21 August 2026

Die Elise weinte Regentränen

Heute feierte ich Premiere. Nach den gestrigen 17.000 Schritten mit vielen, vielen Höhenmetern schaffte ich es tatsächlih, den Vibrationswercker unter meinem Kopfkissen beim ersten Rappeln sofort auszuschalten und weiterzuschlafen. So war ich Hilde dankbar, dass sie nach mir schaute und ich es noch rechtzeitig zum Frühstück schaffte. Die Birkemeier-Jungs hatten uns wieder leckere Sachen bereitgestellt.

Danach hatten wir uns eine kleine Mittagspause verdient, um unsere Verstöße gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz halbwegs zu kompensieren. Nach einer kleinen Einkaufsrunde kehrten wir über die Mühlenbrücke zurück, wo irgendein Spacko den Abfalleimer in Brand gesteckt hatte.

Eine Brücke mit Geschichte
Qualm aus der Dose - Spackos gibt es überall

Das Hindu-Haus mit seinen beiden Gottheiten nebendran war mir auch einen Schnappschuss wert.

Das Hindu-Haus im Hinterhof

Der Elisenturm

Nach dieser ersten Frischluftrunde wurde es Zeit für ein kleines Päuschen im Hotelzimmer, bevor uns der Wettergott auf unserem Fußweg hoch zur Elisenhöhe mit blauem Himmel bedachte. Regen war zum Glück erst heute Abend gemeldet, so dass ich meinen neuen, blauen Zauberschirm im Hotel lassen konnte. Seit ich ihm angedroht hatte, ihn wieder umzutauschen, hat er zuverlässig den Regen ferngehalten.

Oben angekommen, sahen wir zuerst eine fröhliche Hochzeitsgesellschaft am Elisenturm, der eine imposante Erscheinung ist. 

Nach einem kleinen Kaffee-Kuchen-Snack auf der Terrasse des Café Elise machten wir uns auf zum nebenan liegenden Botanischen Garten, der mir meistens einen Besuch wert ist. Hier war Hilde in ihrem Element. Bei der Begehung des großen Kräutergartens staunte ich sehr, welche Pflanzen sie alle auf Anhieb erkannte.

Jedes Hälmchen hat sein Namensschild

Als wir den kompletten Kräutergarten abgeschritten hatten, fielen plötzlich erste Regentropfen. Ich ahnte es bereits: Mein Zauberschirm war beleidigt darüber, dass ich ihn im Hotel gelassen und lieber der Wetter-App vertraut hatte. Wir zögerten kurz, aber als der Regen immer stärker prasselte und die Wetter-App plötzlich eine Unwetter-Warnung mit Gewitter schickte, entschieden wir, an der nahen Bushaltestelle zu warten und uns zum Bahnhof fahren zu lassen. Zum Glück hatte Hilde ihren Klappschirm dabei, der uns das Allergröbste vom Leib hielt.

Ein Klavier, ein Klavier!

Am Bahnhof angekommen, spielte in der Bahnhofshalle auch heute wieder jemand Klavier, als wir kurz im Trockenen pausierten.

Eine schöne Sache, dass dort ein Klavier zur öffentlichen Benutzung platziert ist, wovon immer wieder Musiker Gebrauch machen.

Wie nicht anders zu erwarten war, hatte der Regen mittlerweile aufgehört. Mein innerer Murphy sagte mir aber, dass wir im Falle unseres Verweilens auf der Elisenhöhe das schlimmste Unwetter seit Jahren erlebt hätten.

Unweit vom Bahnhof fanden wir dank Hildes unschlagbarem Spürsinn auch eine Postfiliale, während ich dabei war, Google Maps glauben zu schenken, was uns einen weiteren längeren Fußweg eingebracht und wahrscheinlich vor einem geschlossenen Kiosk geendet hätte.

So entschieden wir, uns im REWE mit frischem Sushi einzudecken, dass wir heute Abend mit Genuss im Hotel verzehrten. Die darauf folgende Partie unseres neuen Brettspiels INVERS endete allerdings in einem wüsten Durcheinander, weil nach mehrfacher Missachtung der Spielregeln plötzlich das ganze Spiel keinen Sinn mehr machte. Wieder was gelernt.

So bleibt mir ein wenig Zeit, diesen Eintrag zu verfassen und noch ein paar interessante Kunstwerke zu präsentieren, die wir gestern im Skulpturengaarten erwandert hatten. Ihr werdet sehen, Tony Craggs ist allgegenwärtig.

Henry Moore

Villa Waldfrieden

Alles ist relativ, Albert!

Bulb

Hilde und der Fährmann

Spring

Miro

Auch Bäume kreieren Kunst

Miros Frau von hinten (oder vorne?)

Ja, die Bäume ...

Big Psycho von vorn

Big Psycho von unten

Points of View

Armlose Paris

Helter

Hilde kontrolliert "Trash Art"

Manipulation

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