28 Dezember 2013

Schriftsonar hört auf!

Die Mission rund um den Science-Fiction-Bücherplaneten ist beendet - nach 11 Jahren gaben Michael Schneiberg und F.C. Stoffel das Ende Ihres beliebten Podcasts bekannt. Nachdem die Abstände zwischen den einzelnen Sendungen immer größer wurden, kam jetzt, knapp 1 Jahr nach der 46. Sendung, das Aus.
Ich habe keine einzige Sendung verpasst (ist ja auch kein Problem, seitdem man jeden Podcast als MP3 runterladen kann), habe den vielen Buchbesprechungen interessiert gelauscht, in einer einmalig sympathischen und begeisternden Art haben die beiden Kölner das stets rübergebracht, habe viele Anregungen in die Tat umgesetzt und mir die positiv besprochenen Bücher gekauft - und wurde nie enttäuscht. Ich konnte mich auf die ausführlichen Besprechungen immer verlassen, wenn auch unsere Geschmäcker nicht immer deckungsgleich waren.

Schriftsonar - das Ende 

Jedem Science-Fiction-Leser, der die Sendung nicht kannte, rate ich noch, sich alle Folgen runterzuladen, solange die Webseiten noch stehen.
Und an die Macher der Sendung bleibt mir zum Schluss nur, wie bereits einem anderen kommentierenden Hörer,  der Gruß:

Macht's gut - und danke für den Fisch!

20 November 2013

Welcome home

Ben Cooper und seine Radical Face waren richtig gut drauf. Welcome Home und Ghost Town waren herzzerreißend schön.

21 September 2013

Dukes of Jülich

Während meine Tinnitösen eine Wanderung durch die Eifel machten, erholte ich mich prächtig mit langem Schlaf und mittäglichem Besuch bei den Jülich Dukes. Abends gemütliches Grillen bei Josef und Marlies, Goldi musste leider schon abreisen.

Haus Overbach

Haus Overbach bei Franz von Sales, gut untergebracht. "Lasst uns so sein, wie wir sind - und das so gut wie möglich." So ähnlich lautete seine Devise - und die gefällt mir.
Hier verabschieden sich Goldi und HG zur Eifelwanderung, während ich noch ne Runde Schlaf nachholte.

20 September 2013

Die Bahn, Kapitel 17

Der Weg nach Jülich beginnt heute am Bahnhof. Die Hoffnung auf einen ruhigen Platz im Zug sinkt beim Anblick von gefühlten 3000 Kölle-Fans. Darunter auch einige nette Kollegen. Dafür hat der Zug schon bei der Abfahrt 10 Minuten Verspätung und macht hinter Breisig das erste Päuschen auf freier Wildbahn. Dank Internet und Bahn-App kann ich sehen, dass mein Anschlusszug in Kölle der wahrscheinlich einzige pünktliche Zug des Tages ist.

01 September 2013

Schöner Empfang

Gestern abend wurde ich von einer netten jungen Frau am Bahnhof abgeholt. Kurz nach Hause, unters Wasser springen, und ab in die Andernacher Kulturnacht. Darauf hatte ich mich schon lange gefreut. Und es war mal wieder ein toller Abend. Klasse, was die Kolleginnen und Kollegen hier jedes Jahr auf die Beine stellen. Tolle Bands, fantasievolle Street Acts, witzige Lesung mit Herrn Buchinger, der glücklicherweise jedes Jahr wieder kommt.
Dazwischen hier ein Imbiss, da ne Apfelschorle, man konnte gar nicht alles sehen, was einen interessierte. Super Jazzrock von InFUNKtion hinter der Christuskriche, ich fühlte mich teilweise an die holländische Band Focus erinnert. Und dann am Narrenbrunnen CELEBRATE SIMON mit klasse Indie-Rock, das fetzte echt gut. Und natürlich 83 Kolleginnen, Kollegen, Bekannte getroffen, an jeder Ecke. Nach der Buchinger-Lesung und kurzem Verweilen bei den ekstatischen Trommlern vor dem historischen Rathaus musste ich dem langen Tag Tribut zollen und verabschiedete mich mit einer großen kalten Apfelschorle bei Nazmi kurz vor 12 von der Kulturnacht. Ich kann nur sagen, hier war für jeden was dabei und ich freue mich auf nächstes Jahr.

