18 November 2022

Das Duell: Müdigkeit gegen Frischluft

Irgendwie wiederholt sich vieles. Auch heute wurde es Mittag, bis ich meine müden, alten Knochen aus den Federn bewegt hatte. Auch heute flehte mein innerer Schweinehund mich nach dem Frühstück an, mich doch bitte sofort wieder in die Horizontale zu begeben. Auch heute leistete ich ihm Widerstand und setzte mich in Richtung Rheinanlagen in Bewegung. Auch heute war Ellen anderweitig verplant.

Als ich die Eisenbahnbrücke überquert hatte, fiel mir ein, dass ich gestern nur ein Foto MIT dem weißen Turm veröffentlicht hatte, aber vergessen hatte, sein Verschwinden ein paar Meter später zu dokumentieren. Das sei hiermit nachgeholt.

Der Turm ist verschwunden, aber ein großer Wolkenfisch (links) verspeist einen kleinen.

Nach einer kurzen Einkehr beim dm begann ich ein wenig zu schwächeln. Wie gut, dass ich mir einen glutenfreien Powerriegel gekauft hatte, den ich ein paar Schritte weiter auf einer Bank am Rhein genüsslich verzehrte. Bei dieser wohltuenden Pause fiel mein Blick rheinaufwärts auf die andere (falsche) Rheinseite und ich muss sagen, dass die "schääl Säit" gar nicht so schlecht aussieht, wenn sich der Himmel über Feldkirchen und Irlich richtig Mühe gibt und ein paar schöne Wolkenbilder hinzaubert.

Herbsthimmel über der anderen (falschen) Rheinseite

Nach meiner Rast spazierte ich etwas langsamer die Rheinanlagen hinunter, das tat mir heute gut. Über die Kirchstraße machte ich mich dann durch die Stadt auf den Heimweg. Unterwegs fiel mir ein seltsamer Baum auf, der aussah, als würde er sich mit Kopf und Händen flehend zur Seite wenden.

Eindeutig ein Baumwesen, ein Ent

Nach einer späten Brotzeit und der Erledigung einer eMails war es bereits dunkel draußen. Über den Buchtauschclub "tauschticket" kam eine Anforderung rein, die ich sofort aus dem Regal nahm, verpackte, frankierte und mit auf die nächste Runde nahm. Eine kleine Einkaufsrunde zum HIT-Markt nach der anderen Seite der Stadt sollte auch noch im Dunkeln drin sein. Ein dunkles, glutenfreies BIO-Knäckebrot von Panefactum ist eine meiner Entdeckungen der letzten Zeit, die ich nicht mehr missen möchte, und das kriegt man nur dort. Auf dem Rückweg schickte ich im Briefkasten an der Kaserne mein Buch auf die Reise und hatte damit für heute alles erledigt. Als ich dann daheim ankam, einen großen Mausuhr-Salat zum Abendessen verspeiste und der Blick auf meinen Schrittzähler die 11 vorne zeigt, war ich auch mit diesem müden Tag zufrieden.

17 November 2022

Weißer Turm und rostiger Container

Mein gestriger Schritterekord zeigte heute Morgen deutliche Nachwirkungen. Um kurz vor zwölf  quälte ich mich aus dem Bett. Nach dem Frühstück, also gegen zwei, musste ich einen harten Kampf gegen meinen inneren Schweinehund gewinnen, der mir ständig in mein maschinelles Ohr brüllte: "Leg dich sofort wieder hin! Du bist Rentner, du darfst das! Außerdem hast du gestern die halbe Erde umrundet. Sach mal, bist du bescheuert?! Sofort hinlegen!"
Wieso brüllte der eigentlich nur in das linke Ohr? Oh mein Gott, im rechten Ohr war die Hörgerätebatterie leer und ich bemerkte es erst jetzt. Kurz überlegte ich, ob ich gehorchen und mich einfach aufs Bett fallen lassen soll. Erschöpft und verpeilt, wie ich war, ließ ich aber in dem Ton nicht mit mir reden, sattelte sofort den Rucksack und machte mich auf den Weg. Meine 8.000 Schritte schaffe ich heute, war mein fester Vorsatz. Und so strebte ich am 8. autofreien Tag trotz Regenwolken den Weg in die Rheinanlagen an.
Dann plötzlich, auf der Eisenbahnbrücke Werftstraße, sah ich vor mir, was ich dort noch nie gesehen hatte, wohl aber an vielen anderen Orten: Der weiße Turm mit seinem Antennenwald auf dem Dach ist in Andernach gelandet! Im Hintergrund sonnenbestrahlt die Häuser von Feldkirchen auf der anderen (falschen) Rheinseite und davor unser Turm, den einige blog-Leser*Innen aus anderen Wanderungen an komplett anderen Orten bereits kennen.

