25 August 2016

Trödeltag

Ein herrlicher Trödeltag neigt sich dem Ende zu. Das "Geschichte machen" im Buch von Stephen Fry war aufregend genug, die roten Knie bräuchten dringend Schatten, so dass das Aufregendste heute das Abendessen war. Nach einer Einkaufsradtour wurde daraus ein einzigartiger Salat mit 13 Zutaten, aber nur einem Geschmack. Das muss uns erst mal einer nachmachen. Dazu gegrillte Steaks und Brot mit Meersalzbutter, abgerundet durch Bier und Apfelschorle. Köstlich!
Insalata tredici ingredienti Gusto aglio
Freunde kamen noch vorbei zum Verabschieden, ihr Urlaub ist leider morgen zu Ende. Und so sitzen wir noch auf der Terese und sprechen über den phänomenalen Sternenhimmel, den es gestern hier zu bewundern gab. Ein solches Gefunkel in der Milchstraße, dass es mir schwerfiel, mich überhaupt am Nachthimmel  zu orientieren. Ich hoffe, das krieg ich nochmal zu sehen, diesmal mit installierter Sternatlas-App.

24 August 2016

Der Sommer beginnt

Für heute ist der reale Sommerbeginn auf Fehmarn gemeldet. Anders als im restlichen Deutschland ist er hier nicht an ein bestimmtes Datum gekoppelt, sondern errechnet sich in einer komplexen Formel aus personellen Faktoren wie genehmigten Urlaubsanträgen und Fahrplänen der Deutschen Bahn, gekoppelt mit einer Come-down-Komponente.

Oder, einfach ausgedrückt: Wenn ich auf Fehmarn ankomme, fängt nach einer ca. 3-tägigen Phase des Eingwöhnens, Schlafens und Runterkommens das gute Wetter an.

Daher bin ich heut morgen direkt nach dem Frühstück um Viertel nach Eins zur Ostküste geradelt, bewaffnet mit Decke, Handtuch, Saft und Buch. Ich habe das abgelegene Eckchen direkt wiedergefunden, wo man sich gut alleine niederlassen kann. Hier kann man ungestört dem Meer und den Möwen lauschen. Ab und an streunt mal ein Wanderer oder ein Steinesammler vorbei, oder ein Hund darf sich im Wasser vergnügen.

Blick nach Süden

Hier ist zum Glück der Hund begraben

Mein Buch, Geschichte machen von Stephen Fry, entfaltet in der 2. Hälfte spannende und überraschende Kapitel, ich muss mich nach 2 Stunden losreißen und auf den Heimweg machen, damit ich mir nicht den Pelz verbrenne. Das Radfahren gelingt zunehmend besser, so dass ich beschließe, noch einen Ausflug nach Burg zu machen.

Meine Gastgeber treffen heut Abend einen alten Bekannten, der mit dem Segelschiff in Burgstaaken anlegt, so dass ich nach dem Einkauf in Burg einen entspannten Leseabend mit Jessy im Wintergarten verbringe. Die Radlerei sorgt für eine angenehme Müdigkeit, und ein Espresso Intenso hält mich am Leben Lesen.

23 August 2016

Un giorno italiano

Auch der heutige Tag begann mit seltsamen Träumen, diesmal mit Menschen von meiner Arbeitsstelle. Eine Chefin, die vor Wochen keine zusätzlichen Telefone bestellen wollte, der am ersten Projekttag dann plötzlich einfiel, dass wir (=ich) doch besser noch schnell 5 Telefone beschaffen sollen.
Kollegen aus anderen Fachbereichen, die plötzlich die Arbeit einstellen. Ich, der nicht mehr weiß, ob das Projekt im Juz oder im HdF stattfindet und sich auf dem Weg dorthin in den 3.Stock eines Kaufhauses verirrt, wo sich seltsamerweise eine Seniorenpflege befindet, aber keine Ausgangstür zu finden ist. Schräg, sehr schräg.
Klar, das ich von einem solch verstörenden Traum schon sehr früh geweckt wurde, kurz nach 10 war's erst, als ich mich an einen reich gedeckten Frühstückstisch setzen durfte.

