05 April 2009

Tour in den Pott

Gestern durften wir unseren VFL mal wieder live erleben, und wurden schmerzlich daran erinnert, warum das wichtigste Wort im Leben eines VFL-Fans "Trotzdem!" ist. So hat es unlängst einer meiner Lieblings-Autoren, Fank Goosen, beschrieben. Der Mann ist bekennender VFL-Fan und hat ne Dauerkarte im Block B ein paar Reihen vor uns, weiß also, wovon er spricht. Ich hatte gestern das Glück, ihm persönlich im Stadion mein Lob für seine tollen Bücher und Lesungen auf die Schulter kloppen zu dürfen. Und ich hatte den Eindruck, er freute sich wirklich drüber. Wird allerdings Zeit, dass er wieder was mehr auf die Rippen kriegt, sonst erkennt ihn demnächst keiner mehr. Und sollten wir in die befürchtete Relegation reinrutschen, hat er in den 2 Herztodspielen nix zuzusetzen. Naja, er hat gestern wieder mit Stadionbierchen trainiert, das ist schonmal ein guter Anfang ;-)
Wir wurden vorher beim traditionellen Milchkaffe im City-Café von der Wirtin begrüßt, die ihre "Koblenzer Bekloppten" schon länger vermißt hat.
Das Beste am Spiel war das Bochumer Tor, bei dem unser aller Liebling Joel Epalle dem psychopathischen Kaugummi im Stuttgarter Tor zu einer Flugeinlage mit Ball ins eigene Tor verhalf, ich hätt mich fast weggeschmissen vor Schadenfreude. Und dass die immer bestraft wird, zeigte sich beim 1:2 kurz vor Schluß, als unsere völlig erschöpfte Abwehr nur noch zusehen konnte, wie die Schwaben uns ruckzuck ein Ding reinlegten. Als unsere Jungs registrierten, was passiert war, lag der Ball bereits wieder im Anstoßkreis.
Aber die Jungs konnten erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Sie hatten alles gegeben, was sie konnten, mehr geht nicht. Dann müssen wir die Punkte halt nächste Woche in Hoffe holen.
Zu diesem Tag passte auch, dass sich der Himmel so zugezogen hatte, das wir auf dem Rückweg am Planetarium die Hoffnung auf eine Abendhimmelsbeobachtung schnell begraben durften.
3 x bundesweiter Tag der Astronomie, wir habens versucht in Solingen, Köln, Bochum. Ergebnis immer das gleiche: An diesem Tag zieht sich alles zu, in Köln hats damals sogar geregnet. Wer diese Termine ansetzt, muss beim Wettergott extrem schlechte Karten haben.
Wenigstens konnten wir dadurch den 7-Uhr-Zug noch kriegen, so das wir um halb 10 daheim ankamen. Bei allem, was später fährt, muss man ab Köln in einen handbetriebenen Zug aus der Vorkriegszeit umsteigen, der für die Strecke bis nach Koblenz gefühlte 7 Stunden braucht, weil er überall dort anhält, wo ein Schild und ein Klo ist.
Also, was bleibt ? Die Anmeldung zum letzten Heimspiel am 16.05. gegen die Frankfoddä Bämbel. Da fahren wir am besten ne Stunde früher hin, weil uns das den Anblick der ersten Äppelwoi-Leichen erspart, die um 10 schon so prall durch den Regionalzug torkeln, das sie vom Spiel garantiert nix mehr mitkriegen. Und da an diesem Tag keine Sternenbeobachtung angesetzt ist, werden wir wohl auch klares schönes Wetter haben.
Eine andere Überlegung ist der Besuch eines Scudettos-Abends bei Ben Redelings, dem Macher der beiden geilen VFL-Doku-Filme (hängt auch im Block B rum), aber mitten inne Woche abends in den Pott, und nachts zurück, und am nächsten Morgen wieder aufe Arbeit, das ist, wenn man mal jenseits der Fuffzig angelangt ist, auch nicht der ultimative Kick.
Warten wir also, bis er mal mit einem interessanten Gast in unsere Nähe kommt.

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