18 Dezember 2023

So kann Dezember auch sein

Die Tage kurz vor dem Winterbeginn zeigten uns heute wieder ihr schönes Gesicht. Ich hatte mich mit Natalie verabredet, mit der ich schon viel zu lange viel zu wenig Zeit verbracht hatte. Und der Tag war wie für uns gemacht, gerade für unseren schönen Spaziergang auf dem Hochplateau über Andernach.

Dieser Weg war Natalies Idee, und da sie in ziemlich direkter Verbindung mit den Mächten des Himmels steht, vertraute ich ihr und wurde belohnt. Ein paar Bilder von heute Nachmittag.

So sieht der Blick vom Plateau aus

Und so, wenn wir zwei davor stehen

Blick von der Kanzel rheinaufwärts

Blick rheinabwärts auf Leutesdorf

Die Anhöhe schräg gegenüber

Kleines Panorama

Wir hatten uns viel zu erzählen und genossen gleichzeitig die tollen Ausblicke hier oben. Am Ende reichte es noch für einen Kaffee zu Hause, ehe sich meine Begleiterin wieder verabschiedete.

Leider verkündet meine Wetter-App Böses für die nächsten Tage. Ich glaube, ich werde mir eine neue Wettervorhersage zulegen müssen, die uns weiterhin schöne Tage beschert.

17 Dezember 2023

Hochwasser mit Buddhine und den Heiligen

Wochenende - ist zu Ende
kein Problem - es war schön

Nach dem Samtagsfrühstückritual und dem Marktgang mit dem KLB blieb mir nicht lange Zeit, um mein tägliches Ründchen zu drehen. Kurze Einkaufsrunde und ein wenig Beschäftigung mit der Buddhine, die ich beim Hauskauf mit übernommen habe. Die hatte im hohen Gras ein Schattendasein geführt und hat nun an der Hauswand und mit Blümchen ein würdigeres Ambiente.


Und das Begleitgrün daneben trotze dem Jahresende und blühte noch wie im Frühling, damit fühlt sich die Gute bestimmt wohler.


Es musste alles schnell gehen, denn um halb vier saß ich pflichtschuldig im Fernsehsessel und unterstütze meine Jungs mit allen Kräften. Sie belohnten mich dafür mit einem nie gefährdeten 3:0 gegen die Eisernen aus der Bundeshauptstadt. Jens und Conny schickten mir Bilder vonne Castroper, wo sie live Ihren Teil zum Sieg beigetragen hatten. Grandios!

Danach war es bereits stockdunkel draußen und ich musste meine Schrittzähler leider enttäuschen und legte stattdessen mal wieder einen langen Fußballabend am vor dem Fernseher hin. Wir haben doch Wochenende, als freilaufender Rentner kann ich doch ausschlafen, so what!
Das machte ich heute auch reichlich und es tat mir sehr gut. Nichtsdestotrotz lockte mich das Frühlingswetter nach draußen und ich machte eine Pegelstandsbesichtigung in den Rheinanlagen, von der ich einige Bilder mitgebracht habe.

Land unter am Bollwerk

Auch in die andere Richtung versanken die Schiffsanleger

Vor dem Biergarten ging es nicht mehr weiter

Charles-Bukowski-Ufer am Kleinen Deutschen Eck

Auf den Wiesen tummelten sich viele Gänse, sowohl vom Nil als auch aus Kanada. Aber auch einige einheimische Enten hatten sich zu der bunten Truppe gesellt.

Die Leutesdorfer schräg gegenüber können auch nur hoffen, dass der Rhein nicht weiter steigt.

Kurz vor dem Alten Krahnen war dann der Weg gesperrt und so machte ich mich auf den Rückweg durch den Skulpturenpark. Immer wieder beeindruckend, was es hier zu sehen gibt.

Ein Löwenpärchen aus Kenia

Diese extraterrestrische Maschinenwesen hat die Teleskopschüssel  auf seinen Heimatplaneten gerichtet.

Ich vermute, es funkt gerade eine Botschaft á la "Holt mich schnell wieder hier ab! Die hiesigen Populationen sind dabei, den ganzen Planeten zu ruinieren. Außer den Delphinen kein intelligentes Wesen in Sicht. 42."

Woher es kommt, weiß ich nicht. Melmak wird es nicht sein. Vielleicht vom Ork?

Wenn Ihr eine Idee habt, lasst es mich wissen. Unter dem blog-Eintrag kann man kommentieren.

Nun begann sich die Nachmittagssonne zu Abendsonne zu wandeln. Die schatten wurden sehr lang, es war ja auch schon halb vier 🥳. Auf dem Rückweg durch die Stadt schaute ich noch kurz in der Hospitalskapelle vorbei, damit nach der gestrigen Beschäftigung mit der Buddhine das spirituelle Gleichgewicht gewahrt wird.

