Hier erlaubt sich ein alter Bärenknochen, seine Meinung zu allen möglichen Dingen kund zu tun, was ihn bewegt, freut oder ärgert, und gelegentlich von unterwegs zu berichten.
Auf dem Foto bin natürlich nicht ich zu sehen, sondern der leider früh verstorbene Matt McGrory in seiner Rolle als der Riese Karl in "Big Fish", einem meiner Lieblingsfilme.
Ein Flohmarkt direkt unter der Schwebebahn, wow! Das lockte uns heute morgen natürlich mit der Schwebebahn zur Sonnborner Straße. Es fühlt sich eigenartig an, mit unserem Zug über den Köpfen der Leute daher zu schweben. Und anfangs noch eigenartiger, wenn einem beim Flanieren der Zug über dem Kopf hängt. Aber das legt sich nach einer Weile, weil man von dem riesigen Angebot so erschlagen ist, dass man die Bahn alle 5 Minuten fast ignoriert. Auf einem solch riesigen Flohmarkt bin ich ewig nicht mehr gewesen. Da es überall von Büchern, CDs und Fußball-Devotionalien wimmelte, nahm ich mir vor, jeden einzelnen Stand wenigstens kurz zu inspizieren. Und so wurden es Stunden, bis wir durch waren. Luca Thomi und König Ernestov gingen ebenfalls diesen beschwerlichen Weg, am Ende hatten wir Glück, dass uns zwei ältere Damen gerade einen Platz beim Italiener frei machten.
Mit meinen insgesamt 4 CDs für 10 Oere hatte ich echt ein Schnäppchen gemacht. Die Tatsache, dass ich daheim seit Monaten ausmiste und woanders genau so viel dazu kaufe, lasse ich jetzt mal außen vor. Ich kann ja nicht auf alles achten. Ich konnte sogar meinem ständigen Verfolger helfen, der mir irgendwann an jedem CD-Stand beim Durchblättern der Ware über die Schulter schaute. Als er zum ersten Mal sagte "Moment mal, kannst Du nochmal zwei zurück?", kamen wir ins freundschaftliche Gespräch und ich fand tatsächlich viele Ständer weiter die von ihm gesuchte Badfinger-CD, auf der "No Matter What" enthalten war.
Der Clou war jedoch der Stand mit dem neuen Buch zum Wuppertaler SV. Ein großformatiger Band mit den 25 legendärsten Spielen des WSV, das reizte mich sehr. Als mir der nette Verkäufer dann erzählte, dass er selbst der Autor ist und wegen Buchpreisbindung leider an die 19,50 gebunden ist, entwickelte sich ein Gespräch, wie es nur zwischen Herzblut-Fußballfans möglich ist.
"Woher kommst Du denn?"
"Aus der Nähe von Koblenz."
"Oh, TuS oder Rot-Weiß-Anhänger? Ich hab das Rheinlandpokalfinale gesehen!"
"Eigentlich keins von beiden. Mein Herz schlägt im Ruhrstadion."
"WAAAS?! Im schönsten Stadion Deutschlands? Hör mal, ich hab was für Dich!"
Er verschwindet hinter den Stand, zieht ein VFL-Trikot hervor, das Trikot von Björn Joppe.
Joppe, ein Wuppertaler Junge, kam nach der A-Jugend in die Bochumer Reserve, um 2001 nach fünf Jahren mit vereinzelten Einsätzen im Erstligakader, richtig in die Profimannschaft befördert zu werden. Hier spielte er zwei Saisons, kam aber über ein Reservistendasein nicht hinaus. Die mit ihm spielten, haben sich auf dem Trikot verewigt, Slawo Freier, der Gefahrenhorst, Christiansen, Colding und viele andere. Ob auch Darek mit dabei ist, oder Rein van Dujnhoven, werde ich zu Hause beim genauen Analysieren der Autogramme feststellen. Für den Freundschaftspreis von 20 Ocken überließ mir der nette Thomas Besche das Trikot und signierte mir auch das Buch. Falls ihr jemand fröhlich, aber falsch singen gehört habt, das kann ich gewesen sein.
