02 April 2025

Von Rummikub über Nusstaler bis zu Betty Blue

Als mich am RAG-Sonntag, am Sabbat, spätnachmittags die Nachricht meiner Freundin Ännchen erreicht, dass sie ganz in der Nähe sei und gerne eine Partie Rummikub (oder drei) gegen mich verlieren spielen möchte, dann war das: Die Krönung eines perfekten Gammeltags!

So konnte ich gut ausgeruht und mit einem Siegerlächeln auf den Lippen in den Montag starten. Um zehn erwartete ich eine liebe Frühstücksbesucherin aus meiner alten Heimat, die mich obendrein noch mit leckeren Sachen beschenkte. So wurde der Montag fast wie ein zweiter Sonntag, Allerdings drehten wir nachmittags ein großes Stadtründchen, so dass auch mein Schrittzähler abends den grünen Haken dahinter machte. Unterwegs dann eine richtig tolle Sache:  Das Andernacher Reformhaus meines Vertrauens hat tatsächlich wieder die Nusstaler in dunkler Schokolade im Sortiment! Das musste ich mit der guten Frau Hoffmann im Bild festhalten, denn sie hatte dies auf meine Bitte hin veranlasst.

Müsst ihr probieren, exzellent!

Die Teile sind das Non-plus-Ultra meiner Nuss-Snacks und ich habe sie sehr vermisst, seitdem die Bäckerei Fedl von Ulrike übernommen wurde. Aber nun gibt es sie wieder in Andernach, im Reformhaus Reinhard. Danke, Frau Hoffmann. Mit ihrer Auskunft, die seien sehr lange haltbar, behielt sie allerdings nicht recht. Sobald ich die Leckerlis zu Hause hatte, unterlagen sie einem schnellen natürlichen Schwund 😋😋😋. Dies war für uns natürlich Anlass, nach unserer Frischluftrunde eine schöne Espressopause zu Hause einzulegen und dabei das köstliche Gebäck zu verkosten. Auch für eine kleine Küchenlesung war noch Zeit, für die ich ein positives Feedback erntete. 

Abends freute ich mich wieder auf den Besuch des Schreibkurses in der Andernacher VHS. Nachdem ich längere Zeit einfach nicht die Muse dafür hatte, mich mit der Fertigstellung meines Romanskripts zu beschäftigen, hatte ich diesmal einen neuen Anlauf genommen und konnte die erste Traumpassage des Textes vortragen und zur Diskussion stellen. So wurde auch der Montag zu einem klasse Tag.

Den Dienstag nutzte ich zum Ausschlafen, sehr wichtig für Rentner, wie ihr wisst. Nachmittags erwartete ich meinen KLB und die gute Gaby zum Familienforschungsworkshop, den wir seit einer Weile einmal im Monat durchführen. Und wieder kamen für alle drei Forscher interessante neue Erkenntnisse heraus. Das gemeinsame Forschen bewährt sich.

Die vertieften Familienforscher*Innen

Die zwischenzeitliche Stärkung mit Kaffee und Gebäck (auch das mit dem natürlichen Schwund) trug zum guten Arbeitsklima ebenso bei wie mein abendlicher Gang zum Döner am Wasserturm, die Dönerteller mit Pommes und Salat waren mal wieder Spitze. Tja, man gönnt sich ja sonst nix 😊. Es war draußen dunkel geworden, als wir den Tag mit einem guten Espresso beschlossen und uns voneinander verabschiedeten.

Heute konnte ich mir wieder einen schönen Ausschlaftag gönnen und dem RAG Folge leisten. Stressfrei bereitete ich nachmittags das wöchentliche Ofengemüse-Ritual mit Ännchen vor, die nach der Arbeit eine  solche Stärkung gut vertragen kann. Diesmal ohne Kartoffeln, Lauch, Fenchel, Pak Choi, Staudensellerie und Lauch, stattdessen eine große Süßkartoffel, Betty Blue Kürbis, Pastinaken, Wurzelpetersilie, Sellerie, Kohlrabi, Topinambur, schwarzen Rettich, Radieschen, Zucchini, Aubergine, rote und purpurne Möhren, Rote und gelbe Bete, Brokkoli, rote, gelbe, grüne Paprika, Ziegen-Feta, alles vorher gut in Olivenöl eingelegt und gewürzt mit Hartkorn Curry Oriental-Mischung, Salz und Pfeffer.
Dazu zwei verschiedenen Curry-Saucen und Kräutersalz aus Ebels Garten auf dem Tisch. Alles natürlich in BIO-Qualiträt. Ich kann Euch sagen, es hat uns sehr lecker geschmeckt, ebenso der anschließende Espresso Furioso. Toll, dass meine Gästin dann die glorreiche Idee hatte, noch eine Runde Rummikub dranzuhängen, denn sie wollte auch mal wieder gegen mich gewinnen. Da ich die ersten vier Spiele souverän gewann, kam sie erst im fünften Spiel zum Zug, ohne meine Führung in der Gesamtwertung ernsthaft zu gefährden. Wieder ein sehr schöner Tag. So kann es weiter gehen.

