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04 Mai 2026

Auf der Schleimspur nach Kommern

Für den diesjährigen Ausflug am 1.Mai hatte Cornelia Gulisa eine fantastische Idee: Eine Tour nach Kommern ins Freilichtmuseum.  Ich selbst war noch nie dort gewesen, hatte aber schon viel davon gehört. Auch Hilda Acida Aronia war von der Idee sofort angetan. 

So begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück bei mir zu Hause.

Jawohl, FRÜHstück! Um 9 Uhr (!!!) trafen die beiden Lieblichkeiten bei mir ein und es war trotz der nächtlichen Uhrzeit ein gelungener Auftakt in den Tag.

Für die Zubereitung spendete man mir Lob und Anerkennung und offensichtlich schmeckte es auch allen gut.

Vom Andernacher Bahnhof aus starteten wir mit überraschend kleiner Verspätung, fanden im RE5 Sitzplätze und freuten uns darüber, was man mit dem Deutschland-Ticket alles machen kann.
Für den Umstieg hatte Cornelia bewusst das beschauliche Köln-Süd gewählt, um dem Rummel im Hauptbahnhof zu entgehen, wo kaum ein Zug auf seinem angekündigten Gleis abfährt. Wenn er denn fährt.

Ok, in der Regionalbahn wurde es dann ein klein wenig ziemlich sehr eng, aber immerhin klappte der Umstieg perfekt, da unsere Regionalbahn ein wenig Verspätung hatte, sonst hätten wir sie mit unserer bisherigen Verspätung nicht mehr erreicht. Normalerweise ist das der Anschlusszug die einzige Bahn am Tag, die dir pünktlich vor der Nase wegfährt.

Gemütlich eng

Nach 3 Haltestellen wurde es dann etwas luftiger und wir konnten bis zum Zielbahnhof Mechernich sitzen. So konnte unsere Reiseleiterin schon im Zug das Anruftaxi ordern, dass uns (auch mit Deutschlandticket!) von Mechernich nach Kommern befördern sollte. Leider stellte sich heraus, dass man das Anruftaxis nicht mehr einfach so anrufen kann, sondern dies online bewerkstelligen muss, was sich als mehrstufiges Registrier- und Bestätigungsspiel mit Hürden offenbarte, für deren Bewältigung man vorher eigentlich ein Halbtagesseminar buchen müsste. Das gelang dann schließlich, reichte jedoch nicht mehr für den 12:15-Transport, da man mindestens 30 Minuten vorher ordern muss.
Aber auch diese Klippe meisterten wir souverän, indem wir bei jedem der zahlreichen dort parkenden Anruftaxis freundlich nachfragten, leider erfolglos.
Wir nutzten die Pause zu einem Coffee-To-Go im Bahnhofskiosk, bis uns irgendwann einer der Fahrer herbeiwinkte und uns freundlich nach Kommern kutschierte. Nicht nur freundlich, sondern auch lustig. Als ich mich beim Einstieg im Smalltalk sehr wohlwollend über meine Damenbegleitung äußerte, wies er mich vorsorglich darauf hin, dass ich später aufpassen müsse, beim Ausstieg nicht auszurutschen. AUF DER SCHLEIMSPUR! 🙈

Am Museumseingang empfing uns ein tolles Ambiente. Bewaldetes hügeliges Gelände bei Sommertemperaturen und blauem Himmel. Zudem waren zwar zahlreiche Besucher dort, aber es war nicht überfüllt, da das ganze große Gelände sehr weitläufig ist. Einige kleine Eindrücke habe ich im Bild festgehalten.

Ein schöner Start in alte Zeiten

Viele der Gebäude, die man hier sieht, sind woanders abgebaut und hier wieder originalgetreu aufgebaut und restauriert worden. So denn auch ein Tante Emma-Laden, in dem wir uns mit Taschentuch, Magnetclip und Müsliriegel eindeckten.

Über der Tür steht es: Die HANDLUNG

Rundeherum auf allen Wegen grünte und blühte es um die Wette, und das vor diesem Himmel.

Alle Häuser und Scheunen waren offen und jede Küche, die ich betrat, war eine Zeitreise in die Küche meiner Oma. Vor dem alten Schulgebäude mussten wir uns natürlich für den ersten Schultag ablichten lassen. Das Mobiliar in dem Klassenraum kam uns allen noch sehr bekannt vor.

