Eigentlich ist es gar nicht zu fassen, dass unsere schöne Urlaubswoche heute schon endete. Obwohl wir viel unterwegs waren, fühlte es sich so an, als seien wir vorgestern erst gekommen. Und es gibt noch sooo viel zu sehen hier. Wir werden nicht zum letzten Mal hiergewesen sein.
Der gute Frankie und sein Team vom also-Hotel bereiteten uns wieder ein schönes Frühstücksbuffet, obwohl wir, wie jeden Morgen, die letzten waren. Ich genehmigte mir mein erstes Spiegelei mit Speck seit Jahren. Hmmmmmhhhh!
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| Von allem etwas dabei |
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| Das liebevoll angerichtete Obst |
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| Verschiedene Müslimischungen und Flakes |
Zum Abschluss frisches Obst zum Nuss-Müsli mit Flakes und Joghurt.
Nach einer herzlichen Verabschiedung schwebten wir vollbepackt zum Hauptbahnhof, wo wir mit Fabienne im Café 23 einen Abschiedsdrink einnahmen. Das erste Lavendelwasser meines Lebens schmeckte vorzüglich.
Jaaaa ... und dann war da noch die Sache mit den Batterien, die ich für mein Cochlea-Implantat brauche. Zu Hause verwende ich wiederaufladbare Akkus, für unterwegs greife ich lieber auf spezielle Knopfzellen zurück, da mir eine unterwegs verlorene Batterie nicht wehtut, ein verlorener Spezialakku ist dafür zu teuer. Meine Batterien vom Hörgeräteakkustiker halten jeweils mindestens 2 Tage pro benötigtem Duo. Vorsorglich hatte ich vor der Abreise ein neues Paar eingelegt. Außerdem hatte ich mir für diese Reise eine Packung extra guter PowerOne-Batterien von Varta gekauft, damit ich sicher über die Woche komme. Am Mittwochmorgen setzte ich das erste Paar ein - und staunte nicht schlecht, als es am Donnerstag bereits mittags im Ohr piepste. Batteriewechsel!
Und so gescah es, dass just bei unsere Verabschiedung das letzte Set piepste und all meinen Bemühungen zum Trotz nicht mehr zum Arbeiten zu bewegen war. Immerhin half mir das zuerst ausgetauschte Set noch einmal zu einer Stunde Hörzeit, so dass ich mich mit Fabienne noch unterhalten konnte, am Bahnsteig ertönte dann allerdings das letzte Piepsen seiner Art und ich war für den Rest der Rückreise taub.
Wir hatten uns, schlau, wie wir nun mal sind, für die Rückfahrt über Köln entschieden, der RE ließ auch nicht lange auf sich warten. Allerdings war der Zug schon brechend voll und die vielen wartenden Menschen auf unserem Bahnsteig verhießen nichts Gutes. Die wollen doch bestimmt nicht alle da rein? Doch, wollten sie. Mit Glück, Geschick und Gewalt schafften wir es bis hinter die Schiebetüren, bevor diese sich wieder schlossen und waren mal wieder so gut eingebettet, dass wir gar nicht umfallen konnten. Als wir in Köln Messe/Deutz ausstiegen, war ich kurz vor dem Atemkollaps wegen Sauerstoffmangel.
Es stellte sich dann als gute Maßnahme heraus, bereits in Deutz (oder Düx, wie der Kölsche säät) auf die Regionalbahn umstiegen, den diese startete dort. So kamen wir flugs in den Genuss eines Zweiersitzes und hatten sogar Platz auf der Ablage für unser Gepäck. Herrlich.
Der Zug war nicht überfüllt, aber die Sitzplätze wurden größtenteils belegt.
Als wir dann über den Rhein rollten und rheinabwärts die Düxer Brück sahen, musste ich an die Geschichte von unserem Kölner "Jächt" denken, der einige Jahre im legendären Düxer Treppchen mit hinter der Theke gestanden hatte. Und ich nahm mir vor, endlich einmal dieses Etablissement zu besichtigen, in dem sich heute eine Pension befindet. Ob von den heutigen Betreibern noch jemand etwas von dieser interessanten Vorgeschichte weiß, die wir in unserer Familienforschung recherchiert hatten?
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| Ab üwwe de Rhing |
Wie gut der frühe Umstieg war, sahen wir, als wir in Köln Hbf. einliefen. Riesige Menschenmassen auf dem Bahnsteig verhießen nichts Gutes. Mangels meiner Kommunikationsfähigkeit vertieften wir uns beide in unsere Bücher und ich spürte sehr schnell, wie mich eine große Müdigkeit überkam. So dusselte ich beim Lesen mehrfach kurz weg und ehe ich mich versah, waren wir schon kurz vor Andernach, wo wir uns herrlich verabschiedeten. Es war eine tolle Woche gewesen. Und vom Kilometergeld wären wir reich geworden.
Daheim widerstand ich dem Wunsch, mich mal kurz in den bequemen Wohnzimmersessel zu setzen und machte mich nach dem Auspacken stattdessen auf den Weg zum Dönermann meines Vertrauens und von dort mit einem Dürüm und einem Ayran bewaffnet an den Rhein. Eine kleine Ess- und Lesestunde auf einer bequemen Bank unweit vom Bollwerk tat richtig gut.
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| Der schwarze Otello passte heute auf mich auf |
Apropos Lesestunde: Aus dem Wuppertaler Glücksbuchladen hatte ich mir das neue Wuppertal-Buch von Sibyl Quinke mitgebracht. Ein Reiseführer der etwas anderen Art. Kann ich empfehlen.
Kritiken und Rezensionen (wie in der Westdeutschen Zeitung) loben es als eine Einladung zur „stillen Kunst, das Vertraute mit neuen Augen zu sehen“.
Und jetzt freue ich mich auf morgen, speziell auf das erste Ausschlafen seit einer Woche.






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