08 Januar 2024

Der Kirchturm gegenüber

Der Tag begann sehr müde mit einem gaaanz langen wohltuenden Ausschlafen. Nach dem Spätstück zeigte der Blick durchs Fenster: Bei diesem Kaiserwetter kann ich einfach nicht drinnen sitzen bleiben. So nutzten der KLB und ich den Tag zu einer kleinen Familienrunde.

Von dem gibt es auch nur zwei kleine Fotos.
Beide zeigen den Kirchturm von der "Anna Said", den man von gegenüber aus fast jeder Gasse bewundern kann.

Leider macht meine Handykamera auf die Entfernung keine gestochen scharfen Bilder, aber ich denke, diesen Turm wird jeder mittlerweile kennen. Oder?

Am frühen Abend startete heute unser 22. Schreibkurs bei der VHS, über den ich mich immer noch sehr freue. Eine gute Gruppe ist da über die Jahre gewachsen und immer wieder aufgefrischt worden. Mit dem nächsten Kurs werden wir bereits  ins neunte Jahr gehen und alle hoffen, dass das noch lange so weitergeht. Seit mehr als einem Jahr gibt es bereits einen Parallelkurs, der von der aufgelegt wurde, weil die Nachfrage so groß war. Auch dieser Kurs ist gut besucht.

Heute hatte unsere Mitschreiberin Gerda noch eine schöne Überraschung für mich dabei: Selbst gebackenes dunkles Knäckebrot. Hach!
Danke, Gerda!

07 Januar 2024

Eine kalte Zufallsrunde

Ein müder verschlafener Tag begann erst mit einem Spätstück kurz nach Mittag. Von der angekündigten Sonne, die ab und zu durch die Wolken brechen sollte, war weit und breit nichts zu sehen. Nach dem ausgiebigen Studium der Samstagsausgabe der Rhein-Zeitung und dem Lesen und Beantworten einiger eMails war es plötzlich halb drei. Der Himmel war immer noch grau, sei's drum! Ich beendete die Nachricht an eine Bekannte mit dem Satz, dass ich jetzt meine Frischluftrunde drehen werde, bevor es schon wieder dunkel wird. Sekunden später piepst das Handy. Eine gute Freundin schrieb: "Lust auf eine Runde?" Zufall? Ich denke mittlerweile, dass sich Menschen, die einen engen Draht zueinander haben, über diesen unsichtbaren Draht auch gegenseitig Signal aussenden. Irjend sujet moss ed sinn.

Um Punkt drei nahmen wir uns am vereinbarten Treffpunkt in die Arme und brachen auf. Anderthalb Stunden, bis es beginnt, dunkel zu werden, was dem Abstieg auf regenschmierigen Wegen nicht gerade zuträglich wäre. Aber dank dem ausgezeichneten Orientierungssinn der Freundin und meinem im Auto deponierten Zauberschirm wurde es eine genau passende, schöne und trockene Runde.

Unterwegs trafen wir unerwarteterweise auf eine sehr bunte Schafherde, die neben dem Weg weidete.

Die Freundin zog es sofort zu einem hellbraunen Fell hin, dessen Augen uns neugierig begutachteten.

Ich konnte mich eher mit dem schwarzen Schaf der Herde identifizieren. Mit beiden konnten wir ein wenig Kommunikation betreiben, eine zugegebenermaßen einseitige Geschichte.

Nachdem wir uns von den beiden verabschiedet hatten, kamen wir an eine Stelle, von der aus der Berg mit der Burgruine gut zu sehen, die wir umrunden wollten. Hier war sogar eine kleine Vorahnung von einem kleinen blauen Fleck am Himmel zu sehen, der von der Sonne leicht bestrahlt wurde.

Die Wege waren nicht ganz so schlimm, wie wir befürchtet hatten, und da kein weiteres Wasser vom Himmel fiel, konnten wir auch die vielen Steigungen und Abstiege gut bewältigen, ohne dabei die Grätsche zu machen.