31 August 2013

Home sweet home

Nach 4 Stunden Schlaf heut morgen um 6 die Bude geputzt und gesaugt, geduscht, gepackt, gehofft, dass das Taxi pünktlich kommt. Alles bestens. Der IC nach Passau kommt pünktlich. Nur noch in Bonn in die Mittelrheinbahn, dann bin ich daheim. 25 Minuten Luft zum Umsteigen. Am gleichen Gleis. Da kann nix mehr schief gehn. In HH planmäßiger Aufenthalt. 11:46 geht es weiter. Um 11:47 kommt die Ansage, dass kein Lokführer da sei und deshalb 25 Minuten Verzögerung auftreten. Ich hätt es wissen müssen, Murphy ist unerbittlich. Die magischen 25 Minuten werden bis Bonn auf 43 Minuten anwachsen und ich werde den einzigen pünktlich abfahrenden Zug des Tages in Bonn verpassen. Doch welche Möglichkeit hab ich schon, daran was zu ändern?
Steig ich in Bonn aus, werden alle folgenden Regionalzüge "aufgrund von Störungen im Betriebsablauf" entweder ausfallen oder zumindest 45 Minuten Verspätung haben. Fahr ich mit dem IC bis Koblenz durch, wird der Zug wahrscheinlich bei Urmitz/Bhf entgleisen oder es wirft sich schon in Remagen der nächste Unglückliche auf die Gleise.
Gegen Murphy hab ich keine Chance.
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Wie verlassen Bremen mit 30 Min. Verspätung, die angesagte Ankunftszeit in Osnabrück würde 40 Minuten bedeuten.
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Kurz nach halb 4, wir erreichen Hagen(Westfalen), die durchschnittliche Verspätung hat sich auf 37 Minuten eingependelt. Ich checke mal im Netz den IC, in den ich umsteigen könnte, besser: hätte können. Der ist auch schon von Norddeich(Mole) aus lange unterwegs und hat bisher - 0 Minuten Verspätung, wie soll es anders sein. Und unser Zug macht sucherheitshalber immer mal wieder ne kleine Pause in der Pampa zwischen den Städten, damit wir nur ja nichts aufholen. Gerade jetzt schaltet er mal wieder in den kleinen Tuckergang und gibt uns ausgiebig Gelegenheit, die Landschaft zu bewundern. Toll!
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Letztendlich mit 45 Minuten Verspätung in Bonn. Keiner der 3 befragten Eisenbahner konnte mir sagen, ob der Anschluss-IC wartet.
Überraschung: Er war weg.
Aber 3 Minuten später fuhr der Rhein-Express nach Andernach. Ich bin gleich daheim!

Schwerin und der Bahn-Murphy

Nach einigen herrlichen vergammelten Tagen im Haus Inselglück hatte ich mir heute nochmal was vorgenommen: Fahrt in die ehemalige sozialistische Nachbarrepublik, nach Schwerin. Der Fahrplan war schnell rausgesucht, mit dem SH-Ticket für 27 Oere kann man den ganzen Tag in SH, HH und Meck-Pomm reisen. Dass der Zug nach Lübeck, also zurück über die Unglücksstrecke der Hinfahrt, nicht pünktlich in Lübeck sein konnte, war klar. Jedoch wartete in Schwerin in guter alter sozialistischer Tradition der Regionalzug nach Bad Kleinen auf die Brüder und Schwestern aus dem Unglückszug (Jawohl, man kann von Lübeck aus nicht direkt in die Landeshauptstadt Schwerin fahren, man muss in Bad Kleinen umsteigen).
Ebenso in Bad Kleinen, so dass ich fast pünktlich um 12:12 Schwerin erreichte.
Hier verbrachte ich einen sehr schönen Nachmittag mit meiner ehemaligen Kollegin Andrea, wir hatten uns echt 18 Jahre nicht gesehen.
Gang durch die Innenstadt, kurzes Mittagsmahl draußen, Spaziergang zum Schloss, Schlosscafé in den Orangerie, ebenfalls open air, mit Blick auf einen der Seen mitten in Schwerin. Echt ansehenswert, aber vor allem hatten wir uns natürlich viel zu erzählen.


