24 August 2017

Die Insel der Erinnerungen

Meine langjährige Erfahrung mit dem Unternehmen Deutsche Bahn hat mich gelehrt, dass solche Unwägbarkeiten wie fehlende Wagen, defekte Türen oder "wir bitten alle Reisenden auszusteigen, dieser Zug endet hier!" in der Regel nur einmal pro Urlaub vorkommen. Daher konnte ich heute morgen frohen Mutes den dreiteiligen Trip zur Insel antreten. S-Bahn, Regionalbahn, Regionalexpress kamen hin wie zurück pünktlich auf die Minute. Von Lübeck bis Fehmarn saß ich im richtigen Teil des Zugs, der nicht in Sierksdorf abgehängt wurde. Ok, auf der Rückfahrt ein überraschender Gleiswechsel von 7 auf 9 in Lübeck, aber der wurde auch zehn Minuten vorher angesagt.
Doch erst mal ganz von vorne: Mein Frühstück nahm ich sehr früh ein, so dass ich heute nicht mit Don Filippo zum Kaffee plauschen konnte, aber beim Verlassen des Hotels sah ich ihn doch am Frühstückstisch sitzen und konnte mich noch von dem netten Kerl verabschieden. Lieber Philipp, falls Du das liest: Ich hoffe, Du bist gut heim gekommen und ich drück Dir feste die Daumen für den Köln-Marathon!

"Meine Ferienwohnung"
 Die fast drei Stunden Fahrt ermöglichten Lesen, Landschaft betrachten und Dösen, also ein perfekter Start in den Tag. Mittags wurde ich vom Empfangskomitee Dörr in Burg begrüßt. Mit den beiden Freunden fuhren wir zuerst zum Haus, in dem ich einige schöne Urlaube verbracht habe - und hier überkam mich ein eigenartiges Gefühl der Trauer, weil ich meinen verstorbenen Freund Hardy doch in vielem hier wiedersah.

Toruis mit Cappies
Zurück in Burg drehten wir unsere Runde vorbei an den Geschäften und Restaurants  am Marktplatz, machten beim Bäcker eine Kaffee- und Kuchenpause und Helmut und ich konnten auch den Fehmarn-Touri-Caps nicht widerstehen.
Echt Liebevoll hier
Schließlich machten wir vor dem Cafe Liebevoll in der Bahnhofs-straße Station, plauderten dort mit einer netten Frau, und setzten dann unsere lukullische Runde zum Ristorante Borgo Antico am Marktplatz fort. Nach einem leckeren Abendessen und interessanten Gesprächen machte ich mich um 19:31 mit dem letzten Zug wieder auf die Rückreise und fragte mich im Zug, wo die 7 Stunden geblieben waren, die ich auf der Insel verbracht hatte.




Und nun, zurück im Hotel, merke ich, dass solche langen Tage doch auch bei mir ihre Spuren hinterlassen. Es scheint fast so, dass ich auch älter werde, kaum zu glauben. Morgen Abend heißt es "Auf Wiedersehen", die Heimat ruft. Aber daran will ich jetzt gar nicht weiter denken.
Carpe Diem!

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