29 November 2025

"Ein schöööner Tag ..." 🎙🎼🎶🎵🎤

Obwohl wir mein Spätstück mit dem KLB umständehalber auf morgen verschieben mussten, wurde es ein prima Tag. Auf dem Wochenmarkt vermisste ich zwar unseren Ölbischof Achim mit seinem Oliomobil, dafür hatte die gute Walli vom BIO-Hof Althaus wieder Rindersteaks, Mini-Chilis und andere Leckereien parat. Außerdem wies sie mich auf einen neuen Anbieter hin.

Der BIO-Hof Beisel machte mit seinem Gemüse-Sortiment einen sehr guten Eindruck und Lust auf mehr.

Die perfekte Ergänzung des regionalen BIO-Sortiments, die uns hoffentlich noch länger erhalten bleibt.

Pünktlich um 13 Uhr kehrte ich von meiner Einkaufsrunde zurück, um meine blau-weißen Jungs aus dem Tiefen Westen vor dem Fernseher lautstark anzufeuern. Das Team vonne Castroper belohnte mich mit einem tollen Auswärtssieg am Ronhof. HACH!

Derart gut gelaunt, beschloss ich, meinem alten Kumpel einen Besuch im Altenheim abzustatten. 

King Ernest International

Ernest International freute sich sehr über meinen Besuch und versicherte mir, dass dies bereits meine 16. Stippvisite war. Das alte Statistik-Gen lässt ihn auch im Altenheim nicht ganz los.

Zwar konnte ich seine Senseo diesmal (zum 6.Mal) nicht vor Ort reparieren, werde sie ihm jedoch morgen lauffähig wieder zurückbringen. Ab und zu mal entkalken und saubermachen wirkt manchmal Wunder.

Nach einer halben Stunde Austausch über die neuesten Fußball-Ergebnisse und andere wichtige Dinge machte ich mich wieder auf den Heimweg, bestückt mit einer verstopften Senseo und jeder Menge gute Laune.

Nun freue ich mich auf das morgige Familienfrühstück mit dem KLB und auf viele weitere schöne Tage ...

02 September 2025

Von der Ölmühle zum Bäckerkreuz

So schön, wie das Wochenende ausklang, so entspannt war der Start in die neue Woche.

Am Sonntag besuchte ich mit meiner Großcousine Gisela und deren Freundin Petra den Tag der offenen Tür bei der Ölmühle Bertgen in Mertloch. Hin wie auch zurück entdeckten wir im Auto immer wieder ungeahnte Umwege und Abkürzungen durchs Maifeld. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass uns zwei Kesselheimer den letzten freien Parkplatz weggenommen hatten, aber dank meiner Einparkkünste reichte uns auch eine klitzekleine Nische aus, um mein Schiff zu parken.

Was dann in der Ölmühle los war, damit hatten auch die Veranstalter nicht ansatzweise gerechnet. Unter anderem demonstrierte der Inhaber, ein bekannter Ölbischof, alle halbe Stunde live, wie das Öl gepresst und hergestellt wird. Und jede halbe Stunde war die Produktionshalle wieder voll mit Leuten.

Wir ergatterten Plätze in den vorderen Reihen und folgten interessiert seinen Ausführungen. Nach schönen Gesprächen mit den Parkplatzräubern und anderen Bekannten fand ich im Verkaufsraum noch ein Päckchen meiner langvermissten Schwarzkümmelpellets ebenso wie eine Flasche trüben Goldleinöls und wir machten uns zufrieden auf den Heimweg.
Zu Hause zeigte mir dann das Ännchen, wie man stundenlang Rummykub spielt, ohne dem Gegner (mir) auch nur den Hauch einer Chance zu lassen, was meiner guten Laune jedoch keinen Abbruch tat.. 

Nach zwei Tagen strengster Beachtung des Rentner-Ausschlafgesetzes verschlug es mich heute Nachmittag zu der guten Marlies, wo wir es uns mit Gebäck und Tee, kleiner Lesung und interessanter Unterhaltung gemütlich machten. Der Bäcker hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen und die Innenseite der Muffin-Verpackung  mit einem tollen Kreuz-Kunstwerk versehen.

Wie immer in solchen Fällen verflogen die Stunden wie im Nu und so sitze ich nun daheim am PC, schreibe meinen blog und versuche anhand ihres Ahnenpasses, meine Verwandtschaft zu Marlies nachzuweisen. 

