06 Juli 2018

Über's Maifeld in die Schromb

Der heutige Nachmittag stand unter einem besonderen Stern: Margarete holte mich zu einem kleinen Ausflug über die Höhen des Maifelds ab. Es sollte ein Trip in unsere Vergangenheiten werden, an denen wir beide in letzter Zeit so akribisch arbeiten.
So tuckerten wir gemütlich im feuerroten Kuppimobil jenseits der Autobahnen und Schnellstraßen zwischen abgemähten Getreideäckern und saftigen Maisfeldern hindurch bis nach Münstermaifeld. In Metternich verfehlten wir die richtige Abzweigung, weil wir zu viel quatschten, und landeten über die Landstraße in Hatzenport. So befuhren wir das Schrumpftal von unten nach oben, besichtigten kurz im Vorbeifahren die Haagsmühle, wo Margaretes Vorfahren väterlicherseits Jahrzehnte und Jahrhunderte gehaust haben. 2 Mühlen weiter waren wir dann am Ziel unserer Reise, der Nachtsheimsmühle.
Die Mühle der Vorfahren?
Die Eigentümer, Elke und Jörg, begrüßten uns freundlich und baten uns herein. Die beiden haben die Mühle und die Nebengebäude in jahrelanger Arbeit umgebaut und in die heutige attraktive Form gebracht. Wow! Elke ist die Nachfahrin der Nachtsheims, die diese Mühle seit mehr als 200 Jahren bewohnen und ihr auch ihren Namen gegeben haben. Ihr Vater hat ein tolles Buch über die Schrumpftalmühlen geschrieben, dass ich bestellt hatte und nun abholen wollte. Jörg hat das Buch nochmal ergänzt und überarbeitet und nun in dritter Auflage veröffentlicht. Wir hatten eine sehr anregende Unterhaltung mit den beiden über die Mühlen und die Bewohner und die Geschichte und und und ..... und blieben länger als geplant.
Für mich gilt es nun, herauszufinden, woher der älteste bekannte Nachtsheim, ein Johann, kam. Er soll um 1772 in Hatzenport geboren sein, jedoch existiert im Familienbuch Hatzenport kein einziger Eintrag namens Nachtsheim. Es wird also knifflig.
Vielleicht ergeben sich nach unserem Gespräch Möglichkeiten, eine genetische Verwandtschaft zu testen, ich bin sehr gespannt.

Am Ende machten wir in Münstermaifeld Zwischenmahlzeit im Schatten und tingelten noch ne Weile durch den Ortskern, bevor wir Richtung Heimat aufbrachen.


Der Blick über sanfte Maifeldhügel ist einfach wohltuend, Futter für die Seele.

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