29 März 2025

Von stürmischen Trauerweiden bis zum Frauenfriedensbaum

Auch die letzte Woche war geprägt von vielen schönen Begegnungen mit guten Menschen, von Streifzügen durch die alte Heimat, vom Genießen des Frühlingsbeginns und auch von kompletten Trödeltagen, alles in der richtigen Balance.

Und obwohl in den letzten Wochen alle Notebooks in meinem Umfeld nach und nach schwarz bleiben, als hätten sie sich abgesprochen, gibt es dabei bisher keine unlösbaren Probleme. In der Nachbarschaft, bei Freunden, bei Ex-Kollegen, in der Familie fangen die Dinger alle an zu spinnen. Sogar bis nach Oklahoma City hat sich diese Seuche ausgebreitet. Ist schon manchmal verrückt, jahrelang passiert nichts, und dann eins nach dem andern.

Natalies heilende Hände waren ebenso Seelenfutter wie der blaue Himmel und die schönen Begegnungen. Beim Aufarbeiten der heimischen Stammbaumverbindungen bin ich ebenso sukzessive weiter gekommen (sogar bis nach Wirfus) wie beim Instandsetzen der Notebooks, Tablets und PCs. Ganz nebenbei gab es noch Leckerschmeckereinheiten wie das Ofengemüse mit Ännchen und dem Frühstücksritual mit dem KLB. Auch die gestrige Niederlage meiner blau-weißen Jungs nach hartem Kampf und durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen konnte mir die gute Gemütslage nicht verderben.

In der Buchhandlung meines Vertrauens gab es nicht nur einen schönen Spruch auf dem Ankerbrett, sondern auch die Ankunft eines bestellten Buchs zu feiern. Der Autor Andreas Wagner beschreibt in seinem Roman "Wie Treibgut im Fluss" die Auswanderungsgeschichte seiner Vorfahren vor 250 Jahren über mehrere Generationen.

Da sich mein SuB wieder stark vergrößert hat, muss das Buch bei aller Vorfreude noch etwas warten, bis er an der Reihe ist. 

Apropos Bücher:

Den heutigen Tag nutzte ich nach KLB-Frühstück, Marktgang und kleiner Erledigungsrunde zur Vorbereitung auf den morgigen "Am siebten Tage sollst du ruhen!"-Sonntag, an dem ich mich wieder komplett dem RAG unterwerfen werde.

Heute nutzte ich den schönen Nachmittag für eine Leserunde am Rhein, wo ich in einer Pause auf einer sonnigen Bank meine  aktuellen Roman "Die Bibel nach Biff" zu Ende gelesen hab. Wer wissen will, wie das damals wirklich war, sollte sich zu Gemüte führen, was Jesu` bester Freund Biff über die 30 Jahre im Leben des Gottessohns berichtet, die in den Evangelien ausgelassen wurden.

Einen Eindruck von der Schönheit am Rhein kann man beim Betrachten der Trauerweiden bekommen, die mich im späten Sonnenlicht begrüßten.

Was mit Abstand bereits zu ahnen ist, zeigten mir die Bäume beim Näherkommen. Es waren heute sehr stürmische Trauerweiden.

Nichtsdestotrotz war es ein schöner Spaziergang, bei dem mir wieder einmal dieser Baum auffiel, dessen Schild kaum noch zu lesen ist.

Ein echter Friedensbaum, der hier 2003 gepflanzt wurde, sogar ein Frauenfriedensbaum. Eine Baumart, die ich bisher auch noch nicht kannte. Dass es ein katholischer Baum ist, passte gut zum letzten Kapitel meines Bibel-Romans.

Allerdings sollten sich die Aufstellerinnen wirklich mal dieses Schilds annehmen, sonst weiß irgendwann niemand mehr, dass es solch ein spezieller Friedensbaum ist.

Morgen ist also Ausschlafen und Nichtstun angesagt, worauf ich mich genauso freue wie auf den montäglichen Frühstücksbesuch und den abendlichen Schreibkurs, bei dem ich endlich mal wieder eine Mike-Neuhaus-Geschichte kritisch prüfen lassen möchte.

Und auch im weiteren Verlauf der nächsten Woche stehen einige schöne Begegnungen an. So kann es weitergehen.

21 März 2025

Sunshine all over

Die Futtertage für die Seele reißen nicht ab. Zum Glück. Blauer Himmel und Sonnenschein gaben auch heute wieder ihr Bestes dazu. Schon zu Beginn wurde ich bei einer Freundin mit einem solch tollen Frühstückstisch überrascht:

Nach einem solchen Start kann überhaupt nichts mehr schiefgehen. Stunden vergingen wie im Flug, und dann hatte Hilde die brillante Idee, das tolle Wetter auszunutzen und eine schöne Runde an der frischen Luft zu drehen. Wir spazierten am Rhein los und erst, als wir das NachbarÖRTCHEN erreichten, nahmen Lärm und Wind spürbar zu, aber das ist dort auch meist zu erwarten. Wir ließen uns trotzdem nicht davon abbringen, den Ort zu umrunden.

