08 August 2024

Cappuccino Guliso mit apunkt

Die heutige Verabredung in einem Moselörtchen war mit viertel vor elf zwar sehr früh angesetzt, aber ich erlaubte mir dennoch, gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz zu verstoßen und stand so früh auf, dass ich gemütlich frühstücken konnte und trotzdem halbwegs pünktlich zum Kaffee mit meiner Freundin a. erscheinen konnte. 

Und so saßen wir gemütlich vor dem urigen Café im Ortskern und hatten uns viel zu erzählen. Wir besprachen, wie der Weltfrieden zu sichern ist, worüber wir als nächstes schreiben wollen und vieles mehr.

Der Cappuccino war erste Sahne, und obwohl die Rhabarberschorle gerade ausgegangen war, war das Eis danach sowas von köstlich, mein lieber Herbert, ich kann Euch sagen!

Der anschließende Spaziergang vorbei am heimeligen Kapellchen führte uns zum Friedhof diese schmucken Örtchens. Dort entdeckte ich eine schön, kleine Inschrift auf einer Schiefertafel, die mich sehr berührte.

So kann man Gräber auch gestalten 🧡

Danach machte ich mich auf den Heimweg und besuchte unterwegs den BIOLAND-Bauer meines Vertrauens, um mir ein paar leckere frische gesunde Gemüse und Salate abzuholen. Zusammen mit der heutigen Lieferung des Gertrudenhofs hatte ich nun alles zusammen, um über die nächste Woche zu kommen. Und nicht nur das, auch für mein heutiges Ofengemüse war es das perfekte Timing. Dass ich genügend Zutaten zusammen hatte, lässt das Foto erkennen, auf dem ich aus Platzgründen gar nicht alles platzieren konnte.

Es fehlen Basilikum, Ziegenfeta, Gewürze ...

Anderthalb Stunden später zog ich dann dieses Blech aus dem Ofen.

Sieht doch gut aus, oder?

Da mein liebes Ännchen derzeit im Kurlaub verweilt, ließ ich es mir heute alleine ohne den Mittwochsbesuch schmecken. 

Anschließend war natürlich noch ein kleiner Verdauungsspaziergang angesagt. In den Rheinanlagen machte ich eine Pause auf der Bank bei Uli und Merlin, traf nach längerer Zeit meinen mutigen, jungen syrischen Freund wieder und fand am Ende noch Zeit für eine halbe Lesestunde mit Frl. Liebe auf der Suche nach dem Glück des Lebens.

Der Anblick von Rainfarn und Schafgarbe erfreute mich und passte gut zu diesem schönen Spaziergang. Am Ende war auch mein Schrittzähler mit mir zufrieden und ich schaue mir gleich noch die Olympia-Zusammenfassung des Tages an. HACH!

07 August 2024

Kunst und Natur - eine Rätselrunde

Wenn ein Mittwoch mit einem selbstgemachten Nachmittagssalat zu Ehren des KLB beginnt, dann muss es eine besonderer Tag sein. Der Kleine beehrte mich an seinem Ehrentag mit einem schönen Besuch, den wir mit leckerem Essen, Kaffee und Espresso und langem Beisammensein begingen.

(Ok, es war nicht direkt der Start in den Tag, denn ich hatte bereits vorher die gute Andrea mit Lesestoff für den Urlaub versorgt und auch dem Reformhaus und der Buchhandlung einen Besuch abgestattet.)

Anschließend durfte ich das Brüderlein in die verdiente Augenpflege entlassen und begab mich heute alleine auf eine kleine Rätselrunde. Mal schauen, ob jemand anhand der Bilder erkennt, wo diese schöne Runde stattfand.

Zu Beginn begrüßte mich eine rührige Hummel auf einer schönen Blume.

Nicht nur die blaue Passionsblume lockt an, sondern auch einiges an "Dorfkunst" an den Häusern.














Während sich ein dicht umwachsenes Baumgerippe gen Himmel streckt, zeigt sich am Wegrand die quirlige Borstenhirse in ihrer ganzen Pracht.


Auch zwei bekannte Wanderwege laufen hier entlang.


Neben dem Weg viel Natur, relativ unberührt wächst hier alles vor sich hin.

Auf der anderen Seite sieht man eine Kapelle und eine Burgruine. Man muss allerdings schon genau hinschauen.

Kapelle (links) und Burgruine (rechts oben)

Auf dem Rückweg fiel mir ein Apfelbaum auf, der bereits zum Weg hin halbseitig mit einer Waldrebe zugewachsen ist und sich daher nach der anderen Seite ausdehnt. Einige Brombeeren an den zahlreichen Sträuchern am Wegesrand konnte ich mir schmecken lassen.












Dann begegnete mir eine der zahlreichen Acker-Kratzdisteln, deren Samensporen sich beim heutigen Luftzug schnell überall verteilten. Dahinter übrigens ein kleines Wäldchen, das mitten zwischen den Äckern stehen gelassen wurde und sich dort gut macht, wie ich finde.