Auch eine alte evangelische Kirche steht hier. Bei jedem Objekt ist sehr gut beschrieben, woher und aus welcher Zeit es kommt.

Und natürlich gönnten wir uns auch ein Päuschen im Grünen.

Ich wurde gut versorgt von den beiden

Ein altes Bahnhofsgebäude, das irgendwo aus dem Ahrtal stammt, wird gerade als neues Highlight hergerichtet.

Die ersten beiden Stunden hatte unser Weg fast nur aufwärts geführt. So hatten wir irgendwann auch einen schonen Weitblick über die Eifel.

Ein paar Meter weiter war auch eine Original Milchbar so aufgebaut, wie sie vorher an ihrem Originalstandort geglänzt hatte.

Es gab hier soviel Interessantes zu sehen und zu lesen, dass wir uns nicht mal die Hälfte angeschaut hatten, als es Zeit für die Rückkehr wurde. Wir werden auf jeden Fall nochmal dorthin fahren und uns den Rest der Geschichte anschauen, das war einfach toll.

Zum Schluss kauften wir noch ein klein wenig im Museumsshop ein, an den Leckereien aus der Kompotterie konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Das bestellt Anruftaxi kam pünktlich und auch die Bahnverbindung nach Hause funktionierte fast reibungslos. Auch das habe ich lange nicht mehr erlebt. Lag wahrscheinlich an meinen Begleitungen, dass sich mein Bahn-Murphy diesmal zurückgehalten hat.

Meine blau-weißen Jungs und Anna Cora Mosella krönten am Samstag dieses schöne Wochenende. So kann es weitergehen.

29 März 2026

Familienwochenende mit Nichte

Mein KLB und ich hatten uns auf diesen Wochenendbesuch genauso gefreut wie unsere Gästin, die Nichte außem Pott. Als sie am Samstagnachmittag sogar eine Stunde früher als geplant bei mir eintraf, war es nach einer herzlichen Begrüßung sofort wieder so, als wäre sie nur 2 Tage weggewesen und nicht ein halbes Jahr. Nach der zweiten genauso herzlichen Begrüßung mit dem KLB hatten wir uns viel zu erzählen.

Um halb acht servierte ich das bunte Ofengemüse und erntete dafür Szenenapplaus. Genau der richtige Abendschmaus für ein Familientreffen.

Ein gelungener Schnappschuss vom KLB

Nach dem Festmahl (und zwei Espressi nebst einem Bleifrei-Laktosefrei-Spezial-Cappuccino) startete der lange Familienforschungsabend - und ehe wir uns versahen, war der neue Tag angebrochen, ohne dass wir die Uhr schon vorgestellt hätten. Mein KLB verabschiedete sich und Astrid machte es sich im Gästezimmer bequem. Auch für mich war die Schlafenszeit gekommen, stand doch am nächsten Morgen bereits gegen zehn unser Spätstück an, in dessen Verlauf ich die sonst eher vegan lebende Nichte mit Wallis leckerer Rinderfenchel-Salami verführen konnte.

Wir genossen die gemeinsamen Kaffeeklönstunden und entschlossen uns nachmittags spontan (wie wir nun mal sind) zu einer Frischluftrunde im Ort unserer gemeinsamen Wurzeln. Dort sagten wir unterwegs meiner Cousine Resi kurz Hallo  und genossen fortan die schönen Aussichten, den blauen Himmel (extra für uns) und die himmlische Ruhe.

Blick zurück über den Ort

Bei diesem Kaiserwetter waren einige gut gelaunte Menschen auf Schusters Rappen unterwegs, beim Blick über das Tal zur Burg musste ich einfach ein Foto mit unserer lieben Nichte machen.

Ausblick auf die Burg im Tal

Ehe wir uns versahen, waren die Stunden wieder wie im Flug vergangen und wir beschlossen danach, bis zum nächsten Treffen weniger Zeit vergehen zu lassen. So ließ ich sie denn scheren Herzens fahren und freue mich schon auf das nächste Mal. Einfach eine tolle Nichte.


