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08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtzeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.

24 Februar 2026

Von Führerscheinen und RAG zu Crocussa in Gulisa

Gestern musste ich die neue Woche mit einer weiteren Ausnahmeregelung vom RAG beginnen. Mein Führerschein war zwar nicht abgegriffen, aber abgelaufen. Die nette Kollegin vom Bürgerbüro hatte mir einen Termin zum Beantragen des neuen Lappens gegeben: 

Montag! 08:35 Uhr!! MEZ!!!

Wider Erwarten schaffte ich es tatsächlich, mitten in der Nacht aufzustehen. Vor der Haustür begrüßten mich dann die ersten Kroküsser so farbenfroh, dass der Tag nur gut werden konnte.

Crocussa Pillonia

Überpünktlich und gut gelaunt nahm ich in der Wartezone des Bürgerbüros Platz. Die eigentliche Beantragung ging dann trotz Störungen in der Leitung nach Mainz ratz-fatz, Karin sei Dank.

Flott war ich zum Porridge-Frühstück wieder zu Hause und konnte mir danach ein superschönes Nickerchen gönnen, um die versäumten Stunden Schlaf wieder zu kompensieren. So schreibt es das Rentner-Ausschlaf-Gesetz nun einmal vor.

Der abendliche Schreibkurs an der VHS rundete den schönen Tag ab. Mein Mitschreiber aus Herne-West hatte neben seiner heiteren königsblauen Kurzgeschichte auch ein Vermächtnis für mich mitgebracht. Aus dem Nachlass  vom Vater eines Freundes hatte er mir einige Memorabilia mitgebracht, die direkt von der Elf aus dem Tiefen Westen kamen. Ich habe mir das Auspacken und Bestaunen der Stücke für einen besonderen Moment aufgehoben. Danke!

Heute morgen war ich zum Spätstück bei Cornelia Fabulosa in Gulisa eingeladen. Wegen zweier Folgetermine musste ich noch zweimal vom Auto ins Haus zurück, um Sachen mit einzupacken, die ich vergessen hatte. Es wurde nun zwar etwas knapper mit der Zeit, blieb aber noch stressfrei. Ich fuhr los und dann geschah etwas, was ich schon öfter in solchen Situationen erlebt habe. Von Beginn an bis zur Ankunft waren ausnahmslos alle Ampeln rot, einige schalteten sogar kurz vor mir um, als wenn sie mich ärgern wollten. Sag mir keiner, das wäre Zufall!

In Gulisa City erwartete mich eine gut gelaunte Cornelia mit einem lecker gedeckten Spätstückstisch, was ich auch ausgiebig genoss. Als wir im Anschluss das Konzept zur geplanten Stolpersteinverlegung gemeinsam noch einmal durchgearbeitet hatten, war es Nachmittag geworden. Der Kopf wurde müde, also war es Zeit für eine ausgiebiege Frischluftrunde
Dort musste ich feststellen, dass nicht nur vor meiner Haustür der Frühling begonnen hat. Auch hier blühte es bereits überall!

Vor den Rebstöcken

Der Kroküsser












Als mein Schrittzähler mir am Ende der Runde etwa 8.500 Schritte auswies, spürten wir beide, wie gut uns diese Runde getan hatte. Kurzerhand verschob ich meinen nächsten für heute geplanten Besuchstermin beim alten Kumpel und machte mich stressfrei auf den Heimweg.

Eine Stunde später verwöhnte mich Natalie auf der Physio-Liege mit ihren heilenden Händen, zu Hause bereitete ich mir einen bunten Salat zum Abendessen zu, und der Tag war gerettet. Und ist es jetzt noch. So kann es weitergehen.

😇

02 September 2025

Von der Ölmühle zum Bäckerkreuz

So schön, wie das Wochenende ausklang, so entspannt war der Start in die neue Woche.

Am Sonntag besuchte ich mit meiner Großcousine Gisela und deren Freundin Petra den Tag der offenen Tür bei der Ölmühle Bertgen in Mertloch. Hin wie auch zurück entdeckten wir im Auto immer wieder ungeahnte Umwege und Abkürzungen durchs Maifeld. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass uns zwei Kesselheimer den letzten freien Parkplatz weggenommen hatten, aber dank meiner Einparkkünste reichte uns auch eine klitzekleine Nische aus, um mein Schiff zu parken.

Was dann in der Ölmühle los war, damit hatten auch die Veranstalter nicht ansatzweise gerechnet. Unter anderem demonstrierte der Inhaber, ein bekannter Ölbischof, alle halbe Stunde live, wie das Öl gepresst und hergestellt wird. Und jede halbe Stunde war die Produktionshalle wieder voll mit Leuten.

