04 August 2023

Neuer Stoff. Unbedingt: LESEN!

Nachdem ich nun gerade den neuen Ewald Arenz zu Ende gelesen hab, fällt mir wieder auf, welche tollen Bücher mir in der letzten Zeit untergekommen sind. Mich haben sie alle vier mitgenommen, es sind auch alles Autoren, von denen ich schon andere, richtig gute Bücher gelesen habe. In meiner Gesamtliste seit 2016 habe ich sie gerade am Ende ergänzt, aber ich möchte sie alle vier hier einmal besonders herausstellen. Auch die Verlage DUMONT, emons und diogenes beweisen hier wieder einmal ihre Qualität. Rezensionen erspare ich mir, die findet ihr zuhauf im Internet, von mir gibt's nur die Aufforderung: LESEN!

Und natürlich die Empfehlung, dies beim lokalen Buchhändler zu kaufen und nicht bei den großen Versendern. Alte Bücher kauft man gebraucht, neue kauft man vor Ort. Unterstützt den lokalen Handel, damit es ihn noch lange gibt!

























03 August 2023

Warum die Schiffsschaukelbremser ausgestorben sind

 Heute hatten mich Poppi & Co. zum frühen Aufstehen verleitet, wollte ich doch um 12 Uhr die Mädels auf ihrem Weg ins Achtelfinale der WM unterstützen. Leider hat das heute alles nichts genützt, die Frauen erwischten einen schlechten Tag und schieden mit einem 1:1 vorzeitig aus der WM aus.

Es dauerte ne ganze Weile, bis ich dieses traurige Erlebnis überwunden hatte und mich wenigstens zu einem Abendspaziergang aufraffen konnte. Das trübe Wetter tat sein übriges dazu, auch am Rhein lag alles unter einer grauen Wolkendecke.

Grauer Himmel rheinabwärts ...

... wie rheinaufwärts

Aber in den Rheinanlagen wurde ungeachtet des Mistwetters fleißig aufgebaut. Am Wochenende scheint es hier einen Rummel zu geben. Von Karussellen über Freßbuden bis hin zu einer kleine Konzertbühne war bereits vieles vertreten.

Am rechten Karussell wird noch geschraubt

Meenzer Dombraten und polnische Wurst

Hier wird es wohl laut werden

Wie man sieht, wird es ein reichhaltiges Angebot geben, aber was mir auffiel: Es ist mal wieder keine Schiffsschaukel dabei! Die gehörten doch früher auf jede Kirmes und vor dem kräftigen Schiffsschaukelbremser hatten wir als Pänz mächtig Respekt. Aber so ist es kein Wunder, wenn dieser traditionsreiche Beruf langsam ausstirbt. Mal ehrlich, wann habt ihr die letzte Anzeige gelesen "Schiffsschaukelbremser für Fahrgeschäft gesucht"? Tja, keine Schaukel, kein Bremser. Dafür sieht man immer mehr Eintänzer und Tätowierer, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Zum Ausgleich für diesen Rummel suchte ich mir für den Rückweg eine Passage mit interessanterer Kunst aus.

Alt und neu begrüßen einen am Eingang

Afrikanischer Flair zum Einen

auch im Blick zurück

Kunst auf beiden Seiten des Wegs










Diese schönen Eindrücke ließen mich die grauen Wolken eine Zeitlang vergessen. Da ich meinen Zauberschirm mitgenommen hatte, blieb es auch auf dem Rückweg durch's Städtchen trocken.
Die kleine Hospitalskirche war leider bereits abgeschlossen, so dass ich von dort direkt zum Bollwerk zurück spazierte. Und mit dem Blick aufs grauverhangene Bollwerk beendete ich meine heutige Frischluftrunde und lasse Euch nun auch damit alleine.


02 August 2023

Eine kleine persönliche Zeitreise

Heute Nachmittag machte ich mich spontan zu einem Besuch meiner alten Herrschaften auf dem Friedhof meines Heimatorts auf. Heute gab es nicht viel zu erzählen, und so parkte ich mein Auto anschließend mitten im Ort und wollte eine große Runde um die alten Stätten drehen. Dass ich an der Kirche dann eine Klassenkameradin mit ihrem Mann traf, machte mir den ersten Strich durch den Frischluftplan. Nach einem Smalltalk spazierten die beiden nach Hause, während ich mich von der Schöffengasse zu einem Abstecher an den Rhein verleiten ließ. Wie immer in den letzten Jahren, bleib ich vor meinem Geburtshaus stehen und bewunderte, das die Käufer daraus gemacht hatten. Heute stand sogar ein mir unbekannter Mann vor der Tür, der sich als der Besitzer des Hofs herausstellte und der sich darüber freute, mit mir in Kontakt zu kommen.