08 März 2026

Rückblick: Tage der schönen Begegnungen

Der Start ins vorletzte Wochenende begann gelang freitagmittags mit dem Kaffeebesuch Besuch meines früheren Kollegen Luca Thomi sehr schön. Dass ich nachmittags bei der guten Jana meine ersteigerten Glückssteine abholen durfte und anschließend meinen Bedarf an leckeren BIO-Gewürzen in dem tollen Gewürzladen von Hartkorn decken konnte, 

Gute BIO-Qualität und nettes, kompetentes Personal: Hartkorn

ließ meinen Stimmungspegel hoch genug ansteigen, um die abendliche grottige Niederlage meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen gut verdauen zu können.

Das Ganze setzte sich am Samstagmorgen im FrühSpätstücksritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder nahtlos fort, abgerundet durch den Gang zum Wochenmarkt, wo Walli und Lili uns mit Fleisch und Gemüse in BIO-Qualität versorgten.
Zum Markt ging es an diesem Tag nochmal. Gegen 14 Uhr fand eine Kundgebung für Demokratie, Vielfalt und Menschenfreundlichkeit statt, bei der wir mit den Omas gegen Rechts ebenfalls mitwirkten.

Erfreulich große Beteiligung gegen rechte Hetze

Ich blieb nicht bis zum Schluss, war ich doch bei meiner Großcousine Gisela zum Kaffee eingeladen. Es wurde ein toller Tag mit Kaffee und Kuchen, Frischluftrunde unter blauem Himmel, Rummikub mit Giselas netten Freunden und buntem Gemüse mit Würstchen, der erst spät endete. Dass sich dann Giselas Freundin Elisabeth als die beste Volksschulfreundin meiner Cousine Renate herausstellte, war wieder mal einer von diesen seltsamen ungeplanten Zufällen, die mich in den letzten Jahren immer wieder begleiten. Die Welt ist klein. Und schön.

Der Sonntag war ein willkommener Relax-Tag. Denn am Montag ging es mit dem Besuch meiner Freundin Gretel ebenso erfreulich weiter. Auch der Dienstag spülte mir durch das monatliche Familienforschungstreffen mit Gaby und dem KLB wieder zwei Menschen ins Haus, die mir gut tun.

Mittwochs holte ich beim BIO-Bauern Andreas in meiner alten Heimat bestellten Salat und Gemüse ab und nutzte die Gelegenheit, auf dem naheliegenden Metternicher Bezirksfriedhof bei einigen alten Freunden und Bekannten vorbeizuschauen, die nicht mehr unter uns weilen.

Der schwarzgelbe Dibbie-Stein strahlt noch

Dass Anja mich nachmittags zum Ofengemüse und zum anschließenden Rummikub besuchte, wie jede Woche, machte den Geburtstag für mich zu einem schönen, stressfreien, "normalen" Tag, so wie ich das gerne habe.

Am Donnerstag besuchte ich mal wieder Steffi und Theo, um anschließend im Bendorfer Altenheim meinem Altkumpel Ernest International die Aufwartung zu machen. Rechtzeitig um 17 Uhr war ich wieder in Andernach, wo am historischen Rathaus unser monatlicher Rundgang mit den Omas gegen Rechts startete. Doris erfreute uns mit einem passenden Zweizeiler, den wir unterwegs skandierten und auf viel Zustimmung trafen.

Außen blau und innen braun,
der AfD ist nicht zu traun

Glücklicherweise wies uns bei dieser Gelegenheit Corinna darauf hin, dass am nächsten Tag, beim monatlichen first friday der Händlergemeinschaft, auch die Ehrenamtsinitiative mit ihrer Klimawerkstatt vertreten ist.

Freitags traf ich mich zum Kaffee mit meiner Cousine Resi, es wurde Zeit, dass wir uns endlich mal wieder ohne Beerdigung sehen. Eine wohltuende Begegnung, bei der wir dann "zufällig" über unsere gemeinsame Nichte Elke stolperten, gerade als wir von ihr gesprochen hatten.
Zum abendlichen first-friday-Besuch konnte ich glücklicherweise meine liebe Ex-Kollegin Andrea bewegen. Mit ihr zusammen wurde der Gang durch die Stadt zu einer ständigen Begegnungsreise, so dass wir fast eine kleine Betriebsversammlung hätten einberufen können.

