24 Januar 2024

Schöne Begegnungen und ein bissiges Krokodil

Hab ich eigentlich schon einmal erwähnt, wie lecker das Frühstücksporridge von Dr. Johanna Budwig ist, das man im Reformhaus erwerben kann? BIO, glutenfrei, schmackhaft, macht satt. Kann ich Euch nur empfehlen.

So gestärkt ging ich frohen Mutes in den Tag und freute mich auf das Mittagessen, zu dem mich Elvira in den Speisetempel auf'm Hügelchen eingeladen hatte. Medaillons in Gorgonzolasosse mit Pommes und Salat hörte sich nicht nur gut an, sondern schmeckte auch genau so. In so netter Gesellschaft anschließend ein Espresso Macchiato, hmmmmhhh!

Den Verdauungsspaziergang machten wir danach am Rhein, wo der Rhein schon wieder begonnen hat, die Ufer in Angriff zu nehmen.

Vom Sandstrand war nur noch ein kleiner Rest übrig geblieben, mit dem angekündigten Regen der nächsten beiden Tage wird er wohl ganz versinken.

Auf dem Rhein herrschte noch viel Betrieb. Ein Schiff mit dem seltsamen Namen Zisterne schien wohl das Wasser den Rhein hoch zu transportieren. Naja, immerhin gut, dass es nicht Latrine hieß.

Nachdem ich Elvira zu Hause abgesetzt hatte, gönnte ich mir ein Nickerchen im Sessel, bevor ich gut ausgeruht die zweite Runde in der Stadt drehte. Um ein Haar hätte mich ein sehr gefährlich aussehendes Krokodil am Wegrand erwischt, ich konnte nur mit einem mutigen Sprung entkommen.

Glücklich gerettet, ging es sofort weiter mit den schönen Begegnungen. Wo? Wieder auf'm Hügelchen. Diesmal waren es die Mädels mit den bunten Haarschöpfen, die mir ein Lächeln ins Gesicht zauberten.

Strahlemenschen: Pietschie und der Bärenknochen

Brigitte in der Kunstgalerie

In der schönen kleinen Kunstgalerie gibt es nicht nur viele interessante Bilder zu sehen, sondern man kann auch Brigittes Angebot an Heilsteinen bewundern. Bei ihr konnte ich einen speziellen "Charles-de-Gaulle" - Stein bestellen, meinen Lieblingsstein.

Der kleine Aufwärtstrend der letzten Tage setzte sich heute fort und könnte von einem guten Spiel unserer Handballer heute Abend getoppt werden.

23 Januar 2024

Die Giraffe und der unbesiegbare Sommer

Und wieder ein Tag mit frühem zeitigem Aufstehen, so langsam wird das alltäglich. Dabei hatte ich gar nichts Besonderes vor. Aber spätestens als Sonne und blauer Himmel mein Frühstück begleiteten, war klar: Ich will raus.

Nachdem ich im HIT meinen Nussecken-Vorrat aufgefüllt hatte, fand sich am Güterbahnhof ein passender Parkplatz, von wo aus ich meinen heutigen Rundgang startete.

Vor der Buchhandlung meines Vertrauens erinnerte mich der heutige Sinnspruch auf dem Lächelbrett an etwas. Das hatte ich ganz vergessen, dass mein innerer Sommer unbesiegbar ist. 

Nicole, vielen Dank für diese wunderschöne Erinnerung!

Ich musste bei diesem Gedanken lächeln und beschloss spontan, den ehemaligen Kolleginnen und Kollegen im gegenüberliegenden Rathaus einen Lächelbesuch abzustatten. Ich bin jetzt knapp vier Jahre daheim - und habe das Gefühl, in den Fluren der Verwaltung überwiegend neue, unbekannte Gesichter anzutreffen. Aber mein Nachfolger saß noch an "meinem" Platz, die Kollegin gegenüber war ein neues Gesicht, allerdings ein Nettes. Dass meine damals in einigen Jahren selbst zusammengebastelte "Tapete" auch heute noch im Einsatz ist, zauberte ein weiteres Lächeln auf  mein Gesicht, ein stolzes Lächeln.

Nachdem ich Steff und Leandra wieder verlassen hatte, ergaben sich auf dem Rückweg noch einige schöne Smalltalks und auch meine heutige "Arbeitskontrolle" war ein voller Erfolg . Alle Beschäftigten voll im Einsatz! ✔✔✔✔

Der anschließende Gang zum Bollwerk offenbarte mir, dass nun auch der letzte Schnippel Schnee geschmolzen war. Allerdings lagen die Tretminen von gestern immer noch auf den Gehwegen. Einige waren plattgetreten, ein paar neue hinzugekommen. So machte ich auch diesen Spaziergang eine Achtsamkeitsübung und wich allen Hartmuts geschickt aus. Ist das eigentlich die richtige Mehrzahl von Hartmut? Oder sagt man Hartmüter, oder gar Hartmuttern? Ich weiße es nicht. Ich weiß auch nicht mehr, wer diesen schönen Ausdruck geprägt hat, damals vor vierzig Jahren. Stopp, ich weiche vom Thema ab.