Wir ergatterten Plätze in den vorderen Reihen und folgten interessiert seinen Ausführungen. Nach schönen Gesprächen mit den Parkplatzräubern und anderen Bekannten fand ich im Verkaufsraum noch ein Päckchen meiner langvermissten Schwarzkümmelpellets ebenso wie eine Flasche trüben Goldleinöls und wir machten uns zufrieden auf den Heimweg.
Zu Hause zeigte mir dann das Ännchen, wie man stundenlang Rummykub spielt, ohne dem Gegner (mir) auch nur den Hauch einer Chance zu lassen, was meiner guten Laune jedoch keinen Abbruch tat.. 

Nach zwei Tagen strengster Beachtung des Rentner-Ausschlafgesetzes verschlug es mich heute Nachmittag zu der guten Marlies, wo wir es uns mit Gebäck und Tee, kleiner Lesung und interessanter Unterhaltung gemütlich machten. Der Bäcker hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und die Innenseite der Muffin-Verpackung  mit einem tollen Kreuz-Kunstwerk versehen.

Wie immer in solchen Fällen verflogen die Stunden wie im Nu und so sitze ich nun daheim am PC, schreibe meinen blog und versuche anhand ihres Ahnenpasses, meine Verwandtschaft zu Marlies nachzuweisen. 

Ein schöner Tag und morgen gibt's Ofengemüse, Ännchen und Rummykub. HACH!

14 August 2025

Wie schnell sind zwei Wochen vorbei ...

Nach unserer schönen Veranstaltung schwebte ich in den letzten beiden Wochen ein wenig auf Wolke 7 durchs die Lande. Viele schöne Begegnungen, dazwischen genug Zeit für mich, zum Lesen oder Nixtun.

Der Besuch von Heidrun war das erste Highlight, denn diese Buchtauschfreundin aus Kerkrade sehe ich wirklich nur sehr selten. Wir besuchten am Montag zusammen den Laacher See und konnten anschließend aus dem tollen Hofladen nicht wieder hinausgehen, ohne tütenweise eingekauft zu haben.
Am Dienstag dann unser Fauxpas. Wir hatten noch reichlich Zeit, als wir uns mittags vor dem Café Rosa am Markplatz niederließen. Als ich dann wieder zu Uhr blickte, stand Gaby fast schon vor meiner Haustür, wo wir zum monatlichen Familienforschungs-Workshop mit meinem KLB verabredet waren. Nach einem schnellen Aufbruch musste ich dennoch Schimpf und Schande über mich ergehen lassen, weil ich die Gäste so lange hatte warten lassen. Mea culpa maxima.

Nachdem ich die Gäste mit Kaffee und Gebäck verwöhnt hatte, legte sich die angespannte Stimmungslage wieder ein wenig. Mit Heidrun arbeitete ich während unseres Treffens auch ihren friesischen Stammbaum weiter aus, während Gaby und der KLB in der Küche ihre Köpfe hinter den Laptops zusammensteckten und manche Geheimnisse unserer Vorfahren lüfteten. Nach dem traditionellen Abend-Döner war die Stimmung wieder gut.

Freitags dann die Beisetzung von Agnes Streit, in deren Anschluss ich mit Kumpel Mike T-Bone unterwegs war. Nicht zuletzt, um auch einem 2011 verstorbenen alten Bekannten eine kleine Ehre zu erweisen. Ich hatte nach langen Recherchen endlich herausgefunden, wo er anonym beigesetzt war und fand es sehr schlimm, dass nicht mal mehr ein Namensschild an ihn erinnerte. Als ob es diesen Menschen niemals gegeben hätte. Ich hatte einen Stein seines Lieblingsvereins ergattern können, der ihm immer alles bedeutet hatte. Seine Initialen sind darauf verewigt, damit wenigstens etwas an ihn erinnert.

Hier noch dezent im Hintergrund
und hier blinkt es schon schwarz-gelb









Vielleicht bemerkt der Ein oder die Andere ja diesen Stein und erinnert sich an diesen Menschen.

Am folgenden Wochenende dann der Besuch unserer lieben Nichte Astrid. Pünktlich um 10 stand sie am Samstagmorgen auf der Matte, und wir machten aus KLB-Spätstück ein schönes Familien-Spätstück.

Dank Astrids spontaner Idee spazierten wir durchs Wassenacher Bachtal bis zu den Trasshöhlen im Brohltal.

Unterwegs musste ich zu meiner Schande feststellen, dass sich diese Nichte aus Essen hier besser auskannte als ich.

Ich hatte tatsächlich die Klosterruine Tönisstein gedanklich auf der anderen Seite des Bachtals verortet. Wie peinlich.


der alte Bärenknochen
Astrid, die grüne Waldfee









Am Sonntag musste ich Astrid nach dem Spätstück bereits wieder ziehen lassen, nur weil sie am Montag wieder arbeiten musste. Ich finde ja, Arbeit wird völlig überbewertet.

