Für den diesjährigen Ausflug am 1.Mai hatte Cornelia Gulisa eine fantastische Idee: Eine Tour nach Kommern ins Freilichtmuseum. Ich selbst war noch nie dort gewesen, hatte aber schon viel davon gehört. Auch Hilda Acida Aronia war von der Idee sofort angetan.
So begannen wir den Tag mit einem gemeinsamen Frühstück bei mir zu Hause.
Jawohl, FRÜHstück! Um 9 Uhr (!!!) trafen die beiden Lieblichkeiten bei mir ein und es war trotz der nächtlichen Uhrzeit ein gelungener Auftakt in den Tag.
Für die Zubereitung spendete man mir Lob und Anerkennung und offensichtlich schmeckte es auch allen gut.
Vom Andernacher Bahnhof aus starteten wir mit überraschend kleiner Verspätung, fanden im RE5 Sitzplätze und freuten uns darüber, was man mit dem Deutschland-Ticket alles machen kann.
Für den Umstieg hatte Cornelia bewusst das beschauliche Köln-Süd gewählt, um dem Rummel im Hauptbahnhof zu entgehen, wo kaum ein Zug auf seinem angekündigten Gleis abfährt. Wenn er denn fährt.
Ok, in der Regionalbahn wurde es dann ein klein wenig ziemlich sehr eng, aber immerhin klappte der Umstieg perfekt, da unsere Regionalbahn ein wenig Verspätung hatte, sonst hätten wir sie mit unserer bisherigen Verspätung nicht mehr erreicht. Normalerweise ist das der Anschlusszug die einzige Bahn am Tag, die dir pünktlich vor der Nase wegfährt.
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| Gemütlich eng |
Nach 3 Haltestellen wurde es dann etwas luftiger und wir konnten bis zum Zielbahnhof Mechernich sitzen. So konnte unsere Reiseleiterin schon im Zug das Anruftaxi ordern, dass uns (auch mit Deutschlandticket!) von Mechernich nach Kommern befördern sollte. Leider stellte sich heraus, dass man das Anruftaxis nicht mehr einfach so anrufen kann, sondern dies online bewerkstelligen muss, was sich als mehrstufiges Registrier- und Bestätigungsspiel mit Hürden offenbarte, für deren Bewältigung man vorher eigentlich ein Halbtagesseminar buchen müsste. Das gelang dann schließlich, reichte jedoch nicht mehr für den 12:15-Transport, da man mindestens 30 Minuten vorher ordern muss.
Aber auch diese Klippe meisterten wir souverän, indem wir bei jedem der zahlreichen dort parkenden Anruftaxis freundlich nachfragten, leider erfolglos.
Wir nutzten die Pause zu einem Coffee-To-Go im Bahnhofskiosk, bis uns irgendwann einer der Fahrer herbeiwinkte und uns freundlich nach Kommern kutschierte. Nicht nur freundlich, sondern auch lustig. Als ich mich beim Einstieg im Smalltalk sehr wohlwollend über meine Damenbegleitung äußerte, wies er mich vorsorglich darauf hin, dass ich später aufpassen müsse, beim Ausstieg nicht auszurutschen. AUF DER SCHLEIMSPUR! 🙈
Am Museumseingang empfing uns ein tolles Ambiente. Bewaldetes hügeliges Gelände bei Sommertemperaturen und blauem Himmel. Zudem waren zwar zahlreiche Besucher dort, aber es war nicht überfüllt, da das ganze große Gelände sehr weitläufig ist. Einige kleine Eindrücke habe ich im Bild festgehalten.
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| Ein schöner Start in alte Zeiten |
Viele der Gebäude, die man hier sieht, sind woanders abgebaut und hier wieder originalgetreu aufgebaut und restauriert worden. So denn auch ein Tante Emma-Laden, in dem wir uns mit Taschentuch, Magnetclip und Müsliriegel eindeckten.
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| Über der Tür steht es: Die HANDLUNG |
Rundeherum auf allen Wegen grünte und blühte es um die Wette, und das vor diesem Himmel.
Alle Häuser und Scheunen waren offen und jede Küche, die ich betrat, war eine Zeitreise in die Küche meiner Oma. Vor dem alten Schulgebäude mussten wir uns natürlich für den ersten Schultag ablichten lassen. Das Mobiliar in dem Klassenraum kam uns allen noch sehr bekannt vor.
Auch eine alte evangelische Kirche steht hier. Bei jedem Objekt ist sehr gut beschrieben, woher und aus welcher Zeit es kommt.
Und natürlich gönnten wir uns auch ein Päuschen im Grünen.
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| Ich wurde gut versorgt von den beiden |
Ein altes Bahnhofsgebäude, das irgendwo aus dem Ahrtal stammt, wird gerade als neues Highlight hergerichtet.
Die ersten beiden Stunden hatte unser Weg fast nur aufwärts geführt. So hatten wir irgendwann auch einen schonen Weitblick über die Eifel.
Ein paar Meter weiter war auch eine Original Milchbar so aufgebaut, wie sie vorher an ihrem Originalstandort geglänzt hatte.
Es gab hier soviel Interessantes zu sehen und zu lesen, dass wir uns nicht mal die Hälfte angeschaut hatten, als es Zeit für die Rückkehr wurde. Wir werden auf jeden Fall nochmal dorthin fahren und uns den Rest der Geschichte anschauen, das war einfach toll.
Zum Schluss kauften wir noch ein klein wenig im Museumsshop ein, an den Leckereien aus der Kompotterie konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Das bestellt Anruftaxi kam pünktlich und auch die Bahnverbindung nach Hause funktionierte fast reibungslos. Auch das habe ich lange nicht mehr erlebt. Lag wahrscheinlich an meinen Begleitungen, dass sich mein Bahn-Murphy diesmal zurückgehalten hat.
Meine blau-weißen Jungs und Anna Cora Mosella krönten am Samstag dieses schöne Wochenende. So kann es weitergehen.



