Auf dem Rückweg begrüßte mich diese Frau, die sehr melancholisch dreinschaute, während das Giraffenmännchen erstaunliche Beweglichkeit an den Tag legte, um sein Pampagras fressen zu können.












Ein Äffchen im Hang posierte vor einem unsichtbaren Spiegel, als wenn ihm das alles am Allerwertesten vorbei ginge.

Auf'm Hügelchen entdeckte ich vor dem italienischen Speisetempel eine lecker aussehende Wochenkarte.

Damit konnte ich meine frühere Nachbarin Elvira überzeugen, ihre Einladung zum Essen auf morgen Mittag zu verschieben.

Medaillons in Gorgonzalasosse, und das in netter Gesellschaft, klingt doch echt verlockend, oder?

Ein schmackhaftes Mittagessen zu Hause reihte sich nahtlos in den heutigen schönen Tag ein, ebenso wie die anschließende Physio unter Natalies heilenden Händen.


So kann ich den Tag mit einem guten Gin Tonic abschließen. Das Tonic Water von Brohler direkt aus der Region, BIO-Limettenscheiben vom REWE und der gute Wacholderextrakt von DoTERRA, HACH!

Nun werde ich mich noch ein wenig mit der weiteren Figurenentwicklung meines Romanprotagonisten Mike Neuhaus beschäftigen, dafür habe ich gestern Abend im Schreibkurs gute Anregungen bekommen.

22 Januar 2024

Was ein Tag so alles ausmacht

Ein erstaunlicher Tag, auch ein voller Tag, ein erstaunlich voller Tag.
Zwischen Frühaufstehen, Arzttermin, Rindersteak mit Salat machen und futtern, eMails schreiben und dem geliebten abendlichen Schreibkurs bei der VHS gelang es mir, Zeit zu finden oder besser mir die Zeit zu nehmen, um noch meine Frischluftrunde am Rhein zu drehen. Ja, ich bin ein wenig stolz darauf, freue mich auch über kleine Sachen.

Nur einen Tag nach meinem Snowwalk am River Rhine hatte ich diese Bilder nicht erwartet. Am Bollwerk empfing mich ein schöner Dreiviertel-Mond am blauen Himmel direkt über den Bäumen.

In drei Tagen wird er voll sein

Der Weg vom Bollwerk zum Biergarten war gänzlich schneefrei.

Auf dem weiteren Weg zum Alten Krahnen war der Schnee durch große Pfützen ersetzt worden.

Unterwegs waren auf der Wiese nur noch die jämmerlichen Überreste eines Schneemanns zu finden, kann auch eine Schneefrau gewesen sein.

Schmelze in Frieden!

In Richtung Leutesdorf war blauer Himmel angesagt, bei Temperaturen knapp unter 10°C. Frühling?

Blue sky over Peoplesvillage

Der Alte Krahnen bot heute eine ganz besondere Konstellation, Über dem (schneefreien) Dach zeigte die Antenne, aus der sonst die mysteriösen Chemtrails in die Luft strömen, genau auf den Mond. Als wenn der kleine Erdtrabant darauf parken wollte, während sich von links ein Raubvogel nähert. Ob der den Mond gleich wegpickt?

Genau hinsehen!

Auf dem Rückweg fiel mir dann doch eine Sache unangenehm auf. Bei der gestrigen Schneedecke hatte sich wohl nicht jeder Hundebesitzer genötigt gefühlt. die Hinterlassenschaften seines treuen Begleiters aufzusammeln. Mir fiel sofort der alte Hit ein: 

Das macht doch nichts - das merkt doch keiner! Kuckuck!

Aber sei's drum, nach der Schneeschmelze war der Fußweg übersät von grünlichen Tretminen, die wir früher "Hartmut" genannt haben. Selbst Simones Engel flehte wohl den Himmel an, damit die Sauerei wegkommt.

Oh Herr, mach die Dinger weg!
Viele grüne Hartmuts
















So wurde dieser Weg auch zum Achtsamkeitstraining, nachdem der Schnee gestern mir ein gutes Gleichgewichtstraining beschert hatte. Hat also alles seinen Sinn.