Meine blau-weißen Jungs versüßten mir anschließend den Tag mit einem verdienten Sieg, woraufhin ich beschloss, meinem alten Kumpel Ernest International einen Besuch in seinem neuen Domizil abzustatten.

Dass wir uns beide über das Wiedersehen freuten, ist wohl in unseren Gesichtern abzulesen. Seine defekte Kaffeemaschine, die ich dann mitgenommen habe, läuft mittlerweile wieder. Es wird Zeit für den nächsten Besuch.

Gestern hatte ich auf Anjas Wunsch hin anstatt Ofengemüse einen bunten Salat angemacht, der ihr auch vorzüglich mundete.

Insalata Bearboniata Grandiosa

Trotzdem ließ sie nicht davon ab, mich beim anschließenden Rummikub derart abzuzocken, dass ich langsam an meinen Fähigkeiten zweifle. Ich glaub, ich werde alt.

Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Tage, in denen wieder lieber Besuch und schöne Begegnungen anstehen.

13 Juni 2025

Von Pinguinen im Buchhandel bis zu Heilsteinen in der Kunstgalerie

Nachdem sich in der letzten Woche die unschönen Nachrichten über Erkrankungen und Sterbefälle gehäuft hatten, ging es in dieser Woche wieder um Einiges erfreulicher zu. Schöne Begegnungen und Frischluftrunden, Leckeres zum Futtern, alles mit Freundinnen und Freunden, so lässt es sich aushalten. Zum heutigen Start ins Wochenende holte ich mittags beim BIO-Bauern meines Vertrauens ein paar bestellte Kleinigkeiten ab, wo ich mit Doris eine weitere Leseratte ausfindig machte. Auf dem Rückweg erledigte ich noch einen kleine Einkauf bei alnatura, so dass ich nachmittags zu Hause erschöpft in den Sessel sank und mir eine Stunde Augenpflege gönnte, die auch dringend nötig war. 

Das Anker-Brett

Um halb fünf drehte ich eine kleine Runde durchs Städtchen, wo ich vor der Buchhandlung meines Vertrauens wieder einmal Erstaunliches vorfand. Wie denkt sich Nicole immer wieder solche weisen Sprüche aus?

Ich widerstand der Versuchung, kurz in der Buchhandlung reinzuschauen, denn ich weiß ja, wie das endet. Obwohl ich sie schon mehrfach deswegen gerügt habe, steht immer wieder ein Büchertisch direkt hinter dem Eingang, an dem man eigentlich nicht vorbeigehen kann, ohne etwas mitzunehmen. Auf Anhieb sehe ich dort immer einige Bücher, die ich alleine vom Titel her schon mitnehmen möchte.


Also ging ich schnell weiter - und weiß doch schon, dass ich wiederkomme und der Verlockung nicht widerstehen kann. Auf dem Weg durch die Rheinstraße hinunter zum Rhein endete dann der Traum von der Runde in den Rheinanlagen, als ich an der Galerie CR vorbeikam und die vielen tollen Bilder sah. 

Galerie CR - eine Bereicherung der Rheinstraße

Die freundliche Frau, die heute Nachmittag Dienst hatte, ist eine frühere Kollegin von mir und so verbrachte ich ein schönes Plauderstündchen in der Sitzecke. Im Lauf unserer Unterhaltung offenbarte ich Brigitte meine zunehmende Vergesslichkeit, als ich sie auf den Chalaktit ansprach, den ich vor einiger Zeit bei ihr erworben hatte und den ich seitdem immer in der Hosentasche trage. Brigitte verkauft nämlich in der Galerie auch ihr breites Sortiment an Schmuck- und Heilsteinen. Zuerst klärte sie mich darüber auf, dass der Stein nicht Chalaktit, sondern Chalcedon heißt. Wenn sie es mir nicht aufgeschrieben und mitgegeben hätte, hieß er heute Abend wahrscheinlich schon wieder Charles de Gaulle oder so ähnlich.

Und dann zeigte sie mir DEN Stein gegen das Vergessen, den Fluorit, den sie in mehreren Variationen vorrätig hatte. Selbstredend verließ ich um sechs, als der Laden schloss, die Lokalität glücklich und zufrieden mit einem Fluorid an einem orangenen Lederband um den Hals - und einem Bergkristall zum Aufladen des Steins.

Eine tolle Galerie - klein aber fein

Ich war früh zu Hause, so dass ich mir nach einem großen bunten gemischten frisch zubereiteten Salat und einem Rindersteak als kleine Beilage noch eine kleine Runde in den Rheinanlagen gönnen konnte, bevor es richtig dunkel wurde.

So kann man das Wochenende einläuten.

06 Juni 2025

Es begann mit Mangold und HARTEN KÖRNERN ...