Auf der zweiten Hälfte der Runde zurück zum Parkplatz dann nochmal ein kleiner Blick über die Landschaft, die von der Autobahnbrücke durchkreuzt wird, unter der wir geparkt hatten.

Nach einer herzlichen Verabschiedung war ich pünktlich zur Nussecke und dem FKKKIK-Tee wieder zu Hause. Auch an solchen trüben Tagen gibt es also schöne Momente.

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Ein kleiner Nachtrag noch zu gestern: Kumpel Mike T-Bone ist ja, wie ich auch, von der unvergesslichen Rockband C.C.R begeistert. Creedence Clearwater Revival waren ganz klar die Besten ihrer Zeit - und das ist noch keine 60 Jahre her.

Sieht echt gut aus, oder?!

Seit einer Weile ist ihm der legendäre Drummer der Band, Doug 'Cosmo' Clifford, besonders ans Herz gewachsen. Und da Cosmo im April diesen Jahres seinen letzten 60er-Geburtstag feiert, hatte er die glorreiche Idee, sich zu Ehren seines Idols als Geburtstagsgeschenk die Haare und den Bart nach dessen Vorbild wachsen und stylen zu lassen.
Ich überlege noch, ob ich Mike zu diesem Anlass ein paar gute Drumsticks schenken soll.

Keep on chooglin', Mike 'Cosmo' T-Bone!

06 Januar 2024

Dreikönigstach in Andernach

Der Samstag begann gewohnt schön mit dem ausgiebigen KLB-Frühstück. Wäre die gute Walli heute auf dem Markt gewesen anstatt Betriebsferien zu machen, wäre es noch schöner gewesen. Aber auch die nächste fleischlose Woche werde ich problemlos überstehen, zur Not mit einem Dönerteller.

Auf meiner mittäglich Einkaufsrunde in der Stadt traf ich auf das Pärchen, dass sonst jeden Samstag zur gleichen Zeit wie wir vor Wallis Gemüsebus steht. Sie schienen ein wenig ratlos schauend umherzulaufen, auch sie werden unsere gute Marktfrau vermissen. Bei der Stippvisite bei Wendelin im Kleinen Antiquariat Jona ergab sich ein schönes Gespräch, aber als ich wieder vor die Tür trat, hörte ich immer lauter werdende Trommeln auf den Gassen.

Ach ja, die Sternsinger sind ja heute unterwegs, fiel mir ein.
Ungewöhnlich war jedoch, dass es nicht drei, sondern unzählige waren, zudem waren sie alle ganz anders verkleidet als ich das von früher kannte. An kleine Königinnen hat man sich ja mittlerweile gewöhnt, aber gleich so viele? Auch machten sie an keiner Tür halt, um ihre Verse aufzusagen, Spenden zu sammeln und die Türen zu beschriften, sondern marschierten überall vorbei. Ein kleiner Teil machte vor dem historischen Rathaus halt, der große Rest marschierte in geschlossener Formation die Hochstraße hinunter in Richtung Mariendom.

Wer ist Caspar, wer Melchior, wer Balthasar?

Die heimischen drei neunundachtzig König*Innen

Alle wirkten nicht besonders weise und sahen auch nicht nach Morgenland aus, eher nach preußischen Uniformen. Tja, es sind halt andere Zeiten heutzutage.

Das alles hielt mich nicht davon ab, mich flugs per Handy mit Kumpel Mike T-Bone zum Kaffeeklön zu verabreden. Auf dem Weg zurück zum Auto durfte ich dann auch noch Ex-Kollegin Brigitte erschrecken, die Rote mit den blauen Steinen, wunderbar!

Kaum hatte ich daheim meine Einkäufe eingeräumt, erschein auch mein Kumpel und bei Kaffee und Nussecken entspann sich ein interessantes Gespräch, in dem wir uns gegenseitig die Welt mit ihren vielen, kleinen Facetten erklärten und in gemeinsamen Erinnerungen von 1992 kramten. Viele Gesichter tauchten wieder vor unseren geistigen Augen auf, so auch mein entfernter Neffe Buddy, mit dem ich mich heute Mittag noch per Handy über unser nächstes Treffen ausgetauscht hatte.

