08 März 2015

Der dreieinhalbte Akt

Am Ende des dreieinhalbten Fastentages hat die große Gier immer noch nicht eingesetzt. Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so leicht fällt. Die Kopfschmerzen waren nur sehr leicht, sind jetzt weg. Ich hab das Gefühl, die Säfte aus dem Fastenkasten, vor allem der Most, sättigen ganz ordentlich.
Der Tinnitus hat heut mittag kurzzeitig aufgedreht, Ok Junge, Du bist noch da, alles wird gut, dann war er schnell wieder weg.
Was ich spüre, ist eine Gelassenheit, ein Zurückziehen auf mich selbst. Ich werd mir morgen neues Meersalz im DM besorgen, das Bad gestern hat gut getan. Ein Freund hat mir heut geraten, abends einen halben Teelöffel Natron zu nehmen, das soll den Darm entsäuern. Werd ich gleich mal ergooglen, ob das beim Saftfasten sinnvoll ist.
Morgen wartet der erste Arbeitstag seit Fastenbeginn. Das wird spannend.
Aber jetzt duftet erstmal mein leckerer frisch aufgebrühter Früchtetee Heidelbeer-Vanille ganz verlockend und der Tatort wartet dank Time-Shift auf mich.

07 März 2015

Der lange Schlaf ..

.. dauerte bis kurz vor 11, als mein Brüderchen mich telefonisch weckte. Allerdings war er ungefähr 8 mal unterbrochen, um die Keramik zu befeuchten. Ein richtiges Hungergefühl stellt sich partout nicht ein. Gut so. Dafür weiter leichte Kopfschmerzen und eine wohlige Müdigkeit. Ich könnt nur noch pennen.
Um den Stoffwechsel ein wenig in Gang zu halten, hat mich das gute Ännchen unterstützt und hat mich mit auf einen einstündigen Spaziergang durch die Gemarkung genommen.
Die frische Luft und die Bewegung haben gut getan, gerade weil ich mich doch ein wenig schlapp fühle und mir auch die Gleichgewichtsstörungen mehr als sonst zu schaffen machen.
Jetzt ist Bundesligakonferenz angesagt, wo ich irgendwann auch mal wieder meinen VFL sehen will. Danach ist ein Meersalzbad vorgesehen, gut für Körper und Seele.
Heut abend ist Videoabend. Nachdem ich letzte Woche im Kino die Vorschau auf "Best Exotic Marigold Hotel 2" gesehen hab, werden wir uns heut Abend mit Teil 1 auf den Kinobesuch vorbereiten. Den hab ich vor 3 Jahren im Kino gesehen. Eine wunderbare britische Komödie mit tollen älteren Schauspielern. Besonders Judi Dench und Maggie Smith haben es mir angetan.
Und von Dev Patel als jungem indischem Hotelbesitzer hab ich zum ersten Mal die Lebensweisheit gehört, welche, wie ich jetzt weiß, Oscar Wilde zugeschrieben wird.


Am Ende wird alles gut.

Und wenn es nicht gut ist,
dann ist es auch noch nicht das Ende



Und dann ist der 2.Fastentag auch schon vorbei.

06 März 2015

Pommes-Döner als Motivationshilfe

Der erste "richtige" Fastentag neigt sich dem Abend zu. Die Stimmung ist weiterhin überraschend gut. Die leichten Kopfschmerzen sind erträglich, darauf war ich ja gefasst. Gestern abend beim Einschlafen wurde mir plötzlich bewusst, auf was ich mich da eingelassen hab. Den Entlastungstag mit Müsli, Obstsalat und Rohkost konnte ich ja noch richtig geniessen. Und auf einmal fiel mir auf, dass es ab jetzt nicht mal mehr Rohkost oder Obst oder ne Scheibe Knäcke gibt. 5 Tage. Ooooojeee!

Und um ein Haar hätte ich heut morgen die Espressomaschine vorgeglüht. Mist, geht ja auch nicht!
Nach dem Frühstück (also dem Sauerkraut-Saft) waren heute morgen einige familiäre Dinge zu klären. Vor Mittag hat mich mein kleiner Lieblingsbruder besucht und wir haben eine schöne Spazierrunde an der frischen Luft gedreht. Könnt ich mich dran gewöhnen.
Lecker Pommes-Döner
Zum Mittagessen gab's 2 Gläser kalten Brennnessel-Tee, köstlich. Auch der nachmittags-Besuch von 2 Freundinnen brachte schöne Abwechslung ins Fastenleben. Ännchen, die Gute, versuchte mich zu motivieren, indem sie vorher noch an der Pommesbude hielt und sich ein leckeres Mittagessen holte. Natürlich um es vor meinen Augen zu verzehren. Ich muss gestehen, der Geruch dieser Köstlichkeit war lecker und appetitanregend.
In Vorbereitung auf meine blau-weißen Jungs aus dem Pott, die um halb sieben in Düsseldorf antreten müssen, gönne ich mir gerade ein Gläschen leckeren Rote-Beete-Most. Und hoffe, dass die Jungs meinem Beispiel folgen und nicht ausgerechnet in Düsseldorf schwächeln. Und nun alle mitsingen:

