17 Februar 2007

Die Bahn - mal wieder

Heute lese ich folgende Pressemeldung:

Bahn erwartet noch 2007 neue Regelung bei Verspätungen

Die Deutsche Bahn erwartet noch in diesem Jahr eine Entschädigungsregelung auch für Zugstrecken außerhalb Deutschlands bei Verspätungen im Bahnverkehr.Nach derzeitigem Stand werde es 25 Prozent Erstattung des Fahrpreises bei einer Verspätung von mehr als einer Stunde und die Hälfte bei einer Verspätung von mehr als zwei Stunden geben, sagte der Personenverkehrschef der Deutschen Bahn, Karl-Friedrich Rausch, der "Frankfurter Rundschau". 

Sehr praxisorientierte Vorschläge, muss man schon sagen. Schon nach 1 Stunde 25 %, dann wird bahnfahren ja richtig billig. Wenn ich mal wieder sonntags mit 3 Kumpels zum Fußball nach Bochum fahre und der IC anderthalb Stunden Verspätung hat, dann verpassen wir zwar fast das ganze Spiel, aber wir bezahlen statt 272 Euro nur noch 238 Euro hin und zurück. Vorausgesetzt, der Zug für die Rückfahrt hat weniger als 1 Stunde Verspätung.
Diese Aussicht wird die Bürger in Scharen in die Bahn treiben. Erstaunlich aber auch die zugrunde liegende Begriffsdefinition: Weniger als 1 Stunde Verspätung gilt nicht als Verspätung, oder wie ? Da wird man sich ja regelrecht ärgern, wenn der Zug nur 50 Minuten Verspätung hat.

Wer sich dieses Konzept ausgedacht hat, ist wahrscheinlich komplett merkbefreit und müsste zur Strafe für alle 10 Minuten Verspätung, die täglich an einem Bahnhof seiner Wahl zusammenkommen,

- einen Kaffee aus dem IC-Bordrestaurant trinken (Ja genau, diese dünne Brühe, die man eigentlich höchstens zum Gleis-Entrosten benutzen kann)

- 1 Paar Wiener Kautschuk-Röhrchen mit Senf aus der gleichen Kombüse essen

- und müsste das alles selbst bezahlen

- und bekäme für jedes Gramm Fleisch in den Gummistäben 12 cent ersetzt. 

Ich weiß, das hört sich jetzt sehr hart an. Aber vielleicht würde er es ja dann verstehen, um was es geht.

19 Januar 2007

Verschnaufpause

Geschafft! Eine Woche frei, verschnaufen, tief Luft holen.
Unter dem Druck der Krankenkasse habe ich mich letzte Woche entschlossen, entgegen dem fachärztlichen Rat und vor allen Dingen entgegen dem eigenen Gefühl die tägliche Arbeitszeit zu erhöhen. Da es vorher schon so war, das in der letzten Stunde des Vormittags konzentrations- und energiemäßig langsam die Lichter ausgingen, war diese Woche erwartungsgemäß schwierig.
Ich bin froh, das ich jetzt erstmal ein paar Tage Energie tanken kann. Und hoffe, anschließend die restliche Wiedereingliederungszeit mit weiteren Steigerungen der Arbeitszeit halbwegs unbeschadet zu überstehen.
Das hat mir wohl der letze Vertrauensarzt (Nr. 4) eingebrockt, eine hektische Knalltüte, der nach ein paar Minuten flüchtiger Befragung alle bisherigen Empfehlungen über den Haufen geschmissen und mir eine sofortige Steigerung der Arbeitszeit empfohlen hat.
Natürlich beruft sich der beratende Arzt der Krankenkasse in erster Linie auf dieses Attest. Die Meinung der Fachklinik, die mich 6 Wochen lang intensiv behandelt hat, ist plötzlich nicht mehr aktuell und auch der Neurologe (Vertrauensarzt Nr. 3), der sich immerhin 2 Stunden Zeit für mich nahm und eine andere Bewertung bezüglich der Arbeitszeitsteigerung abgegeben hat, ist dann doch nicht so relevant. Und mein eigenes Gefühl ist natürlich völlig irrelevant.
Der Tinnitus pfeift weiterhin aus allen Rohren, das Gleichgewichtstraining bringt kleine, aber erkennbare Fortschritte. Ich bleib am Ball. So schnell kriegt mich keiner klein.

05 Januar 2007

02 Januar 2007

Es gibt nichts Gutes - außer man tut es.

Ich habs endlich gemacht: Den Stromlieferanten gewechselt!
Auf der Vergleichsseite von verivox ging das ganz einfach: Jahresverbrauch und PLZ eingeben und - schwupp - kamen die Ergebnisse.
Der bei weitem preiswerteste Anbieter FlexStrom will eine Jahresvorauszahlung haben - scheidet aus.
Eon verwendet mittlerweile mehr als 50 % Atomstromanteil - scheidet aus.
Und dann fand ich ePrimo, das sind die Überlandwerke Gross-Gerau, mit einem günstigen Tarif. Und für 0,4 ct/Kwh mehr bekomme ich reinen Wasserkraftstrom. Damit bin ich im Jahr immer noch 70 EUR billiger als jetzt beim RWE, die aber nur 11 % regenerative Energien verwenden, der Rest ist Kohle und Kernenergie - scheidet aus.
Fertigen Antrag runterladen, unterschreiben, eintüten, einwerfen, fertig. Ab demnächst kriege ich sauberen Strom für weniger Geld.
Gut, wa ?