Halb 6 zurück am Bahnhof, ihr Zug nach Rostock sollte kurz nach meinem folgen, da erreichte uns Murphy mit seinem ersten Anklopfen "Der Zug RE4711 nach .. über Bad Kleinen hat voraussichtlich 10 Minuten Verspätung". Andreas Zug dann auch. Meiner 15 Minuten, 20 Minuten, ihrer auch. Nachfrage am Infoschalter: "Jo wenn sie Glück haben, wadded der in Bad Kleinen." Das Wort Glück auch nur entfernt in Verbindung mit Bahnreisen zu bringen, geht in meinem Fall ja überhaupt nicht. Ich also verabschiedet, in den verspäteten Zug, und ab.
Und natürlich, der Zug in Bad Kleinen hatte ne Weile gewartet (wahrscheinlich hatte er auch Verspätung) und fuhr dann los, kurz bevor wir eintrafen. Naja, in 1 Stunde fährt ja der nächste, biste halt um halb 10 und nicht um halb 9 zurück. Und der kam echt pünktlich, sogar zu früh. Um uns bei der Abfahrt zu verkünden, diese würde sich EIN WENIG vezögern, weil wir noch auf Reisende aus einem anderen Zug warten müssten. Same Procedure, 10 Minuten gewartet, und dann schnell ab, bevor der nächste Zug aus Schwerin wirklich eintrifft. Unterwegs auf der Strecke noch einige unplanmäßige Halts, um die Züge passieren zu lassen, in denen ich NICHT sitze, trotzdem erreichten wir Lübeck noch zeitig genug, um den 20:12 nach Fehmarn zu erreichen.
Bahnhof Lübeck
Tja, leider fährt der nicht bis Fehmarn, sondern nur bis Neustadt. Ok, ich hätte in Sierksdorf aussteigen und dort auf den nächsten (1 Stunde später) warten können, aber vom Warten in Sierksdorf hatte ich vor 14 Tagen schon reichlich genommen. So wartete ich denn im Lübecker Bahnhof bei Latte Macchiato und gutem Buch die nächste Stunde. Und er kam. Und er fuhr. Und ich fragte 2 Bahnleute, ob ich wirklich im richtigen Wagen sitze, da dieser Zug (siehe vor 14 Tagen) in Sierksdorf geteilt wird. Ja, DIESER Wagen fährt nach Fehmarn. Sicherheitshalber fragte ich auch noch 3 Mitreisende. Anworten: 1 x Schulterzucken, 1 x "wenn Du Glück hast", 1 x "müsste eigentlich, bin aber auch fremd hier". Ok, es war defintiv der letzte Wagen. Und wenn er nicht gemeinerweise unterwegs die Fahrtrichtung ändert, dann bin ich richtig. Vor Sierksdorf nochmal die Lautsprecherdurchsage "Wir weisen dar.. hin, da.......geteilt wird..... Passagier ... knacks grrrz schrimp ... richtigen grbst  zu begeb......". Und dann - ja ich bin richtig - wir fahren weiter nach Fehmarn. Ok, halten unterwegs einige Mal an, um wieder die anderen Züge passieren zu lassen, aber egal, ich bin kurz nach halb 11 in Burg. Das hab ich wohl zu laut gedacht. Wir fahren in Oldenburg(Holst) ein und - bleiben stehen, die Maschine wird ausgemacht, alle schauen sich an, der Zugleiter (nett) kommt nach einer "krgzt schnrr glmpf"-Durchsage zu uns rein. Ist ja nur noch ein Wagen dran. "Jeder mitgekriegt? Bis die Bundespolizei den hat, bleiben wir noch ne Weile stehen." Alle raus auf den Bahnsteig, Blaulichter und Sirenen rund um uns herum, die sich langsam in Fahrtrichtung entfernen. Was war los? Irgendein Verrückter hatte sich genau diesen Abend und diese Zeit ausgesucht, um anzukündigen, er würde sich auf dieser Strecke vor den Zug werfen. Spätestens da fang ich an, nach der versteckten Kamera zu suchen, erfolglos. 40(!) Minuten später fahren wir weiter, erreiche Burg 3 Stunden später als geplant. Und jetzt ab ins Taxi und heim. Leider steht kein einziges Taxi mehr am Bahnhof. Busse fahren schon lang keine mehr, nur Sammeltaxis, die kann man aber nur bis 16:30 vorbestellen. Also zu Fuß in die Stadt, am Marktplatz ist ein Taxistand, da steht immer einer - außer heut abend. Auf dem Platz das große Bikertreffen, dicke Maschinen soweit das Auge reicht, laute Mucke und gefühlte 13 Bierstände - aber kein Taxi. Nach einer weiteren halben Stunde - um 00:05 erbarmt sich ein Taxifahrer meiner und bringt mich heim.
Es ist eigentlich eine Überraschung, dass der Schlüssel auf Anhieb passt, niemand in der Zwischenzeit eingebrochen ist - und ich sogar Netz habe, um mir das hier von der Seele schreiben zu können.

