08 Mai 2016

Supergute Tage

Es ist schier unglaublich wie viel Verpeiltheit in einem einzelnen Menschen Platz findet. In manchen Menschen jedenfalls. Na gut, in mir.

Das supergute Buch

Man kann sich auf eine Einladung ins Theater 9 Wochen lang freuen, wenn sie von einer lieben Freundin kommt. Und wenn es sich dann noch um die Aufführung eines Stücks handelt, dessen Buchvorlage zu den absoluten Lieblingsbüchern gehört, dann freut man sich noch mehr. Wie in diesem Fall, Supergute Tage wird morgen um 18 Uhr im Stadttheater Koblenz auf der Probebühne 4 aufgeführt und ich freu mich sehr darauf.

Letzte Woche musste unser VHS-Kurs Kreatives Schreiben! leider ausfallen, der Nachholtermin wurde für morgen angesetzt. 18:30 Uhr. Ja genau, für das gleiche Morgen, an dem auch die Theatervorstellung stattfindet.

Nun nochmal der ultimative Verpeiltheitstest.
Frage an den Leser: Kann man sich auf diesen Schreib-Abend eine Woche lang freuen, nachdem man ihn im Kalender direkt neben der Theatervorstellung eingetragen hat?
Antwort: JA, man kann!
Manche Menschen können das jedenfalls.
Na gut, ICH KANN DAS!

Wie gut, dass ich heute abend noch schnell die eMail einer befreundeten Kursteilnehmerin beantwortet habe. "Klar kann ich Dich morgen nach dem Schreibkurs im Auto mitnehmen." Hab die beiden Bücher und die Texte für morgen schon bereit gelegt. Und dann trudelt diese eMail der anderen Freundin ein, die mit der Floskel "Bis morje" endet. Bis morje? Geht sie auch mit in den Schreibkurs? Wie schön! Oder? Hääää??

Und dann kommt der Moment, in dem mir so komisch heiß wird, in dem plötzlich aus den ganz tiefen Schichten dieses schwarzen Lochs namens Erinnerung eine Blase nach oben steigt, die mir ins Ohr flötet "Halloohoo! Du hast da was verpeilt!".

Am besten, ich sag mir jetzt: "Ich geh auf die 60 zu, ich darf das!". Wenn ich's mir lang genug einrede, glaub ich es vielleicht irgendwann selbst. Und genieße die Superguten Tage.

26 April 2016

Streik? Muss sein!

Was die kommunalen Arbeitgeber diesmal (mal wieder) angeboten haben, ist ein schlechter Witz. Einer, über den wir überhaupt nicht lachen können. Lohnerhöhungen, die so gering sind, dass sie den Namen nicht verdienen. Gleichzeitig soll die Betriebsrente angegangen werden, auf die viele von uns im Alter angewiesen sind, wen  sie nicht zum Sozialfall werden wollen. Über eine vernünftige Altersteilzeitregelung will man nicht sprechen, parallel dazu fängt der bescheuerte Schäuble an, laut über die Rente mit 70 nachzudenken.

Diejenigen, die solches verbrechen, sind selbst so abgesichert, dass sie nicht von den Folgen ihres schlimmen Wirkens betroffen sind. Denn in der Tarifkommission der kommunalen Arbeitgeber sitzt keine alleinerziehende Schreibkraft, die auch nach 45 Jahren Arbeit mit ihrer Rente knapp über der Armutsgrenze liegt. Wenn sie Glück hat.

Deshalb war der Streik heute wichtig, damit die Arbeitgeber sehen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen. Die Beteiligung hätte ich mir unter den eigenen Kollegen aus dem Rathaus viel besser gewünscht, zumals der heutige Ausflug nach Mayen keine unüberwindbare Hürde war. Wir wurden mit dem Bus hin- und zurück gefahren und haben dort standhaft der Kälte getrotzt. Einige Kollegen kamen direkt nach Mayen, so dass wir dort doch noch ein ansehlicher Haufen waren. Der Mayener Marktplatz war gut gefüllt mit Kolleg*Innen aus der ganzen Region.

Farbe bekennen!

Sollte am nächsten Wochenende keine Einigung erzielt werden, werden wir die Streiks ausweiten müssen. Dann kommen hoffentlich ein paar Kolleg*Innen mehr mit, denn letztendlich profitieren ja alle davon, wenn wir ein gutes Ergebnis rausholen.

