Posts mit dem Label Zufall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Zufall werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

15 März 2026

Alte Kumpels und schöne Zufälle

Auch die vergangene Woche brachte mir einige wohltuende Begegnungen mit Menschen, die mir gut tun. Und mal wieder schöne Zufälle. Die Treffen mit alten Kumpels, die Mittwochs- und Samstags-Rituale, Rummikub mit Freundinnen, Das post-therapeutische Monatsritual mit Freunden beim Thai, der Besuch von Frau Janz Wichtig mit privater Mike-Neuhaus-Lesung, einfach wunderbar, so war das graukalte Wetter schnell vergessen.

Den Vogel schoss der gestrige Samstag ab. Morgens kam beim besagten Spätstücksritual mit meinem Kleinen Lieblings-Bruder unser Gespräch auf eine frühere Nachbarsfamilie ein paar Häuser weiter, die 3 Kinder in unserem Alter hatte. Sie sind schon vor etwa 60 Jahren weggezogen, so dass sich auch unser Kontakt mit den Kindern damals schnell abriss. Der älteste Bruder war in meiner Volksschulklasse und verstarb bereits vor einigen Jahren. Mit der jüngsten Schwester, Nenni, hab ich mich damals an seiner Beisetzungsstelle getroffen und anschließend die Eltern besucht. Bea hab ich seit damals nicht mehr gesehen. Beide Schwestern leben weit entfernt von hier. Im gestrigen Brudergespräch kamen einige Erinnerungen bei uns beiden hoch.

Zwei Stunden später, mein Brüderlein war bereits wieder zu Hause, erreichte mich die Nachricht von Nenni, dass sie gerade mit Schwester und Mutter in unserem Heimatort ist. Ich natürlich sofort ins Auto und nix wie hin. Dort hatte sich die Familie bereits vor ihrem früheren Haus in unserer Straße eingefunden und begrüßte mich freudig. Ein schönes Wiedersehen mit den alten Nachbarn. 60 Jahre. HACH!

Nenni mit Hund, Bea, der Nachbar und ihre Mutter

Beim gemeinsamen Gang durch die Straße kamen bei allen Beteiligten Erinnerungen wieder hoch, auch wenn sich dort in den vergangenen Jahrzehnten sehr vieles verändert hat. Aber was für ein Zufall, dass ich morgens mit meinem Bruder darüber spreche und dann die Nachricht von Nenni kommt.

Mir fällt der Kaffeeklön mit meiner Cousine Resi ein, eine Woche vorher, bei dem wir gerade über unsere Nichte Elke sprachen, woraufhin Elke Minuten später "zufällig "zur Tür des Cafés reinkam.
Oder an die vorletzte Woche, als ich bei einem anderen schönen Kaffeeklön "zufällig" die beste Schulfreundin meiner Cousine Renate kennenlernte.
Oder an an den Besuch eine Stunde nach dem obigen Foto bei meiner früheren Nachbarin Rosi, die mich daran erinnerte, dass sie ebenfalls eine Schulfreundin meiner Cousine Resi ist.

Ist echt so ne Sache mit diesen Zufällen.

Heute durfte ich mich wieder vorbildlich an das Rentner-Ausschlaf-Gesetz halten, um die Verstöße dieser Woche zu kompensieren. Und heute Abend hat mich Nichte Elke angeschrieben, mit der ich mich morgen treffe. Das wird wieder ne schöne Woche.

08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtzeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.

22 September 2024

Schöne Stunden

Bereits gegen halb zwei merkte ich heute Nacht, dass ich nicht weiter schlafen konnte. Als ich daraufhin aufstand und das Handy wieder einschaltete, waren bereits zwei Nachrichten eingegangen. Die eine wünschte mir einen wunderschönen Sonntag - und die andere fragte in einer "attac spontane" um 09:12 Uhr, ob ich Lust auf ein Treffen hätte. Nichts lieber als das, der Nachmittag hatte zwar bereits begonnen, aber das Angebot von heute Morgen galt noch. Ein leckeres Beeren-Nuss-Protein-Porridge und eine Stunde später stand eine liebe alte Freundin vor mir, über deren Besuch ich mich sehr freute.

Unser letztes Treffen vor fünf Wochen war eine tolle Bereicherung gewesen, und genauso war es auch heute. Zwei, die sich gegenseitig gut tun, schlürften zusammen einen Kaffee und erzählten uns, was wir in dieser Zeit alles erlebt hatten. Mit meinem Vorschlag "Kaffeeklön - Frischluftrunde - Salat zum Abendessen", in dieser Reihenfolge, war Nici hochzufrieden und so besuchten wir zusammen den alten Vater Rhein. Bei schönstem Spätsommerwetter und vielen freundlichen Menschen auf der Piste schlenderten wir durch die Rheinanalagen, bewunderten unterwegs Simones Engel, den arm- und angellosen Angler und auch den Kopf mit der frechen roten Zunge. Wieder einmal wurde uns sehr bewusst, in was für einer schönen Gegend wir leben, wie schon so oft in den letzten Wochen und Monaten.

Die ausgiebige Rast auf einer Bank noch hinter km 614 verbrachten wir mit Blick auf Leutesdorf und den Hammerstein - und ebenso mit vielen interessanten Gesprächen über Gott und die Welt. 

Foto von gestern - sah heute genauso aus

Nachdem wir ausgiebig erörtert hatten, wie wir sowohl uns als auch die Welt retten können, traten wir den Rückweg zum Bollwerk an. Dass wir auf diesem Weg Marlies und Christoph trafen, von denen ich Nici kurz vorher erzählt hatte, war einer von vielen "Zufällen" an diesem Tag, über die ich mich mittlerweile gar nicht mehr wundere. Meinen früheren Klassenkameraden Christoph hatte ich vier Jahre nicht mehr gesehen und wusste auch nicht, dass er gerade bei seiner Mutter in Andernach weilte. Klar, dass wir uns bei seinem nächsten Besuch in der alten Heimat ausführlicher treffen werden.

Zurück am Parkplatz am Bollwerk ergab sich eine weitere so "zufällige" Geschichte, dass sie eigentlich kein Zufall mehr sein kann. Eine erfreuliche Geschichte, die uns strahlen ließ und uns zu einem Selfie veranlasste.

