14 März 2015

Das Leben danach

Tja, jetzt ist sie rum, meine erste ganz persönliche Fastenwoche, mit Vor- und Nachlauf. Seit gestern bin ich wieder im Normalbetrieb. Und was sich schon in den 2 Tagen davor andeutete, setzt sich nahtlos fort. In der gestrigen Seminar-Nachlese war es bereits so, dass mein Kopf vor lauter Ideen überzulaufen drohte. Es gelang mir einigermaßen gut, mich auf die am Vorabend notierten Themen der letzten Zeit zu beschränken, aber während die ganze Truppe munter andere Themen weiterspann, fielen mir auch dazu sofort wieder einige Sachen ein, es war echt verrückt.
Ich hatte auch in der Vergangenheit einige gute Ideen, vor allem in den letzten Monaten, eigentlich im letzten Jahr schon. Im Rückblick sehe ich heute dort eine beginnende innere Veränderung. Dann kam im Herbst das hervorragende Seminar mit einem Zielthema rund um Visionen. Das bewirkte einen weiteren kreativen Schub. Und nun bemerke ich nach dem Fasten einen weiteren Schritt in diese Richtung. Zudem ist auch weiterhin der eigene Energie-Level deutlich höher als zuvor.
So scheinen sich bei mir die Auswirkungen des Fastens zu zeigen: Nicht mit 3 Tage Gierhunger und 2 Tage Enthusiasmus und Energie, sondern mit einem kreativen und energetischen Schub ab dem Ende des Fastens. Was ich sehr begrüße, wenn es denn so bleibt.
Nachdem ich gestern nachmittag wirklich meinen Schreibtisch blank machen konnte, gaben mir meine Jungs vonne Castroper mit einem wunderbaren 4:1 gegen Heidenheim den nächsten Kick, und es war auch noch genügend Energie übrig, um die abendliche Skatrunde bei lieben Freunden ungeschoren zu überstehen.

Und auch heute, 1 Stunde vor dem Wecker wach geworden, ausgeschlafen, alle Dinge erledigt, eingekauft, familiäre Dinge erledigt. Nachmittags zu Hause musste ich mich an den Computer setzen und eine neue Projektidee mittels eines Mindmaps festhalten, da ich sonst 2/3 davon morgen wieder vergessen hab. Ach ja, mein Gedächtnis (oder besser, mein Alz-Eimer) hat sich leider überhaupt nicht verbessert. Was ich nicht sofort aufschreibe, ist weg.
Um 6 dann ein leckeres Essen mit Freunden beim Thailänder. Von unseren beiden Fehmaranern musste ich mich anschließend verabschieden, die machen sich morgen früh wieder auf den Weg zu ihrer Insel.
Danach war der Fußweg zum Theater nur kurz, hier erwartete mich neben einer Freundin mit den Eintrittskarten auch ein hochinteressantes, schräges Stück, das mir in meinem jetzigen Zustand wahrscheinlich Denkstoff für die nächsten Jahre beschert hat.
Die Enthuisiasten - Satellitenstadt
Die Veröffentlichung der Fotos erfolgt mit freundlicher Genehmigung des
Theaters Koblenz
Die Enthusiasten zeigten auf der Nebenbühne des Stadttheaters die Satellitenstadt. Mir hat's gefallen, und wer einen Sinn fürs Ungewöhnliche hat, sollte sich das nicht entgehen lassen. Freunde von Ohnsorg und Millowitsch oder klassischem Theater sollten sich eher was anderes aussuchen.
Jetzt spüre ich, dass sich die Müdigkeit über mein Haupt senkt und ich höre, dass das Bett mit der tollen, neuen Matratze immer lauter nach mir ruft. Gute Nacht, Freunde.


Kommentare:

Michaela hat gesagt…

Lieber Manni,

ich lese dein Fastentagebuch zwar etwas spät, aber mit großer Begeisterung. Schon erstaunlich, was unsere Ernährung für Auswirkungen hat. Hoffe, dass dein Kretivschub anhält und von dem Seminar musst du mir mal erzählen.... lg Micha

Bearbone hat gesagt…

Liebe Micha,
ja, es hält an. Die Energie lässt etwas nach, ebenso wie mein Ernährungsverhalten. Erstaunliche Parallelen. Ich seh die Zusammenhänge, fühl mich noch wohl, und werde im Herbst nochmal den Fasten-Kasten zu Rate ziehen. Ich will einige Sachen, die ich angeleiert hab, nicht sterben lassen, dafür brauch ich nochmal Energie.
;-)