Somit bestens ausgerüstet, machten wir uns auf den Weg zum Katzengold ins Luisenviertel, wo wir mit dem Rest der Crew speisten. Leider war draußen nicht genügend Platz, so dass die später gekommenen drinnen Platz nehmen mussten. Die Salate waren klasse. Meine Empfehlung. Solltet ihr mal in der Nähe sein, geht hin!
Da uns Shoppen nicht so wirklich antörnte, beschlossen Gerd und ich, den Nachmittag an der Wupper zu verbringen. Ausgestattet mit kalten Getränken und Lesestoff, schwebten wir bis zur Endstation Oberbarmen, wo die Wupper einseitig mit Wegen, Wiesen und Bänken ausgestattet wurde. Bei warmem Wetter füllten sich die Anlagen schnell und wir hatten Glück, dass ein freundlicher Mensch uns gestattete, neben ihm auf der Bank die beiden letzten Sitzplätze zu belegen. Wir kamen flugs ins Gespräch und es stellte sich schnell heraus, dass mein neuer Freund Portugiese ist und sich mit den vielen anders aussehenden Menschen auf den Wupperwiesen sehr schwer tut. Da er dies auf eine sehr anständige Art kommunizierte (und ich ihm freundlich meine gegenteilige Ansicht mitteilte), wurde das echt ein netter Nachmittag. Ich hab es bis jetzt noch nicht wirklich begriffen, was einen Ausländer dazu treibt, sich mit Ausländern schwer zu tun (außer mit katholischen). Very strange, indeed.
Für mich war der Nachmittag genau der gegenteilige Beweis, als ich zusehen konnte, wie hell- und dunkelhäutige, verschleierte und halbnackte, junge und alte Menschen mit und ohne Kinder oder Hund den Tag geniessen konnten, ohne sich an die Gurgel zu gehen. Da geht mir das Herz auf.
Zum Abendessen gingen wir gemeinsam vom Hotel aus in zehn Minuten zur Karawane, einem empfehlenswerten arabischen Restaurant in einer Elberfelder Seitenstraße. Zu siebt ließen wir uns eine Vorspeise mit 20 Tellern servieren, auf jedem Tellerchen was anderes. Jeder kostete von allem, und alles schmeckte gut, aber anders. Müsst ihr auch mal probieren. Die Hauptgerichte waren genauso lecker und auch erschwinglich. Am Ende dieses langen Tages reicht meine Rest-Energie nicht mehr für's Champions-League-Finale, sondern nur noch für diesen kleinen Bericht.
Eine ungewöhnliche Reise begann heute in Andernach. Fast alle waren pünktlich am Bahnhof (bis auf einen Ameisenbär), DER ZUG AUCH! Umstieg in Köln PÜNKTLICH und AUF DEM GEPLANTEN GLEIS! Ankunft in der Baustelle Wuppertal fast PLANMÄßIG! Solcherlei Dinge sind bei meiner geliebten DEUTSCHEN BAHN bekanntermaßen mehr als selten, vor allem in der Kombination.
Die glorreichen Sechs vor der ewigen Baustelle Wuppertal
Zwei Sonnenkinder
Heut nachmittag besuchten wir eine liebe, junge Dame in Barmen und entdeckten den dortigen Planetenpfad, der bei einer geteilten Sonne im Werth begann. Nach mühsamer Suche kamen wir bis zum Mars. Die Dimensionen, die sich einem beim Betrachten der Größenverhältnisse und Entfernungen erschließen, sind mit menschlichem Geist kaum zu erfassen.
Der anschließende Besuch in Fabis Lieblingscafé lohnte sich dann richtig. Das Café Moritz ist schnuckelig gemütlich mit außergewöhnlichen Ideen. So konnten Fabi und ich dem Mürbeteig mit Käsecreme, Erdbeeren, Vanille und Basililkum nicht widerstehen - und das Zeug schmeckte einfach wunderbar!
