19 April 2010

Land unter im Westen

Die Bundesligasaison nähert sich dem Ende, und , wie so oft, die Zeit der Leiden eines jeden VFL-Fans beginnt.
Damals, vor ein paar Wochen, stand nach einigen erfolgreichen Wochen das Heimspiel gegen die Glubberer bevor. Da ein Sieg damals (bei 9 Punkten Abstiegspolster vor dem Spiel) die sichere Rettung vor dem Abstieg bedeutet hätte, wusste ich schon damals, dass wir das Spiel nie und nimmer gewinnen werden. Ein trostloses 0:0 wurde es. An diesem Tag hätten wir auch gegen Rapide Wedding II nicht gewinnen können, das war klar.
Damals, vor ein paar Wochen, als wir beschlossen, das letzte Saisonspiel daheim gegen Hannover zu besuchen, hoffte ich noch, dass es im letzten Spiel für uns um nichts mehr geht, weil ich mir den Saisonendstress mit einem Herztodfinale nicht antun wollte.
Heute hoffe ich, dass es am letzten Spieltag für uns noch um was geht, und das wir nicht nach den beiden nächsten Spielen gegen Stuttgart und bei den Bayern nicht schon als Absteiger feststehen.
Wo sind die schönen Anfangswochen unter dem neuen Trainer, als man erfolgreich das spielte, was man kann: Mit viel Laufbereitschaft und guter taktischer Grundordnung dem Gegner durch aggrevises Forechecking schon an der Mittellinie die Lust am Fußballspiel verderben. Und zwischendrin mit blitzgescheiten Kontern über die schnellen Leute eine hohe Effizienz bei der Chancenverwertung zu erreichen.
Davon ist nicht mehr viel zu sehen. In der Anfangsphase verhindert die Nervosität (Angst will ich nicht sagen), dass der eroberte Ball länger als 5 Sekunden in den eigenen Reihen bleibt. Um die Sicherheit reinzukriegen, übt man sich dann irgendwann im minutenlangen stupiden Ball hin- und herschieben in der eigenen Hälfte. Was am Ende durch einen unbedrängten 30 meter - Fehlpass abgeschlossen wird oder durch ein Anspiel zu dem einzigen Mitspieler, der gerade von 4 Gegnern gleichzeitig beschattet wird.
Überhaupt - die Fehlpässe. Im Tennis würde man sagen die Unforced Errors - schlimm anzusehen. Und auf unserer chronisch schwach besetzten rechten Seite schlagen sowohl Pfertzel als auch the uncredible Concha unbedrängte Flanken - also für so was wärst Du bei uns in der Reservemannschaft eines Kreisklasseteams zur Halbzeit ausgewechselt worden, ohne Scheiss!
Lieber Heiko Herrlich, siehst Du das nicht ? Bessere Flankengeber (und auch bessere Fußballer) findet man doch in jeder Amateurelf oberhalb der Kreisklasse. Ich hab gestern die C-Jugend gesehen, die mein Kollege trainiert. Die kämpfen auch gegen den Abstieg. Da waren die Flanken von einem ähnlichen Zufallsprinzip bestimmt.

Ist das was Neues für uns ? Nein. Ich hab mir grad nochmal den Spielbericht vom großen Trauma damals gegen Lüttich rausgekramt. Der einzige lebende Brasilianer, der nicht gut Fussball spielen kann, spielte wo: Richtig, beim VFL! Und nachdem er später in Asien gelernt hatte, wie es geht, ging er wohin: Richtig, zu den Zahnlosen nach Herne-West!

Ich zitiere wiederum Frank Goosen: Das wichtigste Wort im Leben eines VFL-Fans ist: TROTZDEM! Und nun singen wir zusammen. ALLE!

(Melodie: Computerliebe von Paso Doble)

Durch die Stadien wolln wir ziehn
VFL Bochum siegen sehn
hebt die Stimme für das Team
schwenk die Fahnen

Keine Titel und Trophäen
trotzdem wird es weiter gehn
so wie es schon immer war

VFL Bochum

Lalalalalalalalalala.....