26 August 2013

Hauswirtschaftstag

Nachdem mich mein kleiner Bruder heute mittag auch verlassen hat, war es Zeit, sich mal um die alltäglichen Belange zu kümmern. Waschen, Bude in Ordnung bringen, Ferienwohnung lüften, Müll rausschieben.

Wäsche in 20 Minuten trocken
"Ferienwohnung"
Kurz vor Ladenschluss nochmal schnell nach Burg geradelt, was schnelles für in den Backofen geholt, aber auch ein Basilikumtöpfchen, Tomaten und Mozzarella - ich bin für die Woche eingedeckt. Den ganzen Tag strahlend blauer Himmel und bis 23 Grad. Da macht das Lesestündchen auf der Terrasse unter dem Schirm noch mehr Spass :-)

25 August 2013

Rund um die Insel

Unser Sonntagsspaziergang führte uns heute mit dem Auto einmal rund um die Insel. Über die Westküste und Katharinenhof zum hässlich verbauten Südstrand, von dort bis zum et cetera im Hafen Burgstaaken. Da es für die berühmten Flammkuchenspezialitäten noch viel zu früh war, begnügten wir uns mit Kaffee und Kuchen.
Von dort über den Süden der Insel via Strukkamphuk nach Kap Orth an die Westküste, weiter hoch nach Puttgarden in den Norden, und wieder zurück nach Niendorf. Den Abend verbrachten wir in der Doppeleiche (Empfehlung!) bei Seeteufel und Tagliatelle pesto. Und wieder mal bestätigt sich: So lässt es sich gut leben!

24 August 2013

Flohmarkt und Käpt'n Horvard

Am allmorgendlichen Radeln nach Burg hab ich immer noch Spass. Bin dann zum Frühstück wieder zurück, also gegen halb elf, und bringe frische Brötchen und die Lokalzeitung mit. Nach dem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse war heute Lese- und Döszeit angesagt. Es ist schon erstaunlich, 2 Ausgaben der 11Freunde, 2 Musik-Express-Sonderbooklets, jeden Tag die Fehmarnsche Zeitung, was ich hier gelesen kriege, trotz immer wiederkehrender Auszeiten durch wegschnarchen.
Heut nachittag waren wir zum Flohmarkt in Burg auf dem Marktplatz. Nach stundenlangem Wühlen, Sichten und Kaufen machten wir beim Italiener Rast. Hier konnte ich mir endlich meine geliebte Wochenend-taz zu Gemüte führen.
Anschließend verabschiedete sich Maren, die leider am Montag wieder arbeiten muss.
Wir legten eine Sportschau-Pause ein und fuhren heut abend noch ton ollen Bahnhof, wo wir uns Fehmarner Bratkartoffelverhältnisse und Käpt'n Horward's Lachsfilet schmecken ließen. Herrlich!
Ach ja, Fehmarn rockt. Nachdem ich beim näheren Betrachten des Flyers festgestellt hatte, dass es heute wie gestern nur völlig unbekannte Nachwuchsbands waren, die open air spielten, waren mir denn 15 Oere pro Nase bei extrem abgekühlten Außentemperaturen doch zuviel, um mal ne Stunde reinzuhören. Habe mich stattdessen entschlossen, im Wintergarten meinen blog zu pflegen :-)

23 August 2013

Lecker essen ....

... heut abend auf der Terrasse war angesagt. Steaks und Salat,
 gefolgt von Espresso und Eis. Delikat delikat, kann ich nur sagen. Danach waren wir so platt, dass wir den Besuch bei Fehmarn Rockt lieber auf morgen verschoben haben.

21 August 2013

Musik in Lübeck

Unser heutiger Ausflug nach Lübeck war eine willkommene Abwechslung. Die Altstadtinsel zwischen den Armen der Trave ist so vielfältig, dass wir nur einen Teil zu sehen bekamen, aber einen interessanten.
Maren und Gerd entpuppten sich als wahre Kirchenexperten, während ich nette Italiener in den Seitensträßchen fand.












































Wenn ich hier leben würde, wär ich im Sommer jeden Abend irgendwo unterwegs. Zwischen historischen Kirchen, breiten Shoppingstraßen, engen Gäßchen mit kleine bunten Lädchen und studentischem Flair ist überall Gastronomie jeder Art verstreut. Alles zum Draußensitzen, klasse.
Und am Schluss noch das Musiker-Duo, sie hatte die Stimme, um Eva-Cassidy-Songs zu singen, sehr angenehm. Wenn Ihr das Foto genau betrachtet, hört Ihr vielleicht im Hintergrund die Fields of Gold ....   ;-)