Bei den verschiedenen Sparten der Klimawerkstatt war viel Betrieb, so wie überall in der Stadt.

Reges Interesse am Klima

Ich hatte mehrere interessante Gespräche und werde demnächst ausprobieren, ob eine Beteiligung für mich interessant ist. Dass sich zwischendurch zwei der Klima-Damen eine kleine Erholungspause vor dem Eingang gönnten, kann ich sehr gut verstehen.

Am gestrigen Samstag dann das große Finale der ausgefüllten Woche. Nach Spätstück und Marktgang mit dem Lieblingsbrüderlein war ich nachmittags mit meiner Cousine Renate verabredet, der ich nun erklären musste, woher ich ihre alte Schulfreundin kenne. Auf dem Sonnenbalkon bei Himbeertörtchen, Käsekuchen und Kaffee eine sehr angenehme Atmosphäre. Nachdem ich ihr mich mich mit einer kleinen Balkonlesung eine Freude machen konnte, beschlossen wir , uns zukünftig auch ohne Beerdigungsanlass wieder öfter zu sehen.
Um 18 Uhr war ich zu einer "30-Jahre-Trocken"-Feier eingeladen, wo ich auch auf einige Freunde und Bekannte traf und zudem mit gutem Essen vom Buffet verwöhnt wurde. Ein tolles Jubiläum.
Pünktlich um halb neun war ich zu Hause, um meine blau-weißen Jungs vor dem Fernseher anzufeuern. Die setzten dann das Sahnehäubchen auf die tolle Woche. So kanns weitergehen!

Am heutigen Sonntag sah ich mich gezwungen, die vielen Verfehlungen der Woche gegen das RAG mit einem sehr, sehr langen Verweilen im Bett zu kompensieren, bevor ich weitere Konsequenzen befürchten muss. Es pendelt sich langsam so ein, wofür der Sonntag eigentlich gut ist.

Dass ich bei meiner späten Sonnenrunde am Rhein auf Ömer traf, der seine beiden Kids dort auslüftete, passte wunderbar zu dieser tollen Woche.

24 Februar 2026

Von Führerscheinen und RAG zu Crocussa in Gulisa

Gestern musste ich die neue Woche mit einer weiteren Ausnahmeregelung vom RAG beginnen. Mein Führerschein war zwar nicht abgegriffen, aber abgelaufen. Die nette Kollegin vom Bürgerbüro hatte mir einen Termin zum Beantragen des neuen Lappens gegeben: 

Montag! 08:35 Uhr!! MEZ!!!

Wider Erwarten schaffte ich es tatsächlich, mitten in der Nacht aufzustehen. Vor der Haustür begrüßten mich dann die ersten Kroküsser so farbenfroh, dass der Tag nur gut werden konnte.

Crocussa Pillonia

Überpünktlich und gut gelaunt nahm ich in der Wartezone des Bürgerbüros Platz. Die eigentliche Beantragung ging dann trotz Störungen in der Leitung nach Mainz ratz-fatz, Karin sei Dank.

Flott war ich zum Porridge-Frühstück wieder zu Hause und konnte mir danach ein superschönes Nickerchen gönnen, um die versäumten Stunden Schlaf wieder zu kompensieren. So schreibt es das Rentner-Ausschlaf-Gesetz nun einmal vor.

Der abendliche Schreibkurs an der VHS rundete den schönen Tag ab. Mein Mitschreiber aus Herne-West hatte neben seiner heiteren königsblauen Kurzgeschichte auch ein Vermächtnis für mich mitgebracht. Aus dem Nachlass  vom Vater eines Freundes hatte er mir einige Memorabilia mitgebracht, die direkt von der Elf aus dem Tiefen Westen kamen. Ich habe mir das Auspacken und Bestaunen der Stücke für einen besonderen Moment aufgehoben. Danke!

Heute morgen war ich zum Spätstück bei Cornelia Fabulosa in Gulisa eingeladen. Wegen zweier Folgetermine musste ich noch zweimal vom Auto ins Haus zurück, um Sachen mit einzupacken, die ich vergessen hatte. Es wurde nun zwar etwas knapper mit der Zeit, blieb aber noch stressfrei. Ich fuhr los und dann geschah etwas, was ich schon öfter in solchen Situationen erlebt habe. Von Beginn an bis zur Ankunft waren ausnahmslos alle Ampeln rot, einige schalteten sogar kurz vor mir um, als wenn sie mich ärgern wollten. Sag mir keiner, das wäre Zufall!

