20 September 2014

Ich und die Menschen - und mein VFL

Heute morgen war das Frühstücksbuffet im Café am Markt fällig. Klein aber fein, und liebevoll zubereitet und drappiert.
Und Zeit zum Lesen hat man beim Frühstück ja auch reichlich, so dass "Ich und die Menschen" zum großen Teil diesem Frühstücksbesuch zum Opfer fiel. Kurzeinkauf nebenan bei Edeka, und dann heim zum Weiterlesen auf der Terese. Ja, ein sehr interessantes und auch witziges Buch, dass ich in 2 Tagen verschlungen hab. Morgen muss ich mir unbedingt Lesenachschub besorgen, denn was ich eigentlich im Urlaub lesen wollte, liegt noch bei mir daheim auf dem Küchentisch.


Aber wenn mir dann auch noch zur ungewohnten Sportschau-Zeit meine blau-weißen Jungs einen solchen Spass machen wie heute, muss ich ja strahlen, oder?  So langsam fange ich an, dran zu glauben. Woran? Dass diese Saison mehr drin ist als ein gesicherter Platz im oberen Mittelfeld. Vorläufiger Tabellenführer nach 6 Spieltagen, ich hätte vorher jede Wette dagegen angenommen. Ok, die ehemaligen Kicker des SSV Markranstädt, die ihre Seele an den Puffbrausemagnaten aus Österreich verkauft haben, können morgen noch vorbeiziehen. Aber diese Reklametruppe wird hoffentlich nie als passender Vergleich in Frage kommen. Was dieser Herr Mateschitz in seiner Heimat Österreich mit Austria Salzburg angerichtet hat, sollte Beispiel genug dafür sein, um was es hier geht: Nur noch um Werbung und Kohle. Für das morgige Spiel der Roten Bullen Ochsen an der alten Försterei drücke ich Eisern Union feste die Daumen!

19 September 2014

Lecker Salätschen

Um die Gammelwoche gut abzuschließen (und um die Gedanken an Katzen und Krähen aus dem letzten Buch los zu werden), gab es heute nachmittag meinen Lieblingssalat. In der angenehmen Septembersonne bei strahlend blauem Himmel schmeckte das gleich doppelt gut.

Und das neue Buch bringt mich auch auf andere Gedanken.

Kafka am Ostseestrand?

Kafka am Strand ist nach der Trilogie 1Q84 das zweite Werk von Haruki Murakami, dass ich mir zu Gemüte führe. Auch in diesem Buch geht es viel um surreale Dinge, mystische Szenen aus Zwischenwelten, die immer wieder mit der Realität verschmelzen. Das Buch hat mich gepackt, auch wenn ich nicht alles verstehen oder interpretieren kann, was da passiert.
Jedoch in den letzten Tagen  geschah Merkwürdiges: Der junge Protagonist kommuniziert immer wieder mit einer Krähe, die wohl nur in seinem Kopf existiert, Teil seiner Persönlichkeit ist.  Und die rät ihm gar seltsame Dinge zu tun. Hier am Ortsrand auf den Feldern sammeln sich Krähen in Scharen, die wie bei Hitchcock zu hunderten in den Himmel aufsteigen und unter lautem Gekrächze im Formationsflug auf die umgepflügten Felder runter stürzen. 2 oder 3 besonders kräftige Exemplare kommen abends auf den großen Baum geflogen, der sich direkt im Nachbarsgarten befindet, und versuchen mir sehr laut irgendwas mitzuteilen, jedenfalls könnte man das meinen.
Am Dienstag abend lese ich im Buch die gruslige Passage, in welcher ein als Johnny Walker verkleideter Verrückter die von ihm gefangenen Katzen bei lebendigem Leib aufschlitzt, um ihr noch schlagendes Herz zu verspeisen. Poooh!
Am nächsten Morgen lese ich in der Rhein-Zeitung online, dass in Andernach jemand dabei ertappt wird, als er die Katzen seiner Nachbarn grillen und verspeisen will. Auha, wird jetzt alles, was ich lese, nach und nach in echt passieren?
Zum Glück(?) wandern 2 von 3 Hauptfiguren auf den letzten Seiten des Romans für immer ins Reich der Toten und der einzig verbliebene beschliesst, wieder zurück in sein altes "normales" Leben zu gehen. Wer weiß, was sonst noch passiert wäre?

17 September 2014

Oldenburg (Holstein)

Heute der erste Kurztrip mit Bus und Bahn nach Oldenburg. Dem kleinen Oldenburg, allerdings mit historischer Bedeutung, wenn man den Quellen Glauben schenkt. Den Bahnhof erreicht man ruckzuck, 2 Stationen von Burg aus. Der liegt allerdings etwas außerhalb und auf 15 Minuten Fussweg in die Innenstadt gibt es nix zu bewundern - außer viel nervigem Strassenverkehr.
Als ich den Beginn der Fußgängerzone gefunden hab, deuten einige Schilder auf Sehenswürdiges hin.

Ich folge den Hinweisen, um auf einen sehr kleinen Platz mit ausschließlich Außenbestuhlung der Gastronomie zu gelangen. Ok, 50 meter weiter komme ich zu einem größeren Platz, der von parkenden Autos zur Hälfte gefüllt ist, der Rest ist gepflastert, außenrum Gastronomie. Das scheint der Marktplatz und zugleich das Zentrum zu sein. Ich überquere den Platz - und komme an das Ende der Fußgängerzone. Ich gehe zurück, schau mir eine Seitenstraße an, die neben Gastronomie auch noch eine Buchhandlung beherbergt. Dort möchte ich mich mit einer informativen Lektüre über die Geschichte des Städtchens und einem Stadtplan mit Hinweisen auf historische Sachen versorgen. Die nette Verkäuferin sucht mit mir einen halben Regalmeter mit Heimatliteratur ab, leider nur allgemeine Historie von Lübeck, Fehmarn und Ostholstein und Mundartbücher. Es gibt offensichtlich noch kein Buch über Oldenburgs Geschichte. Das einzige speziell oldenburgische sind Nachdrucke von alten Adressbüchern der Stadt.
Daher disponiere ich um und gehe zurück zum Marktplatz, setze mich vor einer Eisdiele mit einem Cappucino in die Sonne - und lese weiter in "Kafka am Strand", das gerade in seine entscheidende Phase geht.
Eine halbe Stunde und einen Italiener weiter merke ich, dass mein Outfit (Sandalen, kurze Hose und kurzärmeliges Hemd) zwar dem blauen Himmel und der Mittagssonne, nicht jedoch dem eisigen Wind angepasst ist. Einen Espresso später bin ich dann schon wieder auf dem Weg zum Bahnhof und bin froh, meine Jeansjacke mit dabei zu haben.
In Burg fülle ich den Rucksack noch mit Getränken und Lebensmitteln, um 20 nach 5 fährt mein Bus heim. Ein Abend mit Champions League und Beine ausstrecken hat auch was für sich.
Und für die nächste Fahrt nach Oldenburg bin ich besser vorbereitet.