24 Juli 2006

Das Pfeifen im Park...

...lässt merklich nach, wenn man die Konzentration auf andere angenehmere Dinge lenkt. Sobald man aber nachhorcht, ob es noch da ist, meldet es sich stes mit voller Kraft zurück. Das wird sich wohl nicht mehr ändern.

Aber ich kann für mich doch einige Dinge tun, um die Wahrnehmungsfilter zu trainieren, die Aufmerksamkeit auf andere Dinge zu richten, die körperliche Fitness zu stärken, Gleichgewicht wieder zu üben, das Pfeifen anders zu bewerten und ihm die negative Kraft zu rauben. Anregungen und Vorschläge bekomme ich hier genug. Das Umfeld stimmt, eine ganz nette Truppe haben wir hier zusammen, die sich leider schon aufzulösen beginnt, da die ersten Mitpatienten wohl nächste Woche wieder heimreisen werden. Lt. Oberarzt soll ich mich auf 6 - 8 Wochen einstellen, was ich gerne mache, wenns mir hilft. Und danach siehts bis jetzt aus.

Leider können wir dem Genuss der mediterranen Küche durch unseren Christoforo wohl nicht im bisherigen Maß weiter frönen, da das Küchenpersonal dies nicht mehr duldet. Es gibt wohl zuviel Aufsehen, wenn wir beim Abendessen am Tisch kleine kalte Leckereien zubereiten und geniessen, während der Rest der Patienten sich mit absolut geschmacksneutralem Käse (dessen "Sorten" sich nur optisch leicht unterscheiden) und der Plastikwurst begnügen müssen. Das Mittagessen ist mit Nachwürzen ganz ok und über das Frühstücksbrötchen beschwert sich auch niemand. Aber der Kaffee ..... wie man den geschmacklich so nah an heißes Wasser rankriegt, obwohl (oder weil?) Jakobs auf den Kannen steht, das ist schon ne Leistung. Aber vielleicht bin ich auch Senseo-verwöhnt und geniesse deshalb täglich den köstlichen Cappucino im Venezia.

Aber ... ich bin nicht wegen dem Essen hier und konzentriere mich auf das Wesentliche - und das ist wirklich gut hier.

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