Live in Mainz su sehen und hören.

25 März 2010

Die 4. Revolution - Energy Autonomy


Da bahnt sich ja was sehr interessantes an. Ein Sonderlob dem Odeon, dass man es wagt, sowas auch am Mittelrhein aufzuführen.

Die 4. Revolution - Energy Autonomy :: Odeon-Apollo-Kinocenter

22 März 2010

Schumann's Traum im Coffee-Baum

Am Heimreisetag schlug der Regen dann doch noch zu. Wir hatten 4 Stunden, um die Altstadt zu erkunden. Über Nikolai- und Thomaskirche gings zum Coffee-Baum, einem der ältesten Kaffeehäuser Deutschlands, mit einem interessanten Rundgang durchs integrierte Kaffeemuseum.









Hier konnte man sich vorstellen, wie es früher in der Kaffee-Stadt Leipzig zugegangen ist. Im Kaffeehaus selber mundete "Schumann's Traum" vorzüglich. Da unterwegs noch die Mädlerpassage und ein Besuch im Jokers-Ladengeschäft mit Sonderangeboten lagen, waren die Zeiten im Regen auf den Straßen doch überschaubar. 

Nach einem kleinen Essen im Bahnhof gings dann sehr schnell heim. Aus den geplanten 15 Minuten Verspätung waren am Bahnhof Frankfurt/Flughafen 2 Minuten "Verfrühung" geworden, so dass wir dort direkt in den ICE nach Koblenz steigen konnten. Auch ohne Reservierung war der ziemlich leer, wir hatten nette Unterhaltung mit 2 geselligen Bonnern und waren schon um halb acht wieder daheim. Anscheinend fand der große Rückreiseverkehr erst am Sonntag statt. Wir haben bereits beschlossen, beim nächsten Besuch ein paar Tage länger dort zu verweilen.


19 März 2010

Buchmesse pur

Ein langer Tag geht zu Ende. Nach dem Frühstück direkt zur Buchmesse, leider sind die Trams schon so überfüllt, dass wir die letzten 2 km zu Fuß zurücklegen. In den Messehallen angekommen, merken wir schnell, das man sich ohne einen groben Zeitplan völlig verzettelt, so viel gibt es hier zu sehen und zu hören. Wir fangen gemeinsam bei der eBook-Plattfrom des deutschen Buchhandels an und enden im umfangreichen Angebot des Hörbuchverlags, dessen Namen ich vergessen habe. Dazwischen u.a. Nina Hagen, bei der es mir immerhin gelingt, so nah ranzukommen, dass ich für einen kurzen Sekundenbruchteil die gelbe Papageienfeder (oder was das auch immer sein sollte) im Haupthaar der Kosmapolitin zu sehen, die mit kleinkindhafter Stimme verkündet, dass Jesus sie liebt und dass sie eigentlich schon immer Christin gewesen sei. Der interessante Bericht von Prof. Schlagmichtot über den Nutzen von Raumfahrtmissionen zu Mars, Jupiter und den Saturnmoden bietet eindeutig mehr Fakten. Der Vortrag von Herrn Mynarek, einem bekannten Kirchenkritiker, ist leider erst am Samstag abend, wenn ich schon wieder kurz vor daheim bin. Dazwischen immer wieder kilometerweise Hallenbesichtigungen und kurze Kaffeepausen nebst Unterhaltungen mit anderen Besuchern und Ausstellern. Kurz nach 6 fahren wir mit der Tram bis in die Karl-Liebknecht-Straße, wo uns ein sehr freundlicher Leipziger zum naTo und vor allem zu Killiwilly lotst. Beim Iren sitzen wir bis halb 9 Uhr draußen, verdrücken leckere Spießchen, löschen unseren Durst und wandern dann ein wenig durchs Kneipenviertel. Beim Italiener beschließen wir den Abend mit einem Eis, ich gönne mir noch einen vorzüglichen Espresso Macchiato und schmauche eine lecker Fantje. Und jetzt, zurück im Hotelzimmer, spüre ich, dass es ein langer Tag war und werd mich gleich der Augenpflege widmen.