15 Oktober 2007

Minus-Stunden - Analyse eines Phänomens

Letzte Woche hab ich versucht (und es auch meistens geschafft), meinen Hintern morgens ne halbe Stunde früher zur Arbeit zu bewegen, da die Fehlstunden, wenn sie einmal mehr als 2 sind, eine dramatische Eigendynamik zu entwickeln scheinen. Ich hatte schon -3:30. Und wie enttäuscht war ich, als mir die Stempeluhr nach einer harten Woche Frühschicht am Freitag mittag um viertel nach 12 ein nüchternes -3:15 zeigte. Ich war nach einer Woche "Mitten-in-der-Nacht-Aufstehen" so fertig, das ich noch an der Uhr eine sofortige Sekundenschlaf-Attacke bekam.
Das Phänomen:
Allen physikalischen Gesetzen zum Trotz wirken sich mehr geleistete Stunden unproportional auf den Stundensaldo aus. Hat man mal mehr als 20 Überstunden auf dem Konto, genügt es, sporadisch zweimal am Tag auf der Arbeit zu erscheinen, um innerhalb von 3 Wochen die 30 Stunden-Marke zu passieren. Sind jedoch einmal ein paar Minusstunden auf dem Konto, so bewirkt selbst eine Woche Doppelschicht nur marginale Verbesserungen, max. 45 Minuten pro Woche.

Ich frage mich, woran liegt das ?
Ist die Stempeluhr in Korea hergestellt ?
Wird die Uhr vom Arbeitgeberverband gesteuert, der mich zu Überstunden bewegen will ?
Liegt Andernach in einer Zone mit temporalen Anomalien ?
Befindet sich zwischen Miesenheim und Andernach ein Zeitriß, der zu einer temporalen Paradoxie führt ?
Sind meine Augen schlechter geworden ? Ich hab doch grad ne neue Brille gekriegt!
Leide ich unter Alzheimer und weiß Freitags mittag nicht mehr, wieviel Fehlstunden ich am Montag hatte ?
Ist die Einstein'sche Relativitätstheorie womöglich doch ganz anders zu verstehen ?

Ich bin ratlos. Wenn jemand ne gute Erklärung hat - sagt sie mir !

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Hey Bearbone,

Alzheimer schließe ich aus! Und da Du Fehlsichtigkeit ausschließt, alle anderen Möglichkeiten nun wirklich n dickes Ding wären ÙND ich weiß, was für`n plietscher und flotter Kowlenzer Jung Du bist, tippe ich mal auf folgendes:

Du bist der Zeiterfassung um Stunden vorraus, und warst schon beim Ausstempeln auf dem aktuellen Stand ;-)
Menno, das muss die doch erstmal verarbeiten!!! Und das kann dauern... zumindestens braucht die Zeiterfassung in meinem Betrieb dazu locker 24 h.

Und nun bin ich gespannt! Stimmt`s denn mittlerweile?

Liebe Grüße aus dem verregneten Hamburg - aber das macht mir nicht wirklich was - ich denk dann immer an Fogerty und Stadtpark und Kowlenzer Jungs :-)

Maren

Bearbone hat gesagt…

Liebes Hamburger Deern,
vielen Dank für die aufmunternden Worte, aber irgendwie .... das wiederholt sich ja alle 24 Std. immer wieder. Hab heute beim Ausstemmpeln mal vorausgerechnet: Am Freitag Mittag beim Ausstempeln wird der Saldo bei MINUS 02:45 stehen. Aber nur, wenn ich es bis dahin weiter schaffe, mitten in der Nacht und ohne Frühstück auf der Arbeit zu erscheinen und erst heimzufahren, wenn es draußen dunkel wird.
Aber ich hab heute einen guten Tipp einer Kollegin bekommen: Wenn ich einen Freitag Urlaub mache, wird mir das soviel einbringen wie 6 Wochen Doppelschicht und ich wäre wieder in den schwarzen Zahlen. Unvorstellbar !