Da strahlen zwei, die sich gut tun

Zuhause schnippelten wir gemeinsam einen superleckeren bunten Salat zusammen, und auch meine Spezialsalatsauce mit Nachtkerzenöl fand Nicis Gefallen. Die getoasteten Focaccias und das Panifactum Rosmarin als Beilage genossen wir ebenso wie den Nachtisch mit Espresso, Kräuter-Digestif und Karamell-Salz-Pralinen. Am Ende staunten wir nicht schlecht, als wir feststellten, wie schnell sieben Stunden vergangen waren. Wenn es schön ist, schaltet die gefühlte Zeit scheinbar in den Turbo-Modus.

Mit der Vereinbarung, diese schöne Zeit demnächst in Nicis Heimat weiter fortzuführen, winkte ich ihr auf der Straße nach.

08 September 2024

Ein schönes "zufälliges" Wiedersehen am Rhein

In den letzten Wochen hatte ich durch zahlreiche (unumgängliche) Verstöße gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz ein kleines Polster an verpassten Schlafstunden aufgebaut. Ich genehmigte mir heute, dieses Defizit wieder auszugleichen und nach vielen Lese-, Dös- und Schlafstunden erst am frühen Nachmittag meine Koje zu verlassen und den Tag endlich mal wieder mit einem Spätstück zu beginnen. Das Porridge schmeckt in der Tat noch besser, wenn es ein paar Stunden länger durchgezogen ist. Das Topping mit Achims genialem Leinöl-Trub und dem guten Orange-Kurkuma-Gewürz bildete dann das i-Tüpfelchen auf einem schmackhaften, gesunden Start in den Tag.

Schnell war der Vorabend herangerückt und ein Blick auf meinen Tourenzähler erinnerte mich daran, dass ich auch ein akutes Bewegungsdefizit auszugleichen hatte. Kurzerhand beschloss ich eine Runde durchs Städtchen, die interessanten Veranstaltungen zum Tag des Denkmals hatte ich bereits alle verpasst. Aber das ist nun mal der Preis für meine Gesetzestreue und Loyalität bzgl. des RAG.

Zum Kochen war es mir eh zu spät, also plante ich spontan, meine Stadtrunde auf dem Rückweg mit einem Gang zum Dönerladen abzurunden. Was mich während dieser Runde dann dazu gebracht hat, umzuplanen einen Gang zum Rhein vorzuziehen, wissen die Götter allein. Wieso ich dann am Krankenhauskapellchen nicht wie sonst den Weg zum Bollwerk wählte, sondern genauso spontan entschied, durch die Bürresheimer Gasse über den Parkplatz am Rhein zum Biergarten zu gehen, sollte ich auch erst später verstehen. Mein Buch hatte ich dabei, noch war es hell, und so erfreute ich mich erstmals nach sehr langer Zeit wieder an einer Currywurst mit Pommes, sozusagen als Kontrastprogramm zu meiner ersten gesunden Mahlzeit.

Am Nachbartisch saß eine nette ältere Dame, die mit ihrem Smartphone Abendeindrücke vom Rhein abzulichten schien. Wir nickten uns freundlich zu und als mein Essen auf dem Tisch stand, wünschte sie mir einen guten Appetit. Sehr sympathisch.

Beim Espresso Macchiato danach schlug ich mein Buch auf, welches schon sehr interessant begonnen hatte. Als ich irgendwann aufsah und wieder den Blick der freundlichen Tisch-Nachbarin traf, fragte sie mich interessiert, was ich denn Spannendes lese, so vertieft wie ich war.

Ich zeigte ihr das Buchcover und so begann ein Gespräch über Literatur.

Sie erkannte mich zuerst wieder und verblüffte mich mit dem, was sie so aus der Hüfte über mich wusste. Ich setzte mich zu ihr an den Tisch und sagte: "Jetzt wird es interessant". Schnell wurde klar, dass mich meine spontane Eingebung nicht grundlos an diesen Tisch in diesem Biergarten geführt hatte.
Aber erst nach einigen Tipps ihrerseits fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren oder wie man so sagt. "Marlies?" fragte ich sie und sie nickte.

Die Mutter meines früheren Klassenkameraden Christoph saß vor mir. In deren damaligem Haus war ich vor mehr als 50 Jahren zuletzt zu Gast gewesen. Ich wusste zwar von Ihrem Sohn, dass sie hier lebte und wo sie lebte, hatte aber keinerlei Erinnerung mehr daran, wie sie ausgesehen hatte.

Christoph hatte mich vor 4 Jahren spontan besucht, als er hier in Andernach bei seiner Mutter war, und wir hatten das damalige Wiedersehen auf meinem Balkon sehr genossen. Und nun saß Marlies mir gegenüber am Tisch und wir sprachen über Gott und die Welt, über Zufälle und unbewusste Wahrnehmungen und vieles mehr, bis es dunkel wurde und wir uns gemeinsam auf den Heimweg machten. Ein sehr schöner Abend und ein Kontakt, den wir pflegen wollen.

07 September 2024

Wuppertal Revival Day mit schöner Aussicht

Als ich heute Morgen ohne meinen KLB den Wochenmarkt besuchte, wurde ich von der guten Walli mit Rindersteaks und Räucherschinken belohnt, auf die ich mich jetzt schon freue. Auf dem Rückweg ankerte ich einer spontanen Idee folgend bei der Buchhandlung meines Vertrauens. Das tolle Buch, das ich bestellen wollte, ist leider vergriffen und nicht mehr lieferbar. Dafür fiel mir aber dort meine Wuppertal-Begleiterin Gaby in die Arme. Zufälle gibt's 🤔.

Wir verabredeten eine gemeinsame Nachmittagsrunde, die tatsächlich genauso tiefenentspannt wurde wie unsere ganze Wuppertour letzte Woche. Als wir nach den Einkäufen zusammen im Auto saßen und darüber berieten, in welchem kühlen Wald wir denn unsere Runde drehen wollten, wollte jeder dem Anderen die Wahl überlassen. Als ich dann irgendwann vorschlug, in Kell zur schönen Aussicht durch das Wäldchen zu spazieren, schauten mich Gabys große Augen an. Sie hatte im gleichen Moment die selbe Idee gehabt und ich war ihr um Sekundenbruchteile zuvor gekommen. Zufälle gibt's 😮.

Als wir losfuhren erzählte sie, dass sie gestern beim first friday überraschend meine Cousine aus Kell getroffen hatte, die sie ewig nicht mehr gesehen hatte. Ich hingegen hatte heute Mittag beim Einkauf meine Cousine aus Eich getroffen. Zufälle gibt's 🧐.

