19 August 2013

Nix Neues von der Relax-Front

Es ist ja unglaublich, wie die Zeit verrinnt beim ausschlafen, wieder rum drehen, weiterschlafen, wieder wach werden, noch was im Bett lesen, frühstücken auf der Sonnenterrasse, lesen, Musik hören, dösen, essen, trinken, lesen, dösen, und dazwischen ganz viel nix tun.



Die heutige Radfahrt nach Burg war schon das anstrengendste in den letzten 2 Tagen. Der Italiener dort hat übrigens einen leckeren Krokantbecher. Noch schnell bei Edeka die frischen Zutaten für einen leckeren Ruccola-Salat besorgt - und wieder heim geradelt. Zum Abendessen den Salat auf der Terrasse, das reicht für heut. Na gut, noch ein wenig in den blog geschrieben, und sonst nix.
Die Knakjes sind bestellt und schon unterwegs zur Insel. Der perfekte Espresso ist ohnehin schon hier. In den nächsten Tagen planen wir einen Ausflug nach Lübeck, das lässt sich prima mit der Regionalbahn machen (Man muss nur auf der Rückfahrt darauf achten, in den richtigen Waggon zu steigen). Wir warten nur noch darauf, dass der kleine Bruder eintrifft.

17 August 2013

Der Weg nach Norden

Endlich endlich ist es soweit. Ein Privattaxi mit supernetter Chauffeuse bringt mich zum Bahnhof. Pünktlich um 06:18 rollte der IC nach Hamburg ein. Das wir bis Hamburg 45 Minuten verloren haben, ist nicht weiter tragisch, ich hab nette Unterhaltung im Zug mit einem 10jährigen EffCee-Fan, der echt nicht wusste, dass mein VFL der beste Verein im Westen ist und dass es überhaupt einen Menschen gibt, der Fan von diesem Club ist. Wir wetten, wie das Spiel VFL-FC und auch das Rückspiel ausgehen. Als die Unterhaltung seiner Mutter (eigentlich ganz nett) und der gut situierten älteren Dame gegenüber das Thema "Unsere Männer sind beide Jäger" erreicht hat ("Ach, mein Mann hat so'n Spaß daran, in Afrika Leoparden und sonstwo auf der Welt Eisbären und anderes Großwild zu schießen, und wir sind dadurch auch viel auf der Welt rum gekommen, toll!"), enthalte ich mich lieber meiner Meinung, sonst hätten sich beide wohl sofort von mir weg gesetzt.

In Hamburg kann ich direkt in den Zug nach Lübeck steigen. Und auch dort klappt der letzte Umstieg problemlos. Und ab da läuft es leicht aus dem Ruder. An der Gleisanzeige am Bahnhof steht Puttgarden als Zielbahnhof. Eine Dame im Zug sagt, sie hätte gehört, der Zug fahre nur bis Neustadt, keiner kann was genaues sagen. Im Zug klärt mich ein einheimisches Päärchen auf, das die beiden ersten Wagen in Sierksdorf abgekoppelt würden und zum Sackbahnhof Neustadt führen. Ok, ich sitz im 2.Wagen, in Sierksdorf  raus und ab in die nächste Tür. Dort, im Fahrradwagen, höre ich, dass dies noch zum Neustadt-Teil gehöre. Also wieder raus, noch 2 Türen weiter, drinne ernte ich auf die Frage "Fehmarn?" ein Kopfschütteln. Allerdings fährt der Zug schon an. Mist. Also 5 Minuten bis Neustadt, 20 Minuten warten, viele Leute fragen, wie ich am besten nach Fehmarn komme, keiner weiss es, und wieder zurück nach Sierksdorf.

Gegen halb 3 bin ich wieder am Bahnhof Sierksdorf. Nächster Zug nach Fehmarn 15:47. Na gut, ich hab Urlaub und viel Zeit. Allerdings auch viel Durst mittlerweile. Kiosk? Fehlanzeige. Getränkeautomat? Fehlanzeige. Nur ein einsamer Fahrkartenautomat. Dafür bewachen 2 nette Security-Leute der Bahn den Gleisabschnitt, weil wegen des nahen Hansa-Parks immer wieder Kinder und Jugendliche auf die Gleise laufen und es schon zu einigen bösen Crashs gekommen ist.

Um 15:45 kommt die erste Lautsprecherdurchsage, der Zug habe 25 Minuten Verspätung. Gegen 16:15 die nächste Durchsage, der Zug habe 45 Minuten Verspätung wegen eines technischen Problems. Gegen 16:25 dann: "Der Zug XY fällt leider aus. Wir bitten um Entschuldigung." Punkt. Aus. Von den Wachmännern erfahre ich, dass Ersatzbusse bestellt seien, bis die allerdings von Lübeck hier seien, säße ich schon im nächsten Zug, der ja um 17:41 komme.