Ausschlaftage nach RAG sind doch die schönsten Tage, echt jetzt. Auch wenn der BIO-Bauer meines Vertrauens in meinem Heimatort mittags kurz davor war, eine Vermisstenmeldung aufzugeben, da er meine Formulierung "Ich komm gegen Mittag das bestellte Gemüse abholen" etwas zu wörtlich genommen hatte. Zur Ergänzung meiner Wochenlieferung ergatterte ich Mangold, Kohlrabi, Petersilie und Rucola und erhielt sogar noch ein paar Lauchzwiebeln gratis dazu, das wird ein Gaumenschmaus, sag ich Euch.
Nachdem ich den Oldies auf dem Friedhof Guten Tag gesagt hatte, legte ich auf dem Rückweg beim Gewürzladen von HARTKORN noch einen Zwischenstopp ein. Seitdem ich hier kürzlich zum ersten Mal das Persische Blausalz gekostet hatte, weiß ich endgültig, dass Salz nicht gleich Salz ist. Und das in sauberer BIO-Qualität. Steht BIOLOTTA drauf, ist aber von Hartkorn.

Wieder daheim besuchte ich die gute Fatma Bilgi, die mir für die abgeholte Bügelwäsche sogar einen großzügigen Stammkundenrabatt gewährte. Außerdem kann sie besser rechnen als ich. Sagt sie.

Dass ich nachmittags zu Hause von einer plötzlichen Müdigkeitsattacke dahingerafft wurde, ist für freilaufende Rentner wie mich überhaupt kein Problem. Im gemütlichen Sessel mit hochgelegten Beinen vor der offenen Balkontür wollte ich eigentlich noch etwas lesen, sobald ich das angefangene Sudoku fertig gelöst habe. Es endete nach anderthalb Stunden damit, dass ich nach dem Aufwachen den Stift  auf dem Boden suchen musste, da er mir wohl irgendwann aus der Hand gerutscht war.

Der Hunger hatte mich wohl geweckt. Von vorgestern war noch eine Riesenportion Ofengemüse übrig, die wieder aufgewärmt noch besser schmeckte. Trotz Espresso hinterher spürte ich nach dem Essen wieder eine aufkommende Müdigkeit, das muss wohl am Wetter liegen. Aber diesmal rappelte ich mich auf und beschloss, eine schöne Abendrunde im ruhigen Städtchen zu drehen, damit heute wenigstens ein paar tausend Schritte auf meinen Zähler kommen. Gesagt getan. Am Güterbahnhof wunderte ich mich schon darüber, dass fast alle Parkplätze belegt waren. Wenig später sah ich mich mit diesen Bildern konfrontiert:

Ja was war denn hier los? Den beschaulichen Abendspaziergang konnte ich mir abschminken. Zwischen den Menschenmengen wummerten dicke Boxen ein unüberhörbares Geschepper in meine nicht  mehr vorhandenen Gehörgänge. So langsam dämmerte es mir: Haben wir etwas Freitag? Den ersten Freitag im Monat? Ok, first friday at it's best. Fiesta Shopping war das Motto, das hatte ich irgendwo in den Vorankündigungen gelesen. Aber muss das gerade heute sein?
Andererseits, alle Leute waren bester Laune und unterhielten sich lautstark, um die Boxen zu übertönen. Ok, da muss ich jetzt durch. Ich kam bis ztum Verkaufsstand von AnJu, als der Akku des Cochlea Implantats piepsend sein Ende ankündigte. Zum Glück konnte ich am Verkaufstisch der Sommersprosse schnell den Akku wechseln, im laufenden Betrieb sozusagen. 

Schnappschuss mit Irene

Dann machte ich mich schnell auf den Weg zu einer mir bekannten Oase im Lärm: Im kleinen Antiquariat Jona wurde ich von Ursula und Irene mit offenen Armen empfangen. Es waren einige Besucher im Laden, aber die Musik und der laute Gesprächspegel von den Straßen drangen nicht bis ins Künstersgäßchen durch. Nach einer kurzen Pause zum Luftholen machte ich mich auf den Weg, da mein Schrittzähler noch nicht weit gekommen war. Dabei begleitete mich Mattes, der mit seinen Kindern ebenfalls im Antiquariat unterwegs war, nach draußen zum Hügelchen, wo seine Gattin, meine Ex-Kollegin Nina, sich mit anderen Girlies vergnügte. Auch hier ein freudiges Wiedersehen und ich weiß nun, wer mich im Falle des Falles trauen soll, wenn ich doch noch auf dumme Ideen kommen sollte.

Als ich nach einer kleinen Runde wieder ans Antiquariat zurück kam, inspizierte ich dort mehrere Heimatjahrbücher und wurde sogar in zweien fündig. Als wenn ich nicht schon zu viel zum Lesen hätte, aber was soll's, was sein muss, muss sein.

Zum krönenden Abschluss betraten dann Christiane und Christoph den Laden, mit denen ich zuletzt nach der Koblenzer Buchmesse eine denkwürdige Heimfahrt hatte. Die schönen Begegnungen rissen heute nicht ab.

Nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, freue ich mich auf den morgigen Spätstücksbesuch einer lieben Freundin und auf den Marktbesuch bei Walli. Das Leben ist schön.

29 Mai 2025

Ein musealer Vatertagsausflug

Lange hatten wir uns darauf gefreut, heute war es soweit. Als kleiner, bunter Freundeskreis trafen wir uns am Gülser Heimatmuseum, wo uns Conny und Jens zu einer Sonderführung eingeladen hatten. 1.250 Jahre Güls wurden mit einer Ausstellung gewürdigt, die sich sehen lassen konnte.

1.250 Jahre wurden gefeiert, das ist die Zeit seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Gulse, wie es damals hieß. Diese Urkunde, in der auch Andernach, Rübenach und andere Orte erwähnt wurden, hatte man vergrößert und gut leserlich ausgestellt.

Das Güls jedoch bereits lange vorher besiedelt war, bewiesen Ausstellungsstücke wie ein Teil der gemauerten Wasserleitung aus römischer Zeit und prähistorische Werkzeugfunde im Alter von tausenden von Jahren, die ebenfalls präsentiert wurden.

Der Rote Faden führte chronologisch durch die Räume des Museums, von einer menschenlosen Zeit vor Millionen von Jahren bis in die Neuzeit. Und zu jeder Station dieser Zeitreise hatten Conny und Jens viel Interessantes zu sagen.

Einige Fragen wurden von uns Besuchern gestellt, alle wurden beantwortet.

Alles Zeigenswerte und Interessante hier aufzuführen, würde völlig den Rahmen meines kleinen blogs sprengen. So erfuhren wir u.a., welch wichtige Rolle der heilige Servatius und seine selbsternannten Vertreter auf Erden für Güls spielten.

Viele Katasterpläne und Bilder aus den letzten Jahrhunderten veranschulichten die Entwicklung der Gemeinde, auch waren wunderbare Gemälde zu sehen wie diese Ansicht von Güls aus dem Jahr 1823.

Blick auf Güls von Johann Jacob Diezler

Napoleon war in Güls vertreten, auch die Nazizeit im Ort wurde thematisiert. Ebenso die alte Kirschen-Tradition, die dazu führte, dass der Gülser Markt zeitweise der größte Kirschenumschlagsplatz Deutschlands war und und und ...

Eine tolle Überraschung hielten die beiden an der letzten Station für mich bereit. Für Jens und mich als überzeugte VfLer war natürlich der IC Jakob Hommen, der einst zwischen Bochum und Güls verkehrte, die Krönung der Geschichte.

Reiseplanung für die nächste Zweitligasaison

Nachdem wir uns auf dem Gülser Teppich und im Gästebuch verewigt hatten, entwickelte sich noch ein schönes Beisammensein, bei dem uns die Gastgeber mit Kuchen, Erdbeeren, Kaffee und Tee verwöhnten.

Der bunte Gülser (Flicken-)Teppich

So vergingen zweieinhalb Stunden wie im Flug, bis wir uns dankbar von unseren Gastgebern verabschiedeten. Ich kann diese Ausstellung nur jedem heimatgeschichtlich Interessierten empfehlen.

Am späten Nachmittag erwarteten uns dann Hilde und Uwe zum Grillen im Garten, was ein perfekter Ausklang für diesen wunderschönen Tag darstellte. Von Grillfleisch und Salaten über Espresso und Holzwurm-Zigarren fehlte nichts, was das Herz begehrte. Nach diesem gemütliches Beisammensein mit guten Freund*Innen lehne ich mich heute Abend wohlig müde im Sessel zurück und freue mich auf ein freies Wochenende.

19 April 2025

Ein Karlsamstag nach Maß. Fast.

Wenn man zum Start in den Tag den Liebsten aller Kleinen Brüder zum gemeinsamen Frühstück begrüßen darf und anschließend auf dem Wochenmarkt von der Besten aller Wallis und dem schmackigsten aller Ölbischöfe mit Präsenten und Ostersonderpreisen bedacht wird, was soll da noch schief gehen?
Auf dem Rückweg vom Markt gibt es beim Reformhaus des Vertrauens die knackigsten aller Nusstaler, das MUSS ein guter Tag werden!

Wenn ich nicht nachmittags am Fernseher hätte Schlimmes verfolgen müssen, was meinen blau-weißen Jungs widerfuhr, dann - darüber will ich ja nicht reden. Zack!

Meine anschließende Spätnachmittagsrunde machte alles wieder wett. Ich will die Bilder, die ich mitgebracht habe, wieder mal zu einem kleinen Rätsel machen, das hab ich lange nicht mehr getan.
Also, wo war ich?

Dieses Schild am Ortsrand lud mich ein, den Weg nach rechts entlang des Bachs zu nehmen.

Auf diesem Weg fand ich viel schöne blühende Frühlingsnatur, aber keinen einzigen Hahn.