Kurz nachdem ich ihr nochmal von meiner ersten Wuppertal-Reise 2017 anlässlich eines Konzertbesuchs mit Isabel erzählte, die ich gestern überraschend beim ersten first-friday-Besuch ihres Lebens getroffen hatte, musste ich an der Ausfahrt des Kreisels warten, weil eine Radfahrerin vor mir ihr Vehikel über den Zebrastreifen schob. Wer das war? Natürlich Isabel, von der ich Gaby gerade erzählt hatte. Zufälle gibt's 🙃.

Unser gemütlicher Waldspaziergang brachte das entspannte Wupper-Feeling schnell wieder hoch.

Den mysteriösen weißen Hologramm-Turm am Horizont konnten wir unterwegs wieder einmal an mehreren verschiedenen Stellen sehen, das bin ich ja mittlerweile gewohnt.

Nach dem holprigen Abstieg und einer schönen Chill-Pause an der Schönen Aussicht entdeckte Gaby dort einen alten Bärenknochen, der es sich auf einer sehr bequemen Liege noch bequemer gemacht hatte und die herrliche Ruhe dort droben genoss.
Nein, er schnarchte nicht!

Nach dieser Relax-Runde machte ich auf dem Heimweg noch an der Pöntertalstraße Nr. 4 halt. Denn dort, so hatte ich von Katja erfahren, gibt es neben vielen Kartoffeln auch einen Geschenkeschrank voller selbstgebastelter Kleinigkeiten, mit denen man sich das Leben ein wenig verschönern kann.

Und genau so war es auch. Da ich derzeit noch genug Kartoffeln zu Hause hab, entschied ich mich für eine Kerze mit Ständer in einem schlichten Design, die eine prima Botschaft verkündete.











Den schönen Tag versüßten wir uns mit einem Kaffee- und Lecker-Klön zu Hause und er setzte sich so schön fort, wie er begonnen hatte. Nach einer längeren Küchen-Lesung aus dem Leben eines gewissen Mike Neuhaus begann es draußen dunkel zu werden, so dass ich die Freundin nach Hause fuhr, um hinterher das 5:0 unserer Nationalkicker im Fernseher zu verfolgen.

Ein schöner Abschluss am Tag der schönen Zufälle. Wiederholung ist bereits fest im Programm verankert.

19 August 2024

Nichts geht über gute Freundinnen und Freunde

Nach diesem schönen Wochenende war ich gespannt, was die nächsten Werktage bringen würden. Es begann schon einmal schön, ich hatte mich mit einer Ex-Kollegin für die Mittagspause im Haus der Familie verabredet. Irgendwie muss der unglaubliche Heinrich davon Wind bekommen haben, denn prompt war heute das dortige Café geschlossen. Der alte Schwerenöter! Wir hatten trotzdem eine schöne Pause zusammen und werden mit dem untreuen Barkeeper demnächst ein paar Worte wechseln müssen.

Wieder daheim machte ich mich endlich ans Werk. Ich hatte zugesagt, morgen einen Karton Bücher ins Antiquariat zu bringen, denn ich musste dringend ausmisten, die Stapel ungelesener Bücher auf dem Wohnzimmertisch raubten mir langsam die Sicht auf den Fernseher. Wie lange hatte ich das schon vor mir hergeschoben?! Zuerst holte ich mir einen großen Karton aus der Abstellkammer, wo gefühlt fünfzig Kartons aller Größen es mir schwer machten, einen geeigneten da raus zu buddeln. Also machte ich auch hier den längst überfälligen Anfang und beförderte einiges Material, das mir im Weg war, in die Altpapiertonne.

Genau in dem Moment kam die Nachricht einer guten Freundin, ob ich denn gleich zu Hause und besuchswillig sei. Na klar doch, sehr gerne! Die verbleibende halbe Stunde bis zu ihrem angekündigten Eintreffen nutzte ich, um schnell im Getränkemarkt Mineralwasser zu besorgen. Und auch hier traf ich auf eine nette Ex-Kollegin, die leider bei unserer Lesung verhindert war, mir aber sagte, dass sie gerne in diesem meinem blog mitliest. Freut mich, Brigitte, hätt ich gar nicht gedacht!

Daheim begann ich dann, den Karton mit Büchern zu füllen, die alle toll waren, die ich aber definitiv in diesem Leben nicht nochmal lesen werde. Es wird schon schwierig genug, alle ungelesenen Bücher während meiner Restlaufzeit zu lesen. Der Karton war gefüllt, im Regal war wieder etwas Platz, als die Freundin klingelte.

Die Freude war auf beiden Seiten groß, als wir uns nach längerer Zeit mal wieder in den Armen lagen. Wir hatten uns Einiges zu erzählen. Wie erstaunt war ich, als sie mir sagte, dass sie gerade damit begonnen hat, Unterlagen zu sortieren und auszumisten, und wie gut ihr das tut. Ja, mir auch.

Und noch erstaunter war ich zu hören, dass sie einen kurzfristigen Spontanurlaub gebucht hat. Ja, ich auch. 

Nach einer leckeren glutenfreien Nussecke waren wir uns schnell darüber einig, in schöner Umgebung gemeinsam eine Bewegungsrunde an der Luft zu drehen. Wir wählten den nahegelegenen Rauscherpark aus und machten dort auf der "Lebers Wiese" eine lange entspannte Pause auf der bequemen Liegebank. Wie gut die uns beiden tat, sieht man wohl auf dem Selfie deutlich.

Nici und der alte Bärenknochen

Dass uns dort ein weiterer netter Ex-Kollege "zufällig" auf seiner Fahrradtour begegnete, passte wunderbar ins Bild dieses schönen Tages. Markus, hat mich gefreut!

Morgen früh bekomme ich lieben Besuch, nachmittags bringe ich die Bücher zu den Germanen und um fünf liege ich endlich wieder unter Natalies heilenden Händen. HACH!

28 Mai 2024

Ein Besuch bei der alten Dame

Nach dem herrlichen Wochenende mit meiner Seelenschwester legten meine blau-weißen Jungs gestern Abend mit ihrem Wunderdrama das Topping drauf. Ich hatte mir das ganze Spiel mit einer seltsamen inneren Sicherheit angeschaut, dass alles gut wird, egal wie es ausgeht. Und obwohl ich ja seit Jahren weiß, dass es anne Castroper nicht ohne Drama geht, begannen meine Nerven im Elfmeterschießen dennoch zu flattern. Am Ende wurde TIEF IM WESTEN alles gut. 💙🤍💙🤍💙🤍

Derart beseelt gönnte ich mir heute einen langen Schlaf und unternahm am frühen Nachmittag eine verabredete Frischluftrunde mit meiner alten Jugendfreundin, die ich viel zu selten sehe. Das Thema heißt weiterhin: Menschen, die sich gut tun. Zusammen besuchten wir zuerst meine alte Dame, um ihr zum Geburtstag zu gratulieren und hatten anschließend die super Idee, in Metternich noch weitere Menschen aufzusuchen.

