02 März 2017

Kurzer Trip auf die Heimatinsel

Für unseren heutigen Trip zur Sonneninsel Fehmarn musste ich zum Frühaufsteher mutieren. Um kurz nach neun in der Frühe standen wir gespornt und gestiefelt an der Bushaltstelle. Sogar 2 Becher Kaffee hatten schon ihren Weg in unsere Mägen gefunden. Ich nehme an, das wird unser Aufstehrekord für diesen Urlaub. Der Weg zur Sonneninsel zwang uns in regionale Wagen der Deutschen Bahn, mit Umstieg in Lübeck.
Ich hatte den beiden Insulanern versprochen, Sonnenschein mit zu bringen. Bis kurz vor Großenbrode strafte mich der Himmel Lügen. Grau in grau - nass und kalt - windig. Super! Aber dann brach die Sonne wie auf Kommando unter der Wolkendecke hervor und wir fuhren bei schönstem Sonnenschein über die Fehmarnsundbrücke und begrüßten die Ostsee, herrlich! Petra und Hardy erwarteten uns gut gelaunt am Bahnhof Burg. Nach 3 Stunden Bus und Bahn wurde es für uns Zeit, uns die Beine zu vertreten. Wir begrüßten uns herzlich und spazierten über den ganzen Parkplatz zum Auto. Die Idee, beim Haifisch in Burg erstmal zu Mittag zu essen, fanden alle gut, auch wenn der gut 300 Meter vom Innenstadtparkplatz entfernt lag. Also - wieder spazieren!
Watt es??
Gut gegrinst im Haifisch
Das Essen im Haifisch war genau nach meinem Geschmack. 4 Personen - 4 verschiedene Fischgerichte. Mein gebratener Seelachs mit Pilzen und Diätkäse überbacken, dazu Bratkartoffeln mit Speck und 2 Gabeln Salat, das war nicht nur köstlich, sondern auch gesund. Gut gesättigt, machten wir uns auf den Rückweg zum Auto, nicht ohne einen Abstecher in die Bäckerei zu machen. Ein paar vernachlässigenswert kleine Nussecken und millimeterdünne Tortenstücke sollten ausreichen, uns zum Kaffee eine Grundsüße zu verschaffen.
Hardy fuhr uns dann zum Haus der beiden, wo uns Hündin Jessy begrüßte. Die Gute sprang wie ein Derwisch durch den Garten und war fast außer sich vor Freude. Petra machte zum Auftakt eine komplette Hausführung (inkl. Stallungen und Nebenräume) mit Isabel, die heute zum ersten Mal hier war. Eine halbe Stunde später saßen wir dann am gedeckten Kaffeetisch im Wohnzimmer, Hardy servierte leckeren Café Crema aus der guten alten Lavazza.
Und ich war nur noch Luft!
Wir hatten uns längere Zeit nicht gesehen und demzufolge auch viel zu erzählen, Jessy hatte ab sofort nur noch Augen für Isabel und ignorierte mich völlig. Pffft, soll sie doch!
Den Ausflug ans Meer verschoben wir wg. des mittlerweile wieder trüben Himmels auf den nächsten Besuch.
Viel zu schnell war es wieder Zeit, zurück nach Harburg zu fahren, die beiden Insulaner brachten uns zum Bahnhof. Ein kurzer, aber sehr schöner Tag auf der Insel neigte sich dem Ende zu.
Mittlerweile fühlt sich jeder meiner Besuche auf Fehmarn ein wenig wie heimkommen an. Diese Insel hat es mir sehr angetan und ich war bestimmt nicht zum letzten Mal hier.
Ach ja, fast vergessen, aber wahr ist es doch: Die Deutsche Bahn hatte auf Hin- und Rückweg keine nennenswerte Verspätung, keine fehlenden Wagen, keine Aufenthalte wegen Personenschäden. Lediglich zwischen Lübeck und Fehmarn eine dauerbesetzte Zugtoilette, wo übrigens auch kein Kontrolleur im Zug gesichtet wurde. Über die Zusammenhänge kann man nur spekulieren.

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