Wir nahmen im renovierten "Lusthäusje" Platz und wie sich herausstellte, hatten wir uns einiges zu erzählen. Von der Madonna bis zur Solartechnik spannte sich der Gesprächsfaden und endete letztendlich in einer Führung durch alle Räume des komplett renovierten Anwesens. Toll gemacht, konnte ich nur immer wieder sagen, denn es wurde soviel Altes wie möglich wieder herausgeputzt. Manche Ställe und Zimmer wirkten wie früher, nur mit neuem Leben versehen. "Dä Pehrdsstall" beispielsweise und "die Wäschköch" mit Tür zum Keller. Im "Höhnerstall" stehen heute Waschmaschine und Trockner. Das Zimmer, in dem ich einst geboren wurde und in dem ich fünfundzwanzig Jahre später für ein halbes Jahr zur Miete wohnte und der Oma Gesellschaft leistete. Das Zimmer auf dem Dachboden, das einige Jahre später mein kleines Ein-Mann-Unternehmen beherbergte. Dieses Haus hat noch mehr mit meiner persönlichen Geschichte zu tun, als mit vorher bewusst war.
Selbst der kleine Garten hinter der "Ahl Scheuer" neben dem alten "Wutzestall" existierte noch. Hier im Gärtchen winkte uns meine Sandkastenfreundin von nebenan freundlich zu, womit auch meine nächste Station der Zeitreise festgelegt war. Am Ende verabschiedeten wir uns freundlich mit dem Vorsatz, in Kontakt zu bleiben. Ich habe sehr viele Eindrücke mitgenommen, die alle noch verarbeitet werden wollen.

Aber erstmal ging es anstatt in die große Runde dann doch nach nebenan, wo mich Eva bereits auf der schönen ruhigen Terrasse erwartete. Und nachdem wir uns gegenseitig auf den neuesten Stand der Dinge gebracht hatten, war schnell die nächste Stunde verflogen und es wurde Zeit für die Heimfahrt. Auch ohne viel Bewegung war es ein schöner Tag, an dessen Ende ich mich mit einem ebenso schönen Bild verabschiede.

Mitten im Dorf  hat der Rhein eine Ader

01 August 2023

Wolkenrunde über den Feldern

Von dem heutigen Trödeltag ist nur zu berichten, dass mein Zauberschirm mal wieder ganze Sachen gemacht hat. Als ich um viertel vor fünf ins Auto stieg, um zur Physio zu fahren, begann es zu schütten. Als ich auf dem Parkplatz ausstieg, musste ich meinen Schirm mitnehmen, sonst wäre ich auf den 30 Metern bis zur Eingangstür patschnass geworden. Als ich den Schirm in die Hand nahm, hörte der Regen schlagartig auf. Ich nahm ihn trotzdem mit, denn ich musste ja eine halbe Stunde später auch wieder ans Auto kommen. Soviel zum Zauberschirm und seiner Wirkung.

Natalies heilende Hände bewirkten ebenfalls wieder Wunder und gaben mir den Drive für eine kleine Abendrunde. Nach dieser machtvollen Demonstration seiner Möglichkeiten war klar, dass ich den Schirm auch mit auf diesen Spaziergang nehme. Hier gab es einige schöne Wolkenbilder über den Getreidefeldern und über Vater Rhein zu sehen, mit denen ich Euch auch jetzt alleine lasse und einen schönen Abend wünsche.

Zum Start ein Panoramabild

rheinaufwärts

die andere (falsche) Seite

rheinabwärts

über den Feldern

nochmal Felder

die andere Richtung

in der Bildmitte ganz klein eine Brücke

Eins noch hinterher: Klar, dass ich unterwegs wie ein Doofer nach Federn gesucht habe. Einziges Ergebnis: Die drei kleinen Flauschfedern, über die ich gestern sinniert hatte, dass die das Bild im Traumfänger komplett machen würden. Noch Fragen?