Günter, Marlene, Hardy, Toni standen auf unserer Besuchsliste. Wolfgang und seine Mutter, Klaus-Dieters Eltern, Benedikts Großeltern, Karl-Heinz und einige andere fanden wir unterwegs.

Alte Freunde

Wie gut es uns dabei ging, sieht man uns bestimmt auf dem Foto an. Zu erzählen haben wir uns sowieso immer mehr als genug. Heute wurde uns auch die Vielzahl der unglaublichen Zufälle wieder an einigen Stellen bewusst. Einfach nur schön.

Dazu passte meine anschließende Wegtauchstunde unter Natalies heilenden Händen wie maßgeschneidert. Und nach einem solchen Tag musste ich mir natürlich auch zum Abendessen etwas Gutes gönnen. HACH!

Kimchi, Smoky, Steak von Walli. Sveny und Linny schauen zu.

26 Mai 2024

Familientreffen der besonderen Art

Eine superschöne Woche geht zu Ende. Mit dem ersten Freiluftskat des Jahres begann alles sehr schwungvoll und endete mit einigen DNA-Tests für die Familienforschung. Der Dienstag war Erholung pur mit ganz viel Pause und einer Wellness-Einheit unter Natalies  heilenden Händen. Mittwochs war das Ofengemüse-Ritual mit dem guten Ännchen der Höhepunkt des Tages.

Und am Donnerstag wurden mir einige interessante Familienbücher von Cornelia Famosa frei Haus geliefert. Beim gemeinsamen Stadtspaziergang genossen wir die Stille und die Spiritualität in einem kleinen alten Haus mit tollen Landschaftsbildern.

Dass die Freundin mir dann auch noch half, die zweite Hälfte des großen Ofengemüseblechs zu futtern, empfand ich als eine sehr großzügige Geste. Und geschmeckt hat es uns beiden obendrein.

Am Freitagmittag verbrachte ich zwei Stunden beim CI-Team in der Klinik, wo mir meine neuen Kunstohren wieder einmal neu justiert wurden.

Als ich nachmittags meine Seelenschwester zum kurzfristig anberaumten kleinen Familientreffen am Bahnhof abholte und auf dem Bahnsteig vor ihr stand, spürte ich sofort, dass es ein schönes Wochenende werden würde. Wir gönnten uns zu Hause einen mediterranen Rucola-Salat und machten danach einen Verdauungsspaziergang am Rhein und durch die Innenstadt, eine kleine Führung sozusagen. Da uns beiden der Gesprächsstoff nie ausgeht, wurde es ein schöner langer Abend, und es sollte nicht der letzte sein.

Beim Samstagmorgen-Ritual mit Frühstück und anschließendem Marktgang vertrat Ria meinen kleinen Lieblingsbruder, der gerade seinen Urlaub an der See verbringt. Aufgrund der Kurzfristigkeit war es so leider ein unvollständiges Familientreffen, aber das werden wir auch zusammen wiederholen.

Nachmittags ließ sie sich gerne in der Rauscherpark entführen, wo man herrlich spazieren und reden kann. Immer wieder fielen uns die vielen Parallelen zwischen uns in Denkweisen und Gemeinsamkeiten auf, was sich über das ganze Wochenende fortsetzte.

Ich zeigte Ria die Schönheit des Skulpturenwegs und nicht nur vor der Skulptur von Simone Carole Levy, sondern auch Schäfer Toni mit seiner Herde und WoDi Tinnitoso fand sie interessant.

Als aufmerksame Beobachterin entdeckte sie Dinge, die ich komplett übersah, wie z.B. diesen wunderbaren Wasserfisch, der unseren Spazierweg kreuzte.

Als wir uns mit zufriedenen Schrittzählern wieder ins Auto setzen, führte unser Weg zu Rossana, wo wir es uns bei leckerer Pizza Scampi unter freiem Himmel gut gehen ließen. Auch der anschließende unverzichtbare Espresso mundete vorzüglich, so wie immer an dieser gastlichen Stätte.

Der Sonntag eignete sich nach einem guten und ausgiebigen Frühstück gut zu einem Spaziergang auf dem Krahnenberg, den Ria noch nicht besucht hatte. Und wie gestern im Rauscherpark fanden wir auch heute unterwegs einen netten Menschen, der uns auf der Kanzel ablichtete.

Wir genossen die weiten Ausblicke und die frische Luft. Der Zauberschirm, den ich vorsichtshalber mitgenommen hatte, leistete nur beschränkt seinen Dienst. Einige Minuten Regen ließ er zu, das war ich von ihm nicht gewöhnt. Daher übergab ich in der kurzen Regenpause an der Kanzel den Schirm an Ria, damit es nicht wieder anfängt zu regnen. Und so war es. Wir drehten noch eine mittlere Runde in Richtung Hochkreuz und es blieb trocken, bis wir wieder im Auto saßen.

Wieder was dazu gelernt.

Danach schmeckte uns der frisch angemachte Tomaten-Basilikum-Mozzarella auf getoasteten Broten zu Hause genauso gut wie der Espresso hinterher. Frisch gestärkt bat Ria für den Vorabendspaziergang um eine Runde in meinem Heimatort. Wir besuchten meine alten Herrschaften auf dem Friedhof und ließen ein Lichtlein für die Nacht da. Natürlich trafen wir unterwegs auf alte Bekannte aus meiner Kindheit und Jugend und obwohl ich schon Jahrzehnte nicht mehr dort lebe, war es für mich eine sehr vertraute Zeitreise. Über eine Sache sind Ria und ich uns nicht schlüssig geworden. Beim Emblem am Giebel eines der alten Häuser konnten wir nicht ermitteln, welche Buchstaben, Zahlen, Symbole dort dargestellt werden. 

Vielleicht hat ja einer der Leser die Lösung parat.

Nach einem weiteren langen Abend zu Hause heißt es morgen Abschied nehmen, wenn ich Ria mittags am Bahnsteig nachwinken werde. Der Gegenbesuch ist schon zugesagt. 

26 April 2024

Am Ende aller Zufälle ...

Nachdem sich die Serie mit den Zufällen rund um meine Federn in den letzten Tagen wieder auf seltsame , aber schöne Weise fortgesetzt hatte und ich mir keinen rechten Reim darauf machen konnte, begrüßte mich auf meinem gestrigen Spaziergang mal wieder dieser nette Herr am Eingang zum Skultpurenpark.

