Und der Herr sprach: (Im) also sollst du deinen Tag beginnen. Und genau so machten wir es heute wieder.
Das leckere Frühstücks-Buffet genießen wir jeden Morgen, auch wenn die Uhrzeit mit dem RAG eigentlich nicht vereinbar ist. Aber das können wir uns unmöglich entgehen lassen.
Derart gut gestärkt benötigten wir auch nur eine klitzekleine Pause, um uns dann in den Tag zu stürzen. Heute wollte ich meiner Begleiterin zeigen, wie toll das Hutmacher in der Utopiastadt ist und wie schön man auf der dahinter liegenden Nordbahntrasse spazieren kann und dabei immer wieder Neues entdeckt. Und so schwebten wir nach Elberfeld und nahmen vom Wall aus den Bus nach oben, nach Mirke.
Von außen wirkte der alte Mirker Bahnhof wie eine einzige große Baustelle. Das Hutmacher hatte geschlossen. Zurn Trasse hin standen dafür Imbiss- und Getränkewagen, aber wir zogen es vor, ein paar Meter auf der Trasse zu gehen, wo es einige Übeführungen mit tollen Ausblicken über die Stadt und auf alte Industriegebäude.
Schon hier ließ der Himmel nichts Gutes erahnen.![]() |
| Blick durch den Engelnberg |
Wir kamen gerade bis zum Engelnbergtunnel, als es heftigst zu regnen begann. Unsere beiden Wetter-Apps hatten unterschiedliche Prognosen ausgeworfen, aber das hier um die Zeit natürlich nicht.
Mir blieb gerade noch Zeit, einen Schnellschuss durch den Tunnel zu erhaschen, dann war ich froh, meinen neuen, blauen Zauberschirm mitgenommen zu haben, der jedoch genauso machtlos war wie wir.
Wir schafften es halbwegs unbeschadet bzurück zum Bahnhof Utopiastadt, wo wir uns auf der überdachten Außenbestuhlung im Trockenen niederließen.
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| Unter schützenden Schirmen |
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| Resteverkauf am Hutmacher |
Da der heftige Regen weiter anhielt, beschlossen wir, zurück zum Hauptbahnhof zu fahren, um irgendwo eine Kleiigkeit zu futtern. Es verschlug uns zum Laurenz, wo wir uns bei Don Camillo und Pepone im Trockenen mit einem Oktopus und Nudeln verwöhnen ließen.
Selbstredend hatte der heftige Regen aufgehört, kurz nachem wir im Ristorante Platz genommen hatten. Nach dem Essen schauten wir uns die Laurentius-Basilika von innen an und ich führte Hilde durchs Luisenviertel zum deWeerthschen Garten, der sich leider auch als große Baustelle entpuppte.
Wir stellten (mal wieder) fest, dass die Zeit die Zeit schneller raste als der Regen geprasselt hatte. Wir fahren morgen Mittag bereits wieder zurück! Ungaublich, wie schnell so eine Woche vorbei ist. Damit Hildes Schwebbahntour komplettiert wurde, fuhren wir mit der Schwebebahn über Vohwinkel nach Oberbarmen. Von hier aus wurde es ein wenig tricky.
Wir hatten befreundeten Menschen zugesagt, in Beyenburg nach ihren Bekannten zu schauen, zu denen vor vielen Jahren der Kontakt abgerissen war. Dank meiner Planung schafften wir es, den falschen Bus zu nehmen und an der falschen Haltestelle auszusteigen, so dass der Weg von dort zu der gesuchten letzten Anschrift über eine Straße außerorts ohne Gehstreifen geschweige denn Bürgersteige steil bergauf.Nicht mit uns! Ein kleiner Check ergab, dass wir von dieser Haltestelle aus mit einem anderen Bus eiterfahren konnten, der ganz in der Nähr der Adresse hielt. Gesagt getan. Wir fanden die Nachkommen des gesuchten Paars und erfuhren so, dass die beiden Eltern bereits verstorben sind. Traurig, aber wenigstens ist die Ungewissheit geklärt.
So nutzten wir die verblieben Zeit, um uns zu Fuß zum Beyendorfer Kloster am Stausee durchzuschlagen. Die Häuser, die wir unterwegs sahen, waren genauso interessant wie das Umfeld des Klosters und der Klosterkirche selbst. Das entschädigte für viele, viele Meter Fußweg.
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| Die Gefallenen 1870/71 |
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| Der Klostergründer Theodor |
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| Der Blick zum Stausee |
Zwar fanden heute keine Drachenbootrennen auf dem Stausee statt, aber die Ausblicke auf den See und das davorliegende alte Fachwerkviertel war grandios.
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| Die Dame hütet Schafe |
| Prima Donna |
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| Die Klosterkirche |
Die vielen Schritte hatten zum Abend hin wieder hungrig gemacht. Zum Glück erwischten wir schnell einen Bus zurück. In Oberbarmen selbst fanden wir im direkten Umfeld des Bahnhofs nichts, was uns lukullisch zusagte, aber als wir von Oberbarmen aus zurückschwebten, hatte ich einen guten Syrer ausgemacht, für den wir nach 2 Stationen wieder ausstiegen. Nach einem kleinen Fußweg standen wir vor einem Restaurant, das den Betrieb aufgegeben hatte.
Zurück zur Schwebebahn, wo wir uns noch in der Bahn auf eine schnellen Kompromiss einigen konnten. Wir stiegen am Döppersberg aus und gingen ein paar Meter bis nach Hanoi, wo man uns leckeres Huhn in Reis und Gemüse servierte. Na also, geht doch!
Müde und schlappy, aber happy sitzen wir wieder in unseren Hotelzimmern und schaune andächtig auf die Schrittzählerstände dieser Woche.
Alles Auf und Ab. Das hat sich gelohnt.
Morgen erwartet uns Fabienne mittags im Café und wir freuen uns von dort aus auf ein neues Abenteuer mit dem Bahn-Murphy.












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