Dort traf ich unerwartet Peggy und Torsten, eine erfreuliche Begegnung. Wir hatten alle die Fotos gesehen, die jemand in einer Andernacher Facebook-Gruppe eingestellt hatte, und schauten uns das Ganze mal etwas genauer an.

Die Empore mit der Orgel

Leider kriege ich das mit der Handykamera nicht so schön hin. Die Heiligen Jupp und Klaus, denen diese Kapelle gewidmet ist, mögen mir verzeihen. Nach dem Blick auf den Altar verließ ich die Kirche und entdeckte draußen noch eine weitere Skulptur, die einen verrosteten Engel darzustellen scheint.












Da für die nächsten Tage ebenfalls schön Begegnungen auf dem Plan stehen, werde ich dem viel zu schnell vergangenen Wochenende keine Träne nachweinen. Außerdem kommen bald wieder die Zeiten, in denen die Tage länger und die Schatten kürzer werden.


15 Dezember 2023

Andernacher Historie und Verwandtschaft

Dass im Leben eines freilaufenden Rentners keine Langeweile vorkommt, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Aber es sind ja nicht nur Pflichtaufgaben die zu erledigen sind, sondern auch viele selbstgewählte Aktivitäten, die das Leben schöner machen.

Gestern beispielsweise musste ich meine Rezepte in der Apotheke meines Vertrauens abholen, konnte mich im Anschluss aber bei einer Verkostung im Reformhaus meines Vertrauens von der Qualität eines Aperitifs überzeugen lassen, der sich auch gut als Kräuterbitter nach dem Essen eignet. Lecker!

Beim anschließenden Stadtrundgang wurde ich unterwegs von meinem Neffen mit "Tach Onkel Manni!" freundlich begrüßt. Na gut, Tobi ist mein Halbgroßneffe 4.Grades, aber Familie ist Familie. Ich durfte ihn zu seiner Baustellenkontrolle am historischen schwarzen Kreuz begleiten, dessen marode Einfassung und Überdachung seit längerem im Sinne des Denkmal-schutzes saniert wird.

Nachdem ich der guten Christel eine Geburtstag-email geschickt hatte, war der helle Teil des Tages schon wieder fast vorbei. Blieb noch die Bestellung der ätherischen Öle, für die gestern der letzte Tag mit Vergünstigung war. Ja und dann machte ich vorsichtshalber noch einen kleinen Test, der wieder mal negativ ausfiel.

Wunderbar! Einmal hat gereicht.

Ein spontaner Besuch meiner lieben Freundin Nici bildete dann das Highlight des Abends. Ohne Freunde ist das Leben echt nix, das wurde mir mal wieder klar. Noch ein gemeinsames Abendbrot, bevor sie sich auf den Heimweg machte und eh ich mich versah, lag ich schon wieder schlummernd in der Horizontalen. Ja, so schnell vergehen Rentnertage!

Und auch heute musste ich früh raus. Die gute Caro hatte mir netterweise kurzfristig für 12 Uhr einen Friseurtermin gegeben. Die langen Atzeln waren schon länger überfällig. 

Auch der wildwuchernde Bart wurde wieder in Form gebracht, aber ich denke, ihr erkennt mich noch 🧐

Ich hoffe, die Friseurinnen meines Vertrauens bei Pretty Hair bleiben mir noch lange erhalten, den auch hier fühle ich mich unter netten Menschen gut aufgehoben.

Und so kann ich mich auch wieder unter Leute trauen, oder?

Nach dem späten Mittagessen verschob sich nun schon alles fast in die Dämmerung. Diese dunkle Zeit gefällt mir jedes Jahr weniger. Trotzdem machte ich mich noch auf eine kleine Stadtrunde und begrüßte dort zuerst den guten Lutte, dessen Miene ich immer noch nicht richtig zu interpretieren weiß. Was denkt Ihr?

Grimmig oder nachdenklich oder was???

Ein Blick durch das Koblenzer Tor in die Hochstraße mit weihnachtlicher Beleuchtung war das letzte Bild für heute, bevor es für meine Handykamera zu dunkel wurde. Vorgestern hatte ich das von der anderen Seite aus abgelichtet, mit Blick auf die Reste der kurfürstlichen Stadtburg. Hier sieht man nun de Turm der Christuskirche im Hintergrund über den Dächern.

Am Ende eines schönen Tages lasse ich Euch nun mit diesen Eindrücken alleine und begebe  ich in Morpheus Arme, denn morgen muss ich noch früher raus, mein KLB kommt zum samstäglichen Frühstücks- und Marktritual. Ich freu mich drauf.