Da guckt er raus, der ominöse White Tower

Ich versuchte, ihn zu ignorieren, denn ich wusste ja, dass er wieder verschwindet, wenn ich kurz darauf nochmal hinschaue, und so war es auch diesmal. Da die gute Ellen heute keine Zeit für eine gemeinsame Rheinrunde hatte, entschied ich mich für einen Gang durch die Stadt. Für alle Auswärtigen, die die Burgruine mit dem Koblenzer Tor nicht nicht kennen, sei es hier vorgestellt.

So sieht sie von vorne aus

und so von innen aus der Hochstraße fotografiert

Wie man sieht, wird auch an der alten Mauer fleißig restauriert. Ich nehme fast an, dass mein Halbgroßneffe vierten Grades diese Maßnahmen organisiert, denn er hat sich beim Erhalt der historischen Stadtmauer in den letzten Jahrzehnten sehr verdient gemacht. Wo wir schon bei der Familie sind: Ebenso freue ich mich, dass mein nicht weit entfernter Schwager am letzten Sonntag zum neuen Oberbürgermeister gewählt wurde und wünsche ihm viel Erfolg für diese Herausforderung.

Nach einer Stippvisite bei Carmen in ihrer Kunstgalerie begleitete ich sie noch zum Café Wolke 7, wo mir gegenüber wieder einmal das Mahnmal des Spiegel-Containers ins Auge fiel.

Spiegelcontainer von vorne
Die Erklärung










Der Blick hinein

Eine nicht alltägliche Form der Erinnerung an unsägliches Leid, dass hier in Andernach verursacht wurde. Nicht jeder kann sich mit dieser Darstellung anfreunden, ich finde sie sehr passend. Nicht das optisch schöne, glatte, bunte Denkmal, sondern eins, dass in seiner Form mit der rostenden Metalloberfläche für mich die Vergänglichkeit darstellt. Und auch die im Spiegel nur schwer lesbaren Namen der Ermordeten passen für mich zu diesem Anlass, wo jedes Euthanasieopfer für die Täter nur eine Nummer war. Auch schaut jeder beim Blick hinein in sein eigenes irritierendes Spiegelbild und kann, wenn er will, ins Überlegen kommen. Wie hätte ich mich damals verhalten?

Der Blick hinein ins Innere ist auch von vorne gar nicht zu sehen oder zu erahnen. erst wenn man hinter die Kulisse schaut, kann man erkennen, was da wirklich drin ist. Das weist für mich sehr viele Parallelen mit der NS-Zeit auf, als auch nicht jeder genau hinschauen wollte und sich lieber von vorne blenden ließ.

So sieht er von hinten aus

Anschließend flanierte ich zum Marktplatz, wo seit letzter Woche das Weihnachtsdorf mit der Lebenden Krippe aufgebaut wird. Für mich das völlige Kontrastprogramm zum gerade gesehenen Mahnmal.

Die meisten Hütten auf dem Marktplatz stehen schon.

Schlagartig wurde mir wieder klar, wieso ich Weihnachten nicht mag. Obwohl der Rummel noch gar nicht angefangen hat, begann in meinem Kopf sofort eine Melodie zu spielen.

The choir of children sing their song
Ding dong, ding dong
Ding dong, ding Ohhhh
Ohhhhhhh

Simply having a wonderful christmastime
Simply having a wonderful christmastime

Das zuckersüße Gedudel ließ mich kurz frösteln und schaudern. Aber ich gönne es jedem, daran Spaß zu haben und habe viel Respekt vor den Männern, die auch in diesem Jahr hier viele Stunden schuften, um den Großen und den Kleinen wieder die Lebende Krippe zeigen zu können. Da ist sehr viel Herzblut im Spiel, sonst ginge das gar nicht.