Ok, ich beginne das wahre Wesen solcher Formulierungen wie "JWD" oder "in the middle of nowhere" zu begreifen. Kein Busverkehr, kein Geschäft, keine Kneipe, NICHTS. Weiter draußen an der Landstraße gäbe es ein Eis-Café, das wär aber mindestens ne Viertelstunde Fußweg. Es ist heiß. Ich habe Gepäck für 2 Wochen dabei. Es gibt keine Schließfächer.

Und: An solchen Tagen würde das nicht funktionieren. Es würde folgendes passieren:

Ich laufe mit Gepäck bis zur Eisdiele, das dauert 25 Minuten. Die Eisdiele hat Betriebsferien. Auf dem Rückweg nach Sierksdorf fährt der Ersatzbus an mir vorbei. Der einzige Ersatzbus. Alle weiteren Züge fallen heute wegen eines Defekts aus. Mein Handy-Akku ist mittlerweile leer. Ich versuche zu Fuß die nächste menschliche Siedlung zu erreichen. Ich sterbe einsam an der Landstraße nach Sierksdorf an Dehydrierung.

Dann lieber weiter warten. Und hoffen, dass der nächste Zug wirklich kommt. Und er kommt. Pünktlich. Und um ein Haar entgehe ich einer weiteren Fahrt nach Neustadt (ich wollte gerade in den vorletzten Waggon einsteigen, da sagt jemand: Der fährt nur bis Neustadt.) Ich rase zum letzten Waggon. Der ist brechend voll. Ist mir egal. 50 Minuten später steige ich in Burg/Fehmarn aus. ENDLICH!

09 Juli 2013

Kleine Flucht ins Bergische

Start im Grillhof

Ein schöner Kurztrip zu Freunden hat das Wochenende zu einem kurzen Urlaub gemacht. Die samstägliche Bahnfahrt über Düsseldorf und Hösel ist schnell und stressfrei. Zwischen dort und Velbert hat mich Wolfgang netterweise kutschiert.
Meine beiden Quasi-Cousinen nebst Family erwarteten mich genau wie nette neue Bekanntschaften im Grillhof des Brandt'schen Anwesens.

Tiefenentspannung und Maya

Es gab reichlich Leckereien vom Grill und aus der Schüssel, zwischen Pseudo-Bulgur (ja, ich weiß, Guinea oder so ähnlich, ich habs wieder vergessen) und Halloumi, Glasnudeln und scharfem Salat, Krakauer, Pute und vielen anderen Leckereien gabs auch reichlich Gelegenheit zum Plaudern, Kennen lernen, Blödeln und auch für ernstere Gespräche. Die Kiddies lieferten sich mit Siggi und Oma Ruth heiße Affen-Duelle bis in den Abend.


Und so machten wir (Siggi und ich) uns recht spät und gut gelaunt auf ins Gästehaus Kaleidoskop. Das kriegt übrigens ne richtige Empfehlung; Sauber, einfach, gut, bezahlbar. Die Absprache mit 9 Uhr morgens ging bei Siggi leider under (in einem Underberg?) und so machte er mitten in der Nacht schon ausgedehnte Spaziergänge durch halb Velbert.

Sei's drum, ich hab gepennt wie ein Stein (in einem super stabilen Bett). Frisch geduscht und gut gelaunt hatte Siggi schon beim Besitzer 2 Morgenkaffees organisiert, die uns den letzten Pep für den Tag gaben.
Halb 10 latschten wir rüber zum Grillhof, wo man gerade dabei war, ein Frühstück im Sonnenhof zu servieren. Nach ausgedehntem Breakfast legten wir vor dem Lunch dann noch eine geführte Stadtrundfahrt ein (Danke, Wolfgang!).

Büchertische in Langenberg

Die brachte uns zur Altstadt nach Langenberg (Stadt der Bücher), ein kleiner Bummel durch die historischen Gäßchen endete an Pi's Second Cafe, ein Second-Hand-Laden mit vorzüglichem Kuchen, Cappucino und Rhabarber-Drink.

Vor Pi's Second Cafe

Derart gestärkt und mit gebrauchten CDs, Besteckkästen und ähnlichem ausgestattet traten wir die Rückreise in den sonnigen Grillhof an, wo wir uns an Rindern, eingelegten gegrillten Lamellenpilzen (ja, auch den Namen hab ich vergessen), Putensteaks, Würstchen und Salaten gütlich hielten.

Dann blieb noch Zeit zum Büchertausch und zum Verabschieden, wobei der nächste Gegenbesuch in Andernach vielleicht nicht in weiter Ferne ist. Die Kulturnacht ruft. Als ich letztendlich im IC von Düsseldorf nach Andernach saß, gings mir saugut. Eine gewisse Tiefenentspannung ist auch auf den Fotos nicht zu verbergen. So lassen sich die Wochen bis zum Urlaub gut überstehen, selbst zwei Tage danach perlt noch viel vom täglichen Stress einfach an mir ab. Und ich freu mich auf ein Wiedersehen mit alten und neuen Freunden.

19 Mai 2013

Doppelgänger

Hab erst heute beim Betrachten einer alten Folge von "Trio mit 4 Fäusten" entdeckt, dass unser Urinator einen großen Bruder hat: Pery King alias Cody.