In Gulisa City erwartete mich eine gut gelaunte Cornelia mit einem lecker gedeckten Spätstückstisch, was ich auch ausgiebig genoss. Als wir im Anschluss das Konzept zur geplanten Stolpersteinverlegung gemeinsam noch einmal durchgearbeitet hatten, war es Nachmittag geworden. Der Kopf wurde müde, also war es Zeit für eine ausgiebiege Frischluftrunde
Dort musste ich feststellen, dass nicht nur vor meiner Haustür der Frühling begonnen hat. Auch hier blühte es bereits überall!

Vor den Rebstöcken

Der Kroküsser












Als mein Schrittzähler mir am Ende der Runde etwa 8.500 Schritte auswies, spürten wir beide, wie gut uns diese Runde getan hatte. Kurzerhand verschob ich meinen nächsten für heute geplanten Besuchstermin beim alten Kumpel und machte mich stressfrei auf den Heimweg.

Eine Stunde später verwöhnte mich Natalie auf der Physio-Liege mit ihren heilenden Händen, zu Hause bereitete ich mir einen bunten Salat zum Abendessen zu, und der Tag war gerettet. Und ist es jetzt noch. So kann es weitergehen.

😇

18 Januar 2026

Am Ende einer vollen Woche

Nun bin ich am Ende einer bunten Woche angelangt. Was mit einer Beerdigung, einem schönen Kaffeeklön, einer Wellness-Physio unter Natalies heilenden Händen und einem schönen Abend mit Freunden beim Thai begann, setzte sich ebenso gemischt fort.

Einerseits wunderschöne Begegnungen mit lieben Menschen, die mir gut tun, andererseits die nächste Beerdigung und 2 Stunden Festsitzen in der matschigen Wiese, aus der meine Lady Alhambra aus eigenen Kräften nicht mehr herauskam. Aber dank einiger fleißiger Helfer (von denen sich einer ebenfalls festfuhr) und einem netten hilfsbereiten Traktorfahrer, den Sabine um Hilfe gebeten hatte, wurden alle Autos letztendlich wieder befreit. Bei Steffi und Theo konnte ich mich anschließend mit einem heißen Tee wieder aufwärmen.

Dazwischen das schöne wöchentliche Rummikub mit Ofengemüse mit Anja und ein Computer-Socken-Bücher-Kaffee-Besuch bei Jamie und seinem Frauchen.

Der gestrige Samstag begann mit dem KLB-Spätstück und dem Marktgang zur Walli ebenfalls sehr schön. Das musste ich mit dem überfälligen Friseurbesuch krönen. Eine nette Friseurin verwöhnte mich mit witzigen kleinen Zöpfchen auf dem Kopf.

Ach guck - ein neuer Look!

Ok, auf Ihren Rat hin kämmten wir diese Antennen am Ende wieder raus, bevor mich die Aliens als einen der Ihren erkennen. In neuem Glanz besuchte ich danach old buddy Ernest International in seiner Residenz. Auf dem Weg dorthin eine Stunde Stau wegen Baustelle auf der Bendorfer Rheinbrücke, so dass ich mich danach sputen musste, denn das gute Ännchen hatte sich zu meiner Freunde spontan zum Rummikub angemeldet, aus dem ich ausnahmsweise einmal als knapper Gewinner hervorging.

Nach so viel Action in der Woche genoss ich es heute, dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz Folge zu leisten, um mich beim Spätstück an der tollen Leistung meiner blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen zu erfreuen.

3:3 gegen die Lilien nach tollem Kampf

So ausgeruht und motiviert gönnte ich mir dann eine Frischluftrunde neben dem schwarzen Turm am Rhein, bevor es schon wieder dunkel wurde. Von dort habe ich Euch einige Eindrücke mitgebracht.