Ein schöner Tag und morgen gibt's Ofengemüse, Ännchen und Rummykub. HACH!

30 August 2025

So geht Wochenende!

Ein paar kleine Grundsätze vorab:
1. Arbeit wir völlig überbewertet.
2. Das Wochenende kann nicht früh genug beginnen.
3.  Menschen, die einem gut tun sind Futter für die Seele.

Wenn man also das Wochenende bereits am Freitagmorgen beginnt, weil ein guter Freund und Ex-Kollege zum Kaffee vorbei kommt, dann darf man sogar gegen das Rentner-Ausschlaf-Gesetz verstoßen und bereits um halb zehn aus den Federn krabbeln. Ich rechne es Luca Thomi hoch an, dass er als Ex-Bayern-Spieler und aktuell vielbeschäftiger Gastronom immer noch Zeit findet, die alten Kontakte zu pflegen.

Als ich ihn gegen zwei am Bahnhof absetzte, nahm ich dort sofort meine weitgereiste Verwandtschaft in die Arme, um ihnen bei schönem Wetter ein wenig von der Schönheit der Andernacher Umgebung zu zeigen. Bei ihrem letzten Besuch hatte ich den Red Hot Smithy Sisters die Innenstadt gezeigt, heute ging's mal raus in die Höhe.

Eine schöne bildliche Veranschauung des Begriffs <Großcousin>

Die beiden Mädels sind echt klasse, so wünscht man sich Verwandtschaft. Auf unserer kleinen Runde genossen wir einige schöne Aussichten.



Die Ortskundigen werden sofort erkannt haben, von wo die Bilder aufgenommen wurden. Für Kaffee und Kuchen war es danach noch etwas zu früh, daher entführte ich Vroni und Marieluise anschließend noch an den Ort unserer letzten Sommerlesung. Da dort Permanent Kulturiert wird, brachte ich den Ladies auch ein kleines Ständchen in Form der beiden Kurzgeschichten, die ich bei unserer letzten Sommerlesung dort vorgetragen hatte. 

"Gefreiter Planlos meldet sich ab" und "Bully"

Den beiden gefielen der Ort und die Geschichten ebenso wie die neue bequeme Liegesitzmöglichkeit, von der sich Marieluise gar nicht mehr trennen wollte. Aber es nutzte ja nichts, auf dem Marktplatz wartete das Café Rosa mit Leckereien und Cappuccino auf uns. Nach einer herzlichen Verabschiedung begaben sich die beiden wieder zum Zug und wir alle hoffen, dass wir solche Begegnungen zukünftig öfter haben werden.

Für mich ging es nach kurzer Pause daheim mit einer unerwarteten Niederlage im Rummykub weiter, wo mir das liebe Ännchen wieder mal meine Grenzen aufzeigte. Dafür durfte ich den anschließenden Skatabend mit lieben Freunden in vollen Zügen genießen. Das hat mir soviel Spaß gemacht, dass ich gar nicht mehr weiß, wer am Ende die Runde verloren hat.

Am heutigen Morgen hatte ich wegen des unabdingbaren Besuchs bei Wally auf dem Wochenmarkt ebenfalls die Ausnahmegenehmigung bzgl. der RAGs erhalten und hatte bereits um halb elf mein Frühstücksporridge genossen. Bei den harten Preisverhandlungen behielt Wally wieder einmal die Oberhand, das Feilschen muss ich wohl noch ein wenig üben.
Nach einer kleinen Einkaufsrunde saß ich pünktlich um eins vor der Glotze, um meine blau-wißen Jungs aus dem tiefen Westen anzufeuern. Danach stand für mich fest, dass ich an diesem Wochenende nicht über Fußball reden werde. Punkt


Umso schöner die Spontanrunde mit Kumpel Mike T-Bone an der Rheinpromenade meines Heimatorts.

Wie wichtig dieser Ort ist, kann man bspw. daran erkennen, dass sich sogar Banksy hier immer mal wieder verewigt.

Wer weiß, vielleicht wird der Ort ja mal zu einer Heimstätte der Künstler und Literaten.

Auch die Aussicht über den Rhein in Richtung Autobahnbrücke lohnte sich. Diese tollen Wolkenformationen vor dem blauen Himmel finde ich immer wieder faszinierend.