20 August 2013

Puttgarden und Nachtflohmarkt

Heute konnten wir uns vor lauter Energie nicht mehr bremsen und machten uns zu 2 Aktivitäten auf. Kurz nach dem Frühstück, also gegen 3 Uhr, machten wir eine Fahrt nach Puttgarden (mit dem Auto natürlich), genehmigten uns einen original dänischen Hot Dog mit French Dressing, und streckten mal ne Weile die Füße ins Wasser.
Auf dem Rückweg holten wir Kuchen und Teilchen mit, um gegen halb 6 meinen kleinen Bruder begrüßen zu können.
Abends ging's dann zum angeblichen Nachtflohmarkt nach Burg. Auf dem Marktplatz schrammelte eine schlimme Tanzkapelle "Seemann, Deine Heimat ist das Meer .....", was den zahlreichen Zuschauern an den Biertischgarnituren nichts auszumachen schien. Uns trieb es sofort zur rückwärtig gelegenen Dachterrasse von Don Camillo und Peppone, wo wir köstlich speisten und den Lärm vom Marktplatz nur sehr gedämpft wahrnahmen. Der anschließende Gang über den Flohmarkt (1 Bierbrunnen, 1 Eiswagen, 1 Fischwagen) war schnell beendet, als die Mörder-Combo wieder einsetzte.
Und so sitzen wir jetzt glücklich im Wintergarten und schreiben Blogs und mails und sonst noch was.

19 August 2013

Nix Neues von der Relax-Front

Es ist ja unglaublich, wie die Zeit verrinnt beim ausschlafen, wieder rum drehen, weiterschlafen, wieder wach werden, noch was im Bett lesen, frühstücken auf der Sonnenterrasse, lesen, Musik hören, dösen, essen, trinken, lesen, dösen, und dazwischen ganz viel nix tun.



Die heutige Radfahrt nach Burg war schon das anstrengendste in den letzten 2 Tagen. Der Italiener dort hat übrigens einen leckeren Krokantbecher. Noch schnell bei Edeka die frischen Zutaten für einen leckeren Ruccola-Salat besorgt - und wieder heim geradelt. Zum Abendessen den Salat auf der Terrasse, das reicht für heut. Na gut, noch ein wenig in den blog geschrieben, und sonst nix.
Die Knakjes sind bestellt und schon unterwegs zur Insel. Der perfekte Espresso ist ohnehin schon hier. In den nächsten Tagen planen wir einen Ausflug nach Lübeck, das lässt sich prima mit der Regionalbahn machen (Man muss nur auf der Rückfahrt darauf achten, in den richtigen Waggon zu steigen). Wir warten nur noch darauf, dass der kleine Bruder eintrifft.

17 August 2013

Der Weg nach Norden

Endlich endlich ist es soweit. Ein Privattaxi mit supernetter Chauffeuse bringt mich zum Bahnhof. Pünktlich um 06:18 rollte der IC nach Hamburg ein. Das wir bis Hamburg 45 Minuten verloren haben, ist nicht weiter tragisch, ich hab nette Unterhaltung im Zug mit einem 10jährigen EffCee-Fan, der echt nicht wusste, dass mein VFL der beste Verein im Westen ist und dass es überhaupt einen Menschen gibt, der Fan von diesem Club ist. Wir wetten, wie das Spiel VFL-FC und auch das Rückspiel ausgehen. Als die Unterhaltung seiner Mutter (eigentlich ganz nett) und der gut situierten älteren Dame gegenüber das Thema "Unsere Männer sind beide Jäger" erreicht hat ("Ach, mein Mann hat so'n Spaß daran, in Afrika Leoparden und sonstwo auf der Welt Eisbären und anderes Großwild zu schießen, und wir sind dadurch auch viel auf der Welt rum gekommen, toll!"), enthalte ich mich lieber meiner Meinung, sonst hätten sich beide wohl sofort von mir weg gesetzt.
In Hamburg kann ich direkt in den Zug nach Lübeck steigen. Und auch dort klappt der letzte Umstieg problemlos. Und ab da läuft es leicht aus dem Ruder. An der Gleisanzeige am Bahnhof steht Puttgarden als Zielbahnhof. Eine Dame im Zug sagt, sie hätte gehört, der Zug fahre nur bis Neustadt, keiner kann was genaues sagen. Im Zug klärt mich ein einheimisches Päärchen auf, das die beiden ersten Wagen in Sierksdorf abgekoppelt würden und zum Sackbahnhof Neustadt führen. Ok, ich sitz im 2.Wagen, in Sierksdorf  raus und ab in die nächste Tür. Dort, im Fahrradwagen, höre ich, dass dies noch zum Neustadt-Teil gehöre. Also wieder raus, noch 2 Türen weiter, drinne ernte ich auf die Frage "Fehmarn?" ein Kopfschütteln. Allerdings fährt der Zug schon an. Mist. Also 5 Minuten bis Neustadt, 20 Minuten warten, viele Leute fragen, wie ich am besten nach Fehmarn komme, keiner weiss es, und wieder zurück nach Sierksdorf.