Du bist keine Weltstadt
auf deiner Königsallee
finden keine Modenschau'n statt
hier, wo das Herz noch zählt,
nicht das große Geld
wer wohnt schon in Düsseldorf

In diesem Sinne: Glückauf!

05 März 2015

Jetzt geht's loos!

Nach einem schönen Geburtstagsabend mit Lecker Essen und Kino im ganz kleinen Kreis ist es nun endlich soweit: Die Fastenwoche beginnt!

Für alle, die die Vorgeschichte nicht kennen:  Im letzten Monat berichteten Nina und Björn von Ihrem Spaß mit dem Fastenkasten von Voelkel. Beide haben das 8 Tage durchgezogen. Und Nina hat anschließend 2 Fastenkasten im Volk verlost. Mich haben sie mit ihrem Bericht so angefixt, dass ich das unbedingt auch machen wollte. Das gehört zu den Dingen, die ich immer schon einmal ausprobieren wollte, aber dank genialer innerer Verdrängungsmechanismen (Wenn ich mal richtig Zeit dafür hab..., wenn mal nix anderes anliegt, wenn ich mal Urlaub hab... etc.pp.) doch nie gemacht hab. Ist klar, richtig Zeit dafür hat man nie, nix anderes anliegen tut auch nie, und im Urlaub, nee, das kann wirklich keiner verlangen...
Also hab ich mich schnellstens per eMail bei Nina beworben, jetzt gabs kein Zurück mehr. Na gut, wenn ich, der nie bei sowas gewinnt, auch diesmal leer ausgehe, könnte ich immerhin sagen: "Ich habs ja probiert, aber Fasten ohne Kasten ist blöd, und obs den Fastenkasten bei uns überhaupt zu kaufen gibt, ist doch noch gar nicht klar, und und und ...".
Montagabend, Verlosung, 19 Bewerber, Ninas K2nd zieht die Lose, alles live und in Farbe im Netz zu verfolgen, und wer gewinnt: ICH!

Nun gibts kein Zurück mehr. Der ursprünglich geplante 1.Starttermin über die Karnevalstage, an denen ich ohnehin Urlaub habe, um dem Rummel zu entgehen, klappte leider nicht, weil Voelkel die Kasten erst nach Karneval verschickte.
Ok, 1 Woche verschieben, nochmal Donnerstag und Freitag frei nehmen, damit ich in den ersten Tagen keinen Kollegen vor Verzweiflung in den Arm beiße. Nach Karneval ist leider meine Kollegin im Personalrat erkrankt, d.h. Stress und somit kein Urlaub möglich.
Ok, noch ne Woche verschieben, Kollegin im Bauamt hängt ebenso krank zu Hause. Kollegin im Personalrat immer noch krank. Also, noch mal ne Woche verschieben.
Und nun, beide Kolleginnen wieder im Dienst, geht's los:

Die Fastenwoche beginnt!

Wie sieht sowas aus? So:

Der Entlastungstag (nur vorne das)
Im Hintergrund: Die Geschenke meines gestrigen Geburtstags. Ein sehr schöner Abend übrigens. Leckeres Essen mit meiner alten Liebe. Dann ein Kinobesuch im kleinen Kreis: Honig im Kopf. Toller Film, ich hatte zu wenig Tempos mit, ich alte Heulsuse.
Aber ich schweife ab. Im Vordergrund zu sehen: Mein Frühstück, oder sagen wir mal, Teile davon waren mein Frühstück. Im Vergleich zu der dunklen Schokolade und der Lakritztüte im Hintergrund eindeutig die dunkle Seite der Macht, oder?
3 Löffel Haferflocken, 1 Kiwi, 1 Apfel, kein Kaffee, kein Brötchen, dafür 1 Glas Sauerkrautsaft. Nach dem Genuss diesen naturreinen köstlichen Getränks kann ich nur Björn zitieren: Wer danach weiter macht, meint es ernst. Ich mach weiter.