23 September 2026

Von Gulisa bis Liuduuinesthorp

Mit "Oh Mosella!" und "Warum ist es am Rhein so schön?" besangen einst die Künstler unsere schöne Gegend. Ich durfte mir in den letzten Tagen mal wieder selbst ein Bild davon machen.

Angefangen hatte es am Montag mit einer Einladung zum Spätstück um Punkt 12 Uhr bei Freunden in Gulisa. Mit meinem blau-weißen Freund konnte ich zusammen das letzte Fußballwochenende bejammern, auf das ich hier nicht weiter eingehen möchte. Mit seiner allerbesten Cornelia Fabulosa hatte er ein tolles  und vielfältiges Mahl bereitet. Schon mal Pflaume mit Tonka-Bohnen auf dem Brot probiert? Ich kann euch sagen, das ist einen Versuch wert.

Nach dem ausgiebigen Spätstücks-Klön wies Conny mir noch einmal den Weg hoch auf den Berg, eine Frischluftrunde mit wenigen, aber steilen Schritten. Vorbei an unbeschrifteten Grotten und Kreuzwegstationen strebten wir stetig bergauf.

Wir hatten richtig Glück mit dem Wetter und genossen den schönen Weg.










Oben angekommen, erfreuten wir uns am Ausblick von einer Bank und an der himmlischen Stille..

Cornelia Gulisa Confluentia

Bergab ging es später leichter und es hat mir sehr gut getan.

Nach so viel Bewegung war der Dienstag geradezu prädestiniert für Erholung. Der Besuch beim alten Kumpel Ernest International war auch erholsam und die spätere Wellness-Physio unter Natalies heilenden Händen geradezu göttlich. So geht Erholung!

Heute befolgte ich ebenfalls das Rentner-Ausschlaf-Gesetz und schaffte es dennoch, pünktlich um 16 Uhr auf der falschen Rheinseite zu sein und dort eine gute Freundin von der Arbeit abzuholen. Sie hatte mich an meinem Geburtstag mit einer Einladung zum Essen beglückt, für die wir heute endlich einen passenden Zeitpunkt gefunden hatten. Statt Ofengemüse in Pillonia gab es Rheinischen Sauerbraten in Liuduuinesthorp, wie es ursprünglich genannt wurde.

Auf der großen Rheinterrasse wurde uns ein Gericht serviert, dass ich seit Ewigkeiten nicht mehr gegessen hatte. Lecker Lecker Lecker!

Sauerbraten a la MS Franziska

Wenn man dazu auch noch einen tollen Sonnenuntergang über den Hügeln der richtigen Rheinseite präsentiert bekommt, ist der Tag perfekt.

Dementsprechend entspannt und gut gelaunt sitze ich nun zu Hause, schreibe diese Zeilen, und freu mich auf morgen.

05 September 2026

Das Maiglöcken und Mike Neuhaus

Der Tag begann mit einem Porridge vom Feinsten, das ich mit Achims Leinmus und meinem gestern frisch geröstetem Topping verfeinert genießen durfte.

Il Maestro de la Roestico im Einsatz

Derart gut gestärkt besuchte ich den Wochenmarkt, wo mich meine drei Favoriten Walli, Achim und Lili mit allerlei Leckereien versorgten. Ich sage nur Salsiccia Picante, Goldlein-Öl und Muskat-Kürbis.

Als Vorbereitung auf meine Lesung heute Abend in der Kulturnacht gönnte ich mir einen langen Mittagsschlaf und stärkte mich final mit einem der weltbesten BIO-Rindersteaks von Walli, gewürzt mit dem BIO-Smoky-BBQ-Rub von Hartkorn und einem Stück Wassermelone von alnatura. Bis dahin schon ein köstlicher Tag im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Maiglöckchen liest

Pünktlich um sieben landete ich im kleinen Antiquariat, um der Lesung meiner Mitschreiberin Maiglöckchen zu lauschen, die heute den Anfang machte. Besonders ihr dritter Text über wiedererkannte Vorfahren auf einem KZ-Foto hat mich sehr berührt. Einige Freunde und Bekannte waren bereits im Publikum. Danach machten wir eine Pause, denn ich war im Flyer für acht Uhr angekündigt und weitere Freunde hatten angekündigt, dabei sein zu wollen.

Mike Neuhaus wird gelesen

Als dann alle Stühle besetzt waren, trug ich einige Auszüge aus meinem bisher unveröffentlichten Roman "Fliegen Lernen" vor und fand dabei ebenso den Beifall der Zuhörerschaft, so wie es auch vorher bei Maiglöckchen gewesen war.

Die Worte "schön" und "gelungen" machten die Runde.

Da meine blau-weißen Jungs heute um 20:30 spielten, machte ich mich danach schnell nach Hause, um zeitversetzt den Triumph in Dresden vor dem Fernseher miterleben zu dürfen.

Wenn das mal kein perfekter Tag war.

31 August 2026

Ein gesalzener Tag

Kumpel Mike T-Bone hatte die spontane Idee zur Fahrt in ein Städtchen, in dem ich noch nie gewesen bin. Aber ich lasse euch mal wieder raten, wohin uns der heutige Spontantrip geführt hat. Denn Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte. 

