19 Januar 2007

Verschnaufpause

Geschafft! Eine Woche frei, verschnaufen, tief Luft holen.
Unter dem Druck der Krankenkasse habe ich mich letzte Woche entschlossen, entgegen dem fachärztlichen Rat und vor allen Dingen entgegen dem eigenen Gefühl die tägliche Arbeitszeit zu erhöhen. Da es vorher schon so war, das in der letzten Stunde des Vormittags konzentrations- und energiemäßig langsam die Lichter ausgingen, war diese Woche erwartungsgemäß schwierig.
Ich bin froh, das ich jetzt erstmal ein paar Tage Energie tanken kann. Und hoffe, anschließend die restliche Wiedereingliederungszeit mit weiteren Steigerungen der Arbeitszeit halbwegs unbeschadet zu überstehen.
Das hat mir wohl der letze Vertrauensarzt (Nr. 4) eingebrockt, eine hektische Knalltüte, der nach ein paar Minuten flüchtiger Befragung alle bisherigen Empfehlungen über den Haufen geschmissen und mir eine sofortige Steigerung der Arbeitszeit empfohlen hat.
Natürlich beruft sich der beratende Arzt der Krankenkasse in erster Linie auf dieses Attest. Die Meinung der Fachklinik, die mich 6 Wochen lang intensiv behandelt hat, ist plötzlich nicht mehr aktuell und auch der Neurologe (Vertrauensarzt Nr. 3), der sich immerhin 2 Stunden Zeit für mich nahm und eine andere Bewertung bezüglich der Arbeitszeitsteigerung abgegeben hat, ist dann doch nicht so relevant. Und mein eigenes Gefühl ist natürlich völlig irrelevant.
Der Tinnitus pfeift weiterhin aus allen Rohren, das Gleichgewichtstraining bringt kleine, aber erkennbare Fortschritte. Ich bleib am Ball. So schnell kriegt mich keiner klein.

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