Beim Rückweg durch den Ort treffe ich unterwegs immer wieder Freunde und Bekannte und konnte auch meinem Kumpel, der auch unter dem Namen "Chief Blind Eagle" bekannt ist, einiges über die Geschichte der verschiedenen Häuser und Bewohner nahebringen. Hier werden viele Erinnerungen aus meiner eigenen Lebensgeschichte wach, immer wieder.

Nun sitze ich daheim vor dem PC und schreibe diese Zeilen nieder. Während ich das alles (und noch viel mehr) Revue passieren lasse, erkenne ich zum wiederholten Mal, wie wichtig es ist, Zeit mit Menschen zu verbringen, die mir gut tun. Das ist Futter für meine Seele.

28 August 2025

Schlimme Zeiten unterm Drachenfels

Quelle: Siebengebirgsmuseum Königswinter

Vor Kurzem hatte mich Conny auf eine interessante Ausstellung hingewiesen, die im Siebengebirgsmuseum Königswinter derzeit zu sehen ist. Es geht um die Opfer des NS-Regimes im Siebengebirge und wir hatten beschlossen, uns das anzusehen.

Am Freitag war es dann soweit. Die Regionalbahn brachte uns nach Bonn-Mehlem, von wo aus es nur wenige Schritte zum Rheinufer waren. Dort wartete die Rheinfähre nach Königswinter auf uns. Wann war ich zum letzten Mal mit einer Fähre über den Rhein geschippert? Lang, lang ist's her.

So genossen wir die Überfahrt mit dem freundlichen Fährmann.

Blick zurück nach Mehlem

Von der Anlegestelle aus war es nur ein kleiner Fußweg, bis wir vor dem Museum standen. Zu früh! Bahn und Föhre hatten so perfekt mitgespielt, wie wir es sonst nie erleben. Spätestens damit war klar: Es war ein besonderer Tag.

Ich und der Esel

Vor dem Museum durften wir uns daher noch ein wenig mit den interessanten Tieren beschäftigen, die wohl hier die Wacht am Rhein halten.

Der Esel war ganz handzahm und wäre wohl auch das geeignete Transportmittel, um hoch auf den Drachenfels zu kommen. Aber leider waren an jedem Esel in der Stadt Hinweise angebracht, dass das Besteigen der Tiere für Erwachsenen nicht erlaubt sei.

Im Museum selbst wurden wir dann freundlich empfangen und freuten uns über den Eintrittspreis von 5 Euronen, für den wir alle drei gleichzeitig stattfindenden Ausstellungen hätten besuchen dürfen.

In der Ausstellung selbst war Fotografieren nicht gestattet, deshalb hatten wir uns Kuli und Block eingesteckt, um uns Einiges notieren zu können.

Beeindruckt hat mich an der Ausstellung, dass sehr viele alltägliche Dinge dargestellt wurden. Wie lebten und kitten Menschen in dieser Zeit. Viele persönliche Schicksale wurden in Bild und Schrift gezeigt, ganze Familiengeschichten waren beschrieben.
Obwohl die Ausstellung nicht sehr groß ist, haben wir uns doch an vielen Stellen lange aufgehalten. Conny hatte sogar ein Zufallsgespräch mit dem Initiator der Ausstellung und kann für ihre Arbeit im Heimatmuseum Güls sicher einiges mitnehmen. Aber auch ich habe mir einige Notizen gemacht zu Dingen, die vielleicht auch in Andernach gut machbar wären.

Als wir nach anderthalb Stunden das Museum verließen, führt uns die ortskundige Conny zu einem netten Café in die sehenswerte Altstadt, den Kaufmannsladen, wo wir uns in schöner Umgebung an leckerem Kuchen gütlich hielten, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Zwei letzte Fotos von der Fähre aus, bevor uns der Bahn-Murphy in Empfang nahm.


Die Ruine Drachenfels

Die Idee, von Mehlem aus mit der RB zurückzufahren und dann in den RE umzusteigen, hörte sich zwar gut an, aber da wir auf der Hinfahrt so problemlos gefahren waren, wie ich das kaum noch kenne, ahnte ich, dass uns der Bahn-Murphy eine Falle gestellt hatte. Si nahmen wir spontan den Bus nach Godesberg, also in die eigentlich falsche Richtung, um dort festzustellen, dass besagte Regionalbahn heute ausfiel. Dafür rollte schnell ein Regionalexpress für uns ein, der zwar nicht in Mehlem hält, uns jedoch schnell und zuverlässig nasch Andernach und Koblenz brachte.

Ein schöner Tag, der Eindruck hinterlassen hat.