Meine Stippvisite am Samstag/Sonntag zu Hause war erfreulich. Die lange Zugfahrt (hin 5, zurück 6 Stunden) war dank Buch, MP3-Player und schöner Landschaft richtig angenehm. Auf der Rückfahrt wurds dann fast lustig, als an allen Lahnbahnhöfen gefühlte 170 Radfahrer in die 5 Wagen unserer Bimmelbahn drängten. War ich froh, das ich in Koblenz einen Sitzplatz erwischt hab.
So trete ich denn gut gelaunt meine nächste Therapiewoche an. Die Krankenversicherung hat noch nicht über meine Verlängerung entschieden. Dafür ist ihnen heut aufgefallen, das der zuständige Mann leider heut und morgen gar nicht im Haus ist und man daher erst am Mittwoch, dem vorläufigen Abreisetag, entscheiden kann, ob man den ärztlichen Empfehlungen folgt und mir noch weitere Zeit zum Gesundwerden läst.
Mir fällt dazu spontan Hape Kerkeling ein. "Das gaaanze Leben ist ein Quiz, wir sind nur die Kandidaten...."
07 August 2006
Wohnungsbesichtigung
03 August 2006
Gruppenbild mit Dame
31 Juli 2006
Die Zeit wird knapp
Die Zeit verstreicht hier sehr schnell. Diese Woche verlassen uns die ersten Gruppenmitglieder, und die nächsten Wochen werden wohl genauso schnell vorübergehen.
Meine Krankenkasse hat sich was ganz besonderes einfallen lassen. Von der beantragten 3-wöchigen Verlängerung konnte man vorerst nur 1 Woche genehmigen. Über die restlichen 2 Wochen entscheidet man später. Ich hoffe, früh genug, bevor ich abgereist bin.
Meine Fortschritte sind noch nicht stabil. Die Verbesserungen im Gleichgewicht haben sich in den letzten Tagen nicht so fortgesetzt, aber solche Entwicklungen verlaufen wohl meist wellenförmig.
Die Einstellung zum Ohrgeräusch ist allerdings schon eine ganz andere geworden. Seit ich weiss, woher es kommt, fällt es mir leichter, damit zu leben.
Am Samstag bekomme ich vielleicht netten Besuch, am Sonntag kann ich vielleicht für 1 Tag nach Hause.
Schaumama.
24 Juli 2006
Das Pfeifen im Park...

...lässt merklich nach, wenn man die Konzentration auf andere angenehmere Dinge lenkt. Sobald man aber nachhorcht, ob es noch da ist, meldet es sich stes mit voller Kraft zurück. Das wird sich wohl nicht mehr ändern.
Aber ich kann für mich doch einige Dinge tun, um die Wahrnehmungsfilter zu trainieren, die Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten, die körperliche Fitness zu stärken, Gleichgewicht wieder zu üben, das Pfeifen anders zu bewerten und ihm die negative Kraft zu rauben. Anregungen und Vorschläge bekomme ich hier genug. Das Umfeld stimmt, eine ganz nette Truppe haben wir hier zusammen, die sich leider schon aufzulösen beginnt, da die ersten Mitpatienten wohl nächste Woche wieder heimreisen werden. Lt. Oberarzt soll ich mich auf 6 - 8 Wochen einstellen, was ich gerne mache, wenns mir hilft. Und danach siehts bis jetzt aus.
Leider können wir dem Genuss der mediterranen Küche durch unseren Christoforo wohl nicht im bisherigen Maß weiter frönen, da das Küchenpersonal dies nicht mehr duldet. Es gibt wohl zuviel Aufsehen, wenn wir beim Abendessen am Tisch kleine kalte Leckereien zubereiten und geniessen, während der Rest der Patienten sich mit absolut geschmacksneutralem Käse (dessen "Sorten" sich nur optisch leicht unterscheiden) und der Plastikwurst begnügen müssen. Das Mittagessen ist mit Nachwürzen ganz ok und über das Frühstücksbrötchen beschwert sich auch niemand. Aber der Kaffee ..... wie man den geschmacklich so nah an heißes Wasser rankriegt, obwohl (oder weil?) Jakobs auf den Kannen steht, das ist schon ne Leistung. Aber vielleicht bin ich auch Senseo-verwöhnt und geniesse deshalb täglich den köstlichen Cappucino im Venezia.
Aber ... ich bin nicht wegen dem Essen hier und konzentriere mich auf das Wesentliche - und das ist wirklich gut hier.