Wo Elfen werkeln

Die anschließende mittägliche Shoppingtour führte die beiden Elfen in ihr Werk nach Burg, die Herren besuchten derweil Friseur, Buchhandlungen und Edeka. Als wir die beiden Damen anschließend im Elfenwerk noch vor den schlimmsten Sünden bewahren wollten, war es  schon zu spät, Schuhe, Blusen und Shirts waren schon unwiderruflich gekauft. Und was macht man nach solch anstrengenden Aktivitäten?

Bella Italia auf dem Marktplatz

Eis und Cappuccino geht ja immer, oder?

Stilvoll im Borga Antico

Nach einer kurzen Auszeit im Haus (ok, verbunden mit einem klitzekleinen Nachmittags-Schläfchen) trafen wir uns um halb 6 beim neuen Italiener "Borga Antico" zu einem köstlichen Abendessen. Die Scampi mit Gemüse sind ein Gedicht!

Der Ausklang auf der Terese mit Genever und Espresso passte gut zu diesem schönen Tag.


22 August 2016

Auf der Straße nach Süden...

... da unternahmen 2 Herren und 1 Jessy heute einen ausgedehnten Morgenspaziergang.
Hardy und Jessy
Auf dem Hinweg nach Burg war Jessy kaum zu bremsen, so dass wir schon Überlegungen anstellten, sie als Schlittenhund ausbilden zu lassen. Das wäre im Sommer auf einem Rollschlitten eine tolle Einrichtung. Als wir eine gute halbe Stunde später mit allerlei Backwaren beladen den Rückweg antraten, mussten wir diese gute Idee allerdings wieder verwerfen und mehr darüber nachdenken, wer von uns Jessy denn Huckepack weiter trägt, wenn sie gleich vor Kraftlosigkeit alle Vier von sich streckt. Zuhause angekommen, stürmte sie an Petras geöffneten Armen vorbei direkt auf die Terrasse an den Wassernapf. Von 0 auf 1 Liter in 10 Sekunden, das hab ich in meinem Glanzzeiten nicht geschafft.
Das anschließende üppige Frühstück auf der Terese machte uns glücklich und müde. Der pure Selbsterhaltungstrieb ließ uns heute nachmittag rasch noch den örtlichen Edeka plündern, damit uns fürs Abendessen (Steaks und Salat) nichts mehr fehlt. Der örtliche Edeka bietet ein ordentliches Bio-Sortiment, 1 Liter Apfel-Marille-Bio-Direktsaft für 3,99 ergeben eine wunderbare Schorle, die Steaks waren bezahlbar, super.
Zurück im Haus musste ich den enormen Aktivitäten Tribut zollen und legte ein Stündchen Augenpflege ein. Soll ja gesund sein in meinem Alter.
Der Lenker entscheidet frei
Der erste Feldversuch mit dem Fahrrad fiel dann mittelprächtig aus. Geradeaus fahren geht, während der Fahrt über die Schulter zurückblicken führt dazu, dass der Lenker sofort ein Eigenleben entwickelt und versucht, auf der Fahrbahn oder im Straßengraben irgendwas zu suchen. Das erinnerte mich stark an Jessys Bewegungsablauf heute morgen. Da ich die Uhrzeit für meine erste Teststrecke exakt so gewählt hatte, dass Feierabendverkehr, alle Jogger und auch Hundeausführer gleichzeitig unterwegs waren, war ich auch nach einer Viertelstunde wieder am Haus, zum Glück unverletzt. Morgen wird weiter geübt.
Lecker lecker
Eine große Schüssel Rucola-Salat mediterran und lecker gewürzte Steaks, dazu als Nachtisch Häagen Dasz Vanilleeis und Espresso Intenso aus der guten alten Lavazza, das war genau nach meinem Geschmack. Und nun sitze ich mit Hardy rauchend im Wintergarten und bin ganz dumm vor Glück, wie Isa Bogdan es in einer Kurzgeschichte so treffend ausgedrückt hat.