Zu Hause bereitete ich nochmal die Sachen für den Schreibkurs vor, denn heute konnte ich erstmals nach sehr langer Zeit wieder einen eigenen Beitrag präsentieren, dessen Erstellung mir selbst einige bisher unbeachtete Zusammenhänge in meinem Text offenlegte. Hat sich also gelohnt, in jeder Hinsicht.

Und die Moral von der Geschicht' - die paar Hartmuts stör'n mich nicht!

21 Januar 2024

Hohes Wasser, Schnee und eine blaue Orange

Nachdem ich mir gestern ab mittags einen schönen Fußball-Faulenzertag gegönnt hatte, zog es mich heute Nachmittag wieder nach draußen. Wenigstens ein kleiner Spaziergang in den Rheinanlagen musste heute sein. Bei erträglichen Temperaturen über dem Gefrierpunkt wurde es ein schöner Spaziergang im Schnee.

Das Bollwerk zeigte sich noch ein wenig winterlich, bei den bevorstehenden frühlingshaften Temperaturen wird der Schnee sich nicht mehr lange halten. Dass er ab morgen von Regen abgelöst werden soll, darüber will ich jetzt nicht nachdenken.

Auch die Kiddies haben Spaß im Schnee

Nach der Umrundung des Bollwerks öffnete sich der Blick auf die komplett zugeschneiten Rheinanlagen, herrlich!

Blick bis zum Alten Krahnen

Beim (T)Raumschiff Geysirprise war die östliche Bordwand ebenfalls schneebedeckt.

Dass es auch schnell wieder nach Hochwasser aussehen kann, zeigt der Blick aufs Kleine Deutsche Eck, Mit steigenden Temperaturen, Schneeschmelze und Regen wird es in den nächsten Tagen nochmal spannend.

Irgendwer hatte hinter dem KDE seinen Schneemann nicht fertig gebaut und das Unterteil auf dem Weg liegen lassen. Die Platanen trugen nur noch ein wenig Weiß im Schopf.

Auf den verschneiten Wegen waren heute einige Menschen unterwegs, das Stapfen durch den Schnee und das Atmen der kalten Luft ist ja auch ne tolle Sache.

Auf dem Weg zum Alten Krahnen entdeckte ich etwas ganz Besonderes. An einer Platane waren außen eine Art Stufen angebracht, auf denen sich offensichtlich ein Baum-Gnom hochgearbeitet hatte, um im warmen Kopf der Platane sein Lager aufzuschlagen. Da diese Platanen-Gnome immer sehr neugierig sind, konnte ich auch diesen hier tatsächlich mit ablichten. Man muss schon genau hinschauen, aber ich finde, er ist unverkennbar. Ein paar Meter weiter eine sehr junge Platane, die zwar noch der Stütze bedarf, aber auch schon ihre kleinen Weihnachtskugeln im Geäst hat.

Der Platanen.-Gnom
Die Weihnachtskugeln








Den Blick durch den Bilderrahmen nach Leutesdorf habe ich extra nochmal für Christel in Oklahoma City gemacht.

Als ich am Alten Krahnen kehrt machte, kam gerade Bernd über die Straße, diesmal ohne Rad. Sein Vorhaben, bis zum Geysir nach Namedy zu gehen, war mir dann eine Nummer zu weit, aber zu einem netten Smalltalk reicht es bei uns immer. Ebenso wie bei Sarah, die mir auf dem Rückweg entgegenkam und der die Frischluftrunden genauso gut tun wie mir. Wir passen beide gut auf uns auf.

Die kleine Kugel, die als Kunstwerk unter dem Namen "Orange Bleue" in der Nähe des Biergartens aufgestellt ist, birgt eine interessante Geschichte. Erstellt wurde sie von Michel Karpowicz aus unserer französischen Partnerstadt Saint-Amand-les-Eaux im Jahr 2008 zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft. Sie trägt noch ein klein wenig Schnee auf dem Haupt, der wohl bald verschwunden sein wird.
Der Begriff »Orange Bleue« stammt aus dem Jahr 1929, als der surrealistische Schriftsteller Paul Eluard in seinem Gedichtband »L'Amour, la Poesie« mit den Worten »La terre est bleue comme une orange« unseren Planeten mit einer blauen Orange verglich.

Da aller guten Dinge bekanntlich drei sind, kam mir am Bollwerk Gabi entgegen. Sie brachte mir auch noch eine interessante Idee für unseren nächsten Schreibkurs-Abend mit, nämlich die Übungsaufgabe "Wie entwickle ich den Charakter einer Romanfigur?" am Beispiel eines gewissen Mike Neuhaus zu untersuchen und darzulegen. Ob ich das bis morgen Abend noch schaffe?