Dann ersparte mir eine gnädige (rumänischstämmige) Apothekerin nach einem Telefonat mit meinem (rumänischstämmigen) Hausarzt den Rückweg nach Hause, wo meine Tabletten auf dem Küchentisch reisefertig portioniert lagen. Oder zum Hausarzt, wo mein Rezept seit Tagen abholfertig lag. Ich liebe Rumänien!
'We are Rome' goes Utopia
Zurück im Hotel war der Aufenthalt nur kurz, der Bus zum Mirker Bahnhof erwarteter uns am Wall. Das Konzert von "We are Rome" und "Frogcodile" in Utopiastadt erlebten wir für einige Songs hautnah im kleinen Saal. Allerdings lieferten sich trotz toller (und sehr lauter) Musik Gehörgänge und Tinnitus einen derart erbitterten Fight, dass wir uns wieder auf die Terrasse begaben, wo wir bei geöffneter Saaltür in angenehmer Lautstärke bei Bier und Rhabarberlimo den Klängen lauschen konnten.
Mit dem Gitarristen Hannes Porombka hatte ich noch ein sehr interessantes Gespräch über zukünftige Planungen und Visionen, ich hoffe sehr, da wird was draus.
Den Rückweg kurz nach elf nahmen wir zu Fuß, das ging bergab ganz gut bis zum Hotel. Und jetzt schließe ich für heute, weil mir sonst die Äuglein zufallen.
Radio Memory vermeldet einen weiteren schönen Skatabend mit den Altkumpels in meiner alten Heimat. (Wieso kommt eigentlich in dem Satz das Wort ALT so oft vor?) Wir konnten lange auf Toms herrlicher Terese zocken, mit Blick über den Kirmesplatz bis auf die andere Rheinseite. Draußen an der frischen Luft spielt sich doch ganz anders, wenn die Gehirnwindungen von einem lauen Abendwind durchgepustet werden. Als es gegen halb zehn dunkel wurde, lag unser Chefstatistiker mit drei verlorenen Bierlachsen scheinbar aussichtslos hinten. Seine Frischluftallergie machte ihm offensichtlich mehr zu schaffen, als er glaubte. Mich beflügelte meine erste Fantje-Sumatra nach Monaten sichtlich, trotz teilweise hundsmiserabler Karten kam ich nie ernsthaft in Bedrängnis.
Der Biker und der Statistiker auf der Terese
Nach dem Umzug ins Wohnzimmer und mit einigen selbstgestopften Glimmstengeln auf der Lunge spielte unser Statistiker plötzlich glänzend auf. Selbst eine kleine eigenhändig durchgeführte Zahn-OP brachte ihn nicht mehr vom Siegesweg ab. Dafür beflügelten Bier und Wein unseren Gastgeber zu Höherem, jedoch geriet er dabei regelmäßig aufs Glatteis und hatte die nächsten beiden Lachse an der Backe.
Eine blütenreine Weste
Weil sie mich so nicht gehen lassen wollten, rotteten sich die beiden zu einem abschließenden Malenko zusammen. Sie glaubten tatsächlich, ihre Chancen bei einem höheren Zufallsanteil steigern zu können. Das Ergebnis war ernüchternd (für die beiden) und überragend (für mich) zugleich: --->
Der Kesselheimer Ramsch ist echt eine Kunst für sich, der ist nur glockennüchtern richtig zu verstehen.