Gegen halb 3 bin ich wieder am Bahnhof Sierksdorf. Nächster Zug nach Fehmarn 15:47. Na gut, ich hab Urlaub und viel Zeit. Allerdings auch viel Durst mittlerweile. Kiosk? Fehlanzeige. Getränkeautomat? Fehlanzeige. Nur ein einsamer Fahrkartenautomat. Dafür bewachen 2 nette Security-Leute der Bahn den Gleisabschnitt, weil wegen des nahen Hansa-Parks immer wieder Kinder und Jugendliche auf die Gleise laufen und es schon zu einigen bösen Crashs gekommen ist.
Um 15:45 kommt die erste Lautsprecherdurchsage, der Zug habe 25 Minuten Verspätung. Gegen 16:15 die nächste Durchsage, der Zug habe 45 Minuten Verspätung wegen eines technischen Problems. Gegen 16:25 dann: "Der Zug XY fällt leider aus. Wir bitten um Entschuldigung." Punkt. Aus. Von den Wachmännern erfahre ich, dass Ersatzbusse bestellt seien, bis die allerdings von Lübeck hier seien, säße ich schon im nächsten Zug, der ja um 17:41 komme.
Ok, ich beginne das wahre Wesen solcher Formulierungen wie "JWD" oder "in the middle of nowhere" zu begreifen. Kein Busverkehr, kein Geschäft, keine Kneipe, NICHTS. Weiter draußen an der Landstraße gäbe es ein Eis-Café, das wär aber mindestens ne Viertelstunde Fußweg. Es ist heiß. Ich habe Gepäck für 2 Wochen dabei. Es gibt keine Schließfächer.
Und: An solchen Tagen würde das nicht funktionieren. Es würde folgendes passieren:
Ich laufe mit Gepäck bis zur Eisdiele, das dauert 25 Minuten. Die Eisdiele hat Betriebsferien. Auf dem Rückweg nach Sierksdorf fährt der Ersatzbus an mir vorbei. Der einzige Ersatzbus. Alle weiteren Züge fallen heute wegen eines Defekts aus. Mein Handy-Akku ist mittlerweile leer. Ich versuche zu Fuß die nächste menschliche Siedlung zu erreichen. Ich sterbe einsam an der Landstraße nach Sierksdorf an Dehydrierung.

Dann lieber weiter warten. Und hoffen, dass der nächste Zug wirklich kommt. Und er kommt. Pünktlich. Und um ein Haar entgehe ich einer weiteren Fahrt nach Neustadt (ich wollte gerade in den vorletzten Waggon einsteigen, da sagt jemand: Der fährt nur bis Neustadt.) Ich rase zum letzten Waggon. Der ist brechend voll. Ist mir egal. 50 Minuten später steige ich in Burg/Fehmarn aus. ENDLICH!

09 Juli 2013

Kleine Flucht ins Bergische

Start im Grillhof
Ein schöner Kurztrip zu Freunden hat das Wochenende zu einem kurzen Urlaub gemacht. Die samstägliche Bahnfahrt über Düsseldorf und Hösel ist schnell und stressfrei. Zwischen dort und Velbert hat mich Wolfgang netterweise kutschiert.
Meine beiden Quasi-Cousinen nebst Family erwarteten mich genau wie nette neue Bekanntschaften im Grillhof des Brandt'schen Anwesens.
Tiefenentspannung und Maya
Es gab reichlich Leckereien vom Grill und aus der Schüssel, zwischen Pseudo-Bulgur (ja, ich weiß, Guinea oder so ähnlich, ich habs wieder vergessen) und Halloumi, Glasnudeln und scharfem Salat, Krakauer, Pute und vielen anderen Leckereien gabs auch reichlich Gelegenheit zum Plaudern, Kennen lernen, Blödeln und auch für ernstere Gespräche. Die Kiddies lieferten sich mit Siggi und Oma Ruth heiße Affen-Duelle bis in den Abend.