Die Thur-Gänse

Das Brückendenkmal
Der namensgebende schwarze Turm


Der kleine WSA-Hafen

Für die kommende Woche ist mein Kalender noch ziemlich blank. Der Mittwoch sticht mit 2 schönen Rummikub-Terminen hervor. Und es geht auch los mit den Vorbereitungen für unsere beiden bevorstehenden Lesungen, auf die ich mich sehr freue. Ich selbst darf am 1. Februar die Geschichte meines Urgroßonkels vortragen.

So lässt sich der Herbst- und Winterblues gut bewältigen.

30 August 2025

So geht Wochenende!

Ein paar kleine Grundsätze vorab:
1. Arbeit wird völlig überbewertet.
2. Das Wochenende kann nicht früh genug beginnen.
3.  Menschen, die einem gut tun sind Futter für die Seele.

Wenn man also das Wochenende bereits am Freitagmorgen beginnt, weil ein guter Freund und Ex-Kollege zum Kaffee vorbei kommt, dann darf man sogar gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen und bereits um halb zehn aus den Federn krabbeln. Ich rechne es Luca Thomi hoch an, dass er als Ex-Bayern-Spieler und aktuell vielbeschäftiger Gastronom immer noch Zeit findet, die alten Kontakte zu pflegen.

Als ich ihn gegen zwei am Bahnhof absetzte, nahm ich dort sofort meine weitgereiste Verwandtschaft in die Arme, um ihnen bei schönem Wetter ein wenig von der Schönheit der Andernacher Umgebung zu zeigen. Bei ihrem letzten Besuch hatte ich den Red Hot Smithy Sisters die Innenstadt gezeigt, heute ging's mal raus in die Höhe.

Eine schöne bildliche Veranschauung des Begriffs <Großcousin>

Die beiden Mädels sind echt klasse, so wünscht man sich Verwandtschaft. Auf unserer kleinen Runde genossen wir einige schöne Aussichten.



Die Ortskundigen werden sofort erkannt haben, von wo die Bilder aufgenommen wurden. Für Kaffee und Kuchen war es danach noch etwas zu früh, daher entführte ich Vroni und Marieluise anschließend noch an den Ort unserer letzten Sommerlesung. Da dort Permanent Kulturiert wird, brachte ich den Ladies auch ein kleines Ständchen in Form der beiden Kurzgeschichten, die ich bei unserer letzten Sommerlesung dort vorgetragen hatte. 

"Gefreiter Planlos meldet sich ab" und "Bully"

Den beiden gefielen der Ort und die Geschichten ebenso wie die neue bequeme Liegesitzmöglichkeit, von der sich Marieluise gar nicht mehr trennen wollte. Aber es nutzte ja nichts, auf dem Marktplatz wartete das Café Rosa mit Leckereien und Cappuccino auf uns. Nach einer herzlichen Verabschiedung begaben sich die beiden wieder zum Zug und wir alle hoffen, dass wir solche Begegnungen zukünftig öfter haben werden.

Für mich ging es nach kurzer Pause daheim mit einer unerwarteten Niederlage im Rummykub weiter, wo mir das liebe Ännchen wieder mal meine Grenzen aufzeigte. Dafür durfte ich den anschließenden Skatabend mit lieben Freunden in vollen Zügen genießen. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr weiß, wer am Ende die Runde verloren hat.

Am heutigen Morgen hatte ich wegen des unabdingbaren Besuchs bei Wally auf dem Wochenmarkt ebenfalls die Ausnahmegenehmigung bzgl. der RAGs erhalten und hatte bereits um halb elf mein Frühstücksporridge genossen. Bei den harten Preisverhandlungen behielt Wally wieder einmal die Oberhand, das Feilschen muss ich wohl noch ein wenig üben.
Nach einer kleinen Einkaufsrunde saß ich pünktlich um eins vor der Glotze, um meine blau-weißen Jungs aus dem tiefen Westen anzufeuern. Danach stand für mich fest, dass ich an diesem Wochenende nicht über Fußball reden werde. Punkt


Umso schöner die Spontanrunde mit Kumpel Mike T-Bone an der Rheinpromenade meines Heimatorts.

Wie wichtig dieser Ort ist, kann man bspw. daran erkennen, dass sich sogar Banksy hier immer mal wieder verewigt.

Wer weiß, vielleicht wird der Ort ja mal zu einer Heimstätte der Künstler und Literaten.

