18 Juni 2008

Der Fliegenfänger - von Willy Russell

Ich lese gerade ein Buch, das mich so bewegt, das ich es hier vorstellen möchte:

Klappentext:
Der Tag, an dem der elfjährige Raymond Marks in einer Schulpause per Zufall das "Fliegenfangen" erfindet, ändert alles. Das harmlose Spiel führt für Raymond zu einem tragikomischen Leben als Außenseiter und Sonderling, bis er schließlich seine ganz persönliche Unabhängigkeitserklärung entwickelt.

"Wie ein englischer Huck Finn - todkomisch, todtraurig, sensationell."





Ich habs erst zur Hälfte gelesen und kann nur bestätigen, was die Kritik schreibt:
Wie immer, wenn es von der Insel stammt, ist das Tieftraurige zugleich auch zum Brüllen lustig.
Man hält die Luft an, immer wenn man ahnt, in welch schlimme Richtung die Geschichte sich gerade wieder entwickelt, ohne das der Erzähler etwas dafür könnte. Einfach eine unglaubliche Verkettung unglücklicher Umstände, in deren Entwicklung ein "normaler" fantasievoller Junge in den Augen der Leute immer mehr zu einem durchgeknallten Monster mutiert. Man hält die Luft an uns wünscht sich, dass die Geschichte anders weitergeht. Bitte Bitte Bitte! Man freut sich und heult Tränen der Freude und Erleichterung, wenn sich die Geschichte wieder zum Guten dreht. Und wenn 3 Seiten später das Unheil wieder seinen Lauf nimmt, möchte man eingreifen in eine Geschichte, in der man schon längst mit Haut und Haaren steckt, und eigenhändig das Buch umschreiben, wenn man ahnt, was kommt.

Aber vor allem ein Appell gegen vorgefasste Meinungen und Vorverurteilungen, es kann in Wahrheit alles ganz anders sein.
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Ich habs heute fertig gelesen und bleibe dabei, ein Klasse-Buch!

Also Leute, frei nach Elke Heidenreich: Unbedingt Lesen!

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