Das sich meist zu wenige engagieren, finde ich traurig, damit kann ich jedoch gut leben. Wenn allerdings Kolleg*Innen, die sich selbst weder gewerkschaftlich engagieren noch sonst irgendwas dazu beitragen, sich hinterher beschweren, weil die Gewerkschaften ja viel zu wenig rausgeholt haben, dann - ja dann muss ich erstmal ganz tief Luft holen.


29 März 2016

Die Nachtsheims in Nachtsheim

Überraschungsfrühstück

Am gestrigen Ostermontag erlebte ich einen schönen Abschluß des langen Wochenendes. Zwei der Nachtsheims hatten sich zu einem langen Kennenlern-wochenende in der Pension Tannengrün in Nachtsheim einquartiert. Und zumindest Katja war schon sehr verdattert, als am Montag zum Frühstücksbüffet plötzlich einige ihr bekannte Nachtsheims vor ihr standen.
Und so wurde es denn ein langes Frühstück mit viel Erzählstoff. Das freundliche Personal im Gasthaus brachte mich auf die Idee, sowas vielleicht mal mit noch mehr Nachtsheims zu wiederholen, es gibt ja genug davon.

Nachtsheims in Nachtsheim


In Nachtsheim wohnt seltsamerweise keiner mehr, der diesen Namen trägt, aber gestern waren ja immerhin Ransbach, Bochum, Andernach und dreimal Velbert vertreten, verteilt auf 3 unterschiedliche Sippschaften, die nicht miteinander verwandt sind. Zumindest haben wir bisher noch keine gemeinsamen Vorfahren gefunden.


Das Schlussbild am Ortsschild musste natürlich sein.

Und das Wandbild im Gasthaus Tannengrün kommt uns allen sehr bekannt vor. Haben wir alle oft genug erlebt, diese Dialoge am Telefon.
"Guten Tag, mein Name ist Nachtsheim"
"Wie bitte?"
"Nachtsheim!"
"Hää? Wie bitte, Märzheim?"
"NACHTSHEIM, wie einer, der NACHTS HEIM kommt."




16 März 2016

GLOBAL DENKEN - FAIR HANDELN


Einladung

Hiermit möchten wir Sie herzlich zum öffentlichen Abschlusstag der
Themenwoche „Global Denken-Fair Handeln“ 
am 
18.03.2016
in das Andernacher Jugendzentrum einladen.

Diese Veranstaltung bildet das Ende einer ereignisreichen Woche, die vom 14.03 zum 18.03. 2016 im Andernacher Jugendzentrum stattfindet. Hier wird für Schulklassen ein Parcours mit verschiedensten Workshops unter dem Themenschwerpunkt „Smartphones / Fair Trade Smartphones“ angeboten.
Andernach ist Fairtrade-Stadt! Nicht alleine aus diesem Grund zogen die Initiatoren der einwöchigen Veranstaltung die Motivation für ein derartiges Projekt. Berichte über die „Blutigen Handys“, über ungenutzte „Brotberge“, die im krassen Gegensatz zur Lebenswelt der Menschen in Notstandsgebieten stehen oder Wasserimporte aus Afrika werfen bei vielen jungen Menschen Fragen auf, was wir im täglichen Alltag mit den Jugendlichen immer wieder erleben. Daher entstand die Idee eines Parcours, in dem sich der Besucher Zeit für Themen wie das Fairtrade-Handy, den Abbau von Coltan und vieles mehr nehmen kann. Die verschiedenen Stationen können von den Teilnehmern nach Interesse und in der Intensivität der Nutzung frei gewählt werden.  Praktische Erfahrungen und unterschiedliche Eindrücke sollen zu einem umfassenden Erleben der Thematik führen.

Das Programm für den 18.03.2016
12:00 Uhr Öffnung der Ausstellung
13:50 Musikalischer Beitrag
14:00 Begrüßung durch Herrn Oberbürgermeister Achim Hütten
14:30 Führung durch den Parcours der Ausstellung
16:00 Musikalischer Beitrag
16:30 Einleitung Herr Bürgermeister Claus Peitz
Anschl. Filmvorführung „Blood in my Mobile“
17:30  Stehcafe / Zeit zum Umschauen
Wir würden uns über Ihren Besuch sehr freuen!

Herzlichst, Ihr
Projektteam „Global Denken-Fair Handeln“

(Jugendzentrum Andernach, Steuerungsgruppe Fairtrade
Andernach, Weltladen Andernach, Jugs Andernach)