Die Anfahrt mit der "Deutsche Bahn" war überraschend problemlos. Nein, von pünktlich hab ich nichts geschrieben, bevor jemand danach fragt. Man muss ja nicht gleich übertreiben. Als wir am Zielbahnhof ausstiegen, empfing uns ein gewaltiger Sakralbau.

Nach dem Weg durch eine erstaunlich große  und angenehm ruhige Fußgängerzone erreichten wir eine Brücke über einen kleinen Kanal.

Auf der Brücke eine Weinstube in einem mehr als 400 Jahre alten Haus und ein schwedisches Café.

Weinstube
Schwedisches Café








Auf den Höhen über uns ein Hotel mit besonderer Aussicht über das Flusstal.

Der nächste Abschnitt der Brücke über den Kanal war eine Art Herzbrücke.

Auf der anderen Seite angekommen, spazierten wir durch sehr ruhige Straßen bis zu einer Parkanlage. Sogar ein richtiges Bäderhaus  war zu sehen.

Im Eingangsportal zum Park dann eine sehr geschichtsträchtige Erinnerung. Welches Ereignis wird hier wohl beschrieben?

Sicher ist der Ein oder die Andere unter der Leserschaft des Französischen mächtiger als ich, denn ich musste die deutsche Version dieser Tafel bemühen, um zu verstehen, um was es hier geht.

Als wir dann an der schönen Aussicht auf das kleine wilde Flüsschen ankamen, hatte mein Schrittzähler bereits applaudiert.

Richtig Nahe Dran

So legten wir dann eine wohltuende Pause an dieser Stelle ein, wo wir richtig tief durchtamen konnten. Der Typ mit dem tollen Hut mit dem blauen Hutband bin übrigens ich.






Nach einer schönen Relax-Pause betrachteten wir die andere Seite des Flusses, die ein Naturschutzgebiet ist. Ganz oben kann man noch erkennen, dass die Rebstöcke hier bis zum Rand flach angebaut werden, denn der Hang ist naturbelassen geblieben. Auf dem Rückweg in Richtung Bahnhof fiel uns auf einer Brücke dieser markante Gedenkstein auf, den wir auf dem Hinweg wohl übersehen hatten.


Als es dann wieder zu regnen begann (so wie es vorhergesagt war), entschloss sich auch Mike T-Bone zum Kauf eines Regenschirms beim dm. Als er mit dem Schirm in der Hand aus dem Laden kam, hörte der Regen schlagartig auf.

Die nächste hochverdiente Pause legten wir bei Remzi's ein, wo wir neben einem exzellenten Kaffee auch frisch gebackene Waffeln verzehrten, was wir beide ewig nicht mehr gemacht hatten. Man gönnt sich ja sonst nix.

Als wir dann später wieder am Bahnhof ankamen, begann Mike (aka Chief Blind Eagle) sofort, den Verkehr auf den Bahnsteigen zu regeln und wies mich mehrfach eindringlich darauf hin, dass unser Zug auf Gleis 2 abfährt.

Der Zug kam fast pünktlich, wir bekamen zwei Sitzplätze und rollten gemütlich gen Heimat. Unterwegs lud mich meine liebe Großcousine per WhatsApp zum abendlichen "Himmel-un-Äed"-Futtern ein, was ich ebenfalls ewige Zeiten nicht mehr gegessen hatte. Es war ein leckerer Schmaus bei Gisela und Marie. Ein paar schöne Rummikub-Spiele später machte ich mich sehr gut gelaunt auf den Heimweg,

Ein schöner Tag.

24 August 2026

Es lebe das RAG! Schande über den blauen Schirm!

Heute morgen durfte ich es genießen, dem Rentner-Ausschlaf-Gesetz vorbildlich Folge zu leisten. Was für ein tolles Gefühl es doch ist, sich immer wieder rumdrehen zu dürfen und gegen 14:30 ein leckeres Porridge zum Spätstück zu verzehren! HACH! Damit dürfte ich alle Verstöße der letzten Woche gegen das RAG mehr als kompensiert haben.

Dieses Prachtteil hingegen habe ich gestern an der Schwebebahnhaltestelle Völklinger Straße zurückgelassen. Es war einfach kein Verlass auf ihn.

Nach den ersten unangemeldeten Regenschauern hatte ich ihm angedroht, ihn umzutauschen und das hatte ihn dann auch zur Raison gebracht. Für zwei Tage. Dann ging es wieder los. Es war halt kein richtiger Zauberschirm wie mein schwarzer, den ich zu Hause habe.

Den hatte ich heute bei all meinen nachmittäglichen Erledigungen im Auto dabei - und es fiel kein Tropfen vom Himmel. So muss das sein!

Meinen gottfriedlichen Nachbarsfreunden geht es gut und unsere nächste Skatrunde steht bald an.

Nun blicke ich etwas wehmütig auf die viel zu schnell vergangene Urlaubswoche zurück und beschließe, bald wieder mit meinem Deutschland-Ticket unterwegs zu sein.

Morgen muss ich wieder ganz früh raus, damit ich um 11 Uhr meinen Altkumpel Ernest International in seiner Residenz besuchen und ihn mit Kaffeepads und Papiertaschentüchern versorgen kann. Und nachmittags wartet Natalie mit ihren heilenden Händen darauf, mir eine Portion Wellness-Physio zu verabreichen. Das wird eine schöne Woche.