Auch die Aussicht über den Rhein in Richtung Autobahnbrücke lohnte sich. Diese tollen Wolkenformationen vor dem blauen Himmel finde ich immer wieder faszinierend.


Beim Rückweg durch den Ort treffe ich unterwegs immer wieder Freunde und Bekannte und konnte auch meinem Kumpel, der auch unter dem Namen "Chief Blind Eagle" bekannt ist, einiges über die Geschichte der verschiedenen Häuser und Bewohner nahebringen. Hier werden viele Erinnerungen aus meiner eigenen Lebensgeschichte wach, immer wieder.

Nun sitze ich daheim vor dem PC und schreibe diese Zeilen nieder. Während ich das alles (und noch viel mehr) Revue passieren lasse, erkenne ich zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir gut tun. Das ist Futter für meine Seele.

14 August 2025

Wie schnell sind zwei Wochen vorbei ...

Nach unserer schönen Veranstaltung schwebte ich in den letzten beiden Wochen ein wenig auf Wolke 7 durchs die Lande. Viele schöne Begegnungen, dazwischen genug Zeit für mich, zum Lesen oder Nixtun.

Der Besuch von Heidrun war das erste Highlight, denn diese Buchtauschfreundin aus Kerkrade sehe ich wirklich nur sehr selten. Wir besuchten am Montag zusammen den Laacher See und konnten anschließend aus dem tollen Hofladen nicht wieder hinausgehen, ohne tütenweise eingekauft zu haben.
Am Dienstag dann unser Fauxpas. Wir hatten noch reichlich Zeit, als wir uns mittags vor dem Café Rosa am Markplatz niederließen. Als ich dann wieder zu Uhr blickte, stand Gaby fast schon vor meiner Haustür, wo wir zum monatlichen Familienforschungs-Workshop mit meinem KLB verabredet waren. Nach einem schnellen Aufbruch musste ich dennoch Schimpf und Schande über mich ergehen lassen, weil ich die Gäste so lange hatte warten lassen. Mea culpa maxima.

Nachdem ich die Gäste mit Kaffee und Gebäck verwöhnt hatte, legte sich die angespannte Stimmungslage wieder ein wenig. Mit Heidrun arbeitete ich während unseres Treffens auch ihren friesischen Stammbaum weiter aus, während Gaby und der KLB in der Küche ihre Köpfe hinter den Laptops zusammensteckten und manche Geheimnisse unserer Vorfahren lüfteten. Nach dem traditionellen Abend-Döner war die Stimmung wieder gut.

Freitags dann die Beisetzung von Agnes Streit, in deren Anschluss ich mit Kumpel Mike T-Bone unterwegs war. Nicht zuletzt, um auch einem 2011 verstorbenen alten Bekannten eine kleine Ehre zu erweisen. Ich hatte nach langen Recherchen endlich herausgefunden, wo er anonym beigesetzt war und fand es sehr schlimm, dass nicht mal mehr ein Namensschild an ihn erinnerte. Als ob es diesen Menschen niemals gegeben hätte. Ich hatte einen Stein seines Lieblingsvereins ergattern können, der ihm immer alles bedeutet hatte. Seine Initialen sind darauf verewigt, damit wenigstens etwas an ihn erinnert.

Hier noch dezent im Hintergrund
und hier blinkt es schon schwarz-gelb









Vielleicht bemerkt der Ein oder die Andere ja diesen Stein und erinnert sich an diesen Menschen.

Am folgenden Wochenende dann der Besuch unserer lieben Nichte Astrid. Pünktlich um 10 stand sie am Samstagmorgen auf der Matte, und wir machten aus KLB-Spätstück ein schönes Familien-Spätstück.

Dank Astrids spontaner Idee spazierten wir durchs Wassenacher Bachtal bis zu den Trasshöhlen im Brohltal.

Unterwegs musste ich zu meiner Schande feststellen, dass sich diese Nichte aus Essen hier besser auskannte als ich.

Ich hatte tatsächlich die Klosterruine Tönisstein gedanklich auf der anderen Seite des Bachtals verortet. Wie peinlich.


der alte Bärenknochen
Astrid, die grüne Waldfee









Am Sonntag musste ich Astrid nach dem Spätstück bereits wieder ziehen lassen, nur weil sie am Montag wieder arbeiten musste. Ich finde ja, Arbeit wird völlig überbewertet.