Eine blühende Löwenzahnwiese

Eine Bank vor einer kleinen Wackelbrücke, die ins Nichts führte.

Bank in den Vorderbachswiesen

Eine weitere Bank vor der nächsten Wiese. Aber kein Hahn.

Bank in den Fuhrwiesen

Der Bach rauschte an mehreren Stellen kleine Klippen hinunter, die blühenden Vogelkirschen überall waren sehr schön anzusehen. Der Frühling ist endgültig da.













Auch diese knorrige Baum hatte es mir angetan. Im Hintergrund kann man das Pferdegestüt erahnen.

Als ich mit meinem Smartphone diese Fotomotive einzufangen versuchte, fragte mich ein freundlicher Spaziergänger mit genauso freundlichem Hund, ob ich den richtigen Weg suche. 

Er glaubte, ich befrage vielleicht mein Navi nach dem Weg, wie er es hier wohl öfter beobachtet hatte.

Nachdem der gute Sammy mich ausgiebig beschnuppert und beschleckt hatte, machte ich mich wieder auf den Weg zurück. Diesmal lichtete ich auch einige der Pferde ab, die sich im Gestüt auf der anderen Bachseite tummelten.

Zurück am Ausgangspunkt mit dem Hahnenwiesenschild war mein Schrittzähler noch nicht ganz zufrieden, so dass ich von hier aus dem Hinweisschild nach der anderen Seite folgte. Hier ging es in die Glockwiesen.

Eine Glocke fand ich zwar dort auch nicht, aber dafür einen jungen Mann im Rollstuhl, der sich samt Hund mit beachtlichem Tempo fortbewegte. Außerdem zwei weitere beschriftete Bänke, so dass ich letztendlich zumindest die angekündigte Glockwiese fand.

Bank bei den Bodenwiesen

Endlich, die Bank an den Glockwiesen!

Auf dem Rückweg erhaschte ich noch ein schönes Sonnenuntergangsbild mit Kirchturm.

Am Ende meiner Frischluftrunde drückte mir mein Schrittzähler sein Wohlgefallen aus und ich durfte mich zufrieden auf den Heimweg machen. Mit einem frisch angemachten Rucola-Bärlauch-Postelein-Endivien-Kresse-Basilikum-Oliven-Paprika-Schafsfeta-Salat samt leckerem Spezialdressing und am Ende bestreut mit einem Kernemix und geriebenem Pecorino beschloss ich den Abend würdig und lecker.

Und Ihr dürft jetzt raten, wo ich gewesen bin.

18 April 2025

Leuchtende Blätter im Buch und am Rhein

Zu meinem heutigen Kaffeebesuch hatte ich Petra das Buch "Das Leuchten der Blätter" mitgebracht.

Für die alten Hundedame Jessy hatte ich ein paar Leckerlis, von denen sie nicht genug bekommen konnte.

Ich wurde von Petra mit Kaffee und Gebäck verwöhnt. Da uns beiden der Gesprächsstoff nie ausgeht, verflogen die Stunden wie im Flug.
Jessy und ich verwöhnten uns zwischendrin gegenseitig mit Knuddel- und Krauleinheiten. Es war sehr schön, zu erleben, dass es Jessy wieder etwas besser geht.

Im warmen Wohnzimmer ließ sich das feucht-kalt-trübe Wetter draußen hervorragend ignorieren. Als die beiden Mädels dann ihren kleinen Abendrundgang machen wollten, verabschiedeten wir uns ich brach in Richtung Heimat auf.

Mein neuer gebrauchter fahrbarer Untersatz schnurrte wie ein Kätzchen, das ist schon ein Unterschied zur alten Lady Alhambra, von der ich mich gestern verabschiedet hatte. Dass es nun eine Lady in Black ist, hatte ich vorher nicht gewusst, konnte aber so meinem Freund und Nachbarn auf Nachfrage hin glaubwürdig versichern, dass ich den Wagen nur hab umlackieren lasen. Tja ...

Obwohl es schon Vorabend war und sich das Wetter kein bisschen gebessert hatte, drängte es mich noch zu einer Frischluftrunde. Durch das oftmalige Beachten des RAGs in den letzten Tagen hatte mein Schrittzähler abends mehrfach Grund zur Klage, weil die Zeit einfach nicht für alles reicht. Wer kennt es nicht, das schwere Los eines freilaufenden Rentners?

Bei meiner Runde am Rhein traf ich zuerst auf den netten Ex-Kollegen Werner, der beim Gassigang eine kleine Rast auf einer Bank eingelegt hatte. Als wir uns nach einem kleinen Smalltalk wieder in unterschiedliche Richtungen bewegten, fiel mir ein unscheinbares Ensemble auf der Wiese auf, das wie eine kleine Gedenkstätte wirkte. Vielleicht hat jemand hier den Winter verabschiedet.
Ebenso auffällig dann die vielen Kirschblüten, die der Wind überall am Wegrand abgelegt hatte. Zum zweiten Mal Leuchtende Blätter an diesem Tag.