Als wir eine gefühlte Stunde später auf die Uhr schauten, war es bereits kurz vor acht und so beschlossen wir, die interessante Unterhaltung bei einem leckeren Abendbrot fortzusetzen. Nach vier Sorten Brot, Schafs- und Ziegenschnittkäse, Ziegencamembert und -frischkäse, roter und grüner Feigensenfsauce, Gurke-Basilikum-Radieschen/Rettich-Snacks, veganem Aufstrich , Räucherschinken, Fenchelsalami und anschließend Kräuterschnaps und Espresso verabschiedete ich den Freund und freue mich nun über den blog-Ausklang eines schönen Tags.

01 Januar 2024

Ein guter Start

Wenn man das Neue Jahr mit solch einem schönen Familientag einläuten darf, dann muss es einfach ein gutes Jahr werden. Und darüber wird jetzt nicht diskutiert. Beschlossen, zack!

Ich hatte mich im Vorfeld sehr auf den Frühstücksbesuch dieser jungen Frau und Mutter gefreut, die mich vor 3 Jahren zum weltbesten Zweitopa ersten Grades ernannt hatte.

Wir hatten endlich mal wieder Zeit, uns in Ruhe über alles zu unterhalten, was sich so bei uns beiden im letzten Jahr zugetragen hat. Im Trubel der Familienfeier vor ein paar Wochen war dies auch wegen meiner akustischen Einschränkungen nicht machbar gewesen.

So hatten wir uns einiges Erfreuliches zu erzählen, und vom Frühstück samt Kaffee war Svenja ebenfalls sehr angetan. Wie immer bei solchen Anlässen flog die Zeit dreimal so schnell vorbei und wir verabschiedeten uns herzlich mit dem Vorhaben, uns bald wiederzusehen.

Kurz nach Mittag konnte ich dann meinen Kleinen LieblingsBruder dazu bewegen, das Jahr mit einer gemeinsamen Frischluftrunde zu starten. Gesagt getan, und an diesem Ort starteten wir bereits mit schönen Anblicken. Diese Bambis suchten auf dem offenen Feld nach Leckereien und waren wohl auch erfolgreich.

So sah es zur Linken aus:

und zur anderen Seite dieses Panorama:

Von dort, wo es hell ist, sollte das Wetter kommen, also spazierten wir guter Dinge weiter. Der nächste Hof war ebenfalls ein lohnendes Motiv.

Nach einer guten Stunde bemerkten wir im Rückblick, dass sich dort über dem Berg etwas zusammenbraute, das uns gar nicht gefiel.

Vorsichtig, wie wir nun mal sind, beschlossen wir die sofortige Umkehr, was sich im weiteren Verlauf auch als gut herausstellte. Unterwegs machte der KLB noch weitere schöne Bilder  von blühenden Rainfarnen am Wegrand und Türmen in der Ortschaft.











Mit weiter zunehmenden dunklen Wolken, die sich in der Ferne bereits auszuregnen begannen und meinem plötzlich leeren Handy-Akku schien sich alles zum Unguten zusammen zu ziehen. Ein paar kleine Nieseltropfen gingen bereits nieder, als wir nach zwei Stunden wieder am Auto ankamen. Glück gehabt. Da wir auf dem Rückweg etwas schneller geworden waren, hatten wir es gerade so geschafft.

Damit hatten wir uns natürlich eine Kaffeepause mit Nussecken und Blaubeermuffins mehr als verdient. Das nenne ich mal einen guten Start in Neue Jahr.
Ab morgen kann der Ernst des Lebens wieder losgehen, mit einigen Terminen wie Kaffeeklön, Physio, Besuche, Skatabend usw.. Ich bin gewappnet!