Und so machten wir (Siggi und ich) uns recht spät und gut gelaunt auf ins Gästehaus Kaleidoskop. Das kriegt übrigens ne richtige Empfehlung; Sauber, einfach, gut, bezahlbar. Die Absprache mit 9 Uhr morgens ging bei Siggi leider under (in einem Underberg?) und so machte er mitten in der Nacht schon ausgedehnte Spaziergänge durch halb Velbert.
 Sei's drum, ich hab gepennt wie ein Stein (in einem super stabilen Bett). Frisch geduscht und gut gelaunt hatte Siggi schon beim Besitzer 2 Morgenkaffees organisiert, die uns den letzten Pep für den Tag gaben.
Halb 10 latschten wir rüber zum Grillhof, wo man gerade dabei war, ein Frühstück im Sonnenhof zu servieren. Nach ausgedehntem Breakfast legten wir vor dem Lunch dann noch eine geführte Stadtrundfahrt ein (Danke, Wolfgang!).
Büchertische in Langenberg
Die brachte uns zur Altstadt nach Langenberg (Stadt der Bücher), ein kleiner Bummel durch die historischen Gäßchen endete an Pi's Second Cafe, ein Second-Hand-Laden mit vorzüglichem Kuchen, Cappucino und Rhabarber-Drink.
Vor Pi's Second Cafe
Derart gestärkt und mit gebrauchten CDs, Besteckkästen und ähnlichem ausgestattet traten wir die Rückreise in den sonnigen Grillhof an, wo wir uns an Rindern, eingelegten gegrillten Lamellenpilzen (ja, auch den Namen hab ich vergessen), Putensteaks, Würstchen und Salaten gütlich hielten.
 Dann blieb noch Zeit zum Büchertausch und zum Verabschieden, wobei der nächste Gegenbesuch in Andernach vielleicht nicht in weiter Ferne ist. Die Kulturnacht ruft. Als ich letztendlich im IC von Düsseldorf nach Andernach saß, gings mir saugut. Eine gewisse Tiefenentspannung ist auch auf den Fotos nicht zu verbergen. So lassen sich die Wochen bis zum Urlaub gut überstehen, selbst 2 Tage danach perlt noch viel vom täglichen Stress einfach an mir ab. Und ich freu mich auf ein Wiedersehen mit alten und neuen Freunden.

19 Mai 2013

Doppelgänger

Hab erst heute beim Betrachten einer alten Folge von "Trio mit 4 Fäusten" entdeckt, dass unser Urinator einen großen Bruder hat: Pery King alias Cody.

06 Mai 2013

Prag im Regen

Heute morgen brachte uns die legendäre Tram 22 von Mustek aus nach Bila Hora. Wir bekamen einen flüchtigen Blick auf die Außenbezirke, die man als Tourist sonst nicht wahrnimmt. Zurück ging es bis zur Kleinseite, wo wir uns kurz stärkten. Wir überquerten die Karlsbrücke zu Fuß, umringt von vielen Touristen bestaunten wir Scharen von Portraitzeichnern, Musikern und Verkäufern, welche dort Ihrem Job nach gingen. Nach einer weiteren Rast bestaunte ein Teil von uns weitere Sehenswürdigkeiten, während ich mich dem anderen Teil anschloß und eine Pause im Hotel einlegte. Den Abschluss machten wir im urigen Bredovsky Dvůr bei böhmischem Essen. Das sich am Nachbartisch Elmar Wepper incognito über die leckeren Knödel hermachte, überraschte bei dem Essen niemanden wirklich.

05 Mai 2013

Eiffelturm und Metronom

Heute war der Eiffelturm-Nachbau jenseits der Moldau fällig. Im triefenden Regen standen wir vor der Talstation Schlange. Die Fahrt auf den Berg mit einer seilgetriebenen Bahn beeindruckend, weil sehr steil, aber trocken. Die Begehung des Turms fiel wegen langer Menschenschlange aus.
Der Blick vom Burghügel über Prag
Unten trennten wir uns und gingen zu fünft die Route Hradschin, Novi Seti, Metronom an.
Das Metronom auf dem Sockel des ehemals größten
Stalin-Denkmals in Europa. Die Skulptur wurde 1955 gebaut
und 1962 gesprengt, der riesige Gramitsockel wurde verschont
und dient seit 1991 als Sockel für das Metronom, dessen 18 m
langer Zeiger seitdem im 20-Sekundentakt über der Stadt pendelt.


