Bevor ich zurück zu den Häusern kam, machte ich eine schöne Pause auf einer der Bänke, die am Wegrand toll in die Hecken integriert sind. Von dort aus genoss ich mit der langsam untergehenden Sonne ein  beeindruckendes Licht-Schatten-Panorama auf der anderen Seite.

Solche Tage kann ich mit dem guten Gefühl abschließen, mir die nötige Ruhe gegönnt zu haben und freue mich wieder auf morgen, wenn ich das RAG sträflich missachten und der Einladung einer Freundin zum Kaffee bereits um 11 Uhr (!!!) Folge leisten werde. Auf dem Rückweg wartete beim BIO-Bauern meines Vertrauens eine kleine leckere Lieferung darauf, von mir mitgenommen und verarbeitet zu werden.

Aber wo war ich heute?

06 August 2024

Vom Ankerbrett zum Nachtlesen

Wenn man sich stets an das RAG hält, werden die Tage kurz, sehr kurz. Diese Erfahrung machte ich heute wieder.

Dabei fing es gut an heute Mittag, mit dem Besuch der Buchhandlung am Ankerbrett. Nicole hatte mir mal wieder in Windeseile ein bestelltes Buch besorgt. Und die Sprüche auf dem Brett sind immer wieder ein Anlass zum Schmunzeln.

Nach einem Kurzbesuch bei meinen früheren Kolleginnen und Kollegen  am Stadtgraben und einigen kleinen Einkäufen war es bereits Zeit, den deutschen Olympiamädels hand- und fußballmäßig beim Verlieren zuzuschauen.

Und schon war es kurz vor neun und es legten sich die ersten Abendschatten über die Rheinanlagen, wo ich meine kleine Runde drehte.

Schräg gegenüber, im Schatten des Krahnenbergs, war der Ley'sche Hof bereits mit Beleuchtung zu sehen,

Lichter am Biergarten

Währenddessen begann sich rheinabwärts in Richtung Westen ein schöner Abendhimmel zu formieren.

Bei Rheinkilometer 614 machte ich mich auf den Rückweg und sah dort, dass sich der Runde Turm, ein Andernacher Wahrzeichen, hinter einem der Bäume zu verstecken versuchte. Klappte nicht.

Da muss er wohl noch ein paar Jährchen warten, bis die Stämme der jungen Krüppelplatanen dick genug sind.

Auffällig auch, dass ich unterwegs wieder einmal zwei Menschen mit Büchern auf den Bänken am Rhein beim Lesen sehen konnte. Junge Leute. Ich finde, das ist ein sehr gutes Zeichen. Da wollte ich mich natürlich auch nicht verweigern und suchte mir ein Plätzchen mit Beleuchtung aus, denn die war mittlerweile nötig geworden.

Das Foto täuscht ein wenig, denn es war unter der Laterne schon noch hell genug zum Lesen, so dass ich Fräulein Liebe noch eine halbe Stunde im zweiten Band bei ihrer Suche nach dem Leben in Andernach Gesellschaft leisten durfte. HACH!

05 August 2024

Wochenstart mit Ehrenmännern

Viel zu schnell war das Wochenende vorbei, wie so oft. Auch und gerade für uns freilaufende Rentner ist es immer wieder eine Herausforderung, wenn der Ernst des Lebens von vorne losgeht. Zum Glück hält das RAG uns wenigstens den Morgen frei. Nach kleineren Erledigungen auf einem Ründchen durch die Innenstadt wurde mir ein unverhofftes Lob für meinen Sprecher-Part in Karins Rollenspiel zuteil, den ich bei unserer Lesung letzte Woche in der Permakultur innehatte. Danke, Gabriele!

Nach einem gemütlichen Balkonia-Snack zu Hause wurde es auch schon wieder Zeit für eine Vorabendrunde am Rhein, bevor es dunkel wurde. Unser Ehrenmann Sigi wurde bei seiner Wacht am Bollwerk von einem weiteren Gentleman auf dem Rhein besucht.

Und auch Simones Engel präsentierte sich in glänzender Verfassung. Er hielt die Wolken am Himmel in Schach und fing gleichzeitig das frische Wasser des Brunnens mit seinen Flügeln ein.

... und das Wasser

Die Wölkchen ...













Zu guter Letzt begegnete ich auch Uli und Merlin, die auf einer schattigen Bank eine kleine Rast eingelegt hatten und das frische Lüftchen am Rhein genossen. Ich gesellte mich zum Smalltalk eine Weile dazu und begleitete die beiden anschließend noch ein Stück auf ihrer Runde bis zurück zum Parkplatz.

Der Abend mit der Goldmedaille unserer 3x3-Basketball-Mädels war das I-Tüpfelchen auf einem schönen Start in die Woche.