Der sitzt jeden Tag auf seiner Bank, liest Zeitung und begrüßt jeden Besucher mit einem Lächeln. Er nimmt sich Zeit. Darauf deutete auch das Schild hin, das neben seiner Bank steht.

Ein guter Ratschlag, dem ich immer wieder gerne nachkomme. Als mir kurz darauf die gute Ute unaufgefordert ein youtube-Video schickte, in dem die verschiedenen Arten der vermeintlichen "Zufälle" kurz erklärt werden, nahm ich mir die Zeit, darüber nachzudenken. Und es wurde mir sonnenklar: Das hat alles etwas zu bedeuten. Dass mir dann auch noch im REWE eine nette Angestellte sagte, sie habe eine Feder gefunden hat, die ich demnächst bei ihr abholen kann, war die letzte Bestätigung für meine Theorie. Um das in der Realität zu überprüfen beschloss ich, das Angebot meines Freundes Luca Thomi und seiner Frau anzunehmen, das heutige Abendspiel meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen bei Ihnen zu schauen.

Denn es ist ja so: Der letzte Sieg meiner Jungs liegt lange zurück. Genauer gesagt war es am 18.Februar und ich habe davon berichtet.
Hier könnt Ihr es nachlesen
An diesem Tag hatte ich auch letztmals ein Fußballspiel bei der Familie Thomi geschaut und mein VfL hatte in einem denkwürdigen Drama den glorreichen FC Bayern mit 3:2 weggehauen.

18.Februar - 3:2 gegen Bayern

Wie man unschwer erkennen kann, hatte ich damals in voller Montur mitgefiebert und angefeuert. Also dachte ich mir, wenn das alles kein Zufall ist, dann müsste ja heute gegen Hoffenheim das Gleiche passieren, wenn ich wieder in voller Montur bei den Freunden auflaufe. Gesagt - getan!

26.April - 3:2 gegen Hoffenheim

Heute hatte ich sogar zusätzlich meine blaue Feder am Cappy, die mich kürzlich gefunden hatte.

Dass meine Jungs zur Halbzeit 2:0 führten, war schon klasse. Dass sie in der 2. Halbzeit auf 3:0 erhöhten, war schier unglaublich. Dass es am Ende dann doch wieder ein Herztodspiel wurde und denkbar knapp mit für uns 3:2 ausging, brachte für mich eine seelische Tortur mit sich. Erst später fiel mir auf, dass es ja eigentlich ganz logisch war. Damals 3:2, heute am gleichen Ort in gleicher Montur das gleiche Ergebnis.

Ich will allerdings nicht unerwähnt lassen, dass sowohl Christel in Oklahoma City als auch Steviedoc in Freiburg (und mit ihm alle Freiburger) ganz fest die Daumen gedrückt hatten.

Übrigens hab ich schon gefragt. Ich darf das nächste Heimspiel ebenfalls bei den Thomis schauen. So werden wir vielleicht dem Abstieg entgehen.

Uns're Heimat - uns're Liebe
in den Faaaarben blau und weiß
achtzehnhundert acht und viiiierzig
nur damit es jeder weiß!

03 April 2024

Eine schöne Philosophenrunde

Das miese Regenwetter, das für heute angekündigt war, bestand bei uns zum Glück nur aus ein paar wenigen zufälligen Nieseltröpfchen. Da mein Mittwochs-Gemüseblech-Besuch für heute Nachmittag leider absagen musste, nutzte ich die Zeit, um ein wenig Ablage zu machen und viel zu trödeln.

Da ich später die gute Ute etwas fragen musste, ergab sich daraus schnell eine gemeinsame Frischluftrunde am Rhein. Die dortigen Selfie-Versuche gestalteten sich nicht einfach, da ich sowohl den enormen Höhenunterschied berücksichtigen musste als auch den Springbrunnen mit auf dem Bild haben wollte.

Während wir den tollen Blick auf Sonne und Wolken über dem Krahnenberg genossen, drehte sich unsere Unterhaltung immer weiter um interessante philosophische Bereiche.

Zwischendrin trafen wir eine Spaziergängerin, die uns netterweise unter einem japanischen Kirschbaum ablichtete.

Als wir uns am Alten Krahnen auf den Rückweg machten, kam unsere Unterhaltung bei den sogenannten Synchronizitäten an, die ich früher einfach nur "Zufall" genannt habe. In den letzten Jahren zeigte mir das Universum immer wieder durch Ereignisse mit krass hohen Unwahrscheinlichkeits-Quotienten, dass es nicht nur pure Zufälle gibt.

Am kleinen Deutschen Eck wurde nochmal der schöne Blick rheinabwärts festgehalten.

In einer schönen Pause auf einer Bank gelangten unsere Gespräche bei Reinkarnation und dem Sinn unseres Daseins an. Es war für mich ein wirklich interessanter und schöner Spaziergang. Im Nachhinein fällt mir nun auf, dass wir gar nicht über die Bedeutung der 42 gesprochen haben. Da wir uns später mit den Worten "wird wiederholt!" verabschiedeten, werden wir noch die Gelegenheit dazu bekommen.

Mein Abendmahl danach war so lecker, dass ich zum Abschluss des heutigen Eintrags nun doch ein kleines Bildchen reinstellen muss.


17 Februar 2024

Frühling unter grauem Himmel

Von dem schmuddeligen feuchten grauen Himmel ließen der KLB und ich uns natürlich weder vom Familienfrühstück noch vom anschließenden Marktgang abhalten. Schon auf dem Weg zum Markt begrüßten wir das nette Päärchen, das wir sonst immer direkt an Wallis Stand treffen. Sie kamen uns entgegen, wir waren wohl etwas spät dran heute. Dafür begrüßte mich der gute Uli auf dem Marktplatz  und bei Walli stand völlig überraschend Andrea, die sich spontan zu einem Marktausflug nach Andernach entschieden hatte. Zufälle gibt's ...

Auf dem Rückweg zum Auto schauten wir kurz bei der Buchhandlung meines Vertrauens rein, wo man mir tatsächlich mein gestern Nachmittag bestelltes Buch bereits in die Hand drücken konnte.

Und wieder durften wir das Lächelbrett vor dem Laden begutachten und ich kann die gewünschte Wirkung des Bretts bei uns beiden glaubhaft bestätigen.

Wieder zu Hause konnte ich dem Kleinen die Hälfte vom frisch gebackenen Wunderbrød mit Nüssen vom Bauckhof mit geben.