Den Spezialauftrag eines alten Kumpels hatte ich vor Wochen liebend gerne angenommen: Eine CD zu basteln mit allen Charthits der besten Band aller Zeiten, Creedence Clearwater Revival, auch gerne "ßie ßie Aar" abgekürzt. Oder wie wir in unseren jungen Jahren mangels guter Englischkenntnisse sagten: "Ze Ze Err".
von links nach rechts: Tom Fogerty, Doug Clifford, Stu Cook und John Fogerty
Gestern Abend war der richtige Zeitpunkt. Viele Erinnerungen kamen spontan in mir hoch. An eine Jugend, in der die Creedence-Hits der Endsechziger noch gespielt wurden, auf jeder Fete, die damals noch Party hieß. Die goldenen Jahre der Band (damals sagte man "Gruppe") waren eigentlich gerade vorbei, als ich im Alter von 13 Jahren 1970 den kontinuierlichen Wechsel von Mary Roos und Michael Holm hin zu Deep Purple, Black Sabbath, Free und besagten C.C.R. in Angriff nahm. Damals waren Popsongs nach zwei Jahren noch keine Oldies. So wurden alle Creedence-Hits noch jahrelang immer und überall gespielt.
Wenn einem Peter Alexanders "Kleine Kneipe" und Heinos "Karamba, Karacho, ein Whisky" damals trotzdem noch gefielen, behielt man das besser für sich oder hörte die Peinlichkeiten bei einem Freund, der die Singles besaß und ebenfalls für gut befand. Auch andere Auswüchse wie Tony Marschalls "Schöne Maid" oder Martin Manns "Meilenweit" konnte man ein Jahr später in der Kellerbar der Eltern eines Freundes noch hören, wenn keiner von den angesagten Jungs dabei war. Selbst Ray Millers "Caroline (Du flotte Biene)" wurde dort mitgesungen. Daliah Lavi hingegen war auch offiziell zulässig, die sah gut aus, hatte Ausstrahlung und wartete auf einen ("Ooooooh wann kommst Du?"). Aber spätestens das Erscheinen von Uriah Heep bedeutete das definitive Ende aller Schlagermutanten.
Einen unnützen Luxusgegenstand wie einen Plattenspieler gab es im elterlichen Haushalt nicht. Um den als Schüler mit einem Mini-Taschengeld zu finanzieren, hätte ich bis ans Ende des Studiums gebraucht. Daher war Ferienarbeit angesagt in der nahen Blechwarenfabrik. Aber sich von der Kohle einen Plattenspieler anzuschaffen, erschien mir damals völlig unsinnig, da ich von meinem Mini-Taschengeld eh keine Platten kaufen konnte. Also wurde zuerst in ein Tonbandgerät investiert. Mit dem Mikrofon lag ich vor dem alten Röhrenradio und nahm alles auf, was an Rock und Pop gedudelt wurde. Mittelwelle bei Radio Luxemburg hatte eine furchtbare Qualität. Südwestfunk 3 - Pop Shop auf UKW mit den Top Ten von Frank Laufenberg waren die klar bessere Alternative.
Aus dieser Zeit stammt meine Verbundenheit mit Creedence, die mich mit jedem ihrer Lieder völlig umhauten. In den monatlich erscheinenden TOP-Schlagertextheftchen wurden zunehmend englische Lieder mit deutschen Übersetzungen veröffentlicht, die verschlang ich, um alles richtig mitsingen zu können. Ich kann heute sagen, dass ich aus übersetzten Songtexten mehr Englisch gelernt habe als in der Schule. Jahrzehntelang war dann die Musik von John Fogerty und seiner Band eine der wenigen Beständigkeiten in meinem Leben. Alles, was ich von Creedence kriegen konnte, hatte ich inzwischen auf Kassetten aufgenommen, und die wurden gnadenlos immer wieder durchgenudelt, vor und zurück.
Als mein Leben dann irgendwann eine 180°-Wendung nahm, kam auch Creedence mit auf die andere Seite, als eine der wenigen Dinge aus dem alten Leben.
Das Comeback-Album von John Fogerty, Centerfield, fiel zwar noch in mein altes Leben und hatte meinem Creedence-Kult wieder Auftrieb gegeben, das Folgealbum "Eye of the Zombie" begrüßte mich bereits im neuen Leben. Aber irgendwann Ende der 90er merkte ich dann, dass ich dieser Musik völlig überdrüssig war, ich hatte alles zu oft gehört, ich konnte es nicht mehr hören. Eine schlimme Feststellung für mich, sowas wie der Verrat an den alten Helden. Die Band hatte sich zwar bereits 1972 aufgelöst, aber John Fogerty spielte ja weiter, und er WAR Creedence.
