17 September 2014

Oldenburg (Holstein)

Heute der erste Kurztrip mit Bus und Bahn nach Oldenburg. Dem kleinen Oldenburg, allerdings mit historischer Bedeutung, wenn man den Quellen Glauben schenkt. Den Bahnhof erreicht man ruckzuck, 2 Stationen von Burg aus. Der liegt allerdings etwas außerhalb und auf 15 Minuten Fussweg in die Innenstadt gibt es nix zu bewundern - außer viel nervigem Strassenverkehr.
Als ich den Beginn der Fußgängerzone gefunden hab, deuten einige Schilder auf Sehenswürdiges hin.

Ich folge den Hinweisen, um auf einen sehr kleinen Platz mit ausschließlich Außenbestuhlung der Gastronomie zu gelangen. Ok, 50 meter weiter komme ich zu einem größeren Platz, der von parkenden Autos zur Hälfte gefüllt ist, der Rest ist gepflastert, außenrum Gastronomie. Das scheint der Marktplatz und zugleich das Zentrum zu sein. Ich überquere den Platz - und komme an das Ende der Fußgängerzone. Ich gehe zurück, schau mir eine Seitenstraße an, die neben Gastronomie auch noch eine Buchhandlung beherbergt. Dort möchte ich mich mit einer informativen Lektüre über die Geschichte des Städtchens und einem Stadtplan mit Hinweisen auf historische Sachen versorgen. Die nette Verkäuferin sucht mit mir einen halben Regalmeter mit Heimatliteratur ab, leider nur allgemeine Historie von Lübeck, Fehmarn und Ostholstein und Mundartbücher. Es gibt offensichtlich noch kein Buch über Oldenburgs Geschichte. Das einzige speziell oldenburgische sind Nachdrucke von alten Adressbüchern der Stadt.
Daher disponiere ich um und gehe zurück zum Marktplatz, setze mich vor einer Eisdiele mit einem Cappucino in die Sonne - und lese weiter in "Kafka am Strand", das gerade in seine entscheidende Phase geht.
Eine halbe Stunde und einen Italiener weiter merke ich, dass mein Outfit (Sandalen, kurze Hose und kurzärmeliges Hemd) zwar dem blauen Himmel und der Mittagssonne, nicht jedoch dem eisigen Wind angepasst ist. Einen Espresso später bin ich dann schon wieder auf dem Weg zum Bahnhof und bin froh, meine Jeansjacke mit dabei zu haben.
In Burg fülle ich den Rucksack noch mit Getränken und Lebensmitteln, um 20 nach 5 fährt mein Bus heim. Ein Abend mit Champions League und Beine ausstrecken hat auch was für sich.
Und für die nächste Fahrt nach Oldenburg bin ich besser vorbereitet.

1 Kommentar:

petra hat gesagt…

Siehst Du, da bist Du einen Schritt weiter als wir: wir waren noch nie in Oldenburg, nur außen auf der Autobahn daran vorbeigefahren. Wir wissen aber, dass Oldenburg 3 (in Worten: drei) Autobahnabfahrten hat: O-Süd, O-Mitte und O-Nord. Ganz schön üppig für so ein kleines Städtchen.
Weiterhin gute Erholung, schönes Wetter und viel Entspannung.