25 Mai 2007

Wochenende

Das ersehnte lange Wochenende ist da. Und gleichzeitig ein Brief von der KV, das man sich, obwohl man den fachärztlichen Gutachten nicht zustimmt, aus Kulanz ein letztes Mal an der Wiedereingliederung beteiligt. Wow, damit hatte ich ehrlich gesagt, nicht so schnell gerechnet.
Es brauchte ungefähr 2 Monate, 5 Telefonate, einige Arztbesuche, einige Bescheinigungen, aber es hat sich am Ende gelohnt.
Mein gesundheitlicher Zustand ist unverändert mittelprächtig. Ich schaffe immerhin 6 Std. Arbeit täglich, trotz Tinnitus und Gleichgewichtsproblemen, damit bin ich persönlich sehr zufrieden. Ob ich kurzfristig wieder ganz gesund werde, ist fraglich, da die Stagnation jetzt doch schon einige Monate anhält. Aber selbst die Vorstellung, das es erstmal so bleibt, wie es ist, macht mir keine Angst. Das war vor einem halben Jahr noch anders.
Für mich ist es wichtig, das ich meinen Weg gegangen bin. Ich hab das getan, was für meine Gesundung am Besten war, hab mich von niemandem bekloppt machen lassen (zumindest nicht lange). Und in den letzten 2 Jahren haben einige versucht, mir zu sagen, was ich tun soll, damit sich die Geschichte in ihrem Sinne entwickelt, aber letztendlich konnte ich immer einen Kompromiss finden, der auch mir weitergeholfen hat.
Es tut mir gut, im Rückblick zu sehen, das ich ganz schön zäh und mutig gewesen bin.


Die Krankengymnastik setze ich weiterhin fort, die psychotherapeutische Behandlung ebenso. Momentan mache ich ganz gute Erfahrungen in einer Hörtherapiegruppe, wo einige in Bad Arolsen erlernte praktische Hilfen bzgl. des Tinnitus wieder aufgefrischt werden. Das und auch die Kontrolltermine bei der HNO-Ärztin und turnusmäßige Krankenkassen-Formularbesuche bei der Hausärztin füllen den Terminkalender auch nach der Arbeit ständig, aber ich kriegs hin, krieg die Kurve soweit, das ich auch für meine Auszeiten und den Freundeskreis noch Zeit habe.
Ich hoffe mal, das geht weiter so.

30 April 2007

Ihr werdet nie deutscher Meister!

Meine Vision wird langsam real:
Wir haben die Schlacker Granaten ohne Punkte wieder heim in die Ückendorfer Turnhalle geschickt. Super V-F-L !
Ich hoffe, das wir den Klassenverbleib nächste Woche in Hamburg klarmachen können, dann wird unser Besuch im Ruhrstadion am 12.05. zur Nichtabstiegsfeier.
Auch sonst konnte ich in meiner zurückliegenden Urlaubswoche gut relaxen. Montag bis Donnerstag waren zwar von Anwendungen, Arztterminen, Autowerkstattbesuchen etc. durchzogen, aber seit Freitag konnte ich mich gut zurücklehnen, mit Franz und Steffi den VFL vor dem Fernseher bejubeln, dank Anja auch die Blumen auf der Terasse geniessen, mit meinem kleinen Brüderchen die Samstags-Livekonferenz sehen, meinen lieben Onkel Wilhelm besuchen, bei Freunden grillen, den Flohmarkt besuchen ..... ach es war einfach herrlich!

Für meinen weiteren gesundheitlichen/beruflichen Werdegang zeichnen sich nach eingehender Beratung auch mehrere Lösungswege ab. Das macht wieder Mut. Meine Schlafapnoe hat sich weiter verbessert, so daß ich evtl. gar keine Maske mehr tragen muss.
Ich sags ja: Alles wird gut!

09 April 2007

Erholung

Das lange Wochenende neigt sich langsam dem Ende zu, ein schönes Wochenende mit einer kleinen Wanderung, mit viel Schlafen und Lesen, einem Flohmarktbesuch und einem historischen 4:1 bei den Pillen.
Auch ein Wochenende mit einem sehr lauten Tinnitus, der manchmal schwer zu ignorieren ist. Bisher tu ich ihm den Gefallen nicht, ihm meine Aufmerksamkeit zu schenken. Pfeift er deshalb immer lauter, bis ich ihn endlich beachte ? Soll er. Der darf das.
Heute nachmittag wollten wir meinen lieben Onkel Wilhelm besuchen, der seit kurzem im Seniorenheim untergebracht ist. Er hat jedoch so fest geschlafen, das wir ihn nicht wecken wollten und lieber ein andermal wiederkommen. Sein Bruder ist heut nacht gestorben. Hoffen wir, das Wilhelm sich weiter berappelt und wir noch manchen Skat zusammen spielen können.
So hab ich denn mit meinen Eltern bei mir zu Hause Kaffee und Kuchen genossen.
Und jetzt lege ich noch ein langes Lesestündchen ein. Denn mein neuer Roman, "Spin" von Robert Charles Wilson, fesselt mich sehr. Das war wider einmal eine gute Empfehlung von den Schriftsonar-Jungs, die sich weiter in toller Manier um den Science-Fiction-Planeten bewegen.

02 April 2007

Blau-Weiße Visionen

Ich hatte Anfang des Jahres einen blau-weißen Tagtraum vom letzten Bundesligaspieltag, an den ich am Wochenende nochmal erinnert wurde:
Mein VFL gewinnt in Gladbach glücklich 1:0 (durch ein Tor von Fanis Gekas, der damit Torschützenkönig wird) und rettet sich dadurch vor dem Abstieg. Deshalb ein glücklicher Sieg, weil sich der Gladbacher Superstümer Kahé beim Elfmeterschuß in der letzten Minute durch ein unglückliches Ausrutschen und in-den-Rasen-treten den Fuß brach. Wodurch die Ziege-Truppe den Gang in die Zweitklassigkeit antreten muss.
Man begleitet die schwatzgelbe Glatzenhorde nach unten, die bei den bereits als Absteiger feststehenden Ostwestfalen mit 0:3 unter die Räder kam und nun durch das schlechtere Torverhältnis absteigen muss, was dem Gang zum Konkursrichter gleichkommt.
Und das, obwohl man sich am vorletzten Spieltag bereits im siebten Himmel wähnte, nachdem man durch einen Derbysieg gegen Schlacke 04 den Jungs aus der Ückendorfer Turnhalle die Meisterschaft versaute.