Zurück im Zentrum fanden wir nach langem Suchen die Kollegen im Hauptbahnhof der Republik im Starbucks wieder. Abends gings zum Abschluss noch zum Italiener in die Altstadt. Bruschetta, Thunfisch-Steak, Eis und Espresso Lungo rundeten 3 Tage Prag köstlich ab. Meine Waden haben die Konsistenz von Granit, aber ich bin glücklich und zufrieden - und müde.


02 Mai 2013

Die Fahrt nach Osten

Endlich ist es soweit, die Fahrt nach Prag beginnt! Um 08:13 steigt die ganze gut gelaunte Korona (besser: die, die noch übrig sind) in den ICE nach Nürnberg. Die Zerstreuten unter uns haben wahlweise die Butter oder das Deo vergessen, aber die Hauptsache ist, das unsere weltbeste Leisereiterin (ja, die Dame mit dem Hut) trotz laufender Nase und anderer Begleiterscheinungen mitfährt.
Nach langer Fahrt mit Zug und Bus und Metro macht sich im Hotel jeder kurz frisch, dann gehts wieder ab in die Altstadt.
Im eigentlich anvisierten Lokal "Zum bretonischen Dvorak" schaut man uns erstaunt an, als wir nach einem Tisch für 11 Personen fragen. "Morgen oder übermorgen?" bekommen wir zu hören. Schnell entschieden: Morgen. Ein paar Strassen weiter finden wir im gemütlichen Keller des "22" mehr als nur Ersatz. Bei leckerem böhmischem Essen lassen wir es uns gut gehen. Danach überfällt uns alle eine bleierne Müdigkeit. Als geübte Metrofahrer ist es kein Problem mehr für uns, mit der C bis Florenc und von dort mit der B zu unserem Hotel zu kommen. Unterwegs müssen wir in der Metro einen kleinen Strauchdieb zurechtweisen, der unserem Schwarzmeerkönig Ernestov an die Kronjuwelen will. Und dann: Nur noch schlafen!

16 Februar 2013

Vulkanladies siegen am Oberwerth

Mann oh Mann, war das aufregend! Einen echten Abstiegsknüller lieferten sich heute Abend die Vulkanladies aus Weibern und die Trierer Miezen. Beide Teams  agierten mit ungeheurem Einsatz, aber auch streckenweise nervös mit dummen Fehlern. Mehr als 2.000 Zuschauer in der Sporthalle Oberwerth (seit wann heißt die denn Conlog-Arena?) sorgten für prima Stimmung während des gesamten Spiels. Das Spiel war abwechslungsreich, wogte hin und her, und hatte am Ende einen glücklichen, aber nicht unverdienten Sieger. 30:28 siegten die Vulkanladies und haben damit einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.
Mein Kumpel Mike T-Bone und ich hatten richtig Spass an dem aufregenden Spiel. Auf Trierer Seite machte die kleine wuselige Christina Cabeza auf uns den besten Eindruck, die große Carolin Schmele (13) wurde mit zunehmender Spieldauer immer öfter in Einzeldeckung genommen und konnte sich nicht wie gewohnt entfalten, so das sie "nur" zu 8 Treffern kam.
Torfrau Lissi Herbst in Aktion
Und einige Würfe wurden von Lissi Herbst im Tor der Vulkanladies entzaubert, die in der 2.Halbzeit das ein oder andere Mal zur Retterin wurde.
Auf Seiten der Vulkanladies wurde Nadja Zimmermann zur Spielerin des Tages gewählt. Für mich war allerdings auch Marina Kils sehr stark, die zwar nur 2 Tore machte, aber 6mal nur durch Foul zu bremsen war und entsprechende Siebenmeter rausholte, die von Svenja Huber souverän verwandelt wurden. Auch Simone Salz hielt mächtig dagegen und musste einiges einstecken. Spielberichte hier und hier.

Nach dem Spiel feiern die Ladies ihren Sieg mit den Fans
Alles in allem ein Super-Samstagabend, den wir bei Ingwertee und Espresso im Mumpitz ausklingen ließen. Wiederholung nicht ausgeschlossen.