Als John dann 2005 erstmals wieder nach Deutschland kam, entbrannte das alte Feuer sofort wieder. Mein jüngerer Bruder, den ich als Jugendlicher mit dem ständigen Spielen der Creedence-Hits vom Band sozusagen zwangsinfiziert hatte, freute sich genauso wie ich, als wir die frohe Kunde vernahmen: Am 18.03.2005 spielt unser Held in Köln im Palladium. Wir haben uns damals sofort Tickets besorgt und das Konzert besucht. Ein einmaliges Erlebnis. Die nächsten 3 Jahre folgten mit Auftritten in Hamburg und Bonn. Dann hatten wir das Gefühl, es ist jetzt genug. Wir haben den alten Helden würdig verabschiedet. Seitdem habe ich wissentlich keine Creedence-CD mehr aufgelegt.
Und nun das: Ein Sampler für den Kumpel! Nach 10 Jahren Creedence-Entzug war ich sofort wieder voll drauf, als ich gestern Abend am PC begann, die Songs zusammen zu stellen. Da war er wieder, der schlimme Slang von John Fogerty, wer kennt nicht den Refrain von "Down on the cormer"?
Die erste Zeile versteht man gut, ist ja auch der Liedtitel, aber was kommt danach? Ich hab immer sowas verstanden wie:
Down on the corner,
early in the street,
play in the bockbone and the pen,
plinga nipple dapper feet.
Gibt natürlich überhaupt keinen Sinn. Besonders die dritte Zeile konnte ich auch nach hundertmal Hören nicht sinnvoll interpretieren. Jaaa, der Slang. So heißt es richtig:
Down on the corner,
out in the street,
Willy and the Poor Boys are playin',
bring a nickle, tap your feet.
Nachdem die CD mit den Charthits fertig war, fiel mir mal wieder auf, dass viele der besten Songs gar nicht als Single in den Charts waren, sondern nur auf den LPs zu hören waren. So kam ich nicht umhin, sofort eine zweite CD zusammen zu stellen mit den Stücken, die auf keinen Fall fehlen dürfen. Z.B. das witzige "It came out of the sky" von der LP "Willy and the Poor Boys", auf der auch das gerade erwähnte "Down on the corner" zu finden ist. Ein UFO stürzt auf dem Acker des Bauern Jody ab, in einer Zeit, als Ronald Reagan Gouverneur von Kalifornien ist ("Ronnie the Popular"). Wie alle inklusive Ronnie dann darauf reagieren, ist krude und sehr realitätsnah.
Oh, it came out of the sky, landed just a little south of Moline
Jody fell out of his tractor, couldn't believe what he seen
Laid on the ground and shook, fearin' for his life
Then he ran all the way to town screamin' it came out of the sky
Well, a crowd gathered 'round and a scientist said it was marsh gas
Spiro came and made a speech about raising the Mars tax
The Vatican said, "Woe, the lord has come"
Hollywood rushed out an epic film
And Ronnie the popular said it was a communist plot
Oh, the newspapers came and made Jody a national hero
Walter and Eric said they'd put him on a network TV show
The White House said, "Put the thing in the blue room"
The Vatican said, "No, it belongs to Rome"
And Jody said, it's mine but you can have it for seventeen million
Oh, it came out of the sky, landed just a little south of Moline
Jody fell out of his tractor, couldn't believe what he seen
Laid on the ground a shakin', fearin' for his life
Then he ran all the way to town screamin' it came out of the sky
Oh
Ok, die zweite CD mit den versteckten Diamanten liegt fertig vor mir, und ich bemerke, dass ja noch ganz entscheidende Teile fehlen, denn beide CDs enden 1972 mit der Auflösung der Band. Aber danach kamen von John noch so viele tolle Sachen, ich muss noch eine dritte Scheibe mit dem Besten von John Fogerty solo machen. Natürlich muss ich an die Geschichte mit Saul Zaentz denken, dem Manager der Plattenfirma Fantasy Records.