Ich erwartete aufgrund der Blütendecke schon fast, kahle Bäume vorzufinden, wurde aber am Spielplatz glücklicherweise eines Besseren belehrt.

Wie man sieht, sind diese Zierkirschbäume so mächtig bestückt, dass man gar nicht sieht, wieviel von der Blütenpracht schon als Teppich den Boden ziert.

Auf dem Rückweg machte ich einen kleine Schlenker durch die Mauergasse, um mir das Herres-Haus einmal selbst anzusehen, um das in den letzten Tagen viel diskutiert wurde und wird.

Schlauer bin ich danach auch nicht. Um zu erkennen, ob Denkmalschutz hier Sinn macht oder auch bezahlbar ist, fehlen mir die Fachkenntnisse. Das können m.E. nur Experten untersuchen und berechnen, mit deren Expertisen man dann im Stadtrat diese schwierige Entscheidung abwägen und treffen kann. Dabei wünsche ich den Entscheidern eine sachliche Diskussion und ein glückliches Händchen.

Wieder zurück am Rhein, begleitete mich ein vielfältiges Abendkonzert zurück zum Parkplatz am Bollwerk, wo die Lady in Black auf mich wartete.
"Amsel, Taube, Gans und Ent' zwitschern, quaken wie ne Band" ging es mir durch den Kopf.
Und nun steht ein Osterwochenende mit besserem Wetter und schönen Begegnungen vor der Tür. HACH!

17 April 2025

Am Ende ein Abschied

Die Woche neigt sich langsam dem Ende zu. Sie war bisher von schönen Begegnungen geprägt, auch wenn es heute eine letzte Begegnung gab. Aber vom Beginn an: Mit einem Montagsbesuch bei Frau Janz Wichtig, die mich bei meinem behördlichen Anliegen unterstützte, war es ein guter Start in die Woche. Im abendlichen Schreibkurs bei der VHS, der morgen seit genau neun Jahren besteht, durfte ich die Traumsequenzen aus meinem Romanskript vortragen und zur Diskussion stellen. Das Lob unserer Dozentin für diesen "literarischen Kunstgriff" hat mir Mut gemacht, mich wieder an die Restbeabeitung zu geben.

Der Dienstag brachte mich in unsere neu formierte Orga-Gruppe von <Omas gegen Rechts>, wo wir interessante und kreative Ideen zu kanalisieren versuchten. Bevor sich jemand fragt, was ich bei den Omas zu suchen hab, vorab die Erklärung: Ich habe ausdrücklich gefragt. Ja, auch Zweitopas sind zugelassen und gerne gesehen.
Zu unserem abendlichen Essen mit Freunden kam sogar Uwe ausnahmsweise einmal pünktlich. Geht doch! Und im ChaoPraya war es, wie immer, sehr lecker. Außerdem nickte mir eine nette junge Frau am Nachbartisch zu - und ich nickte zurück. Als ich sie beim Verlassen ansprach, stellte sich heraus, dass wir zwar beide wussten, dass wir uns kennen, aber auch beide nicht wussten, woher. Eigentlich bin ich ja fürs Vergessen zuständig. Nachdem wir beide herausgefunden hatten, wann und wo wir uns zwei Stunden  lang beim Geburtstagsfrühstück gut unterhalten hatten ("Ach DUUU bist das!"), war ich hocherfreut, dass Vicky mich diesmal nicht alleine im Regen des Vergessens stehen ließ.

Am Mittwoch, unserem wöchentlichen Ofengemüse-Tag, wurde ich auch wieder ob des guten Essens gelobt und auch noch beschenkt. Zur Vergeltung wurde ich beim anschließenden Rummikub-Abend von Anja ziemlich abgezogen. Nach gutem Essen in netter Gesellschaft, mit Nachtisch und heißem Espresso und einem Digestiv namens Siphon (oder Silikon oder so ähnlich) konnte ich diese Niederlage sehr gut verkraften.

Heute war nun der Tag des Abschieds gekommen. Dank der Hilfe von zwei wunderbaren Ex-Kolleginnen gelang es mir ohne Komplikationen, die An-/Um-/Abmeldungszeremonie ohne Komplikationen zu überstehen. Abmelden musste ich schweren Herzens meine alte Lady Alhambra, die mir über 14 Jahre so ans Herz gewachsen war. Die letzte Fahrt von der Zulassungsstelle zur Werkstatt, wo mein neuer baugleicher Gebrauchter auf mich wartete, machte mich ein wenig melancholisch. Im Alter von 21 Jahren war ihre Zeit nun gekommen, wo die Karosserie, die Knochen und die Innereien nicht mehr richtig mitmachten. Nachdem ich alles Gepäck umgeräumt hatte, war Toni war so lieb, mich noch einmal mit der alten Dame abzulichten.

