dem Heimweg einen Einkauf beim REWE dazwischenschieben zu müssen, ereilte mich danach Malheur Teil 2: Im Schillerring wies mich ein pflichtbewusster Ordnungshüter an, doch bitte zu drehen, kuz bevor ich in die Pill abbiegen wollte. Dort stand ein Zug voller Jecken und Jeckinnen! Ja ist denn schon Rosenmontag?!

Kein Problem, schnell gedreht und dann über die Goethestraße rein. Leider standen dort schon mehrere Autos vor mir, die darauf warteten dass der "Zuch" im Schillerring endlich losmarschierte. Und das tat er dann. In Reih und Glied, mit ganz viel Knüppelchensmusik, die ich trotz meiner Ersatzohren noch im Auto hören konnte.

Ja wenn die Trommel ruft ...

Wer meine innige Beziehung zur Fasenacht kennt, kann erahnen, wie sehr ich die Wartezeit im Auto genossen hab. 

Aber irgendwann war's vorbei, ich konnte zu Hause meine Einkäufe einräumen und anschließend im Schillerring die gute Fatma besuchen, auch bekannt unter dem Namen "Sonnenschein". Mit frischer Bügelwäsche und gestärkt durch Fatmas Lächeln erwartete ich daheim den nächsten lieben Besuch um halb vier. Ja, um halb vier. Samstag. Meine Jungs enttäuschten mich diesmal erst im Abendspiel, aber darüber will ich gar keine unnötigen Worte verlieren. Nur soviel: TROTZDEM!

Nach einem entspannten Samstagabend leistete ich heute dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz RAG vorbildlich Folge und genoss ein schmackhaftes Spätstück. Wenn man die nächste schön Begegnung im Visier hat und sich dafür überhaupt nicht stressen muss, dann ist das einfach herrlich.

Um kurz nach zwei holte mich die Freundin vom Roten Hahn zu Hause ab und wir genossen einen kleinen Rundgang auf der ersten Mittelrhein-Buchmesse in der Sayner Hütte.

Was für ein Andrang

In der Kulisse dieses Industriedenkmals eine sehr gelungene Sache. Zwar war es für unseren Geschmack etwas zu voll, was für die Aussteller natürlich super war. Aber es lohnte sich trotzdem. Viele regionale Autoren und Verlage waren vertreten, wie schon auf der 1. Koblenzer Buchmesse vor drei Monaten. So hatten wir Gelegenheit zum Smalltalk mit Bettina Manuela Hambuch, Claire und Lars sowie mit Ernst Heimes. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen und ging am Ende mit zwei weiteren Büchern für meinen SuB wieder hinaus. Nach einer Stunde Getümmel mit vielen Menschen auf engem Raum atmeten wir beide tief durch, als wir wieder an der frischen klaren Luft waren. Schöne Begebenheit zwischendurch: Meine frühere Deutschlehrerin begrüßte mich freudig auf dem Weg zum Parkplatz. Liebe Marie-Luise, wann trinken wir mal wieder einen gepflegten Kaffee zusammen? Hoffentlich bald.

Beim anschließenden Kaffeeklön mit Nussecken und Blaubeermuffins merkten wir mal wieder nicht, wie schnell die Stunden verfliegen. Liebe Hilde, das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass es schön war. Mit einer kleinen Mike-Neuhaus-Lesung verabschiedete ich die Freundin, nicht ohne unser nächstes Treffen fest vereinbart zu haben. Dieses "Ja, wir schauen dann mal ..." kennen wir beide zur Genüge.

Es ist immer wieder sehr berührend, festzustellen, wie gut es tut, mit Menschen zusammen zu sein, die mir gut tun. So wird das auch bleiben.

25 Dezember 2024

Mit Weihnachten ist das ja so ne Sache ...

Meine Abneigung gegen das jährliche Hochfest des Konsums und der Scheinheiligkeit hat sich in den letzten Jahren nach und nach gewandelt. Es ist eine Gleichgültigkeit gegenüber den benannten Auswüchsen geblieben und eine Freude über schöne Begegnungen dazu gekommen.

Die jährliche Einladung unserer Schreibkurs-Dozentin Gaby ist immer schön gewesen, so auch diesmal. Tolle musikalische Einlagen von Manni Pohlmann konnte ich sogar einigermaßen verstehen. Von Bernies Autobahn Band bis zum Winter in Kanada wieder eine sehr interessante Mischung, die bei mir schöne Erinnerungen an die Kindheit und Jugend weckte.

Schöne Besuche von lieben Menschen zum Frühstück und zum Ofengemüse begleiteten mich durch die Woche.

Am Wochenende überraschten mich die Pinguine am Ankerbrett und eine auffällig großes Heiratsschloss am Burggraben-Herz in Form eines Fahrrads, das dort verankert wurde.