Meine blau-weißen Jungs versüßten mir anschließend den Tag mit einem verdienten Sieg, woraufhin ich beschloss, meinem alten Kumpel Ernest International einen Besuch in seinem neuen Domizil abzustatten.

Dass wir uns beide über das Wiedersehen freuten, ist wohl in unseren Gesichtern abzulesen. Seine defekte Kaffeemaschine, die ich dann mitgenommen habe, läuft mittlerweile wieder. Es wird Zeit für den nächsten Besuch.

Gestern hatte ich auf Anjas Wunsch hin anstatt Ofengemüse einen bunten Salat angemacht, der ihr auch vorzüglich mundete.

Insalata Bearboniata Grandiosa

Trotzdem ließ sie nicht davon ab, mich beim anschließenden Rummikub derart abzuzocken, dass ich langsam an meinen Fähigkeiten zweifle. Ich glaub, ich werde alt.

Trotzdem freue ich mich auf die nächsten Tage, in denen wieder lieber Besuch und schöne Begegnungen anstehen.

26 Juli 2025

Treff- und Besuchswochen

Die beiden letzten Wochen hatten es in sich. Zwischen vielen Besuchen von und bei lieben Menschen waren der letzte Schreibkursabend und Wellness-Physio genauso gesetzt wie die ein oder andere traurige Nachricht von Krankheit und Tod im Freundes- und Bekanntenkreis. Unsere Fußballerinnen verfolgte ich mit Begeisterung, weil sie einfach alles gaben. Wie im richtigen Leben.

Über die Runde mit dem wackeren Luca Thomi, die wir beim Italiener mit Eisbecher und Koffein abschlossen, freute ich mich genauso wie über den Tag mit der guten Hilde, die mir am Ende eines langen schönen Spaziergangs die Geschichte des umgestalteten Kriegerdenkmals erzählen konnte.











Aber auch die Gemüse- und Rummikubstunden mit Dreamboat Annie, das Samstags-Spätstücksritual mit meinem Lieblingsbruder waren genauso wohltuend wie der Thai-Besuch mit Petra und Uri, die spontanen Stippvisiten in der alten Heimat bei Irmgard (94), Tom, Theo und Steffi.

In meiner neuen Heimat besuchte ich Jana, die Blöhnies und meine Cousine Brigitte.

Ex-Kollege Uli und Ex-Kollegin Frau Wichtig sorgten ebenso für mein Wohlbefinden wie Nicole Maria, die mich zudem mit frischen Brombeeren versorgte.

Oldbearbone, Mondhexe, Chief Blind Eagle

Wahrscheinlich hab ich noch einige Begegnungen vergessen, auch habe ich nicht alles im Bild festgehalten. Sie's drum, den vorläufigen Abschluss bildete das heutige Eisenbahn-Trio mit der Mondhexe und Chief Blind Eagle.

Zwar musste ich heute strikt gegen das Rentner-Ausschlafgesetz verstoßen, erreichte jedoch dadurch den Zug (09:49 Uhr!) auf den letzten Drücker. Selbstredend, dass dieser Zug als wahrscheinlich Einziger am heutigen Tag pünktlich abfuhr. Aber die Hatz hat sich gelohnt. Ein schöner Tagesausflug mit lieben Menschen, interessanten Gesprächen und Futter für meinen Schrittzähler.

Von unserer Stadtrunde habe ich einige Fotos mitgebracht und die schlauen Leser werden natürlich sofort erkennen, wo wir gewesen sind. Tolle historische Gebäude, Brücken und schöne ruhige Ecken am Fluss erfreuten uns ebenso die die Tantra-singende bunte Gruppe, die uns zweimal in der Stadt begegnete. Das klang derart schön und friedlich, dass ich mich dieser Schönheit gar nicht entziehen konnte.

Auf Nepomuk ist Verlass
Hare Rama Hare Krishna ..










Und nun beginnt die heiße Phase der Vorbereitung auf unsere jährliche Sommerlesung in der Permakultur Eich. Getränke sind besorgt, Klapptisch steht genauso bereit wie die Mikrofonanlage, aber meinen Text muss ich noch ein wenig üben. Ich freu mich drauf.