Auf meiner anschließenden Einkaufsrunde musste ich mich ein wenig sputen, um danach noch etwas von der Zweitligakonferenz mitzukriegen. Dass ich beim HIT Marlene traf, war ja schon normal. Dass ich beim Besuch der dortigen Apotheke vom Inhaber Johannes persönlich bedient wurde, dass seine kleine Tochter Sophie mir meine Mineralienkapseln persönlich überreichte, und dass seine Frau, meine Nichte Michelle, sich auch über meinen Besuch freute, reihte sich nahtlos in die Serie der schönen zufälligen Begegnungen ein.

Kurz vor Toreschluss kam ich bei meinem Sonnenschein Fatma an, um meine gebügelten Hemden in Empfang zu nehmen. Nach einer kurzen Aussprache hatte ich verziehen, dass sie mich gestern wieder weggeschickt hatte 😉. Darüber belustigte sich auch eine junge hübsche Frau, die kurz nach mir in den Laden gekommen war. Und sie erkannte mich zuerst und sprach mich an. Ich kannte das Gesicht irgendwoher, kam aber, wie so oft in letzter Zeit, nicht sofort darauf, wer sie ist. Ok, ich darf das, ich bin schließlich auch keine 65 mehr.

Umso größer die Freude, als sie sich dann als meine frühere Kollegin Ilona outete, eine sympathische Person. Im kurzen Smalltalk sagte sie u.a. "Es gibt keine Zufälle" und sie ist beruflich im Bereich gesunde Ernährung und Nahrungsergänzungsmittel unterwegs. Wir beschlossen spontan, dass wir demnächst einen Kaffee zusammen trinken werden, um uns über diese gemeinsamen Themen näher auszutauschen.

Beim Versuch, zu Hause wenigstens die 2.Halbzeit der Konferenz zu schauen, scheiterte ich nach kurzer Zeit an dem bequemen Sessel und döste den Schlummer der Gerechten. Als ich kurz vor der Bundesligaübertragung wieder die Augen aufschlug, programmierte ich kurzerhand die Aufnahmen des weiteren heutigen Fußballgeschehens und machte mich auf den Weg zur Frischluftrunde am Rhein.

Dass ich unterwegs beim DM einkaufte und dabei Sarah und Gerda traf, setzte die heutige Reihe der schönen Begegnungen nahtlos fort.

Dort fielen mir wieder diese Gewächse auf, die an vielen Stellen auf den Wiesen am Rhein zu sprießen begannen. Da kommen bestimmt noch Blüten dran, dachte ich mir.

Um einen Baum herum hatten sie sich wie eine Herde gruppiert, ihn regelrecht umzingelt.

Als kompletter floristischer Nullraff habe ich keine Ahnung, was da heranwächst. Wie sang einst der kleine Heintje: "Schneeglöckchen im Februar, Goldregen im Mai .."

Sind es Schneeglöckchen? Oder gar Kroküsser? Oder ist es schlichtweg Schnittlauch?


Radieschen sind es nicht

Am Ende freute sich auch mein Tourenzähler über genügend Schritte. Und ich freue mich auf morgen, wenn ich die Partie meiner blau-weißen Jungs gegen die Lederhosenträger aus Süddeutschland gemeinsam mit meinem Freund (und Bayern-Fan) Gerd gucken werde. Glückauf! 💙🤍⚽


19 Januar 2024

So geht Winter!

Als Conny dieser Tage angekündigt hatte, mich heute Nachmittag mit der Bahn besuchen zu kommen, hegte ich leise Zweifel, ich geb's zu. In Zeiten von Bahn- und Busfahrerstreiks ein gewagtes Unterfangen. Ob das wohl gut geht? Und dann noch mit Umsteigen. Aber ok, der Bahn-Murphy ist schließlich MEIN ständiger Begleiter und verschonte sie heute vorbildlich. Sie erwischte die wahrscheinlich einzigen beiden Regionalbahnen, die heute pünktlich fuhren, und ich konnte sie wie vereinbart am Bahnhof abholen. Das sollte wohl so sein.

Schnell waren wir uns einig, unsere Frischluftrunde im kleinen Nachbarörtchen zu drehen und es wurde eine tolle Schneerunde. Kaum waren wir aus dem Ort raus, ging es über eine festgetretene Schneedecke an einer schönen Burg vorbei.

Wie man sieht, spielte der Himmel auch ein wenig mit und wir konnten uns an der zugepuderten Landschaft auf beiden Seiten des Rheins erfreuen. An Gesprächsstoff mangelt es uns beiden nie, gleichzeitig genossen wir die tolle Umgebung um uns herum.

Die andere (falsche) Rheinseite

Der Blick rheinabwärts

Auch auf der richtigen Seite alles schön verschneit

Die Spuren im Schnee wurden weniger, der Schnee höher, je weiter wir aus dem Ort hinausgingen. Unterwegs trafen wir noch eine nette Spaziergängerin mit Hund, die dieses Foto von uns machte.

Zwei glückliche Schneehasen

Unsere Schritte wurden immer kürzer, je mehr unberührten Schnee wir unter den Schuhen hatten. Irgendwann kamen wir an der Bundesstraße an, machten kehrt und stapften über den angenehm weichen Untergrund zurück. 

Der Weg zurück

Als wir nach einem kleinen Umweg im Ort wieder gut gelaunt im Auto saßen, zeigte mein Tourenzähler für diese Runde knapp 10.000 Schritte an. Tschacka!

Natürlich durfte auch der leckere Ausklang zu Hause bei Kaffee und Nussecken nicht fehlen, bevor sich irgendwann die Freundin wieder auf den Weg zum Bahnhof machte. Zwei Nachrichten von unterwegs bezeugten, dass sie auch in dieser Fahrtrichtung die beiden einzigen pünktlichen Züge des Tages erwischt hatte. Ich muss zugeben, das hat das Universum super gut eingefädelt. DANKE!