John Fogerty 2010 Ottawa
Das Label besaß dank eines Knebelvertrags die Rechte an Fogertys Hits. Als Fogerty seine Band verließ und eine Solokarriere startete, verklagte ihn Zaentz wegen Selbstplagiaten. Als Fogerty nach 10 Jahren Rechtsstreit endlich wieder eine Platte ("Centerfield") veröffentlichen durfte, war der Old Man wieder Down the Road. Und er rächte sich mit eindeutig zweideutigen Songs wie Mr. Greed und Zanz Can’t Danz, der nach weiteren Rechtsstreitereien schließlich in Vanz Can’t Danz umbenannt wurde. ZANZ VANZ Can't DANZ erzählt von einem kleinen unbedarften Jungen namens Billy, der durch die Straßen zieht und mit seinem Radio Musik macht und die Leute zum Tanzen bringt, während ein kleines Schweinchen namens ZANZ VANZ die Menschen beklaut.
Out in the street a crowd is gatherin',
Pushed down by the heat of the building, they're wantin' to dance.
Makin' their way up the street, a boy with a pig and a radio;
Little billy can work on the crowd, put 'em into a trance,
For the little pig vanz.
Vanz can't dance, but he'll steal your money,
Watch him or he'll rob you blind.
You're watchin' 'em dance, not a care in the world;
So billy and vanz get busy, they're makin' their move;
The little pig knows what to do, he's silent and quick, just like oliver twist;
Before it's over, your pocket is clean,
A four-legged thief paid a visit on you.
Ich hatte bereits die Original-LP mit "ZANZ" gekauft, als weltweit alle LPs aus den Geschäften zurückgenommen wurden und gegen eine neue LP mit VANZ ausgetauscht wurden. Ich habe mir auch die VANZ-LP besorgt. Seltsam, ich verstehe beim Zuhören immer noch ZANZ 😜😝😝
Auch bei Mr. Greed kann man in dem Zusammenhang schnell erkennen, wen er damit meint:
Mr. Greed, why you got to own everything that you see?
Mr. Greed, why you put a chain on everybody livin' free?
You're hungerin' for his house, you're hungerin' for his wife,
And your appetite will never be denied.
You're a devil of consumption; I hope you choke, Mr. Greed.
How do you get away with robbin'? Did your mother teach you how?
I hear you got away with murder, did you do your mama proud?
Mr. Greed, why you got to take more than you can ever use?
Bring 'em to their knees; isn't it enough just to win while they lose?
You bring no honor to the game, you feast upon the blood and pain,
But the bones you hoard can only bring you shame.
There's corruption in your path, be that your epitaph, Mr. Greed.
Allein wie er das raushaut, mit welcher Gewalt und welchem Zorn in der Stimme, das beeindruckt mich immer wieder. Und so sitze ich jetzt am Küchentisch, bin am Ende der zweiten CD bei "Keep on chooglin'" angelangt, und schwelge in schönen Erinnerungen wie z.B. beim schönsten mir bekannten Lied übers Sterben und Verabschieden, "Sail away", dass er auf der 1986er LP "Eye of the Zombie" veröffentlicht hat.
There's a light up in the sky,
I see the silent ship,
And it's calling you and I,
And if you listen close,
The reasons all come clear,
I'm ready now to go,
There's nothing left to fear.
Oh there's nothing left to fear.
Leavin' all of this pain behind, gonna sail away,
Lettin' all of these chains unwind, gonna steal away.
Mama, come look quick
Do I see an open door?
The passageway is lit,
An' it's time to get on board.
What wonders we will see,
What beauty to my eyes,
So come along with me,
Across the rainbow sky,
Across the rainbow sky.
Leavin' all of this pain behind, gonna sail away,
Lettin' all of these chains unwind, gonna fly away,
Makin' over this troubled mind, gonna wash away,
Leavin' all of this doubt behind, gonna sail away.