27 Mai 2018

Mit Okapis, Bongos und ohne Ameisenbär zur Terrazza

Wir hatten heute das Vergnügen, mit der Schwebebahn einmal bis zu jedem Streckenende und zurück zu reisen. In Oberbarmen verblüffte der enge Wendekreis, in dem die Bah in luftiger Höhe drehte. In Vohwinkel sahen wir eine Weiche, mit deren Hilfe die Wagen auch in die dahinterliegende Wartungs- und Sammelstation laufen konnten.

Weiche an der Endstation Vohwinkel

Kaiserwagen
Auch den historischen Kaiserwagen, mit dem man gegen Gebühr Sonderfahrten machen kann, begegnete uns an unserer Zielhaltestelle Zoo/Stadion. Das "Stadion am Zoo" des Wuppertaler SV befand sich auch in unmittelbarer Nachbarschaft der Schwebebahn.  Die Schilder Richtung Zoo wiesen dahinter alle in eine Richtung: Bergauf.
Bei drückendem schwülen Wetter entpuppten sich mein Freund Silberhelm und ich als körperlich am wenigsten belastbar, so das wir uns gegenseitig stützten, um den Anstieg bewältigen zu können. Fünf Minuten nach den Anderen erreichten wir den Eingang des Zoos. Es lohnte sich, die Anlage ist sehenswert. Sie hat nur einen Nachteil: Sie ist in den Hang eines hunderte Meter hohen Bergs gebaut, so dass wir auf dem kilometerlangen Rundkurs viele Höhenmeter zu bewältigen hatten. Von Seelöwen über Schlangen, Vögel, Raubtieren bis hin zu den Elefanten war vieles vertreten.  Unter Anderem trafen wir auf einen Bongo, der unserem gleichnamigen Kollegen gar nicht ähnlich sieht.
Der Bongo an sich
Das Okapi erinnerte mich sofort an Mariana Lekys wunderbaren Roman aus dem Westerwalddörfchen, in dem immer, wenn die alte Selma im Traum ein Okapi sieht, am nächsten Tag jemand stirbt. Müsst Ihr unbedingt lesen!

Ein scheues Okapi von hinten
Als dann am Gehege unser Kollege Ameisenbär (Anreise siehe vorgestern) erstmals einem Artgenossen live gegenüberstand, haute ihn das so um, dass er kurz darauf leider die vorzeitige Heimreise antreten musste. Nachdem wir uns am Okavango mit Curry/Pommes/Mayo und anderen gesunden Leckereien gestärkt hatten, waren wir am Ende unserer vierstündigen Bergwanderung ganz schön platt (jedenfalls die Älteren unter uns), so dass wir im Hotel eine dreistündige Pause zur Augenpflege nutzten (während das Jungvolk weiter shoppen ging).

Auf der überdachten Terrazza
Am frühen Abend dann ein Highlight beim Italiener. Im offenen ersten Stock des "La Terrazza" speisten wir sehr lecker mit Blick auf die Straßen am Rande des Luisenviertels. Ich sag nur "Fettucine mit Lachs, Bärlauchsauße und grünem Spargel", vorzüglich! Hinterher eine Creme Brûlée vom Feinsten, natürlich mit Diät-Caramel, versteht sich, und ein Espresso Macchiato der guten Sorte.
Überschattet wurde das Essen von einem Wasseranschlag, den mein Kollege Luca Thomi jedoch ohne langfristige Schäden an Hemd und Hose überstand. Sollte einer von Euch mal hier vorbeikommen, unbedingt den Waschraum vor den Toiletten im Keller begutachten. Sehr einfallsreich gestaltet, das Teil!

Blaubeer-Granatapfel-Minze-Tee und eine
Handmade-Limo - unsere Absacker

Der Absacker im Extrablatt direkt neben dem Hotel rundete einen kulinarischen Bergwandertag sauber ab. Morgen früh will Fabi uns auf den Griffelsberg zur Uni begleiten, das wird auch nochmal spannend. Morgen nachmittag geht's schon wieder Richtung Heimat, aber es hat sich jetzt schon gelohnt.

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