Samstags freute ich mich nach dem KLB-Frühstück und dem Wochenmarkt-Besuch auf unser jährliches  Familientreffen in der Grillhütte. Wie immer hatte ein sehr bunter Patchwork-Clan viel Spass miteinander und es ist für mich immer wieder schön, dazu zu gehören. Dass ich in diesem bunten Patchwork seltsamerweise auch mit Einigen blutsverwandt bin, ist eine interessante Geschichte, die ich allen Beteiligten auch als Ausdruck in die Hand drücken konnte.

Sonntags dann der Ober-Hammer: Meine Jungs vonne Castroper fuhren den ersten Sieg der Saison ein, an den ich immer geglaubt habe. Auch wenn es nun schon der 15. Spieltag war, werden wir jetzt das Feld von hinten aufrollen. Glück auf! 💙🤍⚽💙🤍⚽

Am Montag erhielt ich einen schönen Brief mit leckerem Inhalt von meinem früheren Kollegen und Freund Lutzi van Tutzi und seiner Frau. Erst beim Frühstücksporridge, nachdem ich gerade ein leckeres ganz trüber Goldleinöl hinzugefügt hatte, fiel mir der kleine Schreibfehler auf dem Umschlag auf.

Natürlich schreibt man HERO mit einem R, wie es auch im Graffiti-Rückblick zu sehen ist, den Google mir passend dazu schickte.

Links oben, ganz deutlich: HERO MANNI

Aber ein solcher kleiner Lapsus minderte natürlich in keinster Weise meine Freude darüber, dass die beiden an mich gedacht haben. Nachmittags dann bei der Schneiderin und Bügelfrau meines Vertrauens eine große Überraschung: Nachdem das TOITOI der Straßenbauarbeiter tagelang genau vor der Eingangstür ihres Geschäfts platziert war, schien sie nun zur Selbsthilfe gegriffen zu haben.

Die Ladentür ist wieder frei!

Nach einem stressfreien Tag mit einigen wenigen letzten Einkäufen belohnte ich mich am Abend mit einem leckeren BIO-Rindersteak, die ich am Samstag auf dem Markt erworben hatte. Die liebe Walli ist derzeit leider erkrankt und ich wünsche ihr auf diesem Weg noch einmal gute Besserung. Ihre jüngere Ausführung und ihr Mann vertraten sie prima auf dem Markt, aber sie ist natürlich unersetzlich.

Mit diesem Steak, gewürzt mit Hartkorn BIO-Steak-Rub und mit einem leckerleckerleckeren Salat belohnte ich mich am Abend vor Heiligabend.

Ich möchte natürlich niemandem die Nase lang machen, nur falls es jemanden interessiert:
Zuckerhutsalat, Rucola, gelbe und rote Paprika, schwarze und grüne Oliven, frisches Basilikum, schwarzer Rettich, Ziegen-Feta, Estragon, Pfeffer, Salz, Kräuter der Provence und eine Sauce aus trübem Olivenöl, Nachtkerzenöl, Limettensaft, Senf, Sahne, Ahornsirup, als Topping Salatkernemischung und geriebener Pecorino, alles in BIO.

So konnte ich am Heiligabend dem RAG Folge leisten und richtig ausschlafen. Mittags dann der traditionelle Besuch am Grab der Oldies, wo sich erfreulicherweise immer noch einige bunte Farben in dem Bewuchs zeigen, den der Gärtnermeister unseres Vertrauens dort seit Jahren hegt und pflegt.

Das Traditionsritual setzte sich nachmittags mit dem Besuch meines Lieblingsbruders zu Kaffee und Nussecken fort, so wie wir es in den letzten Jahren unserer alten Herrschaften mit dem für sie wichtigen besuch am Heiligabend gemacht hatten. Jetzt sind noch wir beide übrig und schwelgen in Erinnerungen.

Für den 1. Weihnachtstag hatte sich eine liebe Freundin zum Spätstück angekündigt und daraus entwickelte sich ein sehr schöner Tag mit Spätstücks-Klön, gemeinsamer Familienforschung und einer schönen Frischluftrunde am Rhein kurz vor Einbruch der Dunkelheit.

So blieben für den Rest des Abends Gnocchi mit Pesto Verde, eine aufgezeichnete Folge "Bitte melde dich" und die alljährliche Familie-Heinz-Becker-Weihnachtsfolge, ein MUSS jedes Jahr, bei dem ich mich auch heute wieder herzhaft beömmeln konnte.

"Ah jo Heinz, wo is denn unser Chrischtbaumspitz? Ich bin mir ganz sicher, dass mir letschdes Joahr noch unser Chrischtbaumspitz gehatt henn!"
"Mir hen noch nie e Chrischtbaumspitz gehat!"

Morgen stehen Geburtstagsfrühstückseinladung bei Freunden und Kaffeebesuch bei Jessy und ihrem Frauchen auf der Karthause an. So schön kann man Weihnachten auch verbringen. Mir gefällt's jedenfalls.