Hier kann bald die Lebende Krippe bewundert werden.

Auf dem Nachhauseweg begann es leicht zu dröpseln. Auha, ich hatte meinen Zauberschirm gar nicht mitgenommen! So machte ich unterwegs einen kurzen Abstecher zum REWE, den ich mit einem leckeren Räuchertofu im Rucksack wieder verließ und dann im Trockenen heimspazierte. Nach dem gebratenen Tofu und dem Salat wurde es bereits dunkel. Aber mein Schrittzähler war da angekommen, wo ich ihn haben wollte, und das genügt für einen solchen müden Tag völlig.

16 November 2022

Reise über die Dörfer

Für die heutige Fahrt von Andernach nach Kettig zur Heilpraktikerin gibt es leider keine Direktverbindung. Einmal umsteigen in Weißenthurm unter der Brücke, das geht doch. Umsteigezeit 4 Minuten - HA! Das geht garantiert nicht gut.
Gestern Abend hatte ich mir die Verbindungen über die Internetplattform angesehen und leider nur diese gefunden. Ok, auch andere, bei denen ich zweimal hätte umsteigen müssen - für die Fahrt ins übernächste Dorf etwas üppig. Bus - Zug - Bus scheint eine gängige Kombination für die Überwindung von 8,2 Autokilometern. Kurz überlegte ich, ob ich die 6,8 Kilometer, die es zu Fuß wären, nicht besser gehen sollte. Da diese kurze Route aber über den Kettiger Berg führte, wäre ich etwa anderthalb Stunden unterwegs. Um 11 Uhr war mein Termin in Kettig.
Ich entschied mich für die Bus/Bus-Variante, suchte mir aber eine raus, bei der ich heut Morgen (09:25) erstmal zum Bahnhof latschen musste, um von Bussteig A (09:40) mit der Buslinie 300 los zu fahren. Die bot zwar in Weißenthurm (09:57) auch nur 4 Minuten zum Umsteigen (10:01), aber da ich beim Verpassen des Anschlussbusses auch ne halbe Stunde später weiterfahren konnte, wäre ich auf jeden Fall pünktlich am Ziel. Gesagt getan.

Seit ich Murphy kenne, weiß ich natürlich, dass in einem solchen Fall, wenn man ausreichend Pufferzeiten einplant, IMMER ALLE Busse pünktlich kommen und ich wahrscheinlich eine Stunde zu früh in Kettig ankommen werde. Aber in dem Fall würde ich dort auf den schönen Fußwegen am Ortsrand eine erste Frischluftrunde drehen. Plant man hingegen die Fahrt so, dass alles glatt gehen muss, dann geht IMMER ETWAS schief.

Ich war pünktlich am Bahnhof, der Bus kam pünktlich, die Liniennummer war deutlich sichtbar außen zu lesen. Im Bus ein Display, dass die nächsten Haltestellen anzeigte, alles vorbildlich. Darauf war ich gefasst. 

Perfekt!

Pünktlich in Weißenthurm, der Anschlussbus nach Kettig kam nach genau vier Minuten, es lief wie am Schnürchen. So stand ich denn um 10:08 in Kettig an der Kirche und drehte wie geplant meine kleine Runde in einer herrlichen Umgebung mit Blick aufs Dorf und auf den Pylon der Weißenthurmer Rheinbrücke, unter der ich eben noch umgestiegen war.

Panorama von Kettig

Ich bin immer wieder überrascht, wie viele Läden es noch in dieser kleinen Gemeinde gibt. Im Dorfzentrum rund um die Kirche findet man Metzger, Café, Frisör und vieles andere. Sogar ein verstecktes Pfädchen im Ort, das sogar von Palmen überdacht ist.