13 Dezember 2023

Dezemberwetter

Ich hatte mich gestern auf mein Treffen mit der guten Gaby gefreut, nachdem wir unseren Frischluft- und Kaffeeklön längere Zeit immer verschieben mussten. Man kennt das ja, irgendwas ist immer. Und gestern hatte es endlich wieder geklappt. Als ich kurz vorher im Städtchen unterwegs war, freute ich mich schon, dass es trocken blieb und wir somit ein bisschen spazieren konnten. Ich hab mich wohl etwas zu sehr gefreut, das nimmt Murphy mir oft übel. Ich hatte den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, da fielen schon die ersten Tropfen. Ich saß gerade im Auto und in zwanzig Minuten wollte ich Gaby zu Hause einladen, so hatten wir das vereinbart.
Ich dachte sofort: "Ist ja mal wieder typisch, Murphy, wie er leibt und lebt." Kannste machen nix, musste gucken zu, wie man bei uns zu sagen pflegt. Sofort ließ der leichte Regen nach und versiegte ganz.
"Na wunderbar", dachte ich, "jetzt können wir doch spazieren!" Noch nicht zu Ende gedacht, setzte der Regen wieder mit voller Wucht ein. Ich darf mich einfach nicht zu früh und zu viel freuen. daran muss ich noch arbeiten. So wurde es ein wunderbarer Kaffee- und Streusel- und Klön-Nachmittag, bis ich um hab fünf wieder zur Physio aufbrechen musste. Die letzte Behandlung war ausgefallen, weil, ich im Rennweg im Stau stand und für die Strecke, die normalerweise in 5 Minuten bewältigt ist, eine dreiviertel Stunde brauchte. Deshalb fuhr ich heute eine halbe Stunde früher los. Effekt: "Alle Ampeln grün, kein Auto vor mir bis kurz vor die Physio, ich war in vier Minuten am Ziel und hatte noch viiieeeel Zeit. Murphy macht das oft so. Zum Glück habe ich für solche Fälle immer mein Buch im Rucksack, fuhr in den 3.Stock - und mein Physio-Zimmer war bereits frei, so dass wir schon früher anfangen konnten. Die halbe Stunde unter Natalie heilenden Händen ist immer wieder wunderbar, ich kann ganz wegtauchen und fühle mich danach erfrischt und erholt.

Nachdem sich Murphy also gestern ausgetobt hatte, war heute keine Störung zu erwarten. So machte ich morgens meine Runde zu Arzt- und Heilpraktikerin ohne irgendwelche Zwischenfälle und konnte nachmittags meine Runde im Städtchen bei viel blauem Himmel drehen.

Am Ende der Hochstraße zeigte sich der Bergfried des alten Schlosses im Hintergrund als schönes schönes Bild in der Sonne. 

Auf dem Weg hinunter zum Rhein schaute ich mir die alte römische Wasserleitung nochmal genauer an. So ging also vor 2.000 Jahren Wasserversorgung, faszinierend!











Und auch am Rhein ein schönes Bild. Der blaue Wolkenhimmel über den Platanen lud zum Flanieren ein.

Auf der anderen Seite zeigte Vater Rhein wieder einmal, wie mächtig er ist und leckte schon über den Uferweg am Bollwerk.

Der Uferweg in Richtung Alter Krahnen war noch weitestgehend frei. Lediglich die Schiffsanleger waren schon vom Wasserstand betroffen.

Und auch der Kiosk/Ausschank des Biergartens war schon präventiv aufgebockt, man erwartet wohl weiter steigendes Wasser. Aber der Biergarten ist eh über den Winter geschlossen, somit bedeutet das keine zusätzliche Einschränkung.

Ungeachtet aller Wasserstände schob sich ein wuchtiger Schuber im Vierer-Verbund gegen die Strömung und hatte trotz leerer Container ganz schön zu kämpfen.

Das Kleine Deutsche Eck zeigte bereits deutliche Überschwemmungen.

Land unter am KDE

Am Charles-Bukowski-Ufer traf ich dann den passionierten Radfahrer Bernie, diesmal allerdings mit einem Straßenrad unterwegs und nicht mit seinem Rennrad, mit dem er gewöhnlich zum Nürburgring und zurück sprintet. Wir treffen uns in den letzten Jahren immer nur sehr sporadisch und meist in den Rheinanlagen  Gegen ein Foto wehrte sich Bernie vehement, so dass ich ihn Euch leider nicht hier präsentieren kann. Es entspannte sich eine schöne, kurzweilige Unterhaltung, bis meine Uhr mir signalisierte, dass ich mich sputen muss, wenn ich um sechs noch Anja mit meinem fest zugesagten frischen Ofengemüse erfreuen will. Es klappte stressfrei und aus Anjas genüsslichen "Oaaarh"s und "Hmmmmh"s war schon während des Essens zu erkennen, dass es ihr gut schmeckte. Die Zeit reichte dann auch noch für eine kleine Küchenlesung einer neuen Mike-Neuhaus-Episode, mit der wir unser heutiges Treffen beendeten.

So gehen schöne Tage, und morgen machen wir so weiter.