17 Mai 2015

Was mir Mut macht

Heute morgen steht es in der Rhein-Zeitung: Grüne wollen 1.000 neue Windräder. Die Energiewende schreitet voran, und zwar schneller als geplant. Auch in vielen anderen Bereichen sehe ich immer öfter, dass das notwendige Umdenken in vielen Köpfen bereits stattfindet.
Beispiel Fairphone: Da haben Menschen eine Idee und setzen sie um. Ein Smartphone herzustellen, dass nur aus fair hergestellten Komponenten besteht. Bis in den kleinsten Rohstoff. Von fair bezahlten Menschen unter sauberen Bedingungen. Man finanziert sich komplett über Crowdfunding, und siehe da: 25.000 Menschen legen mehr als 300 Euro hin für ein Handy, dass sie noch nie gesehen haben, dass es nur als Idee gibt. Wow!
Bei der Umsetzung merkt man, dass die Lieferketten sehr lang und verzwickt sind, dass viele Komponenten bisher nirgendwo auf der Welt fair produziert werden. Also ist der Plan gestorben?
Nein, man entschließt sich, den Plan zu ändern, ohne die Ziele aus den Augen zu verlieren. Man kauft die "unfairen" Komponenten dort ein, wo man Einflussmöglichkeiten hat und dazu beitragen kann, die Bedingungen von "unfair" zu "fair" zu ändern.
Ergebnis: Als die ersten 25.000 Geräte ausgeliefert sind, liegen bereits so viele weitete Bestellungen vor, dass man weitere 35.000 Geräte herstellt. Dass 60.000 Menschen nicht nur bei Facebook auf like drücken, sondern vorab Kohle dafür hinlegen, imponiert mir mächtig und bestätigt das Umdenken in den Köpfen.
Ebenso eine GLS-Bank, die vor 40 Jahren mit einem ethischen Konzept angetreten ist, anfangs belächelt wurde, und mittlerweile eine stabile Größe mit zweistelligen Zuwachsraten geworden ist. Klasse!
Ich habe mein Konto bei der GLS eröffnet und werde das Fairphone 2.0 bestellen, sobald es verfügbar ist. Das sind nur 2 Beispiele dafür, was möglich ist, wenn man es nur macht.
Es gibt mittlerweile in so vielen Bereichen faire und saubere Produkte, nicht nur die klassischen Kaffee-Schokolade-Bananen-Palette im Weltladen oder beim Discounter. Von ökofairen Modelabels über faire Online-Buchhändler bis zu nachhaltig arbeitenden Versicherungen und Banken, alles bereits vorhanden. Man muss es nur nutzen.

Je länger ich mich mit diesen Themen und deren Umsetzung beschäftige, desto sicherer werde ich mir: Das ist der Weg, die Welt zu verbessern. Und sollte man Bereiche finden, in denen es noch mager mit ökofair und nachhaltig aussieht, was spricht dagegen, selbst Ideen zu entwickeln und umzusetzen, wie es die Vorgenannten bereits getan haben? Es gibt nix Gutes - außer man tut es!

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