Auf dem Flurkreuz, das wir dort entdeckten, war die Inschrift leider nur sehr schwer lesbar, ich werde einmal Eingeborene dazu befragen müssen. 

Auch am Keibchen machten wir halt und fragten uns, was dieses Wort wohl zu bedeuten habe. Wahrscheinlich Eingeborenensprache.

Auf dem Weg zurück zum Rhein sah uns Brigitte und verlies ihren Balkon, um uns zu begrüßen. Die nächste schöne Begegnung. Am Rhein wehte dann ein strammer Wind, aber nur solange, bis wir die Gemarkung des ÖRTCHENS wieder verließen und heimatlichen Grund und Boden betraten.

Eins der selten gewordenen älteren kleinen Schiffe posierte für uns genau vor dem gegenüberliegenden markanten Kirchturm.

Zurückbei meiner Gastgeberin stellte ich fest, dass wir mehr als 10.000 Schritte gegangen waren und dass seit meiner Ankunft zum Frühstück bereits 5 Stunden vergangen waren, ohne dass uns das so vorkam.

Hier hatte Hilde die nächste gute Idee: Zufällig hatte sie glutenfreie Nussecken und Mandelhörnchen daheim, die wir uns im gemütlichen Hof schmecken ließen. 

Zum Abschluss durfte ich noch eine kleine Hoflesung abhalten, während deren Verlauf sich auch der gute Theo dazu gesellte und gespannt der Geschichte von Mike Neuhaus lauschte.

Den 30.Juli als Termin für unsere nächste Lesung im Glashaus der Permakultur haben sich beide bereits vorgemerkt.

Als ich mich dann nach insgesamt sieben Stunden aus den Gefilden meiner Gastgeberin verabschiedete, strahlte ich innerlich wie äußerlich. So ist das mit Menschen, die einem gut tun.

Für den zweiten heute geplanten Besuch in der Heimat hatte ich seit Mittwoch keine Rückmeldung erhalten. Ich machte vorsichtshalber hinter dem Ort einen kurzen Stopp und checkte meine eMails. Siehe da, ich las die Frage: "Kommst du noch?". Also schnell die paar Meter zurück in den Ort, wo man mich bereits im Wintergarten erwartete. Es wurde eine weitere sehr schöne und hochinteressante Unterhaltung mit Ellen und ihren Eltern. Nun wissen wir endlich, dass und wie wir miteinander verwandt sind und ich habe tolle Aufzeichnungen mit nach Hause bekommen, die mich in den nächsten Tagen beschäftigen werden.

Mit der wohligen Müdigkeit, die mich nun zu Hause einlullt, werde ich heute etwas früher zu Bett gehen und freue mich auf mein morgiges Spätstücks- und Marktgangsritual mit meinem kleinen Lieblingsbruder. HACH!

07 März 2025

Blauer Himmel Sonnenschein

Frühjahrsmüde, aber schöööön ... so könnte ich die letzten beiden Wochen gut beschreiben. Viele schöne Begegnungen mit lieben Menschen passten wunderbar zum Frühlingswetter, das mich derzeit mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen ins Freie lockt.

Ein paar dieser Eindrücke möchte ich hier im Bild festhalten.

26.02.25 17:30 beim Heimweg auf dem Leinpfad

02.03.25 13:55 Blick von der Kanzel

Über die Ehrlichkeit

Es haselt wieder sehr











Dass meine blau-weißen Jungs nach großartigem Kampf auch mal wieder eine Niederlage einstecken mussten, war verschmerzbar. Dafür werde ich morgen meinen Kumpel Luca Thomi trösten müssen, wenn wir uns zusammen das Spiel seines FC Bayern gegen meinen VfL angeschaut haben. Ich sage nur: TROTZDEM!

Während sich meine gute alte Lady Alhambra heute gründlich auf Mängel untersuchen ließ, machte ich einen schönen Spaziergang durch die umliegenden Feldwege.

Einfach nur schön, was sich da meinen Augen darbot. Nachdem ich auf dem Rückweg auch eine Tüte voll Müll am Wegesrand eingesammelt hatte, sah alles noch schöner aus.

Und auch der Mängelbericht der TÜV-Untersuchung zeigte nur einige kleine Mängel an den Bremsen, der Beleuchtung, dem Schalldämpfer, den durchgerosteten Kotflügeln, der Kupplung und der Achse. Ok, ein gebrochenes Federbein war auch dabei und Öl verliert sie auch, die alte Dame. 

Aber die schönen Anblicke machten alles wieder wett.

In der Bahnunterführung konnte ich lesen, dass KIMBO VANNE CHANTI (ganz links in rot) keine Drogen mehr nimmt, das ist doch auch was Schönes. Und was an der 187 so schlimm sein soll, erschließt sich mir auch nicht.

Auch der Blick auf die vielen Türme in der Landschaft hat was, die fallen auch nur auf, wenn man genau hinschaut.

So kann es gerne weitergehen.