Von Palmen überwuchert

Die Kettiger Kirche

Pünktlich in der Praxis, bekam ich sehr viele anschauliche und vor allem erfreuliche Informationen übermittelt, was sich nach den letzten Laborbefunden in meinem Verdauungstrakt alles verbessert hat und ging am Ende sehr zufrieden wieder hinaus, mit dem Einnahmeplan für die nächsten Wochen im Gepäck. Auch die Rückfahrt hatte ich so geplant, dass ich nach dem Termin gemütlich zur Haltestelle an der Kirche zurück gehen konnte. Mangels weiterer fester Termine am heutigen Tag würde mir nun eine mögliche Verzögerung auch nicht viel ausmachen. Aber der Bus kam pünktlich (12:20) und ließ mich genauso pünktlich (12:29) unter der Weißenthurmer Brücke aussteigen.

Die App des Verkehrsverbunds hatte mir empfohlen, beim Umsteigen in Weißenthurm nicht auf den nächsten Bus zu warten, der 3 Minuten später (12:32) kommen sollte, sondern mich zu Fuß zum Bahnhof zu begeben und von dort mit der Regionalbahn eine Haltestelle bis nach Andernach zu fahren. Aber schlau, wie ich bin, nahm ich natürlich den nächsten Bus der Linie 311 anstatt zum Bahnhof zu laufen. Man muss besser sagen "ich wollte den Bus 311 nehmen", der allerdings etwas Verspätung zu haben schien. Nach zehn Minuten Warten ahnte ich, dass dieser Bus niemals kommen würde. Das Schild "Ersatzhaltestelle" hätte mich vielleicht stutzig machen sollen, aber was soll's. Wenn man Zeit hat wie ich, wartet man gerne an der vielbefahrenen Hauptstraße eine halbe Stunde auf den nächsten Transport. Der kam pünktlich, Linie 300 brachte mich um 13:15 zum Andernacher Stadtgraben. Ich schaute noch kurz bei den Ex-Kolleg*Innen im Bürgerbüro vorbei, um einen Schlüssel im Fundbüro abzugeben, den ich gestern am Bahnparkplatz gefunden hatte.

Noch zu erwähnen ist, dass die VRM-App, mit der ich gestern Abend beide Tickets für heute gebucht hatte, diese bereits für gestern Abend gewertet hatte und ich somit heute nochmal zweit Tickets kurz vor den Fahrten buchen musste.

Um kurz nach zwei war ich daheim, um den Rest des großen Salats zu futtern, den ich gestern angerichtet hatte. So war ich denn insgesamt knapp 5 Stunden unterwegs gewesen, um einen einstündigen Termin zwei Orte weiter wahrnehmen zu können.

Mein Schrittzähler hatte Spaß und mein Soll war fast erfüllt. Aber eine Tour zum REWE musste dann doch noch sein, weil ich am Ende die Meldung auf dem Handy sehen wollte:

Tschacka!


15 November 2022

Tag 6 im ÖPNV

Bisher hatte ich nur wenige, aber gute Erfahrungen mit dem lokalen Busverkehr gemacht. Doch heute morgen war es mir doch nicht ganz geheuer, denn bei meinem Kontrolltermin im BWZK warteten gleich vier Anwender auf mich, die den Termin glücklicherweise auf 10:30 vorverlegt hatten. Um ganz sicher zu gehen, pünktlich dort zu sein, hätte ich wohl noch früher aufstehen müssen. Denn wein ein Glied in der Kette der bis Umstiege ausfällt oder verspätet ist, dann strandet man schonmal für ne Stunde im (N)Irgendwo, bis der nächste Anschluss kommt. Daher war ich froh, dass mein KLB die Einladung zum Frühstück angenommen hatte und mich anschließend sicher nach Metternich tuckerte.