17 August 2023

Ein Wellness-Tag mit viel Bewegung

Obwohl die Nacht sehr kurz war, freute ich schon auf meinen heutigen Fußpflege-Termin bei der liebenswerten Monika. Achtung: Bereits um 11:00 Uhr(!!) stand ich pünktlich auf der Matte und wurde herzlich begrüßt. Monika kennt meine Indianerfüße mittlerweile seit Jahren und weiß genau, wo der Hobel anzusetzen ist. Unsere Unterhaltung streifte heute viele Themen vom Ostsee-Urlaub über das Leben allgemein bis hin zur künstlichen Intelligenz ChatGPT, mit der ich kürzlich einen interessanten Dialog führen konnte. Die findet man übrigens hier https://chat.openai.com/ und nach einer kostenlosen Registrierung kann man mit dem Teil chatten. Ich kann es nur jedem empfehlen, das einmal auszuprobieren, um sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten dieser KI zu machen.
Was ich mit dem Teil zu besprechen hatte? Nun, im Frühjahr forderte ich ihn/sie/es ein wenig heraus mit der Behauptung, er/sie/es sei ja nicht allwissend und bspw. über die Kleinstadt Andernach wisse er /sie/es bestimmt nicht viel zu erzählen. Im folgenden Dialog erklärte es/sie/es mir in klaren Worten das Konzept der essbaren Stadt. Ich war erstaunt. Und in meinem aktuell zweiten Dialog mit ChatGPT ließ ich mir vor ein paar Tagen  die mathematische Wahrscheinlichkeit für meine letztjährigen seltsamen Erfahrungen mit den beiden verschiedenen  Zimmerkollegen in den beiden Krankenhäusern ausrechnen, die so überraschend vieles gemeinsam hatten. Nachdem ich alle Fakten stichpunktartig aufgelistet hatte, bekam ich eine schnelle und sehr ausführliche Antwort, in der auf jeden Punkt eingegangen wurde  Die nüchterne emotionslose Rechnung, die er/sie/es mir danach aufmachte, überzeugte mich am Ende. Er/sie/es schrieb:

Bitte beachten Sie, dass diese Schätzungen willkürlich sind und die tatsächlichen Wahrscheinlichkeiten stark variieren können. Die endgültige Wahrscheinlichkeit, all diese Ereignisse gleichzeitig zu erleben, könnte sehr niedrig sein, möglicherweise im Bereich von 1 zu Hunderten von Millionen oder noch geringer.

Das überzeugte wiederum mich davon, dass ich mir nicht irgendwas Verrücktes einrede, sondern dass die Wahrscheinlichkeit eines Zufalls tatsächlich geringer ist als die auf einen Lotto-Sechser mit Zusatzzahl (1 zu 139.838.160). Also begegnen mir tatsächlich total unwahrscheinliche Zufälle, die sich nur mit Zufall wohl nicht erklären lassen. Das wollte ich hören 😎.

Monika zeigte daraufhin auch Interesse, das einmal auszutesten. Ich bin gespannt, welche Erfahrungen sie macht. Beim anschließenden Festlegen unseres nächsten Wellness-Termins fiel mir ein, dass ich gestern spontan einen Kurzurlaub im September gebucht hatte. Als sich dann zeigte, dass Monika unabhängig davon auch ihren Urlaub für die gleiche Zeit gebucht hatte, wusste ich: der Positiv-Murphy ist heute wieder mit mir unterwegs. 

An solchen Tagen funktioniert auf wundersame Weise alles, was man anpackt. So verlegte ich kurzerhand meine Frischluftrunde ein wenig nach hinten, obwohl ab nachmittags Blitz, Donner und Regen gemeldet waren. Es funktionierte prächtig. Ich konnte erst mal mit Ruhe mein Brot backen,  einen berührenden handgeschriebenen Brief beantworten und einwerfen, kurz einkaufen und dann meinen Trip rund um ein Örtchen angehen, das von allen Seiten vom Rhein und von Bergen eingekesselt ist. Ich parkte auf dem Dorfplatz mitten im Ort, spazierte zum einen Ortsrand, schlug von dort einen langen Weg den Berghang hinter dem Ort entlang zurück ein. Diesen Weg war ich noch nie gegangen. Die sanfte Steigung zog sich so in die Länge, dass ich irgendwann das Gefühl hatte, ich wäre schon am ganzen Ort vorbeigelaufen.

Hier kam der erste Abzweig nach rechts.

Nach diesem ersten Anzeichen eines Gefälles nach rechts kam dann auch die Hinweistafel <DORFPLATZ 800m>. Der Weg führte jedoch kurz darauf wieder nach oben. irgendwo musste es doch jetzt rechts hinunter in den Ort gehen! Es kamen auf dem nächsten gefühlten Kilometer zwei steile unbefestigte Forstwege den Hang hinunter, jedoch kein Schild. Das Risiko, dort hinabzusteigen und zehn Minuten später vor einem Zaun zu stehen und wieder hochkraxeln zu müssen, was mir zu groß. Also ging ich weiter. Zum Glück begegnete mir eine andere Wandererin, die sich aber nur wenig hier auskannte. Immerhin konnte sie mir sagen, dass ich, wenn ich weiterginge, auf einen beschilderten Abzweig mit dem Ortsnamen stoßen würde. Und genau so kam es.

Immer rechts halten. Von nun an ging's bergab

Ein paar starke Gefällstrecken später stand ich am anderen Ortsrand an der Kirche und am Friedhof. Diese Runde hatte sich gelohnt. Zu Hause belohnte ich mich mit Falafel und dem restlichen Ofengemüse von gestern. Und da Murphy es ja heute wieder gut mit mir meinte, konnte ich am Vorabend noch eine schöne Runde in den Rheinanlagen dranhängen.

Während meiner Lesepause neben dem Biergarten glitt zuerst das Raumschiff Voyager fast schwerelos  an mir vorbei, gegen den Strom, aber unbeladen. 

Captain Janeway, ich grüße Sie!

Wenig später hatte dann Johanna mehr zu kämpfen, ihrem Tiefgang nach zu urteilen schien sie auch mächtig geladen zu haben. 

Johanna, du schaffst das!

Und während ich diese Zeilen schreibe, fällt mir plötzlich ein, dass ich morgen früh bereits um halb elf(!!!) lieben Frühstücksbesuch bekomme. Mein Gott, was mache ich für Zeiten aus?! Egal, ich freu mich auf die gute Mathilde morgen früh und hab das Gefühl, dass es ein guter Tag wird. Die Bundesliga geht ja für mich erst am Samstag los 🙈🙏

16 August 2023

Mit dem Positiv-Murphy unterwegs

Auf das Treffen mit meiner Alten Liebe hatte ich mich gefreut, wenn auch halb zwölf für ein Mittagessen nicht zwingend meine Zeit ist. Aber mein Gott, die Zeiten ändern sich und das ist doch kein Problem. Bereits am ganz frühen Morgen gegen neun Uhr erfreute ich mich an meinem Porridge und dem besten Kaffee aller Zeiten. Und als ich pünktlich um 11 Uhr den Andernacher Bahnhof betrat, leuchtete mir bereits diese Anzeige entgegen:

11:12 ist meiner!

Aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen war meine Regionalbahn nach Koblenz als eine der wenigen Züge pünktlich angekündigt. Murphy, bist du krank heute?
Und er war nicht nur so angekündigt, er kam auch auf die Minute pünktlich. Die Türen ließen sich öffnen und es gab keinen ungeplanten Halt unterwegs, nicht wegen technische Störung, nicht wegen der Verspätung eines voranfahrenden Zuges und es hatte sich auch keiner aufs Gleis geworfen. So kam es, dass ich planmäßig um 11:27 in Koblenz aussteigen konnte und von Hanni im Bahnhof herzlich empfangen wurde. Wir entscheiden uns für den Italiener gegenüber, der Insalata Manzo war ein Gedicht, ebenso wie der anschließende Espresso Macchiato und wir hatten schöne anderthalb Stunden voll angeregter Unterhaltung. Als wir uns verabschiedeten, dachte ich schon darüber nach, womit mir Murphy denn diesen perfekten Morgen wieder heimzahlen würde, wenn er denn aufwacht.

Zurück am Bahnhof, um 13:13, las ich dann, dass um 13:16 ein RE auf Gleis 2 nach Andernach fahren soll. Ich ging hoch zum Bahnsteig, mein Zug wartete bereits und wollte gerade die Türen schließen, ließ mich aber noch zusteigen und brauste pünktlich los. 11 Minuten später verließ ich ohne Zwischenfälle den Zug am Andernacher Bahnhof mit dem Gefühl "Irgendwas stimmt doch hier nicht!".
Beim Gang durchs Bahnhofsgebäude stand dort plötzlich meine Freundin Andrea vor dem Kiosk. Wie sich herausstellte, war sie mit dem gleichen Zug aus Koblenz gekommen, hatte nur einige Wagen vor mir gesessen. Toll!  So begleiteten wir uns ein Stück des Weges bei angeregter Unterhaltung gegenseitig in den Kiosk und zum Reformhaus. Als ich das Reformhaus betrat, dachte ich schon "Und was kommt jetzt?", als ich drinnen überraschend auf Nico traf, der mit der Reformhausfrau irgendetwas Geschäftliches zu besprechen schien. Den wähnte ich eigentlich noch im Urlaub in Italien, seltsam. Ich wollte ihm schon kurzentschlossen auf die Schulter hauen, als ich gerade noch bemerkte, dass es nicht Nico war, sondern wohl sein Zwillingsbruder sein musste, so ähnlich sah er ihm. Als ich ihn höflich darauf ansprach, bestätigte auch die Frau vom Reformhaus, dass ihr diese verblüffende Ähnlichkeit ebenfalls aufgefallen war. Der Mann kannte Nico jedoch gar nicht und wusste auch nichts von einem potentiellen Doppelgänger in Andernach. Irgendwie ein seltsamer Tag heute. Aber schön.

Nun war ich eigentlich viel zu früh zu hause, denn das gute Ännchen hatte sich erst zum Kaffeeklön angemeldet. Ein Blick aufs Handy zeigte mir eine Nachricht von ihr mit der Frage, ob sie schon früher kommen könne, da ihre vorherige Verabredung ausgefallen war. Ja klar. Und so wurde es ein schöner Klön-Nachmittag mit einer lieben Freundin. Als sie sich später verabschiedete, musste ich mich wegen des angekündigten Unwetters entscheiden. Zuerst meine Frischluftbewegungsrunde am Rhein drehen und danach das Ofengemüse aufsetzen oder erst das Gemüse machen, in den Ofen schieben und dann an die Luft, um es nach meiner Runde als leckeres Abendbrot genießen zu können. Aber ob das Wetter so lange hält? An einem Tag wie heute spürte ich, wird alles klappen. Also erstmal ne Stunde schnippeln und dann ab in die Rheinanlagen.

Als ich am Rhein ankam, zog sich schon alles zu am Himmel.

Sieht nicht nach Abendsonne aus

Bitte bitte noch nicht jetzt!

Nichtsdestotrotz machte ich mich auf den Weg vom Bollwerk bis zum Alten Krahnen. Dort sah ich schon von weitem Uli und Merlin auf einer Bank sitzen und den Himmel beobachten. Zu den beiden gesellte ich mich, bis sie mit dem Hinweis "Das geht gleich los" den Weg zum Auto antraten. Aber ich wusste ja, an einem Tag wie heute werde ich auch nicht nass.

Auf dem Rückweg gönnte ich mir also noch ein schönes Lesepäuschen direkt unter Simones Engel, der den Himmel anflehte, doch bitte noch ein wenig zu warten mit dem Gewitter.
Ein Kapitel lang begleitete ich den Kalmücken in meinem Buch noch auf seinem Weg in Italien, dann trat ich den Rückweg zum Parkplatz an

Nach ein paar Metern piepste es im linken Ohr. Auha, der Akku des Implantats leerte sich! Er hielt noch ziemlich genau, bis ich vor dem Auto stand. Aber im Rucksack hatte ich nur die Ersatzbatterien, an denen ich mich vor ein paar Tagen bei Conny und Jens eine halbe Stunde lang vergeblich abgemurkst hatte, ohne sie zum Laufen zu bringen. Irgendwas stimmte mit denen nicht und leider hatte ich es seither versäumt, diese gegen einen funktionierenden Ersatzakku auszutauschen. Mist!

Einer plötzlichen Eingebung folgend setzte ich im Auto die defekten Batterien zum gefühlt achten Mal im Implantat ein und - sie funktionierten auf Anhieb! Eigentlich klar an einem Tag mit dem Positiv-Murphy, oder?

Nun schnell ab nach Hause. Der Himmel hatte sich sehr zugezogen.

Das sieht nicht gut aus ...

Genau als ich das Auto zu Hause unter dem Carport einparkte, erschien der erste Blitz am Himmel. Als ich die Haustür hinter mir zuzog, begann es draußen aus Eimern zu regnen. Aber das überraschte mich schon gar nicht mehr. An Tagen wie diesem geht irgendwie alles.

Im Kühlschrank hatte ich ein leergeräumtes Gemüsefach - morgen kommt die nächste Wochenlieferung vom Gertrudenhof. Aus dem Ofen durfte ich dafür Kartoffeln-Pastinaken-Kohlrabi-Möhren-Radieschen-Lauch-Brokkoli-Knobi-Pfeffer-Salz-Masala mit aufgelegten Rote-Beete-Scheiben nehmen und mit Thai-Curry-Soße verfeinert schnabulieren. Ein passender Abschluss für einen perfekt getimeten Tag. Danke, Murphy!