26 April 2016

Streik? Muss sein!

Was die kommunalen Arbeitgeber diesmal (mal wieder) angeboten haben, ist ein schlechter Witz. Einer, über den wir überhaupt nicht lachen können. Lohnerhöhungen, die so gering sind, dass sie den Namen nicht verdienen. Gleichzeitig soll die Betriebsrente angegangen werden, auf die viele von uns im Alter angewiesen sind, wen  sie nicht zum Sozialfall werden wollen. Über eine vernünftige Altersteilzeitregelung will man nicht sprechen, parallel dazu fängt der bescheuerte Schäuble an, laut über die Rente mit 70 nachzudenken.
Diejenigen, die solches verbrechen, sind selbst so abgesichert, dass sie nicht von den Folgen ihres schlimmen Wirkens betroffen sind. Denn in der Tarifkommission der kommunalen Arbeitgeber sitzt keine alleinerziehende Schreibkraft, die auch nach 45 Jahren Arbeit mit ihrer Rente knapp über der Armutsgrenze liegt. Wenn sie Glück hat.
Deshalb war der Streik heute wichtig, damit die Arbeitgeber sehen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen. Die Beteiligung hätte ich mir unter den eigenen Kollegen aus dem Rathaus viel besser gewünscht, zumals der heutige Ausflug nach Mayen keine unüberwindbare Hürde war. Wir wurden mit dem Bus hin- und zurück gefahren und haben dort standhaft der Kälte getrotzt. Einige Kollegen kamen direkt nach Mayen, so dass wir dort doch noch ein ansehlicher Haufen waren. Der Mayener Marktplatz war gut gefüllt mit Kolleg*Innen aus der ganzen Region.
Farbe bekennen!
Sollte am nächsten Wochenende keine Einigung erzielt werden, werden wir die Streiks ausweiten müssen. Dann kommen hoffentlich ein paar Kolleg*Innen mehr mit, denn letztendlich profitieren ja alle davon, wenn wir ein gutes Ergebnis rausholen.
Das sich meist zu wenige engagieren, finde ich traurig, damit kann ich jedoch gut leben. Wenn allerdings Kolleg*Innen, die sich selbst weder gewerkschaftlich engagieren noch sonst irgendwas dazu beitragen, sich hinterher beschweren, weil die Gewerkschaften ja viel zu wenig rausgeholt haben, dann - ja dann muss ich erstmal ganz tief Luft holen.

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