Maximal zwei Stunden soll ich einplanen, bis Hörtest, CI-Einstellung, ärztliche Kontrolle und Hörtherapie absolviert sind. Danach hatte ich Luft genug, denn der nächste Arzttermin in Andernach war um 16 Uhr angesagt. Die Ergebnisse der Untersuchungen und Übungen waren durchweg vielversprechend. allerdings gab es einige klitzekleine Verzögerungen im Ablauf, so dass ich nicht wie geplant um 12:30, sondern erst kurz vor 14 Uhr aus dem Haus kam. Die Haltestelle in Richtung Koblenz-Lützel zum nächsten Umstieg ist direkt vor der Tür. Ich hatte gerade die Pforte passiert, als sich meine Blase meldete. Oha, geht das gut bis nach Hause? Wenn alles planmäßig klappt, ja. Also lieber nochmal zurück auf die Besuchertoilette.
Nächster Anlauf zur Haltestelle. Ein Bus fährt mir gerade vor der Nase weg. aber ich hatte mich schlau gemacht, hier fährt alle paar Minuten einer. Der nächste Bus kam auch bald, aber war das meine Linie? Vorsichtshalber hatte der Bus auf der Frontanzeige und auch auf dem Display innen keine Liniennummer  vermerkt. Ach, die fahren doch alle in die selbe Richtung, ich steige ein, zeige mein Ticket vor, dass ich schon gestern aufs Handygeladen hatte, der Fahrer winkt mich durch.
Nach zwei Haltestellen zeigt das Display wenigstens die nächsten Haltestellen an. Ich bekomme erste Zweifel. Beim nächsten Halt gehe ich nach vorn und frage den Fahrer lieber, ob er wirklich am Schüllerplatz hält. "Nee, wir fahren direkt in die City. Das ist die andere Linie Nummer 15. Wenn sie wollen, können sie hier umsteigen  Der kommt gleich". Super, danke, ich verlasse schnell den Bus und steige fünf Minuten später in das richtige Gefährt, bei dem die Nummer 15 tatsächlich gut erkennbar auf dem Frontdisplay steht und der mich wenige Minuten später zuverlässig am Schüllerplatz rauslässt. Geht doch!

Hier muss ich ein paar Meter bis zum Bahnhof gehen, dessen Zugang ich auch nach einigem Suchen finde. Auch Gleis 1 ist gut beschriftet, in wenigen Minuten wird mich die Regionalbahn RB26 nach Andernach bringen. Kleine Verwirrung nur noch, als ich mir die Uhr auf dem Bahngleis von beiden Seiten betrachte.

15 Sek später von hinten
Von vorne gesehen












Der 14:32-Zug kam dann auch gegen 14:35 oder so ähnlich, je nach Betrachtungsweise. Auf dem gegenüberliegenden Gleis lief die Uhr synchron mit der links gezeigten. Meine Handyuhr sagte etwas genau dazwischen. Die Wagen waren nicht überfüllt und sauber. Unterwegs nochmal ein  kleiner Schreck, als wir mitten auf der Strecke irgendwo stehen blieben, einen entgegenkommenden langsam fahrenden Frachtzug mit gefährlich aussehenden großen Tanks passieren ließen. Aber dann ging es schon weiter und wir erreichten Andernach (fast) planmäßig gegen 14:50. Ich machte mich schnell auf den Heimweg, das ist per pedes alles nicht mehr ganz so einfach, überall verliert man wertvolle Minuten. Als ich die Abkürzung über den Bahnparkplatz nahm, fand ich dort noch einen verlorenen Schlüssel, den ich schnell noch fotografiert und in den Andernach Facebook-Gruppen gepostet hab und den ich morgen, wenn sich niemand meldet, im Fundbüro bei den Kollegen abgebe. 

Da lacht der Emmentaler

Zuhause knurrte mein Magen und ich machte mir auf die Schnelle noch was zu futtern, um dann im sehr zügigen Schritt ins Stiftshospital zu meinem Arzttermin zu gelangen. Das zog sich dann doch etwas länger und ich erreichte mein Ziel um 16:02, also fast pünktlich. Auch der anschließende Heimweg mit Abstecher zum Reformhaus hat meinem Schrittzähler sehr gut getan, so dass heute Abend auch wieder die 10 vorne steht.

Und morgen steht die Fahrt nach Kettig an zu meiner Heilpraktikerin. Mit Auto nur ein paar Minuten, mit Bus und Bahn und einem kleinen Puffer wird auch schon mal ne knappe Stunde draus. Aber da ich Murphy ganz gut kenne, wird alles problemlos verlaufen und ich stehe ne halbe Stunde zu früh dort vor der Tür. Ich lass mich überraschen.