Lady Alhambra: Lange hat der Wimpel ihren Rückspiegel geschmückt

Wenigstens muss ich mich fortan nicht umgewöhnen, außer der Farbe des Lacks (und natürlich des Alters) ist alles beim Alten geblieben. Übernächste Woche darf ich die alte Lady nochmal am Abstellplatz besuchen, wenn das Autoradio umgebaut wird.

Morgen besuche ich ein alte Freundin, die sehnsüchtig auf ihre Bücher wartet. Dort möchte ich mich von der nächsten old lady verabschieden,  der alten Hundedame Jessy, die mir seit einem gemeinsamen Fehmarn-Urlaub ans Herz gewachsen ist. Sie ist ebenso betagt und hinfällig wie meine Lady Alhambra und wir wissen nicht, wie lange wir noch Zeit zum Verabschieden haben.

12 April 2025

🎵 𝅘𝅥𝅯𝅘𝅥𝅯 Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende, Wochenende ... 𝅘𝅥𝅯𝅘𝅥𝅯🎵

Das Wochenende selbst kann in der Tat genauso schön sein wie die Zeit dazwischen, von der ich im letzten Eintrag erzählt habe. Das konnte ich in den letzten Tagen live erleben, Für freilaufende Rentner beginnt das Wochenende bekanntermaßen schon mit dem Freitag.
Am gestrigen Freitag konnte ich die wunderbare Cornelia Musealica Gulisa Grisea Incredibila mit einem Spätstück zu mir nach Hause locken. Ja genau: SPÄTstück, denn das Rentnerwochenende beginnt zwar freitags, aber nicht mitten in der Nacht. Man denke nur an das RAG, das Rentner-Ausschlaf-Gesetz!

Meine Gästin berichtete mir von der gelungenen Eröffnungsfeier der Ausstellung im Heimatmuseum Güls, die ich im Vorfeld auch schon in Augenschein nehmen durfte. 1.250 Jahre Güls sind dort zu bewundern und wir werden demnächst im Freundeskreis eine fachkundige Führung erleben dürfen, auf die ich mich jetzt schon freue.
Nach dem ausgedehnten Spätstück konnte ich Cornelia mit der Idee eines längeren Spaziergangs begeistern, der bei diesem Traumwetter ein Genuss war. Auf dem Weg dorthin besuchten wir die Hartkörner und deckten uns dort mit prima BIO-Gewürzen ein. Am Ende einer ausgiebigen Heimatrunde machten wir Rast auf einer Bank und bewunderten das Blütenmeer um uns herum, bevor wir diesen schönen Tag beschlossen.












Der bevorstehende Vollmond hatte zwar zur Folge, dass ich am heutigen Samstagmorgen sehr kämpfen musste, um den Allerwertesten aus der Kiste zu heben, aber ich machte es wie Doc Emmet Brown und dachte mir: "Ich pfeif drauf!".

Denn heute Morgen wollte schließlich der Spätstückstisch wieder gedeckt sein, wenn mein KLB mich zum wöchentlichen Familienspätstück besucht. Da auch der Kleine ein Mondlöwe ist (ich bin ein Mondfisch), kam er zum Glück ein paar Minuten später, so dass ich alles noch rechtzeitig und stressfrei hinbekam. Ein schönes Ritual, das wir schon länger praktizieren, ist auch der anschließende gemeinsame Gang zum Wochenmarkt.

Die gute Walli empfing uns strahlend, nachdem sie die vielen Käufer in der Schlange vor uns bedient hatte. Dem Schild zufolge hatte Walli heute Rücken, aber davon war ihr nichts anzumerken.

Walli hat Rücken

Mit leckeren Sachen ausgestattet, machten wir uns auf den Heimweg, bei dem uns Karin, eine befreundete Theaterregisseurin, begleitete. Unterwegs auch ein kurzer Smalltalk mit Mechthild, die leider immer noch in der falschen Partei ist 😉.

In diesem Geschäft machten wir kurz Station, da die (nur dort erhältlichen) Nussknacker bei mir zu Hause immer wieder einem unnatürlichen Schwund unterliegen und ich somit ständig für Nachschub sorgen muss. 

Hier gibt's die leckeren (und gesunden) Sachen

Als ich Karin dann am Buchladen verabschiedete und mein Brüderlein mich wieder auf Pillonia absetzte, freute ich mich schon auf das Nachmittags-Spiel meiner blau-weißen Jungs anne Castroper ... beschloß aber Stunden später, an diesem Wochenende nicht über Fußball sprechen zu wollen. Nur eins noch: TROTZDEM!

Und morgen früh bin ich zum Spätstück bei einer lieben Freundin eingeladen, worauf ich mich jetzt schon freue. Ein Wochenende der Spätstücke mit Freund*Innen ist doch echt was Feines.